Unbekannte Kraft
Plötzlich steh ich vor einer unsichtbaren Wand
blau-grau geformt die Steine wie von einer Geisterhand
Mein Ich gestorben, zu Höherem geboren
Gedanken wie Wolken, am Himmel weh'n
Keine Schrift der Erde war so blitzartig zu versteh,n
Erloschen all die bunte Pracht
Alles Spiel auf einem Punkt gebracht
Träumt ich am dunklen Tag
Ein Punkt nun mehr vermag
Mein Herz, willst ewig du nun traurig sein?
Blick tief ich in das Leuchten ein
Alles Wandel, musst erst unter geh'n
um in einer neuen Flur wieder auf zu steh'n
Wolke ist kalte Kraft, die alles in Erscheinung schafft
Spin mein Rädchen, spinne fleißig
Wolke auf Wolke, frei von aller Last
Begierig alles aufgesogen und nun als Haus gedacht
Ein Punktebild-ich sah es nieder schweben
Als habe eine sonderbare Macht mir vergeben
Von nun an kann mir nichts geschehn
Musst es wahrlich erst lernen um wieder neu zu geh'n
(Karin April 2010)
Vielen Dank für dieses Kraftwerk, lieber Bea.
Manchmal ist alles so klar, dass all das nur geordnet gehört. Manchmal ist alles so verworren, dass die Ordnung keinen Sinn ergibt oder vielmehr keinen Sinn macht. Alles Erscheinungen, und doch lassen sie sich betrachten, verinnerlichen, verwerfen. Denken.
Sich damit auseinandersetzen, inwieweit sich dieses sofortige Begreifen umwandeln, vermitteln lässt... Oder genau dazu gemacht zu sein scheint?
Schwere Abgründe und umso leichtere Höhenflüge, die sich so gekonnt die Waage halten.
Liebe Grüße
Taxine
Hallo Bea,
mein Gefühl sagt:
rhythmisch sollte man hier und da was glätten, Verse kürzen (verdichten, überflüssige Worte streichen), poetisieren, vielleicht sogar auf Kosten des Reimes, denn Rhythmus ist meines erachtens wichtiger als Reim. Beides unter die Haube zu bringen ist noch schwerer.
Liebe Grüße
mArtinus
Liebe Bea, ich reflektierte übrigens mehr über den Inhalt als über die Form.![]()
Was Form, Rhythmus und Klang betrifft, so dürfen die Worte ruhig verkürzt, an Stellen ganz weggelassen werden.
Den Inhalt aber, den fand ich sehr interessant.
Weiter so.
Liebe Grüße
Taxine
Werte Bea,
ein ich das gestorben und traurig......
dass erscheint mir zweifelhaft im Sinne, wenn nicht das ich, was-wer-wie, ist denn da dann traurig?
(Will sagen, wenn ES dann trauert dann nur das Ich...über den Wolken gibt es vielleicht kein Trauerschauer?)
Herzgruß, dadd olle A
Zitat
vielleicht sogar auf Kosten des Reimes, denn Rhythmus ist meines erachtens wichtiger als Reim. Beides unter die Haube zu bringen ist noch schwerer.
Also Rhythmik ist eigentlich nach meinem Gefühl vorhanden (Klang) - aber ich mache das alles aus dem Bauch heraus und aller Anfang ist schwer... Möchte beides schaffen...
Zitat
Was Form, Rhythmus und Klang betrifft, so dürfen die Worte ruhig verkürzt, an Stellen ganz weggelassen werden.
Ja,ja das man alles noch etwas kürzen kann, sehe ich jetzt klarer, Danke!
Zitat
Will sagen, wenn ES dann trauert dann nur das Ich...über den Wolken gibt es vielleicht kein Trauerschauer?)
Es und Punkte sind ohne Trauerschauer-alles schwierig ich weiß -Du bist ein Fuchs...
Dieses Gedicht war ein Experiment weil es auf zwei Ebenen laufen sollte - 'Es' nur wer es wirklich erfahren hat - lyrische Ich (also in diesem Fall Bea) - wer diese beiden Dinge wirklich trennen kann, müsste ein Geheimnis spüren...Aber?
Danke marlenja-war spontan das Alles, ehrlich-tief - werde aber noch üben fleißig...Danke euch Allen!
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