Deutscher Buchpreis
Die Shortlist für den diesjährigen Preis steht:
http://www.deutscher-buchpreis.de/de/394195
Lieber Herr Zyp,
gleicher Ordner für das letzte Jahr existiert bereits in dieser Abteilung, daher auch das Verschieben. Handelt sich vielleicht nicht um Gedanken, aber so eine Liste ist ja nicht weit entfernt von der Literatüüür und löst möglicherweise sogar Gedanken aus.
Die Kategorie „Die schöne Welt der Bücher“ ist dagegen eher für ausführliche Präsentationen von Büchern und Autoren gedacht.
Wäre zu überdenken, wenn du für jedes in der Shortlist enthaltene Buch eine Rezension schreibst. 
Falls du allerdings ganz und gar anderer Meinung bist, so lässt sich darüber reden oder vielleicht auch eine ganz neue Kategorie aufmachen, in der dann alle Listen landen, vom Buch- bis zum Nobelpreis.
Freundlichst
die Admine
P.S. Übrigens hat Jan Faktor ganz hervorragende Titel. Da hat er sich wohl Buks Rat zu Herzen genommen. Ob der Inhalt dem Titel entspricht, ist eine andere Frage.
Also Melinda Nadj Abonji, Tauben fliegen auf.
http://www.deutscher-buchpreis.de/de/394473
Und der wurde inzwischen vergeben.
Zitat
Ursula Krechel erhält den Deutschen Buchpreis 2012 für ihren Roman „Landgericht“
http://www.deutscher-buchpreis.de
Keine Ahnung, nie von gehört...
Richtig. Ich auch nie gehört. Inzwischen frage ich mich, ob dieser "Deutsche Buchpreis" inzwischen nach politischen Inhalten vergeben wird. Tellkamp "Der Turm, im letzten Jahr ging es auch um die DDR (Autor vergessen) und jetzt ein Buch über das Nachkriegsdeutschland. Ich finde es gut, dass es solche Romane gibt, aber ein Literaturpreis sollte vornehmlich nach literarischen Kriterien vergeben werden. Ich meine, mir fällt schon das Politische sehr auf, und der Verdacht liegt nahne, dass das Thema ausschlaggebend war.
So weit würde ich nicht gehen. Dass es bei einem "Deutschen Buchpreis" gehäuft um die Beschäftigung mit deutscher Vergangenheit geht ist nicht verwunderlich. Einen Preis für Bücher mit "Themen" zu vergeben kann indes auch nicht schaden. Primitives Geschwafel gibt es heute schließlich genug in der Literatur und ein Buchpreis hat auch immer eine kanonisierende Funktion. Dass man die Autoren selten kennt hängt eher damit zusammen, dass man wenn ich richtig erinnere gerne Nachwuchsautoren fördern will oder Verlage diese eher zum Ausscheid anmelden, um sie bekannt zu machen.
Ich sehe es ähnlich wie Martinus. Eine politische Ausrichtung ist unübersehbar, dagegen würde ich mir auch Werke für den Deutschen Buchpreis wünschen, die z. B. poetisch, einmalig oder rein ästhetisch sind. Von den politisch engagierten Werken gibt es genügend und sie sollen auch sein, was sie sind. Dennoch ist, gerade im Hinblick auf Nachwuchsautoren, kein wirklicher Überblick neuer Stimmen möglich, sondern lässt höchstens einen Blick auf all diejenigen zu, die "erfüllen" und ihre Themen an den Markt anpassen.
Beides versucht man in den Blick zu nehmen, denke ich, wie das Beispiel Ruge zeigt. Von der Technik her keine Standartleistung. Ich denke nicht, dass nach "Marktlage" oder einer bestimmten "Ausrichtung" bewertet wird, aber dass nach Markttendenzen von Verlagen eingereicht wird ist absolut vorstellbar. Folglich müsste man also was am Verfahren ändern? Ich glaube kritische Stimmen dazu gibt es schon lange. Aber der Preisvergabe generell eine politische Motivation vorzuwerfen halte ich für unrichtig.
Von den Preisträgern habe ich tatsächlich auch nur Ruge gelesen. Dazu auch nur auf Empfehlung. (Von dir.) Ansonsten reizt mich der Kauf nie.
Ich würde auch indirekt nur sagen, Ruge sei nicht politisch. Irgendwo greift er ja durchaus geschichtlich politische Themen auf, allerdings nicht vordergründig, das stimmt schon.
Ich denke, Preisvergaben richten sich nicht alleine danach, wer tatsächlich gut schreibt, sondern wer das aktuell angesagte Thema durch sein Buch trifft. Wichtig scheint mir auch ein Befassen mit Deutschland und seiner Geschichte. (Andererseits ist der "Deutsche Buchpreis" eben vielleicht auch genau aus diesen Gründen ins Leben gerufen worden, ich weiß es nicht.) Die Buchthemen müssen auch nicht immer rein politisch motiviert sein, dennoch bleibt für mich doch fragwürdig, ob so neue und noch unbekanntere Autoren eine reele Chance haben, bekannter zu werden, insofern sie sich mit einem ganz anderen Thema befassen, das den Markttendenzen vielleicht nicht entspricht, jedoch einen künstlerisch wertvollen Inhalt hat.
Zitat von Taxine
Ich denke, Preisvergaben richten sich nicht alleine danach, wer tatsächlich gut schreibt
Allein danach ganz sicher nicht, nein. Die Frage ist auch, wer will das mit dem "gut schreiben" entscheiden? Die Mittagsfrau z.B. fand ich schlecht geschrieben, langatmig, leblos - die Jury des Buchpreises war da aber anderer Meinung.
Was solls, es gibt andere Preise, die andere Kriterien ansetzen. Für mich persönlich hat immer noch der Büchner-Preis die größte Bedeutung in Deutschland für deutsche Autoren.
Ja, dieses "gut geschrieben" bleibt letztendlich sowieso eine Geschmacksfrage. Das stimmt schon.
- Anmeldung
- Information zur Anmeldung
- Gedanken um die Literatur
- Lektüreliste
- Buchvorschläge
- Die schöne Welt der Bücher
- Sachen gibt's - Sachbuch
- Das "andere" Buch
- Literatur im Verriß
- Blicke auf Menschen
- Zitate
- Überlegungen
- An der Literatur orientierte Gedanken
- An der Philosophie orientierte Gedanken
- An der Kunst orientierte Gedanken
- An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken
- Kritzeleien
- Gedanken vom Tag
- Yoricks literarische Nachtgedanken bei Tage
- Lennies Gedankenschnipsel
- Flümmerey/ La Vista di AscOltO
- Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so
- Die realistischen Gedanken des Monsieur Moulin
- Autorenforum
- Prosa
- Poesie
- Lyrik
- Spielereien
- Gespräche
- Gespräche über Kunst und die Welt
- Kunst im Gespräch
- Bargeflüster
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!
