August 2008

08.08.2008 13:31 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2008 13:34)
#1
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Ich lese noch hin und her in Heinrich Mann "Der Untertan" und schlendere noch ein wenig in bereits gelesene Kapitel herum.

Dann liegt noch vor mir ""Romane und Erzählungen" von Théophile Gautier, fourier verlag. "Zweitausendeins" hatte es mal im Angebot. Ich musste natürlich zugschlagen. Der Band (über 1300 Seiten) enthält Gautiers belletristisches Werk. Die Erzählungen gehen ins Phantastische, Okkulte, chronologisch geordnet. Die ersten beiden Erzählungen "Das Nachtigallenest" und "Omphale, eine Rokokogeschichte"habe ich bereits gelesen. In der zweiten Geschichte steigt Omphale, eine Freunde des Herakles, aus einem Wandteppich heraus und beglückt einen Sechzehnjährigen.

Nächste Woche beginne ich mit Mademoiselle de Maupin(Roman,1835). Den Roman werde ich in einem Gautier-Thread vorstellen.

Liebe Grüße
Martinus


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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17.08.2008 17:44 (zuletzt bearbeitet: 17.08.2008 17:44)
#2
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Ich lese immernoch im Gautier. Nebenher tauche ich in Theodor Fontane: Meine Kinderjahre


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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25.08.2008 16:13
#3
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Nachdem ich "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran"von Eric-Emmanuel Schmitt gelesen hatte, begann ich mit Günter Ohnemus: "Als die richtige Zeit verschwand", ein literarischer Krimi, in dem München leuchtet und nach einem Taxifahrer gesucht wird, der vielleicht schon von Mafiosi umgebracht worden ist.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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26.08.2008 14:46
#4
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Zitat von Martinus
Günter Ohnemus: "Als die richtige Zeit verschwand"

Oh je, Brautigan-Übersetzer.
Am Ende werden da die "Gesetze des Genres" gebrochen, die uns vor Verwirrung und allem Neuen bewahren.

Gruß,
L.


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26.08.2008 16:18
#5
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Ich las den Monat, dies:

Friedrich Glauser ::: Matto regiert
Fahndungswachtmeister Studer forscht im Irrenhaus. Sell isch ebbs gsii.

Erwin Blumenfeld ::: Einbildungsroman
Tritt allen Manns, Kempowskis und überhaupt Allen in die Eier. Gegen Ende des Buches
kann es sein, daß man meint einen leichten Ruch Trivialität zu spüren, aber das ist nur der
Spannungsabfall.


Pierre Frei ::: Onkel Tom's Hütte, Berlin
Lebensläufe, Krimi-Rahmenhandlung, Zeitgeschichtenkolorit - und Frei läßt sich von
Blumenfeld nicht in die Klötze treten.. Interessant, teilweise magnetisch

*sssscrrreeeeaaaaach!!!*

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27.08.2008 20:37 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2008 23:36)
avatar  Taxine
#6
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Admin
Seit Wochen im gleichen Buch: Choderlos de Laclos "Gefährliche Liebschaften". Jede Intrige in Film und Roman, die einem ganz gelungen erschien, mag aus diesen Zeilen gezogen sein, so wirkt es auf mich. Schön geschrieben. Schöne böse Verführung, auch, wenn man die Geschichte schon kennt.

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27.08.2008 21:03 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2008 21:04)
#7
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Gefährliche Liebschaften" ist verfilmt worden mit John Malkovich, Glenn Close u.a. Ich habe aber nur mal die Theaterfassung von Christopher Hampton gesehen. Die Aufführung dauerte mind. drei Stunden.

Ich beginne mit Cesare Pavese: Junger Mond, sein letzter Roman. Ich verspreche mir viel davon, weil ich seine Erzählungen schon genossen habe.

Der Roman von Ohnemus (s.o.) hat mir nur mittelmäßig gefallen. Sehr nett geschrieben, die letzten Seiten sogar rasant. Ist aber doch nur ein viertel Thriller. Meistens denkt der Protagonist an seine Frauen zurück. Naja.


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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27.08.2008 21:41
#8
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Habe auch gerade einen Krimi gelesen:
"Schilf" von Juli Zeh.

Ein Foto der hübschen Autorin ziert fast die ganze Rückseite des Umschlags, was normalerweise ein sicherer Indikator für Mist ist.
Na ja, der Fall ist hanebüchen, die Sprache gelinde gesagt überambitioniert und das entscheidende Detail bei der Auflösung noch hanebüchener (immerhin sprachlicher Natur - bei Wolf Haas gelingt so etwas sogar).
Aber es bleibt durchgehend spannend - die Gründe für die Spannung wechseln - und von hoher Ideen-Dichte, die sogar die penetrante Metaphern-Protzerei entschuldigt.
Entscheidend: die Autorin beherrscht dem allgemeinen Anschein zum Trotz die Kunst des Weglassens.

Mir hats gefallen.

Gruß,
L.


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