Ein "Weihnachtsgedicht"
Oh Weihnachten, du schöne Zeit,
der Penner am Pont Neuf ist breit.
Ein zweiter liegt ein Stück dahinter
schon tot – normal, es ist ja Winter!
Es riecht nach Waffeln und nach Nüssen.
Am Monatsende werd ich wissen,
ob ich im März noch Arbeit habe,
doch noch ich mich am Glühwein labe
Der tote Penner vor der Bank
wird jetzt entsorgt – na, Gott sei Dank.
Herr Bankdirektor, ganz beschwingt,
poliert die Klinke, bis sie blinkt.
Milliarden hat er eingesackt
hübsch in Geschenkpapier verpackt
vom Staat, der selbst in Kürze pleite.
Doch diese gute Tat, sie eilte.
Das hat er uns genau erklärt
bevor er in die Ferien fährt
der Staatschef, und er grinst dabei,
als wär die Summe einerlei.
Derweilen, in der Städte Norden
bilden sich die ersten Horden.
Oh Weihnachten, du schöne Zeit
du Fest der Freund- und Friedlichkeit.
Ich mag so scharfzünnige Weihnachtsgedichte. Die erste Strophe ist auch noch ein grandioser Einstieg, da Jesus besonders den materiell Armen zugeneigt gewesen war.

Liebe Grüße
mArtinus
Für die Zeilen gilt:
Liebe Grüße
Taxine
- Anmeldung
- Information zur Anmeldung
- Gedanken um die Literatur
- Lektüreliste
- Buchvorschläge
- Die schöne Welt der Bücher
- Sachen gibt's - Sachbuch
- Das "andere" Buch
- Literatur im Verriß
- Blicke auf Menschen
- Zitate
- Überlegungen
- An der Literatur orientierte Gedanken
- An der Philosophie orientierte Gedanken
- An der Kunst orientierte Gedanken
- An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken
- Kritzeleien
- Gedanken vom Tag
- Yoricks literarische Nachtgedanken bei Tage
- Lennies Gedankenschnipsel
- Flümmerey/ La Vista di AscOltO
- Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so
- Die realistischen Gedanken des Monsieur Moulin
- Autorenforum
- Prosa
- Poesie
- Lyrik
- Spielereien
- Gespräche
- Gespräche über Kunst und die Welt
- Kunst im Gespräch
- Bargeflüster
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!

