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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Massiv Berg.manisch

in Flümmerey/ La Vista di AscOltO 08.02.2009 17:23
von ascolto • 1.289 Beiträge
Werte Flümmerfreunde,

es hatte so seine Zeit: lang...(Geduld)...sam, denn in meiner Untersuchung des Bergman Film "das siebente Siegel" kam es im Trott zum Hopp, den Berlinaruf um Bärchens und Talk, bzw. noch eine Powerpointpräsentation für meinen Eigenreygen den ich vorzustellen gebeten.
Aber nun hinein in dadd nordische Gemüt, dort wo der Granit auch Greun, sprengelich in Grau. Die Fjorde der Küst streiten in denen die Biomasse Lachs fein geschrotet mit Farbstoff befüttert damit dadd Fleysch zart und Rosa. Wo ein Lümmel so wie ich noch keine Füß gestrandet und auch die blonden Engelfratzen ihm deshalb noch nie die Wahalla gejodelt.
Was und wie lebet es sich, denken die nordig Konzeptler in den Tiefen? Wie erwacht man im Weiß der Landschaft und wie langmütig wirkt dort ein Winterzyklus? Warum sind dort die lindgrenischen Figuren beheimatet die uns in der Jugend so Abend für Abend in den Schlaf gesungen?!
Will sagen, wie entwickelt sich ein Völkchen um dadd Feuerchen und spinnt dort seine Andersen zum Kierkegaard?

Daraus nun eine Stümm, eine gewaltige in Schwarz zu Weiß, ein Hintereinander an Sequenzchen meist durch Überblendungen erzählt:
Die Beulenpest, also diese Pandemie erreicht nun auch 1349 die nordischen europäischen Gefilden zu einer Zeit als der Dritte schwedische Kreuzzug beendet!
(Der Dritte schwedische Kreuzzug war eine schwedische militärische Expedition nach Karelien im Jahr 1293 unter Führung von Torgils Knutsson, das von der Republik Nowgorod beherrscht wurde. Im Rahmen der Expedition wurde Burg Wyborg (Wyborg) erbaut und Westkarelien blieb bis zum Frieden von Nystad 1721 unter schwedischer Herrschaft.
Die Grenze zwischen beiden Mächten und damit die Ostgrenze Finnlands wurde erstmals 1323 im Vertrag von Nöteborg festgelegt. Sie wurde auch nach 1721 als Landschaftsgrenze verstanden und fungierte nach der Errichtung des russischen Großfürstentums Finnland wiederum als dessen Ostgrenze. Erst 1944 ist diese Grenze nach Westen verschoben worden.)


Die ersten Büldchen nach den Rolltiteln betrachten einen blondmähnigen Ritter am Kieselstrand und dazu seinen Knappen in Narrenkappkragen. Nach einem zyklischen Sonnenrot das man durch die tiefe des Wolkenzugs erahnt dringen Wellenschlag und Gischt ins Ohr und dazu kommt der Auftritt des Meyster Tod, der den Rittersmann bedrängt. Doch fein faustdicke, die Einladung zum Schachsport annimmt und besänftigt noch ein Weilchen nach der Ritterseele duldet!
Fein dies, so theatralisch dass einem der Urfaust allá Gründgens die Synapsen nochmals bespuckt und man aber froh hier nicht das quadratische Quadflieg an Fratz und nicht die Eitelgrimass des Homogründgens beäugelt sondern kantig nordische Gesichtchen. Der Packt verschafft also dem Kreuzzügler eine Weile solang das Schachduell noch weilt und damit hinein,dem Ritt der zwei Pferdehalter von der Küst in die Dörfchens, Schenken und Kirchen folgend. In der Parallelsequenz ein Gaucklermime mit einem Familienidyll, der Visionen des christlichen fabuliert. Nachdem nun die Fragmentchen aller, die dem Tod nur noch ein Atemzug voraus, sich um Pest, Raub und dem ganzen Krims und Kram des sinnlosen Menschlichen geistig in Qual, geht es auf durch ein Wäldchen, in einer Gruppe die zum Ziel der Pest zu entkommen und dem Rittersmann um eine göttliche Berührung, um das was hinter der Hoffnung die Hoffnung gründet!
Ein Hexchen und deren Verbrennung darf nicht fehlen, auf die man an einem Kirchengemäuer geprangert und dann im Wald stieß plus einem Umzug sich unter dem christlichen Kreuz Geißelnder, von Mönchskutten geführt und dominiert.
Am End, in der Burg des Rittermanns kömmt dann der Meyster und holt sich die Seelen aller die am Tisch.
Nur die verschreckte Gauglerfamilie die auf Grund der paranoiden Projektionen des sich Einfühlenden und damit im Waldchen in der Nacht zur Flucht, die wiegt dadd Kindl Micha und zupfet weiter an der Laute.......: Die Summe; Glauben ist Vorhersehung durch Visionen die nur der Liebende vollbringt!

