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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Wiedergänger des Index Librorum Prohibitorum

in An der Literatur orientierte Gedanken 21.01.2021 12:05
von Salin • 360 Beiträge

Anders als im englischsprachigen werden im deutschsprachigen Wikipedia unter Cancel Culture bislang keine Bücher genannt. Gleichwohl werden hin und wieder Autoren oder Bücher aus Verlagsprogrammen entfernt, weil sie politisch "nicht mehr passen". Diese Art Zensur erfolgt vermutlich durch die Verlage selbst.

Prominente Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind:

- - Robert Greenes "Die 24 Gesetze der Verführung" wurde von Hanser und DTV im Dezember 2020 nach einer feministische Protestaktion aus dem Programm genommen und aus der Liste lieferbarer Bücher entfernt.
In einer DLF-Rezension sagte Jan Drees: "Der Band ist seinerzeit bei Hanser und dtv als Kulturgeschichte publiziert worden, die mit Beispielen aus der Literatur eine Phänomenologie der Verführung entwickelt. Zwischengeschaltet sind Ansprachen im Ton eines Ratgebers." Sein Fazit: "Mitnichten ist dieses Buch ein Ratgeber, sondern tatsächlich eine Kulturgeschichte der Verführung."
Ich denke, dass man dieses Buch durchaus als Ratgeber bezeichnen kann, jedoch besteht es größtenteils aus wiedergegebenen historischen Begebenheiten und Zitaten. Erwähnt werden mehrere hundert Schriftsteller und andere reale Personen. Als Quellen werden Bücher von über hundert Autoren genannt und Opfer von Verführungen sind hier nicht nur Frauen. Wo sich die Überlieferungen zu historischen Personen widersprechen, entschied sich der Autor offenbar für die jeweils reißerischere Geschichte, etwa wenn es um das Sexualleben Messalinas geht, der Ehefrau von Kaiser Claudius, den Greene als Beispiel für einen Anti-Verführer nennt.

Die Frage ist, ob man solche Analysen einigen wenigen überlässt oder sie öffentlich zugänglich macht, was Manipulationen jener Art erschwert. Heute scheint bei vielen eine unbewusste Sehnsucht zu bestehen, die Augen zu verschließen. Als Beispiel für eine im traditionellen Sinn aufklärerische Lektüre fällt mir Machiavellis "Der Fürst" ein, den man ebenfalls einen Ratgeber nennen könnte.
Robert Greene ist kein unbekannter Autor. Ich hatte dieses Buch vor Jahren auf meine Lektüreliste gesetzt, zusammen mit seinem ersten Welterfolg "Power. Die 48 Gesetze der Macht", ohne praktisch vorzusorgen. Als ich zum Jahreswechsel von dem Vorfall hörte, gelang es mir, ein altes Exemplar der gebundenen Vollversion der "Verführung" zu erwerben. Am Tag der DLF-Rezension sah ich noch zwei Angebote für weit über 100 Euro und heute ist es online nirgendwo erhältlich. Die amerikanische gebundene Ausgabe gibt es ab 95 Euro, während das amerikanische Taschenbuch für 15,59 Euro noch lieferbar, aber insbesondere wegen der kleineren kursiven Zitatschrift am Seitenrand weniger augenfreundlich ist.

- - Monika Maron, von der sich S. Fischer 2020 mit der Begründung trennte: "Man kann nicht bei S. Fischer und gleichzeitig im Buchhaus Loschwitz publizieren, das mit dem Antaios Verlag kooperiert". Die Buchhändlerin Susanne Dagen, die jenes Buchhaus leitet, nennt Maron eine Freundin.

- - Milorad Pavićs bis 1995 auf Deutsch erschienen drei Bücher wurden während der Spätphase der Jugoslawienkriege, als der Autor hierzulande als nationaler Eiferers galt, vom Hanser Verlag kommentarlos aus dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher entfernt. In den Jahren zuvor wurde Pavić noch als Kandidat für den politisch meist sehr korrekten Nobelpreis gehandelt.

