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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Einen sonderbaren Traum

in An der Literatur orientierte Gedanken 02.03.2010 10:53
von Bea • 680 Beiträge

Ich hatte einen Traum:

Ich ritt auf einem Schwein durch Rom zum Papst. In der einen Hand hielt ich eine Laterne und schrie: »Ich suche Gott! Ich suche Gott!« Ein großes Gelächter ging durch die Runde und einige fragten: »Ist er denn verloren gegangen? Hat er sich verlaufen wie ein Kind? Oder hält er sich versteckt? Fürchtet er sich vor uns? Ist er zu Schiff gegangen? Ausgewandert? – so riefen und lachten sie durcheinander. Ich sah sie mit einem bohrendem Blick an und sagte: »Wohin ist Gott?« ich will es euch sagen: »Ihr habt ihn getötet! – Ihr seid seine Mörder!« Plötzlich wurde es still und alle sahen mich mit zornigen Blicken an. Ich aber ritt weiter, zum Palast und man öffnete mir das Tor bereitwillig! Auf seinem Thron saß der Papst und las gerade sein Buch „Jesus von Nazareth“ und er sah mich verwundert an. Ich stieg vom Schwein herunter und begann zu erzählen: »Jesus war ein Mensch!« Dies gefiel ihm gar nicht und er schrie auf: »Das ist Gotteslästerung! - Ich erkenne dich wer du bist!« Doch im leisen Ton begann ich über ein Buch zu erzählen und er hörte aufmerksam zu. Plötzlich unterbrach er mich und sagte:»Das Buch kenne ich! – Nihilismus! – Totalitarismus! – dummes Geschwätz!« Ich aber sammelte meinen ganzen Mut zusammen und erzählte weiter. Als ich fertig war mit meinem Erzählen, war lange Ruhe im Raum. Plötzlich wie von einem Blitz getroffen, sprang er auf und zog sich aus. Er tanzte und hüpfte wie wild im Saal und dann rannte er auf mein Schwein zu, sprang rauf und ritt fort...
Als ich wieder im Freien stand, schauten die Menschen mich verwundert an, denn ich hielt immer noch eine Laterne in der Hand und schrie: »Wo ist Gott!« Da kamen plötzlich ein paar Menschen auf mich zu und erzählten von ihrem Buch. Mit müdem Blick erkannte ich ihr Buch und sprach:»Auch die Bibel habe ich gelesen! Und dieses Buch gefällt mir sehr gut und eure Wahrheit ist auch meine Wahrheit, aber eine absolute Wahrheit gibt es nicht!« Wozu aber Monotheismus/Deismus?! Ich sah in ihre Augen und sah ihren Hass! Plötzlich kam wie aus dem Nichts mein Mann auf einem Pferd zu uns geritten. Ich sprang auf und ritt mit ihm nach Hause.

Als ich aus meinem Traum erwachte, staunte ich über meinen Mut und meine Kraft. Stellte sich Nietzsche so seinen Übermenschen vor?




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

zuletzt bearbeitet 02.03.2010 10:56 | nach oben springen


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