Dieser Film zählt zu den Brüchen in der Filmkunst, ein visioneres Konzept gefüllt mit einem sehr kritischen offenen Ansatz diese mittelalterlichen Ängste zu bändigen, zu verstehen und daraus Fragen in die heutige Weite zu entwerfen.
Doch taugt das auch, ist es nicht durch die heutigen Flümmerbülder verstaubt und gar ein Greuel, eine Langatmigkeit anlastend.
Schwarz in Weiß gut fotografiert ist die Soße, doch ist dadd theatralische nicht wie eine Pasta "non all dente" beigemenngt?
Kaut man nicht auf den Nudeln die übergar und ist dadd Sößchen ohne pikante, geschärft nur wie im Norden?
Ich finde JA, es ist zu steril theatralisch, es fehlt "la strada" und das Charisma in den Augen der Darsteller. Es ist wie dieses nordische Brot, es knackt recht geräuschvoll aber schmeckt fade-Schade!
Will sagen, nicht das die Fragmentchens die sich nach der Betrachtung einfädeln, unwichtig oder von einem Jeden einmal durchsynabst gehört, doch dass haben die Meisten von uns doch schoan längst und wenn nicht, dann reicht dadd elektro Geflümmer im Schopfe sowiso dafür nicht aus.
Ich denke der Film ist ein Zeitprodukt und damit wichtigst, doch an meinem Kamingeknister hat mich dies wenig fasziniert, will sagen, nur eine Sequenz des Andrej Rublojw/Tarkowskij, die im Regen als der Gauckler von Zarenhäschern gefangen, die ist soviel intensiver und klarend, doch bestimmt vom Bergmann inspiriert!
Wer es dennoch Anders wiegt dem leihe ich gern mein Öhrchen......
Törchen vom ollen A

zuletzt bearbeitet 08.02.2009 21:50 | nach oben springen

#2

RE: Massiv Berg.manisch

in Flümmerey/ La Vista di AscOltO 08.02.2009 23:00
von Martinus • 3.194 Beiträge

Hallo ascolto,

Zitat von ascolto
Doch taugt das auch, ist es nicht durch die heutigen Flümmerbülder verstaubt und gar ein Greuel, eine Langatmigkeit anlastend.


Ich kenne den Film ja nicht, aber es scheint so, der Film habe keinen Bezug zum gegenwärtigen Zeitgeschehen. Dazu ein Beispiel:

Jedermann kennt "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal, eine schöne Geschichte zwischen menschlicher Habgier und Tod im Nacken. Auch dieses Stück weist keinen Zeitbezug auf; das habe ich mal bemängelt, als ich das Schauspiel mit Veronica Ferres im Fersehen auf der Salzburger Bühnen gesehen habe. Sonst allerdings auf jedenfall ein spannendes Stück, welches wunderbar gespielt und inszeniert war.

Im Gegensatz dazu aber der Teufel Leverkühn im "Doktor Faustus" vom buddenbrookschen Manne. Darin ist ja ein Zeitbezug festgesetzt (Hitlerregime), obwohl sich der Roman auch auf das Mittelalter bezieht. Ja, das ist es eben. Wenn Ingmar Bergmann den Film heute gedreht hätte, dann hätte er als geschichtlichen Hintergrund anstatt der Pest, die Sache mit den schwedischen Atomkraftwerken nehmen können, die ja, so hörte ich ja, wieder hochgefahren werden, weil das klimafreundlich ist. Das könnte heute ein hintergründiger Spuk im siebten Suiegel sein - und schon wird der Film interessanter.