Vielleicht kennt jemand weitere Beispiele.

zuletzt bearbeitet 21.01.2021 13:25 | nach oben springen

#2

RE: Wiedergänger des Index Librorum Prohibitorum

in An der Literatur orientierte Gedanken 23.01.2021 18:06
von Taxine • Admin | 6.322 Beiträge

Verlage versuchen in der Regel von vornherein, auszusortieren und damit zu zensieren. Was nicht passt, wird gar nicht erst veröffentlicht, es sei denn, es ist Mittel zum Zweck. Das Recht kann man ihnen nicht absprechen, aber ich denke, da steckt wesentlich mehr dahinter, wenn ein Buch nicht ins Verlagsprogramm passt. Schon einige Schriftsteller haben dazu schnippische Bemerkungen gemacht, so Handke oder Bernhard. Man hat bestimmte Themen, die verwendet oder sogar propagiert werden müssen, und darf sich an bestimmte andere gar nicht erst setzen. Es lässt sich allgemein sehr schön beobachten, wie sich der Büchermarkt an die aktuelle Politik anpasst, so beispielsweise die vielen kritischen Schriften zu Russland und Putin, als auch politisch Kritik geübt wurde, oder die Tonne an Büchern, ob Belletristik oder Sachbuch, zur Migrantenpolitik. Auf einmal wurden Bücher und Filme in Massen produziert, die die Traurigkeit der Situation, oft aus der Sicht des Flüchtlings, darstellten, was teilweise mit der echten Situation nichts zu tun hatte. Das Konzept dahinter ist klar. Gerade Bücher richten sich direkt an die Emotionen. Trotzdem handelt es sich um ein gesteuertes Manöver. Meinungsfreiheit gibt es auch hier nicht, vielmehr gilt die stillschweigende Abmachung, was gefördert wird und gewünscht ist. Wenn ein Autor auf einmal seine Ansichten ändert oder politisch nicht mehr ins Bild passt, droht ihm der "Ausschluss aus der literarischen Welt". Anscheinend geht das, wie bei Maron, auch über mehrere Hintertreppen.

Das politisch Korrekte nimmt heutzutage sowieso makabre Züge an. Feminismus, Antisemitismus, Rassismus, Gender... Man muss immer aufpassen, was man sagt, und die Kritik ist schnell zur Hand. Die Zensur ist heute verborgen wesentlich strenger als sichtbar zu anderen Zeiten. Dazu darf man nicht vergessen, dass auch Verlage eine wichtige Medienaufgabe erfüllen. Die Vermarktung wird gestoppt, die Veröffentlichungsmöglichkeiten schränken sich stark ein und der Autor wird, wenn nötig, auch diffamiert und als Blender dargestellt. Das betrifft, wie wir wissen, nicht nur moderne Schreibende, sondern auch tote, als eine Art nachträgliche Verurteilung in effigie. Ein Beispiel war Heidegger, als seine schwarzen Hefte auftauchten, wo einige Bewunderer auf einmal zurückrudern mussten, einschließlich Safranski, der den Philosophen zuvor in seiner Biografie verehrt und auf ein Podest gestellt hat und hinterher kleinlaut seine Ablehnung äußerte, fast wider Willen. Ein "Mangel an Empathie" reicht dann schon aus. Kritik an Heidegger wird auch woanders laut, so bei Sarah Bakewell's Buch über die Existenzialisten.
In den schwarzen Heften ist übrigens lediglich eine klare Beobachtung des Alltagsgeschehens und der politischen Situation zu finden und weniger tatsächlicher Antisemitismus. Der arme Ernst Jünger wiederum hat mit über 100 Jahren schlichtweg zu lange gelebt und musste seine Bücher immer wieder umschreiben und einer politisch korrekten Sichtweise anpassen.

