Oktober 2007

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02.10.2007 18:49
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#1
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Jo

Ich mache hier einfach mal weiter, weil ich im Moment begeistert Gabriel García Márquez lese. Nach dem tollen Werk "Hundert Jahre Einsamkeit" lese ich jetzt "Erinnerung an meine traurigen Huren".

Es grüßt
Jo


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03.10.2007 09:43
#2
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Hallo Jo,

ich habe beide Romane gelesen und wünsche dir viel Freude mit Marquez.

Liebe Grüße
Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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03.10.2007 20:31
avatar  Cora ( Gast )
#3
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Cora ( Gast )

Bei mir warten momentan zwei Titel vom Psychiatrie-Professor Irvin D. Yalom aufs abendliche Lesen.
"Was Hemingway von Freud hätte lernen können"
(Was die Literatur der Psychologie zu sagen hat)

und der Roman:
"Die Schopenhauer-Kur".

Yalom schrieb auch den Roman: "Und Nietzsche weinte".

Liebe Grüße
Cora


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03.10.2007 20:43 (zuletzt bearbeitet: 03.10.2007 20:45)
avatar  Taxine
#4
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Admin
Hallo Cora,

"Und Nietzsche weinte" fand ich großartig, auch "Die rote Couch" von Yalom. Von der "Schopenhauerkur" war ich eher enttäuscht, hatte in meinen Augen nicht so viel "geistreiche" Idee, wirkte eher wie eine Gruppe, die um einen kranken Psychiater und einen Menschen plaziert wird, der Schopenhauer zitiert. Trotzdem kann man es lesen, weil das Verarbeiten von einer Krankheit mit der schopenhauer'schen Philosophie von Yalom gut gezeichnet ist. Vielleicht lag meine kleine Enttäuschung auch darin, dass ich selbst gerade Schopenhauer gelesen hatte, dass viel Wiederholung vorkam, was ja eigentlich natürlich ist, bei dem Thema.
Das andere Buch steht bei mir auch im Regal - allerdings noch ungelesen.

Liebe Grüße
Taxine

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03.10.2007 21:24
avatar  Cora ( Gast )
#5
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Cora ( Gast )

Ja, "Und Nietzsche weinte", war herrlich zu lesen: Die Bitte Lou Samome's an Dr. Breuer um eine Redekur für Fritz, der aber nicht erfahren soll, dass es sich um eine Therapie bei Breuer handelt, - diese gewaltigen Wortgefechte zwischen Breuer und Nietzsche, - das allmähliche offenlegen beider Seelen...


"Die rote Couch" habe ich noch nicht gelesen. Freue mich aber über deinen Lese-Tipp.
Dann starte ich doch besser mit dem Literatur-Psychologie Band.

Liebe Grüße
Cora


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03.10.2007 21:28 (zuletzt bearbeitet: 03.10.2007 21:48)
avatar  Taxine
#6
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Admin
Ja, überhaupt dieser Austausch, der eine hilft dem anderen. Nietzsche vermittelt Breuer etwas von seiner Philosophie und seinem Weltbild, worauf dieser dann aus seiner gewohnten Welt ausbricht, und Breuer hilft Nietzsche. Daran sieht man auch mal wieder, dass der Unterschied zwischen Arzt und Patient gar nicht so groß ist. Fand ich so gelungen durch das Vermischen von echten Personen und fiktiver Geschichte.

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03.10.2007 22:53
avatar  Cora ( Gast )
#7
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Cora ( Gast )

Diese gegenseitige Hilfe, die sich zwischen den beiden Protagonisten Breuer und Nietzsche entwickelt, bleibt zunächst von beiden unbemerkt...

Das ein Mensch nicht ohne die Hilfe oder Existenz eines anderen leben kann, macht Yalom auch in Beispielsätzen in
"Was Hemingway von Freud hätte lernen können" deutlich,
z. B. hier:
Eine Frau die sich aufgrund ihrer unglücklichen Beziehung zu einem Mann selbst Verletzungen zufügt befragt nach dem Beweggrund ihres Ausharrens in dieser ausweglosen Gemeinschaft, übermittelt ihm, dass sie sich nicht trennen kann, denn sie hätte panische Angst, alleine zu sein.
Allein sein aber hieße für sie, nicht existent zu sein.
Eine andere Patientin sagte ihm nach einem Selbstmordversuch, sie wäre lieber tot, als allein!

