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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Chips

in Prosa 06.01.2008 14:08
von Martinus • 3.194 Beiträge
Vladis Smirsolcz hatte nicht immer ein leichtes Leben. Vor fünfzehn Jahren brach er des Nachts in die die Wohnung einer alten Dame ein. Er schlich ins Schlafzimmer und wühlte Schubladen durch. Die Dame wachte auf und glaubte, ihr verstobener Gatte habe mal wieder seine Hausschlüssel vergessen. „Hallo Milocz!", rief sie. Vladis drehte sich schreckhaft um, und die Alte starb vor Schreck.

Vladis kam in den Knast und verließ ihn als guter Mensch. Ihm wurden einige Mikrochips in die Frontallappen eingepflanzt. Aber wenn die Chips gelegentlich aus Vergnügen mal so vor sich hinspannen, raubte Vladis wieder alte Damen aus. Auf gerichtlicher Verfügung ließ er sich von einem Gefängnisarzt nochmal operieren. Heute verkauft er im Kino Kartoffelchips.

Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 06.01.2008 15:58 | nach oben springen

#2

RE: Chips

in Prosa 06.01.2008 19:54
von Taxine • Admin | 5.886 Beiträge
Hallo, lieber Martinus,

ich mag ja deine kompakten Schreibereien, aber bei diesem Text hier... (und ich moag den kritischen Blick auf den Freundesschrieb ja gar nicht soooo gerne, wenn ich meckern muss), na da fehlt mir einiges.
Ich wüte jetzt mal einfach drauflos, denn dieser Text gehört um einiges ausgebaut. Die Andeutung alleine wirkt wie das Hinwerfen von Notizen, wobei ich mich als Leser etwas vor den Kopf gestoßen fühle, weil dazwischen kein Bild offenbart wird. Du berichtest und ... gut ist.
Die unterschiedlich dargestellten Chips sind eine gute Idee. Gerade darum solltest du es noch einmal richtig überarbeiten.

Mal als Beispiel:
In Antwort auf:
Vladis drehte sich schreckhaft um, und die Alte starb vor Schreck.

… das scheint wohl in deiner Absicht gelegen zu haben, auf mich wirkt es aber wie eine Wiederholung, die dem Satz nicht dienlich ist.

In Antwort auf:
Aber wenn die Chips gelegentlich aus Vergnügen mal so vor sich hinspannen

... das würde ich unbedingt anders formulieren.

In Antwort auf:
Auf gerichtlicher Verfügung

Es wäre zu versuchen: Aufgrund einer gerichtlichen Verfügung...

Der verstorbene Gatte ... sollte auch noch geändert werden.

Die Kontrolle und die Nichtkontrolle der Kontrolle fließt schön aus dem Text. Die Natur, die durch die Technik dringt... Nur musst du dem Leser auch ein bisschen Möglichkeit geben, zu schwelgen. Ihn nicht mit der Nase auf reine Fakten stoßen.
Das sind solche Dinge... Und ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel.

Liebe Grüße
Taxine



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 06.01.2008 20:01 | nach oben springen

#3

RE: Chips

in Prosa 06.01.2008 20:14
von Martinus • 3.194 Beiträge

Hallo Taxine,

danke für deine werte Kritik.
Ist recht, binde ich dem Leser Fakten um die Nas'. Vielleicht zu kompakt, gell?. Text wohl g'scheiter, wenn mehr Gefühl herüberkommt.

Danke schön, waren da auch so einige winkchen, wie Martinus könnt' besser formulieren.

Nun, denn, der Martinus ist nuich bös', gelle? Und schaun's den "Krieg und Frieden" in Frieden an. Der Martinus neigt vor dem Schrifttum des Tolstoi seinen Köpp' in den Sand und a busserl auf...die Stirn von tAxine

Liebe Grüße
Martinus




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#4

RE: Chips

in Prosa 06.01.2008 20:19
von Taxine • Admin | 5.886 Beiträge

Oh... dank'schön, mein Herz bibbert immer, wenn ich so über den Text wüte, wo ich doch die Arbeit dahinter kenne. Wenn du ausbaust, mehr Bilder entwirfst, vielleicht nicht ganz so offensichtlich erzählst, dann wird die Idee zum Werke...