Liebe Grüße
mArtinus




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#3

RE: Massiv Berg.manisch

in Flümmerey/ La Vista di AscOltO 09.02.2009 10:36
von ascolto • 1.289 Beiträge
Werter Martin.us,

nun, es dolcht dass Mittelalter und die darin sich artikulierenden Fragen nach Gott, nach der Hilfe Gottes durch die Dog.manier.ismus der Kirchenfürsten.
Ergo, jedes Menschen Eigenreligion, also seiner Subjektive zu Gott und Christus und dann die politisch hirachisch zwanghafte soziale Bindung zu Gott durch die sich in die Objektive erklärte Kirchenvorstandsrichtlinie.
In einer Zeit als die Pandemie Beulenpest wütete und ganze Landstriche unter sich begrub mit den Toten in Menschenhaut, da war dies eine Extreme, eine hysterische emotionale Nichtordnung. Jeder rannte/flüchtet um sein Leben. Und mit dem Meyster Tod der nun bewußt im Nacken veränderte sich die Beziehung zu den bis dahin kultivierten Glaubensritualien.
Also ein neues Weltbild, dass Bild des Leids aus dem der Körperschmerz und das Körperende spührbar und um sich herum erlebt. Die konzentrierte Explosion an Massensterben, dass schafft ev. eine neue Perspektive zum Gottesdienst. Und das ist in dem Film die Frage die sich der Rittersmann stellt, was ist hinter den Zeremonien und der Geißelung an Wahrhaftigkeit der Kirchenoberen. Insbesondere weil er Ihnen der Diener, der Knecht und somit Lanzer, ein Krieger für den Glauben, ein Kreuzzügler war.
Und während sich der todesverächtliche Ritter nun im Schachspiel Aufschub erspielt, reagieren die Mehrheit an der Masse Mensch in den Fluchtprojektionen und die düsteren Hände der Kirchenmacht morden als Satan die Frauen als Hexen und kreischen die hysterische Hasspredigt: Du bist ein Sünder, Gottes Gericht naht, tue Buße!
In all der Hysterie um Glauben und Tod gibt es ein Idyll, die Gauklerfamilie die sich im Planwagen durchschlägt und die den naiven und symbolischen Glauben praktiziert, ihre Nächstenliebe und deshalb dem Tod entkommt.
Diese Gottesfrage und Bergmanns Antwort ist sicherlich sehr interressant und deshalb sehenswert, was ich beklage ist die Ausführung der Handlungen denn sie wirken auf mich theatralisch und somit klinisch.Nur zwei Sequenzen, die in der Schenke und die wo der Narr eine Frau vor der Vergewaltigung rettet sind für mich schauspielerisch einigermassen nachvollziehbar, also authentisch. Alle anderen Handlungen wirken auf mich wie ein schlechtes Bühnenstück dass mich nicht berührt.
Und hier setzt meine Kritik an, warum werde ich nicht von dem Film einvernommen, betrachte kühl distanziert diese abscheulichen, gar monströsen Ängste und den darin verankerten Fragen?
Weil diese Filmarbeit zu einer Zeit konstruiert in dem die Gesellschaft/Filmkonsumierer noch nicht bereit war sich darauf einzulassen, es fehlt dem Film schlechthin an Budget um großes Kino zu inzenieren und das Thema war zu der Zeit auch filmerisch Neuland!
Ich glaube wenn dieses Drehbuch heute von einer Produktion aller Herr der Ringe oder von einem Spielberg umgesetzt, dann würde dies ein Werk dass Millionen in die Flümmerey verführt. Da währe das Parfüm aus seiner Nichtigkeit nur eine Nebenhandlung in einer Kleenstsequenz.
Ich meine, dass Thema ist zu groß um hierin ein symbolisches kleines Bühnenstück in Zellolid zu brennen, es bedarf weniger Symbolik und mehr an ein uns zZt. verständlichen Rythmus, denn die Rezipienten die diesen Film sich angenommen, die setzen sich sowiso mit diesem Thema auseinander, nicht aber die Unaufgeklärten!
Will sagen, ein Kammerspiel aller Bergmann erreicht nur die Cineasten die jene Bergmann.ische Komposition inhalieren weil sie um Bergmann wegen sich in den Film bewegen.
In die heutige Zeit versetzt, also als Ebolaepedemie usw. würde dies nichtig erscheinen lassen, denn die "Melancholia", also Dürers großer Holzschnitt ist in dieser Zeit auferstanden. Die Pest ist ein historisch wichtigstes Thema dass leider meines Wissens noch nicht filmerisch groß inzeniert?
Also, allet Meynereygen.... und da ich kein Historiker ist diese Geschichte meiner Ansicht noch in Arbeit, vielleicht mein Spätwerk.chen

