April 2008
Stürze mich heute abend in den "Lauf der Dinge". Daneben zur Vervollkommnung die Briefe an Sartre. Zwischendurch ihre Empfehlungen. Im Moment: Jurij Oleschas "Neid".
Hallo, ihr Unentwegten,
heute abend wird endlich Jakob der Lügner begonnen und danach vielleicht wieder Mörike, von dem ich noch immer eine wirklich gute Werkausgabe suche. So mit Kommentaren, Stichwortverzeichnissen und sowas alles, vielleicht weiß da jemand...
Liebe Grüße in die Runde
Peter
Hallo liebester Patmos,
es ist eine Freude, dich zu "sehen".
(Von Mörike habe ich leider noch rein gar nichts gelesen.
!)
Liebe Grüße
Taxine
Nun denn, heute las ich Nabokov's frühe Erzählung "Der Kartoffelelf" und habe durch Internetrecherche mitbekommen, das Michael Maar in einem Aufsatz im Buch "Solus Rex" einen Essay über diese Erzählung geschrieben hat und darin aufzeigt, das Nabokov, der Thomas Mann nicht leiden konnte, dem Mann seine Erzählung um den Herrn Friedemann grotesk bösartig karikatiert hat. So las ich heute ein zweites Mal in meinem werthen Leben Thomas Manns frühe Erzählung "Der kleine Herr Friedemann" .
Mit lieben Grüßen auch an Patmos im hohen Norden
Martinus
Werter Martinus,
dann heißt es wohl für mich, auch einen tiefen Blick in die mörike'sche Welt zu werfen. 
Neben Beauvoir nun (als Roman-Zwischengang
) Raymond Queneau "Die blauen Blumen" - ein schönes Abstraktum von einem Herzog aus vergangenen Jahrhunderten, der sobald er einschläft den Perspektivwechsel auf einen Pariser Faulenzer von heute auslöst. Wer träumt hier wen?
Nicht nur, dass diese Wechsel sehr rasch (manchmal nach nur zwei, drei Absätzen) erfolgen, so spielt Queneau dazwischen noch virtuos mit der Sprache und dem Inhalt. Ein sprechendes Pferd namens Demosthenes ist in diesen Zeilen keine Besonderheit. Mal sehen, was mich noch erwartet.
Dann blättere ich noch in Sartres Tagebuchaufzeichnungen und seinen Briefen an Simone de Beauvoir, damit ich auch die andere Sicht sehe. Ich finde Beauvoir in ihren Briefen wunderbar und sehr spannend. Sie erzählt so lebendig und ehrlich, das es eine Freude ist. Da ihre Briefe dann aber sehr einseitig sind und natürlich den Wunsch auslösen, auch die Antworten und Gegenbriefe zu lesen (was irgendein Verlag mal in ein Buch packen sollte, ähnlich gelungen, wie bei den Fitzgeralds und dem Band "Lovers"), wird die Leserei bei mir gerade auf viele Bücher ausgedehnt. Es ist interessant, sich mit all dem in dieser Genauigkeit zu befassen, weil dadurch natürlich etwas mehr "Wahrheit" durchschimmert. Man erhält einen besseren Eindruck, weil beide Schriftsteller (und Philosophen) es schaffen, ihre Zeit noch einmal für den Leser lebendig zu machen. Ich bin wirklich begeistert.
Dann halte ich mich noch auf in Tibor Déry: Niki oder die Geschichte eines Hundes
Das ist kein Kinderbuch
Tibor Déry gehört zu den ganz großen Romanciers Ungarns. Ich liebe seine Autobiografie "Kein Urteil" über alles oder vieles.
Ich blättere auch noch in dem Geheul (um die Neugierde zu befriedigen) von Bianca Lamblin. Das Büchlein nennt sich die aufgebrachten "Memoiren eines getäuschten Mädchens". Darin tut sie sehr erstaunt, dass Sartre und Beauvoir mit ihr eine Dreierbeziehung pflegten und verteidigt ihren guten Ruf (was daran allerdings zu verteidigen ist, ist mir nicht ganz klar. Ich bin aber gespannt, was sie da so über die beiden offenbart.)
Na, das stimmt allerdings. Klasse Titel.
Bestimmt auch klasse Buch, mit dem teuflischen Doktor Hoffman.
Und, ein bemalter Ingres als Cover... Das hat was. 
Ja, ich schiebe zwischen die Briefe auch mal wieder einen Roman, und zwar Jean Genets "Notre Dame des Fleurs".
Liebe Grüße
Taxine
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