Ja, gleich im "Krieg und Frieden". Ich freue mich schon.

lich
Taxine




Surreale Vorstellungen
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#5

RE: Chips

in Prosa 10.04.2008 16:59
von Martinus • 3.194 Beiträge
Revidierte Fassung von "Chips"

Ein guter Mensch

Schuhe klatschten in die Bordsteinpfütze. Der Regen spie auf das Pechvogelhaupt, welches zu den Fenstern im dritten Stock aufsah. Dort brannte kein Licht, nur der Schein einer Straßenlaterne versuchte, durch die Gardinen zu schleichen. Triefnass stand die Gestalt zu später Stunde vor dem Haus, und wenn zu dieser Zeit noch jemand anders auf der Straße geschlichen wäre, dann sicher nicht freiwillig. Alles schlief, nur Herr Vladis Smirsolcz fand keine Ruhe. Er wusste, dort oben wohnt sie. Am Vormittag sah er sie auf dem Markt zum ersten Mal. Danach schlurfte sie mit gefüllten Taschen zum Bäcker Janowicz und verließ den Laden mit einem dicken Laib Brot unterm Arm. Herr Smiersolcz verfolgte sie bis in ihr Haus, oben im Treppenhaus verschwand sie hinter einer Tür. Seitdem ging sie ihm nicht mehr aus dem Kopf, und Vladis brach in dieser Nacht in das Haus ein. Schließlich wollte er sich nur holen, was er brauchte. Die Wohnungstür hebelte sich leicht aus den Angeln und der leere Magen stürzte in die Küche. Gierig riss Vladis die Kühlschranktür auf und ein großer Traum flog ihm in die Hände: Kraüterleberwurst, Butter, Champignonkäse, Radieschen, Endivien, Tomaten... Kurz gesagt alles, was sein Magen begehrte. Auf dem Küchentisch lag der große Laib Brot, den er vor vielen Stunden schon einmal gesehen hatte. Nur eine kleine Ecke war schon abgeschnitten und im Magen der Dame gelandet, die nebenan im Schlafzimmer von ihrem verstorbenen Ehegatten träumte.

Vladis Smirsolcz war ein guter Mensch, nur einmal in seinem Leben wollte er menschenwürdig speisen. Doch nun, als sein Magen gefüllt war, nahm seine Gier über Hand. Er schlich sich ins Schlafzimmer, in der Hoffnung, im Nachtkästchen noch etwas begehrenswertes zu finden; vielleicht ein Stück Schokolade. Später in der Gerichtsverhandlung beteuerte Vladis, niemals in seinem Leben einen Menschen geschadet zu haben. Schließlich hatte er nicht voraussehen können, dass die alte Frau ihr Leben aushauchte, nachdem sie „Hallo Macin!" gerufen hatte, weil sie glaubte, den Geist ihres Gatten zu sehen, der wie Zeit seines Lebens in der Schublade nur nach seinem Hausschlüssel suchen wollte. Beim Anblick des erstarrten Vladis ging ihr leider die Luft weg. Der gutmütige Vladis wollte ihr noch erklären, er sei der Vladis und nicht der Macin, da war sie aber schon tot.

Vladis kam in den Knast und verließ ihn als ein noch besserer Mensch. Ihm wurden einige Mikrochips in die Frontallappen eingepflanzt. Aber wenn die Chips gelegentlich mal so aus Vergnügen machten was sie wollten, raubte Vladis wieder alte Damen aus. Auf gerichtlicher Verfügung ließ er sich von einem Gefängnisarzt nochmal operieren. Heute verkauft er im Kino Kartoffelchips.

Ich hoffe, diese Version ist ein wenig lesbarer. Kritisiert aber ruhig, bis sich die Balken biegen

Liebe Grüße
Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 10.04.2008 22:17 | nach oben springen

