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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Klassiker der attischen Tragödie - Eine Orientierung

in Buchvorschläge 15.04.2010 16:40
von LX.C • 2.726 Beiträge

Aischylos „Sieben gegen Theben“ und Sophokles „Antigone“ (5. Jh. v. Ch.)

Eteokles, Polyneikes, Antigone und Ismene sind Geschwister. Sie sind die Kinder des Ödipus, der unwissend seinen Vater ermordet und unwissend seine Mutter geheiratet hatte. Nachdem er von seiner Schande erfahren hatte, blendete Ödipus sich selbst (nach Sophokles Version).

Die beiden Brüder Eteokles und Polyneikes treffen in „Sieben gegen Theben“ aufeinander. Im Zweikampf, vor den Toren Thebens töten sie sich gegenseitig. Eteokles soll als ruhmreicher Verteidiger eine standesgemäße Beerdigung erhalten. Polyneikes jedoch, der Theben erobern wollte, den Hunden zum Fraß vorgeworfen werden.
Dagegen wehrt sich Antigone. Sie will auch gegen den Willen der Stadt ihrem Bruder Polyneikes ein ordentliches Begräbnis ermöglichen, da der Tod in ihren Augen die Familie aussöhnt und wieder vereint.

In Sophokles „Antigone“ geschieht nun das in „Sieben gegen Theben“ angekündigte. Antigone beerdigt ihren Bruder Polyneikes. Als Kreon, der Herrscher Thebens rausbekommt, dass Antigone ihn und somit den Willen der Stadt hintergangen hat, verurteilt er sie, die seine Nichte ist, zum Tode. Sie wird lebend in eine Gruft eingeschlossen, in der sie zugrunde gehen muss. Dumm nur für Kreon, dass Hämon, sein Sohn, die Antigone liebt und das Urteil des Vaters nicht verschmerzen kann.

Aischylos und Sophokles verwendeten diese Stoffe, die schon Jahrhunderte zuvor in Homers Epen Eingang gefunden hatten, für Dramen-Wettbewerbe. So ist es nicht verwunderlich, dass einzelne Details nicht immer übereinstimmen. Beide Stücke nacheinander gelesen sind dennoch eine Empfehlung, da sie (gefühlt) nahtlos anschließen und man so ein besseres Verständnis bekommt, als wenn man beispielsweise erst Sophokles „König Ödipus“ und dann die „Antigone“ oder eine andere wilde Antik-Mischung liest.

Vielleicht hat noch jemand einen Tipp, der Irrungen und Verwirrungen mindern oder gar verhindern kann. Orientierungshilfen, sozusagen. Ich würde mich freuen.


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Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 15.04.2010 18:14 | nach oben springen

#2

RE: Klassiker der attischen Tragödie - Eine Orientierung

in Buchvorschläge 15.04.2010 18:47
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Interessantes Thema, LX.C, aber leider stehe ich hier zu wenig in der Materie, um erschöpfend Auskunft geben zu können. Aber vielleicht findet sich noch ein Spezialist für die "ollen" Griechen, der auf diesem Gebiet belesener ist als wir.

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#3

RE: Klassiker der attischen Tragödie - Eine Orientierung

in Buchvorschläge 15.04.2010 19:51
von Bea • 680 Beiträge

Ich lese gerade aus einer Zeitschrift von 10/2008 - Magazin für Geschichte: Homers Helden - Griechenlands dunkle Jahrhunderte und die "Ilias" will ich auch noch dies Jahr lesen. Homers Achilleus... ich sammel erst einmal Material und, und, und - wir wollen ja im Herbst richtig beginnen?




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

zuletzt bearbeitet 15.04.2010 19:52 | nach oben springen


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