In Deutschland muss man in Sachen Antisemitismus allgemein sehr vorsichtig jonglieren. Es bleibt brenzlig und es ist weiterhin nicht geduldet, sich kritisch zu Israel (Betonung: zu der heutigen Politik) zu äußern. Dabei ist, ähnlich wie bei der allgemeinen "Political Correctness", teilweise schon absurd, wann der Vorwurf 'Antisemitismus' erhoben wird. Das mussten Leute wie Walser, Grass, Augstein oder selbst Jostein Gaarder in starker Kritik erfahren (wenn auch nicht immer mit der Konsequenz eines Verlagsrausschmisses), weil sie sich beispielsweise gegen die Politik Israels ausgesprochen haben, wo einige Kriegsverbrechen nun wirklich nicht von der Hand zu weisen sind.

Ich nehme an, Grass waren die Konsequenzen, die er sicherlich kannte, egal, da er nichts mehr zu verlieren hatte. Nur wenige sprechen aus, was sie denken, wenn es um politisch abweichende Ansichten geht, die nicht geduldet sind (so wie bei Handke, Pavic und co). Dämlich genug war bei Grass, dass sich die Kritik an seinem Gedicht mehr auf sein Alter und seinen Geisteszustand bezog, während der um Jahre ältere Reich-Ranicki dann zum geistig kompetenten Ankläger geriet.
Diese Diffamierungswaffe kommt häufig zum Einsatz. Walser wiederum wurde durch sein Anti-Kritiker-Buch, das Reich-Ranicki zum Vorbild nahm, zum kurzzeitigen Antisemiten, weil sein Kritiker im Buch stirbt, während der Angriff sich wohl kaum gegen den Juden, sondern gegen den Starkritiker und die ganze Literaturszene richtete.

Schon etwas anders war das bei Jostein Gaarder. Dieser löste eine bissige Kontroverse durch den Artikel "Gottes auserwähltes Volk" aus und musste in einer Klarstellung darauf verweisen, dass er mit seiner Kritik an Israel keinesfalls das Judentum meinte, sondern die heutige Politik. Er wurde dafür von seinem jüdischen Verlag "Schoken Publishing House" 2006 gekündigt. Unter anderem sprach er die skrupellose Kriegsführung Israels, den an Palästinenser verübten Kindermord und die Soldatenentführungen an, betonte auch die Nichtanerkennung des israelischen Staates (nicht die von 1948, sondern die von 1967). Sich in modern gefräßigen Zeiten immer noch als auserwähltes Volk Gottes zu sehen und zu bezeichnen und dafür gewaltsam und widerrechtlich Gebiete zu besetzen, grenzt durchaus leicht an Größenwahn. Solche Geiferer wie Friedman, die je nach Bedarf entweder Jude oder Zionist sind, kann man dagegen kaum ernstnehmen, wenn sie ihre Anklagen erheben.

Nicht wenige moderne jüdische Schriftsteller äußern sich selbst kritisch zu Israel, so Moshe Zuckermann oder auch Romanschreiber/innen wie Zeruya Shalev oder David Grossman. Während Zuckermann aufzeigt, wo der Antisemitismus eine politische Waffe ist, geht es bei den beiden anderen vor allem um den Militärzwang für ihre Kinder (in Israel gilt er für Jungen und Mädchen). Als Grossman "Eine Frau flieht vor einer Nachricht" schrieb, wurde sein Sohn bei einem Einsatz erschossen. Seine Kritik richtet sich auf die ausufernden Gewaltverhältnisse in Israel, in die ständig unschuldige Menschen mit hineingezogen werden.

Mit der nun ins Absurde reichende Rassismuskontroverse in Amerika wird sicherlich weitere und noch ungeahnte Zensur folgen, wenn sogar studierte Universitätsprofessorinnen ganz ernsthaft behaupten, Mathematik sei rassistisch, weil mit ihrer Hilfe Sklaven gezählt wurden. Unter dem jetzigen Präsidenten, den keiner gewählt hat, wird sich der Vorwurf Rassismus (samt der Black-Matter-Bewegung); noch vertiefen. Der angeblich so beliebte Präsident erhält auf Twitter, YouTube und co übrigens etliche Dislikes (im Verhältnis zu den Likes etwa das 10fache mehr: https://www.youtube.com/user/whitehouse). Da hilft auch die Manipulation der Zahlen nichts oder die Ausschaltung der Kommentarfunktion. Aber im Manipulieren und Betrügen sind diese Leute ja schon geübt.
Viele Dinge stehen unmittelbar in Zusammenhang und sprechen konkret gegen eine angebliche Demokratie und Meinungsfreiheit. Deswegen führen Politiker das Wort "Demokratie" auch so häufig an, weil sie schlichtweg nicht mehr existiert.