#6

RE: Chips

in Prosa 11.04.2008 23:57
von Taxine • Admin | 5.886 Beiträge
Hallo Martinus,

du hast ja sehr vieles geändert, sogar den Titel, der mir vorher besser gefallen hat.
Das Ganze wirkt auf mich jetzt fülliger, aber irgendwie nicht spannend genug. Gerade der Einbruch muss mehr herauskommen, er erscheint mir wie nebenher erzählt. Du entwirfst eine Geschichte, beschreibst genau, wie Vladis Smirsolcz einbricht, warum er einbricht und stoppst dann immer so abrupt gerade dort, wo es (für mich erst) interessant wird. Da stirbt eine Frau vor Schreck? Warum erst aus der "Nachperspektive"? Warum nicht den Moment hervorheben, als es gerade geschieht? Wie stirbt sie? (Setzt sie sich auf? Guckt sie ihn an?) Was geschieht genau in diesem Moment? Wie reagiert Vladis? (Da könnte man so viele Gedankenblitze oder Reaktionen einbauen - sie röchelt (vielleicht könnte ihn das an seine Mutter erinnern), er stolpert (und reißt vielleicht die Lampe um, die er gerade klauen wollte (Beispiele)... usw. ) Wie wird Vladis verhaftet? Warum kommt er ins Gefängnis (was widerfährt ihm dort?) und warum wird er mit "Chips" im Kopf entlassen? Das musst du irgendwie deutlicher machen. Auch sagst du, Vladis ist ein guter Mensch. Es wird aber nicht "dargestellt". Vielleicht zeigst du in ein paar Erinnerungen oder Wunschvorstellungen, warum Vladis ein guter Mensch sein soll. Einfach behaupten... (in unseren modernen Zeiten, wo sowieso jeder skeptisch is... ) geht nich...

Manche deiner Wortschöpfungen sind sehr gewagt, hier z. B.
In Antwort auf:
... und der leere Magen stürzte in die Küche

wird das Bild sehr lebendig. Man sollte vielleicht doch einen Menschen mit leerem Magen in die Küche stürzen lassen.

Ich sag's mal so:
Wäre das mein Text, würde ich noch mehr ins Detail gehen, vielleicht sogar den Gefängnisaufenthalt ausbauen, damit dann die Entlassung unter "Kontrolle" und der Vergleich mit den echten Chips effektvoller auf den Leser wirken kann. Wie ein Kracher... wenn's verstehen!

Liebe Grüße
Taxine



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 12.04.2008 00:23 | nach oben springen

#7

RE: Chips

in Prosa 12.04.2008 19:58
von Martinus • 3.194 Beiträge
Hallo Taxine,

vielen Dank für die herzlich inspirierende Kritik. Den ursprünglichen Titel habe ich wieder übernommen und fleißig herumgebastelt. Es ist ja schön, dass man hier mal sehen kann, wie sich ein Text entfaltet.

Hier das Ergebnis des heutigen Tages

Chips

Schuhe klatschten in die Bordsteinpfütze. Der Regen spie auf das Pechvogelhaupt, welches zu den Fenstern im dritten Stock aufsah. Dort brannte kein Licht, nur der Schein einer Straßenlaterne versuchte, durch die Gardinen zu schleichen. Triefnass stand die Gestalt zu später Stunde vor dem Haus, und wenn zu dieser Zeit noch jemand anders auf der Straße geschlichen wäre, dann sicher nicht freiwillig. Alles schlief, nur Herr Vladis Smirsolcz fand keine Ruhe. Er wusste, dort oben wohnt sie. Am Vormittag sah er sie auf dem Markt zum ersten Mal. Dann schlurfte sie noch mit gefüllten Taschen zum Bäcker Janowicz und verließ den Laden mit einem dicken Laib Brot unterm Arm. Herr Smiersolcz verfolgte sie bis in ihr Haus, oben im Treppenhaus verschwand sie hinter einer Tür. Seitdem ging sie ihm nicht mehr aus dem Kopf, und Vladis brach in dieser Nacht in das Haus ein. Schließlich wollte er sich nur holen, was er brauchte. Mit Brechstange, Keil und Meißel verschaffte er sich Zugang in die Wohnung. So stürzte der arme Herr Smirsolcz mit leerem Magen in die fremde Küche. Gierig riss Vladis die Kühlschranktür auf und ein großer Traum flog ihm in die Hände: Kräuterleberwurst, Butter, Champignonkäse, Radieschen, Endivien, Tomaten... Kurz gesagt alles, was sein Magen begehrte. Auf dem Küchentisch lag der große Laib Brot, den er vor vielen Stunden schon einmal gesehen hatte. Nur eine kleine Ecke war abgeschnitten und im Magen der Dame gelandet, die nebenan friedlich schlief.

