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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Literat Uhr

in Lyrik 12.11.2007 21:37
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Literat Uhr

Buchstaben,
das Rascheln von Seiten.
So viele Bücher
in die jeder blickt,
die niemand kennt.
Vergessen schon beim Lesen.




Surreale Vorstellungen
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#2

RE: Literat Uhr

in Lyrik 18.11.2007 10:37
von Martinus • 3.194 Beiträge
Hallo Taxine,

ich habe eine Grübelei über das Gedicht veranstaltet und bin zu folgenden Gedanken gekommen:

Literat Uhr, Buchstaben und die Zeit werden gegenübergestellt. Das Lesen kostet Zeit. Von Kleinem zum Großem, von den Buchstaben zu den vielen Büchern, in die jeder blickt. Trotzdem kennen wir die Bücher nicht. Wir lesen nur das aus den Büchern heraus, was wir aufnehmen können und, wie wir es verstehen können. Folglich kann niemand behaupten, er kenne ein Buch wirklich. Der Leser kennt immer nur einige Aspekte eines Buches. Wenn man ein paar Jahrer später ein Buch noch einmal liest, versteht man es wieder anders. Natürlich wird auch einiges überlesen, einiges wird Vergessen schon beim Lesen. Wir können nicht einmal einen längeren Satz auswendig zitieren, den wir gerade erst gelesen haben. Kennen setze ich in diesem Zusammenhang mit Wissen gleich. Wir wissen niemals alles.

Liebe Grüße
Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 18.11.2007 10:38 | nach oben springen

#3

RE: Literat Uhr

in Lyrik 18.11.2007 16:25
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Hallo Martinus,

vielen Dank für deine schöne Interpretation.
Mal ein Spiel mit wenig Worten und offenem Raum.


Liebe Grüße
Taxine



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 18.11.2007 16:29 | nach oben springen


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