Aber zurück zum Thema. Wenn es um Zensierung und Verlagsverbot geht, fällt mir spontan Renaud Camus ein, der für seine Schrift "Der große Austausch" vollständig mundtot gemacht wurde, aus seinem Verlag flog und nun nur noch die Möglichkeit hat, online oder im Selbstverlag seine Meinung zu äußern. Dazu war er zweimal wegen Volksverhetzung angeklagt. Er, der alles andere als ein Rechtsgesinnter war, galt auf einmal als Extremer, weil er das Migrantenproblem in Frankreich kritisierte. Er sagte:
"Ich wurde in dem Moment zum Patrioten, als mir klar wurde, daß man mir verbieten will, einer zu sein. Und ich habe mich erst für meine Identität als Franzose und Europäer zu interessieren begonnen, als ich bemerkte, daß es verboten war, darüber zu sprechen."

Zuvor hatte er sich mit Themen wie der Homosexualität auseinandergesetzt und war eher links gesinnt. Eine Publikationsmöglichkeit für ein breites Publikum hat Camus heute nicht mehr, dafür Verteidiger seiner Sache, so z. B. Houellebecq.




Surreale Vorstellungen
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#3

RE: Wiedergänger des Index Librorum Prohibitorum

in An der Literatur orientierte Gedanken 24.01.2021 10:39
von Salin • 360 Beiträge

In Amerika forcierte auch der bisherige Präsident die Verbotskultur in nicht geringem Maß. Obama war dagegen moderat, um nicht zu sagen liberal in kulturellen Dingen.

In Rückblicken wird oft vergessen, dass auch im Osten Deutschlands in den Jahren 1949 bis 1989 in den meisten Fällen Zensur nicht durch Behörden und Parteiorgane, sondern durch Verlage erfolgte.
Wie Zensur heute praktiziert wird, beschrieb aus eigener Erfahrung Tina Uebel in ihrem essayistischen Artikel "Der Große Verlust", der ursprünglich in der Zeit erschien (25/2018) und beispielsweise hier zu finden ist: https://sladisworld.wordpress.com/2018/0...grosse-verlust/
Tina Uebel erwähnt darin unter anderen eine Auseinandersetzung um Simon Strauß, zu dem mir noch eine andere "Debatte" einfällt, die von der taz ein halbes Jahr nach Erscheinen seiner Erzählung "Sieben Nächte" losgetreten wurde, als Alem Grabovac schrieb:
"Simon Strauß’ 'neue emanzipatorische Ästhetik', die er fast wöchentlich im FAZ-Feuilleton propagiert, ist in Wahrheit die Verwirklichung der Kubitschek’schen Visionen. Ebenso wie ­Kubitschek sehnt sich Simon Strauß nach dem Gegenentwurf, nach Unversöhnlichkeit, nach echter Trauer und echtem Zorn. Und ebenso wie Kubitschek will Simon Strauß Geschichte wieder als Schicksal, als Kampf, als Konfrontation und Elend, als Größe und Zusammenbruch begreifen.
Im britischen Guardian erschien kürzlich ein Artikel mit der Frage, ob die neue 'Ultraromantik' junger deutscher Schriftsteller der Treibstoff für ein „antiliberales Denken“ sei. Der prominenteste Vertreter dieser neuen 'Ultraromantik' ist, laut Guardian, Simon Strauß."
Abgesehen davon, dass antiliberales Denken viele in der taz verortet sehen und deren Redaktionsrat das Liberale eher als Feindbild sieht, gab zwei Wochen später ein anderer taz-Autor zu, dass sich zwischen Simon Strauß und Leonard Hieronymis Ultraromantik mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten finden lassen, und verwies zudem darauf, dass in den "Jungen Salon" neben besagtem Kubitschek vornehmlich linke Gäste eingeladen wurden.

