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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 13.12.2008 12:30
von Lennie • 829 Beiträge

Oh Weihnachten, du schöne Zeit,
der Penner am Pont Neuf ist breit.
Ein zweiter liegt ein Stück dahinter
schon tot – normal, es ist ja Winter!

Es riecht nach Waffeln und nach Nüssen.
Am Monatsende werd ich wissen,
ob ich im März noch Arbeit habe,
doch noch ich mich am Glühwein labe

Der tote Penner vor der Bank
wird jetzt entsorgt – na, Gott sei Dank.
Herr Bankdirektor, ganz beschwingt,
poliert die Klinke, bis sie blinkt.

Milliarden hat er eingesackt
hübsch in Geschenkpapier verpackt
vom Staat, der selbst in Kürze pleite.
Doch diese gute Tat, sie eilte.

Das hat er uns genau erklärt
bevor er in die Ferien fährt
der Staatschef, und er grinst dabei,
als wär die Summe einerlei.

Derweilen, in der Städte Norden
bilden sich die ersten Horden.
Oh Weihnachten, du schöne Zeit
du Fest der Freund- und Friedlichkeit.

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#2

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 13.12.2008 13:45
von Zypresserich • 2.877 Beiträge
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#3

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 13.12.2008 14:04
von Martinus • 3.194 Beiträge
Hallo Lennie,

Ich mag so scharfzünnige Weihnachtsgedichte. Die erste Strophe ist auch noch ein grandioser Einstieg, da Jesus besonders den materiell Armen zugeneigt gewesen war.

Liebe Grüße
mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 13.12.2008 14:05 | nach oben springen

#4

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 14.12.2008 10:16
von Lennie • 829 Beiträge

Merci, Messieurs!
Es war mir ein Vergnügen. Und diesmal ein - nunja - Bedürfnis....


Schönen Sonntag!
Lennie

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#5

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 18.12.2008 22:15
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Hehe ... werte Lennie. Da sprichst du mir aus dem Herzen, obwohl es ja "hehe" nicht zum Lachen ist. Es ist mehr so ein grimmiges, verzehrtes Lachen.

Für die Zeilen gilt:


Liebe Grüße
Taxine



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 18.12.2008 23:56 | nach oben springen

#6

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 19.12.2008 00:13
von Lennie • 829 Beiträge

In Antwort auf:
Es ist mehr so ein grimmiges, verzehrtes Lachen.


Oh ja, wie wahr! Sehr grimmig - und wer weiss, wie lange noch. Danach gibt's dann nur noch Grimasse...
Danke, Taxine!

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#7

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 19.12.2008 00:18
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Ich färb schon mal die Ostereier. Who the f... is Santa Claus?

Es grüßt:
der Pfingstochserich mit rosa Schleifchen ums Gehörn ...


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
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#8

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 19.12.2008 00:29
von Lennie • 829 Beiträge

Zitat von Zypresserich

der Pfingstochserich mit rosa Schleifchen ums Gehörn ...


Grööhl! Muttu Fotto von machen - sieht bestimmt gut aus!

Bonne nuit!

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#9

RE: Ein "Weihnachtsgedicht"

in Lyrik 19.12.2008 00:41
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Lennie
Grööhl! Muttu Fotto von machen - sieht bestimmt gut aus!

Bonne nuit!


Muh!


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
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