Elegien der Wirklichkeit
Städte an Ersatzteilen.
Statt Wunden zeigen sie Nähte,
gut verschnürt, den Faden gezogen.
Blasser Strich auf trägem Fleisch.
Hier ein Messerstich,
dort einen Mund voll schwarzes Blut.
Das Herz dahinter schlägt in Tönen.
Bricht in Scherben
oder zieht Risse.
Was innen liegt
erstarrt zur Maske.
In fremdem Echo klappern Zähne.
Hallo Taxine,
Dieses Gedicht ist sehr ausdrucksstark. Allein wegen der Wortwahl und den mir projizierten Bildern gefällt mit das Gedicht sehr. Die Wunden des Lebens, sichtbar sind nur noch Narben, der eigentliche Schmerz verdrängt. Noch schlägt das Herz in Tönen, bis es schließlich zerbricht; soll bedeuten: der Mensch zerbricht schließlich an seinen Wunden, seinen Elegien, die er verdrängt hat. Verdrängung führt zur Erstarrung (Depression). Das Gedicht zeilt mit voller Wucht, dass nur noch Zähne klappern (sehr schön), das Echo der Lebensangst.
Liebe Grüße
mArtinus
Ein Text, der mich an New Yorks Bronx denken lässt
Starke Bilder – in jeder Zeile ein neues...
Nein, eigentlich mehr: In jeder Zeile ein neuer Film
kalt gänsehäutig und verloren
im gewalttätigen Dschungel
einer Gross-Stadt-Zivilisation
Sehr wirkungsvoll, Taxine!
Gut geschrieben.
bises, Lennie
O... das freut mich aber. Ich hatte schon die Befürchtung, es wäre zu heftig.
Danke euch.
Begeistert,
Taxine
ich hoffe, sui haben sich wieder richtig zusammensetzen können, wo da die Begegnung mit der Welt mal wieder alles durchschüttelte und aus dem Sein kippen ließ.
Sei auch umarmt,
Taxine
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