Der Jedermann, also dieser Salzburger Hupfer uim Krüngel, (nicht das ehrwürdige Stück des Hoffmannsthal) sondern dadd Gebrummel und Gezicke um "unsere Vroni" deren schauspielerische Gabe der Männerwechsel, doch sehr einfältig und nicht virtuos auf der Bühne und sagenhaft schlecht auf Zelluloid, diese Dame kommt über die Besetzungscouch Martin, nicht weil Sui von der Muse geküsst!
Mein Grantler allà Bernhard, dazu !

Grüße vom ollen A

zuletzt bearbeitet 10.02.2009 21:33 | nach oben springen

#4

RE: Massiv Berg.manisch

in Flümmerey/ La Vista di AscOltO 10.02.2009 16:59
von Martinus • 3.194 Beiträge
Hallo ascolto,

Zitat von ascolto
Also ein neues Weltbild, dass Bild des Leids aus dem der Körperschmerz und das Körperende spührbar und um sich herum erlebt. Die konzentrierte Explosion an Massensterben, dass schafft ev. eine neue Perspektive zum Gottesdienst. Und das ist in dem Film die Frage die sich der Rittersmann stellt, was ist hinter den Zeremonien und der Geißelung an Wahrhaftigkeit der Kirchenoberen. Insbesondere weil er Ihnen der Diener, der Knecht und somit Lanzer, ein Krieger für den Glauben, ein Kreuzzügler war.
Und während sich der todesverächtliche Ritter nun im Schachspiel Aufschub erspielt, reagieren die Mehrheit an der Masse Mensch in den Fluchtprojektionen und die düsteren Hände der Kirchenmacht morden als Satan die Frauen als Hexen und kreischen die hysterische Hasspredigt: Du bist ein Sünder, Gottes Gericht naht, tue Buße!


Ich denke, das ist der zentrale Kern. Da ist die Pest, die als strafende Hand Gottes angesehen wurde. Die Kirchenfürsten mit Dreck am Stecken, weil sie das Volk noch mehr unter Druck setzen, indem sie prahlen, ihr seiet Sünder und Hexen. Dieses in Beziehungsetzen von Leid (Pest) mit Gott, das ist schon eine Wunde und das Volk ist deprimiert, weil es schuldhaft und sündhaft ist.

Für manche führt der Weg zu Gott über das Leid, weil der Mensch Wege sucht, sein Leid zu verarbeiten...aber so irreale Vorstellungen, ich tue Buße und mein Leid ist weg, so kann das nicht funktionieren. Leid ist kein handeln mit Gott. Die machtbesessenen Kirchendogmaverwalter setzen mit diesem Mittel das Volk nur unter Druck. Auf diese Weise machen sich die Kirchenfürsten erst recht schuldig.

Ich weiß nicht, ob das noch zum Film passt, was ich gesagt habe. Ich vermute mal doch. Die Kirche hat alles mögliche versucht, um mächtig zu bleiben (siehe Ablasszettelwirtschaft)und war froh, wenn das allgemeine Volk nicht lesen konnte.

Zitat von ascolto
ein Idyll, die Gauklerfamilie die sich im Planwagen durchschlägt und die den naiven und symbolischen Glauben praktiziert, ihre Nächstenliebe und deshalb dem Tod entkommt.


Ja, das ist schön. Der wahre Glaube lebt in seiner unschuldigen Einfachkeit und braucht kein Brimborium von Hexenjägern und Ablasszetteln.

Neuere Pestverfilmungen kenne ich auch nicht. Mit der heutigen Computertechnik kann man sehr viel machen. Allerdings kann so etwas, wenn es überreizt wird, auch daneben gehen, siehe "Independence Day" vom Emmerich u.ä. Katastrophenschindluder, was mich gar nicht reizt. Aufjedenfall finde ich es sehr schön, dass du uns den Bergmann-Film vorgestellt hast.

Sorry, dadd diese Reaktion kam ein bisschen spät, als ob mir jemand ein Schneckenhaus aufgebürdet hat, und uich nicht voran bzw, zu Potte kam.