Vladis Smirsolcz war kein Verbrecher, nur einmal in seinem Leben wollte er menschenwürdig speisen. Doch nun, als sein Magen gefüllt war, nahm seine Gier über Hand. Er schlich den Flur entlang auf die Tür hinzu, hinter der er das Schlafzimmer vermutete. Vladis war von Hoffnung erfüllt, im Nachtkästchen der Dame noch etwas begehrenswertes zu finden; vielleicht ein Stück Schokolade, und schon drückte er bedacht die Klinke herunter. Vladis war erleichtert, keine knarrendes Geräusch zu vernehmen, als die Tür sich öffnete, nur leichte Schnarchgeräusche füllten den Raum. Als Vladis aber den Schattenriss erblickte, der sich mit ausgebreiteten Armen vor dem Zimmerfenster aufbäumte, schlotterten seine Knie und sein gefüllter Magen wog so schwer wie seine Brechstange. Schon bereute Vladis, sein Gewissen lastete schwer. Der finstere Schatten erwies sich zwar als ein Ficus, und Lust auf Schokolade war ihm vergangen, doch ein zurück gab es nicht mehr. Mit Vorsicht ging er an dem Gewächs vorbei. Das Bett umrundet, ein scheuer Blick auf die Schlafende, ruckelte er nervös an der Schublade des Nachtkästchens, sodass die alte Dame aus ihrem Träumen gerissen wurde. Ihr ward es nicht mehr gegönnt, jemanden den letzten Traum ihres Lebens zu erzählen. Gerade hatte sie geträumt, ihr schusseliger Ehemann suche wieder mal seinen Hausschlüssel in irgendeiner Schublade. Als sie nun erwachte, ihren Kopf leicht vom Kissen erhob, glaubte sie, den Geist ihres verstorbenen Gatten zu sehen. „Hallo Macin“, rief sie erfreut. Vladis drehte sich erschrocken zur Seite. Als die gerade noch Träumende in das entsetzte Gesicht des unbekannten Mannes sah, verstummte sie auf ewig und fiel ins Kissen zurück. Vladis erklärte noch, er sei der Vladis und nicht der Macin, doch seine Worte verloren sich in der Stille. Er habe niemanden Schaden wollen, beteuerte er später vor Gericht. Er wollte nur mal was essen.

Vladis kam in die angesehene Besserungsanstalt des Neurochirurgen Pawel Gorcyzka, der im Herzen von Masuren die Forschungen von Dr. Joseph Dellbridge/USA über Gehirn-Bio-Chipimplantate zum sensationellen Durchbruch verhalf. Dr. Gorcyzka war überzeugt, aus Verbrechern anständige Menschen zu machen. Vladis galt als voller Erfolg. Der Gehirnchirurg verpflanzte ihm einen Bio-Chip in den Frotallappen, dann wurde Vladis als geheilt entlassen. Wenn die Chips aber gelegentlich mal so aus Vergnügen machten was sie wollten, raubte Vladis wieder alte Damen aus. Auf gerichtlicher Verfügung ließ er sich noch einmal operieren. Heute verkauft er im Kino Kartoffelchips.

Liebe Grüße
Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 13.04.2008 21:26 | nach oben springen

#8

RE: Chips

in Prosa 12.04.2008 20:15
von Taxine • Admin | 5.886 Beiträge
Hallo Martinus,

ja, das ist schon viel lebendiger!
Der Schluss gefällt mir gut. Gleichzeitig zeigst du auch ironisch auf, was der Versuch, aus dem Menschen ein kontrolliertes Wesen zu machen, auslöst. Er wird, solange der Chip mal nicht funktioniert, dann tatsächlich zum Verbrecher.


Liebe Grüße
Taxine



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 12.04.2008 20:15 | nach oben springen

#9

RE: Chips

in Prosa 12.04.2008 20:22
von Martinus • 3.194 Beiträge
na, das freut mich aber.

Die Inspitationsquelle zu Dr. Joseph Dellbridge lieferte übrigens Dr. José Delgado, der allerdings wirklich nur als Inspiration diente und nicht mit Dellbridge identisch ist.

Liebe Grüße
Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 12.04.2008 20:23 | nach oben springen

#10

RE: Chips

in Prosa 12.04.2008 20:32
von Taxine • Admin | 5.886 Beiträge
Mensch... das ist ja ein heftiger Bericht! Das Vorgeben von Nutzen und Erleichterung für den Menschen, wie das dort genannte Speichern der Krankheiten (das übliche Jonglieren mit den menschlichen Ängsten, um sie in die freiwillige Abhängigkeit zu treiben), wird eine Erlaubnis nach der anderen hervorbringen. Das ist schon schlimm. Früher wurde der Mensch so zum Beichtstuhl getrieben, indem man für ihn den Himmel und die Hölle erfand, heute reicht die Lebensversicherung und die Angst vor Entführung und Krankheit aus, um sich freiwillig einen Chip einpflanzen zu lassen.
Wenn man so einen Bericht liest, will man nie wieder eine Impfung machen lassen...



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 12.04.2008 20:32 | nach oben springen


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