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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Hist. Plakatkunst bedrückender Aktualität

in Gespräche über Kunst und die Welt 22.09.2017 15:43
von LX.C • 2.691 Beiträge



Die Weltlage ist bedrückend. Populisten, Autokraten, Diktatoren, Aggressoren scheinen nationale und internationale Politik zunehmend wieder zu beherrschen, den politischen Diskurs selbst durch Gesprächsverweigerung zu bestimmen. Schwarz-Weiß-Schemata haben wieder höchste Konjunktur. Der Einzelne spielt dabei keine Rolle mehr. Der Mensch wird wieder zur grauen Masse, zu bedeutungslosem Menschenmaterial, zum Spielball zwischen Machthabern. Länder nur noch zum Instrument persönlicher Interessenverwaltung von "Präsidenten", statt dem Menschen in ihnen zu dienen. Der Mensch lernt nichts aus der Vergangenheit! NICHTS! Außer: Wie er Drohgebärden und Brutalität effektivieren kann. So ist es im Grunde traurig, wie zeitlos alte Plakate sein können. Es wird Zeit, sie wieder herauszukramen.

(Antikriegsplakate aus meinem Dia-Archiv für Sozialistischen Realismus)


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zuletzt bearbeitet 22.09.2017 16:15 | nach oben springen

#2

RE: Hist. Plakatkunst bedrückender Aktualität

in Gespräche über Kunst und die Welt 23.09.2017 18:18
von Taxine • Admin | 5.896 Beiträge

Sehe es ähnlich. Weltweit treten Gestalten auf die Bühne, die in ihrem Wahn gefährlich und gleichzeitig immer lächerlich sind. Wo der Mensch früher wenigstens die Möglichkeit hatte, sich über seine Politiker lustig zu machen, stehen wir heute wirklichen und realen Karikaturen gegenüber, müssen hinterfragen, von welchen Menschen wir uns reagieren lassen. Und die Themen sind immer dieselben. Immer das gleiche Spiel mit der gleichen Angst. Terror, Atomwaffen, Krieg ... Regierungen über die Köpfe der Menschen hinweg, die fatale Entscheidungen treffen, Sparmaßnahmen aufzwingen, mit fiktiv absurden Geldmassen hantieren ... Es ist traurig und scheint immer sinnloser.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 23.09.2017 18:19 | nach oben springen

#3

RE: Hist. Plakatkunst bedrückender Aktualität

in Gespräche über Kunst und die Welt 06.10.2017 11:56
von LX.C • 2.691 Beiträge

Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN. Leider wieder nötig und zeitgemäß. Und doch kommt einem das alles so prähistorisch vor.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/fr...-a-1171538.html

http://www.zeit.de/politik/2017-10/fried...waffen-kampagne


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