Die Lesezeichenfrage
Welches Lesezeichen benutzt ihr?
Was legt man zwischen das Buch, wenn man es aus der Hand legen muss? Klappt man es zu oder lässt man es aufgeschlagen mit dem Rücken nach oben liegen?
Ist es das sorgfältig, edle Lesezeichen als ständiger Begleiter? Immer wieder verwendet?
Oder der Griff nach all dem, was in der Nähe liegt? Bankauszug, Notizzettel, Bleistift?
Vielleicht der Knick ins Buch oder das Merken der Seite?
Oder gibt es ganz andere Varianten, die mir noch unbekannt sind?
Bitte um Aufklärung!

Meist verhält es sich so, dass ich Textstellen in Nachhinein suchen muss (in den meisten Fällen finde ich sie wieder). Einmal habe ich es geschafft, Seitenzahlen aufzuschreiben, auf denen sich herrliche Zitate aufhielten, bzw. Passagen, die ich wegen Schreiben einer Rezension noch einmal lesen wollte. Das ist eine herrliche Lösung, die mir gefällt (ich sollte mir bloß Mühe ein wenig geben sie praktisch umzusetzen).
Das Lesezeichen ist bei mir ebenso ein Erlebnis. Das Seiten-Merken gelingt mir nie, ich muss dann immer blättern und suchen
Ich habe aber auch feste Lesezeichen, die allerdings immer (wie bei dir) verschwinden. Manchmal schaffe ich es, ein Lesezeichen über mehrere Bücher zu benutzen, aber oft bleibt es irgendwo stecken (wenn ich zum Beispiel aus einem längst gelesenen Buch etwas notiere und das Lesezeichen dazwischentue, um die Stelle wiederzufinden. Manchmal vergesse ich das Thema wieder, das mich beschäftigt hat, das Buch wird nicht mehr aufgeschlagen, und schon ist es für einige Zeit verloren, das gute Stück.)
In nächtlicher Stimmung lege ich das Buch in der Müdigkeit auch schon mal aufgeklappt auf den Tisch.

Oder ein winziger Magnet, der an das Buch gehaftet wird und dann jeweils dort die Seiten auseinanderzieht, wo sie zuletzt schwer belastet waren. Dafür müsste an den Seiten dann nur ein Metallstück angebracht sein. Winzig klein. Man müsse zusätzlich auch ein paar physikalische Gesetze überspringen. Damit also... gar kein Problem.


Bei dieser Methode würde ich mich natürlich auch einfacher in meinen Büchern zurechtfinden.
Aus dem Gewesenen könnte man dann nette Papierschiffchen formen.
Lesezeichen!
Bei mir ein abgeschlossenes Thema.
Mein liebes Weyp schnipselt mir alle paar Wochen aus irgendwelchen Druckerpapier einige Dutzend kleinerer oder größerer Papierstrifen zusammen, die werden dann an den - gewissen Orten der Tat deponiert, und so bin ich dieser Sorge auf immer enthoben.
Allerdings, nun tauchen diese weißen Zettelchen überall auf, zum Beispiel - unter Blumentöpfen, in Besen, Kleider, Schuh und anderen Schränken, auf und unter dem Divan des ewig renitenten Kater Fridolin, in den diversen Schubläden für Bestecke, manchmal auf und in den Betten, einmal lag eines ganz unschuldig auf der Butter (und das am frühen morgen), andere Schnipselchen finden sich unter Tischen und anderen Möblen, und so hat man immer ein Zeichen des Lesens, oder seiner bibliomanen Alltagszustände, in seiner näheren Umgebung.
Liebe Grüße
patmos
Ziemlich Vieles: vom Erinnerungszettelchen der Leihe, über
Briefe, (erst) leere gefaltete A4-Blätter (, die während des
Lesens mit Stichwörtern und -worten, Seitenzahlen dazu bedeckt
werden), leere Tabakpäckchen, Visitenkarten, Schnittabfälle,
CD-Hüllen, Bleistifte, Fetzen von Zeitungspapier, Papiertaschen-
tücher (ungebraucht); unterwegs auch Finger, wenn gar Nichts da
ist, dann knicke ich 'ne kleine Ecke oder merke mir die Seitenzahl
(- wie ein Geheimagent in einem Buch, haha).
Es gibt Bücher, die sind gespickt mit Lesezeichen und es gibt welche,
wo es nur durch wandert und dann war's das. Ich schreibe nicht in
Bücher, meist ist darin zu wenig Platz. Und wenn genügend Platz ist,
dann ist zu wenig drin, wozu ich was schreiben könnte. ![]()
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