Die "Sieben Nächte" habe ich schon länger vor zu lesen (eher als "Römische Tage"), weshalb das Werk nun vorsorglich besorgt wird, bevor der Aufbau Verlag entdeckt, dass da ein "nicht konformer" Autor ist.

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#4

RE: Wiedergänger des Index Librorum Prohibitorum

in An der Literatur orientierte Gedanken 28.02.2021 08:37
von Salin • 360 Beiträge

In der FAZ erschien ein Artikel über "zuletzt stark zugenommene Fälle von Cancel Culture in der angelsächsischen Welt".
Als prominente Betroffene werden dort u. a. genannt:
-- der Philosoph, Ökonom und Wirtschaftshistoriker Gregory Clark wegen des Titels einer Vorlesung, worauf diese von der Uni Glasgow abgesagt wurde
-- die feministische Oxford-Historikerin Selina Todd wegen ihrer Kritik an durch Universitäten finanziertes LGBT-Training durch Stonewall, das nicht auf objektiven Fakten basiere, worauf sie nach "pressure from trans activists" von einem Vortrag auf einer Konferenz am Exeter College ausgeladen wurde
-- der atheistische Oxford-Professor Richard Dawkin wegen islamkritischer Äußerungen, worauf er von der Uni Dublin von einem Vortrag ausgeladen wurde

Im vergangenen Jahr wurde der Name des in Edinburgh geborenen Aufklärungsphilosophen David Hume wegen einer Fußnote in einem seiner Essays von einem Gebäude der dortigen Universität entfernt.

zuletzt bearbeitet 02.03.2021 08:33 | nach oben springen

#5

RE: Wiedergänger des Index Librorum Prohibitorum

in An der Literatur orientierte Gedanken 12.04.2021 12:14
von Salin • 360 Beiträge

Dem Musikus Heino (82), der musikalisch – abgesehen von seinem 2013er Cover-Album "Mit freundlichen Grüßen" – bislang kaum erwähnenswert in Erscheinung trat, wird vorgeworfen, sein aktueller Tour-Titel "Heino goes Klassik - Ein deutscher Liederabend" sei "fachlich und politisch nicht korrekt gewählt". Das Programm enthalte zwar in der Tat deutsche Lieder wie "Guten Abend, gut' Nacht" oder "Sah ein Knab' ein Röslein stehn", doch müsse man "damit rechnen, dass es so verstanden wird, dass es sich hier etwa um einen Liederabend für Deutsche handelt".
Die Geschäftsführung der Düsseldorfer Tonhalle weigert sich daher nach eigener Aussage, für Heinos dort vertraglich vereinbartes Konzert am 8. Oktober zu werben und begründet dies mit einer geltenden städtischen Richtlinie, offenbar jener, nach der "die Überlassung von Räumen für Veranstaltungen mit rassistischen, antisemitischen, salafistischen, antidemokratischen, sexistischen, gewaltverherrlichenden, oder anderen menschenfeindlichen Inhalten" nicht möglich sei.
Wenn dergleichen auf einen "deutschen Liederabend" zutrifft, warum dann nicht auch für staatliche Unternehmen und Institutionen wie Deutsche Bahn, die Deutsche Post, etc. bis hin zur Bundesrepublik Deutschland und deren Kurzform Deutschland?
Oder ist auch da schon was geplant?
Schließlich müsste man – laut jener sich politisch korrekt gebenden Sichtweise – dort ebenfalls damit rechnen, dass es so verstanden wird, dass diese nur für Deutsche seien.

Meine Lebenspartnerin hat zum Glück keine deutsche Staatsbürgerschaft und jenseits von Muttersprache und früher Sozialisation sind meine kulturellen Vorlieben eher international ausgerichtet. Wenn hierzulande immer mehr Entscheidungsträger den Verstand verlieren und die Mehrheit solch geistiger Verwirrung wie der oben erwähnten folgt, werden wir das Kofferpacken ernsthaft in Erwägung ziehen müssen, denn aller Erfahrung nach folgen nach sprachlichen meist andere Art der Nötigung.

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