Grüße
Cora



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03.10.2007 23:03 (zuletzt bearbeitet: 03.10.2007 23:51)
avatar  Taxine
#8
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Admin
Zitat von Cora
Diese gegenseitige Hilfe, die sich zwischen den beiden Protagonisten Breuer und Nietzsche entwickelt, bleibt zunächst von beiden unbemerkt...


Sie bemerken es nicht, weil sie beide am Anfang noch zu sehr auf sich selbst, das heißt, auf die eigene Überlegenheit fixiert sind. Nietzsche lehnt ja konsequent die Psychotherapie ab (also auch die scheinbare Hilfe des Psychiaters), und Breuer sieht Nietzsche als Patienten, von dem er zum Vorwand, seine Sitzung durchführen zu können, einen Einblick in dessen Philosophie verlangt. Doch, während Nietzsche dann Vertrauen fasst und berichtet, wirkt er auf Breuer, der in langsamer Erkenntnis dann zu sich selbst findet, während dieser wiederum das Wesen Nietzsche verändert und ihm ein wenig "Menschlichkeit" beibringt.

Yalom setzt seine Erfahrungen in der Psychoanalyse gut in Literatur um.
Diese Menschen, die eine quälende Beziehung der Einsamkeit vorziehen, sind irgendwo weit verbreitet. Manche wechseln auch schnell von einem Partner zum nächsten. Ich kann mir darüber keine Liebe erklären, es ist eher ein Zweck, eine Notwendigkeit, statt ein Gefühl. Trotzdem müssen solche Menschen sich sehr alleine fühlen.

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06.10.2007 13:55 (zuletzt bearbeitet: 06.10.2007 13:56)
#9
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Hallo,

ich nutze das Wochenende, um in André Gide: Dostojewski weiterzulesen, weiterhin beginne ich mit Philip Roth: Mein Leben als Mann.

Ich brauche geistige Abschweifungen, damit ich mich zu Beginn nächster Woche wieder Dostojewskijs "Idiot" widmen kann. Ich werde dann einige Kapitel wiederholen, mir Notizen machen usw.

Liebe Grüße
Martinus


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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08.10.2007 23:30 (zuletzt bearbeitet: 09.10.2007 13:31)
avatar  Taxine
#10
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Admin
Ich bleibe mit Begeisterung bei Dostojewski.
Zunächst "Der Idiot" und dann noch einmal "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch/Untergrund".

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13.10.2007 11:21 (zuletzt bearbeitet: 13.10.2007 11:22)
#11
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Hallo,

ich lese, naja, warum wohl?

Doris Lessing: "Die Kluft"
Doris Lessing: "Anweisung für einen Abstieg zur Hölle"

Liebe Grüße
Martinus


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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15.10.2007 17:35
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#12
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Admin

Schon fertig mit dem "Idioten"? Oder sind das nur Erzählungen von Doris Lessing?


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15.10.2007 18:20
#13
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mit dem "Idioten" bin ich im dritten Buch. Wiederhole aber ab morgen nochmal ab dem zweiten Buch. Doppelt hält besser. Ich lasse mir viel Zeit mit Dostojewskij.
Die Doris Lessings sind Romane. Den erstgenannten Roman habe ich schon...durch.

Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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15.10.2007 18:27
avatar  Taxine
#14
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Admin

Ich hielt heute auch ein Doris Lessing-Wälzer in der Hand, ich glaube "Mara und Dann" war der Titel. Aber dann dachte ich mir, lese ich erst noch einmal "Das goldene Notizbuch" von ihr, hat mir damals sehr gefallen.
Wenn ich übrigens "Die Dämonen" mit "Der Idiot" vergleiche, so ist der erste Roman doch wesentlich schöner, die Charaktere stimmiger und auch die Geschichte selbst übersichtlicher. Nicht so viel Rückblenden, wie es beim "Idioten" sind. Ich bin jetzt mitten im zweiten Buch. Trotzdem habe ich sehr viel Spaß im Dostojewski. Eine Biografie würde mich auch interessieren!


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20.10.2007 17:56 (zuletzt bearbeitet: 21.10.2007 22:27)
avatar  Taxine
#15
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Admin
Bevor ich mit immernoch heller Begeisterung weiterhin bei Dostojewski bleibe und seine "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" lese, schiebe ich die "Lebensbeichte" von Wanda Sacher-Masoch dazwischen, denn die liest sich in ihrer Übertriebenheit doch wirklich wie ein Roman.

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