Liebe Grüße ums Herz
mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 10.02.2009 17:01 | nach oben springen

#5

RE: Massiv Berg.manisch

in Flümmerey/ La Vista di AscOltO 10.02.2009 22:06
von ascolto • 1.289 Beiträge
Nun, werter Martin.us,


eine Pandemie, also die konzentrierte Konfrontation allerorts mit dem Tode, dass muss auf die soziale Motorik im höchsen Maße eindrucksvoll, insbesondere dass altägliche Pfleghma, der Alltag wird verwirbelt, ein Sturm der Panik zieht auf und es ruckelt und würgt an der nackten Existenz.
Dass kann den Geist fortbewegen, will sagen uihn nicht nur hysterisch in Angst gelähmt,sondern auch Fragen und Assoziationsketten anregen die aus Bequemlichkeit oder aus Prioritätsvergabe nie, niemals bedacht?
Anders Hamletti im sein oder nicht sein erwacht und es wuird klar das keine Wanderer wiedergekehrt?
Also ist der Umstand und die Reaktionen auf eine Pandemie und dann in dem Traumaverarbeiten der Hinterbliebenden, ein Volkstrauma aber auch die Möglichkeit nach neuen Gedankenstrukturen und deren Tiefen zu werten? Im mitteleurop. Mittelalter, in dem tja am Ende daraus eine Religionsspaltung hervorging, eine neue Einsicht in die "Heilige Schrift" interpretiert und hierheraus eine Endlosschleife an Kriegen zwischen Völkern und Stämmen sich erhob. Die dann ja in den Raubzug nach Übersee mündete. Machiavelli läßt daraus grüßen, genauso wie die Strategie der Medici, bzw. der Dogen aus Verona und Venezia.....
Und das die Kirchenoberen zu dieser Zeit das erste Mal nicht nur intern im Streite, sondern nach Außen hin mit immer neuen Mittel den Glauben verteidigten (Ihre Ansicht), dass ist doch neu. Will sagen, die Kirche sah sich zum allerersten Mal nicht politisch sondern soziologisch gefordert und hat wie es Despoten anheim, mit immer mehr Druck und neuen Feindbildern manipuliert.
Wenn hier eine Filmfigur der Hoffnung hinter der Hoffnung begegnen möchte so ist dies dem Schachspiel mit dem Meyster Tod gleichzusetzen, aus dogmatischer Kirchensicht Frevel, aus dem aufgeklärten Verstand ein verständlicher Geisteszustand. Und das Bergmann dann die Familie die sich das Glück teilt und wünscht, der Ursprung eines Liebesansatzes ist, ist dann die Anwort auf die Frage hinter der Hoffnung.
All dies kann und muss auch symbolisch dargestellt, und ich bin konform mit diesem Ansatz. Dennoch und hier meine ich nicht "Kino des Emmerich" sondern ein Epos in den Farben Bertolucci der nicht nur im "1900 Jahrhundert" sondern auch im "letzten Kaiser" in außergewöhnlichen Bildern und Zeitsequenzen erzählt. Will sagen, ich hatte eher so eine Flümmerey im Schopf.
Der letzte Epos der so erzählt war "Der Herr der Ringe"!

Grüße vom ollen A

zuletzt bearbeitet 10.02.2009 22:06 | nach oben springen

#6

RE: Massiv Berg.manisch

in Flümmerey/ La Vista di AscOltO 11.02.2009 14:10
von Martinus • 3.194 Beiträge

Hallo ascolto

Zitat von ascolto
sondern auch Fragen und Assoziationsketten anregen die aus Bequemlichkeit oder aus Prioritätsvergabe nie, niemals bedacht?


Doch schon, es ist aber ein Phänomen, dass Menschen oft erst darauf kommen, wenn Leid da ist. Das liegt wohl in der Natur des Menschen. Wir wollen immer eine Erklärung oder Trost für das Leid haben oder man wird dann zum Hiob, was ja schön ist.

Zitat von ascolto
Dennoch und hier meine ich nicht "Kino des Emmerich" sondern ein Epos in den Farben Bertolucci der nicht nur im "1900 Jahrhundert" sondern auch im "letzten Kaiser" in außergewöhnlichen Bildern und Zeitsequenzen erzählt.


Bertolucci traue ich das allerdings zu. Ich glaube, der filmt nicht in der Hollywoodindustrie,oder? - denn Hollywoodkatastrophenfilme sind oft eine Katastroph'

Liebe Grüße
mArtinus




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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