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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Der moderne Poet in seiner mögl. Entwicklung

in An der Literatur orientierte Gedanken 15.08.2007 17:34
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Der "zeitgemäße" Poet hält seine Sicht der Welt, wie sie ihm in diesem Augenblick erscheint, fest, in Worten, die verständlich sind. Gleichzeitig schöpft er aus dem Vergangenem und baut sich daraus einen "neuen" Gedanken zusammen.
Der gewöhnliche "Poet" passt sich an den Markt an, schreibt, was sich verkaufen lässt.
Der moderne Poet aber bleibt unverstanden, weil seine Zeilen noch nicht fassbar sind. Er durchbricht eine Norm, reagiert nicht auf seine Welt, sondern erahnt schon eine in der Zukunft mögliche Welt.

Mögliche Entwicklung Nr. 1:
Im Zeitalter aller Digitalität wird vielleicht das Lesen eine Erfahrung, die nicht nur durch das Auge und die Gehirnströme in diese Form der Verarbeitung gelenkt wird, sondern digital (in 3 D), wobei ein Raum geöffnet wird, indem der "Betrachter" sogar empfindet, und zwar nicht in seiner Vorstellung, sondern in einem projiziertem Bild, in dem er dann steht und das Lesen von Gedanken (die sofort umgewandelt werden) am eigenen Leib erfährt.
Der klassische Roman wäre so in einem Hologramm erfahrbar, doch Poesie? Würde sie nicht aussterben, wenn sie nicht in "moderner Variante" umgesetzt werden kann?

Sie müsste also anders erfasst werden. Vielleicht in musikalischen Klängen, wobei sich dann der "flammende Gedanke" nicht als Bild öffnet, sondern als Melodie.




Surreale Vorstellungen
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#2

RE: Der moderne Poet in seiner mögl. Entwicklung

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.01.2008 22:59
von larifant • 270 Beiträge

Zitat von Taxine

Der klassische Roman wäre so in einem Hologramm erfahrbar

Die 1812-Ouvertüre, transponiert auf Solozimbel.

Literatur ist aus Worten gemacht, und nicht aus Bildern oder Inhalten.

Gruß,
L.




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#3

RE: Der moderne Poet in seiner mögl. Entwicklung

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.01.2008 23:14
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Trotzdem formen Worte Bilder im Kopf, und wenn es eine Möglichkeit gibt, diese aufgenommenen Gedanken umzuwandeln, dann liest sich der Roman als Erfahrung, und somit als Bild.
Sicherlich wird es dann aber nicht mehr „Literatur“ genannt.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 20.01.2008 23:15 | nach oben springen

#4

RE: Der moderne Poet in seiner mögl. Entwicklung

in An der Literatur orientierte Gedanken 21.01.2008 15:23
von ascolto • 1.289 Beiträge
Literatur üscht nur dann Poetry, wenn Bülder (geystige Bid-chen) aus dem Klang des Gezeyl entstehen/gebüldet????
Aus - habe (Hornhaut)Fertig! °!'

Grüße,#dadd A%

zuletzt bearbeitet 21.01.2008 15:39 | nach oben springen

#5

RE: Der moderne Poet in seiner mögl. Entwicklung

in An der Literatur orientierte Gedanken 21.01.2008 18:44
von headprint • 135 Beiträge
Genau, Literatur schafft Bilder aus Buchstaben(kombinationen),
also vollabstrakt und durch LeserIn interpretiert.
Die gelieferten Bilder sind einfach nur fertig¹.

________
¹)Wer's nicht glauben mag:
online Nachrichten lesen, dann Tagesschau gucken.
(Die Bilder transportieren bisweilen auch seltsame
Zusatzbotschaften.)

*sssscrrreeeeaaaaach!!!*
zuletzt bearbeitet 21.01.2008 18:44 | nach oben springen


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