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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Die Idee

in An der Philosophie orientierte Gedanken 16.08.2007 14:45
von Taxine • Admin | 5.891 Beiträge

Der Mensch steht durch alle Zeit hindurch fast ohne größere Entwicklung da. Ja, er ist aufgeklärter, doch sein tierischer Trieb zwingt ihn in die immer gleichen Bedingungen. Zudem lässt er sich gerne täuschen. Auch sein Geist bleibt fest mit aller Vergangenheit verankert, denn wie sollte er sich auch entwickeln, wenn er immer nur das aufnimmt, was er aus Vergangenem zieht, das lernt, was die Gegenwart ihn meist mit hartem Schlag zu verstehen gibt, was er im rasenden Informationsfluss schafft, aufzunehmen? Zudem wird er gehetzt und gescheucht, es wird ihm vermittelt, dass das "Auf sich selbst besinnen" warten muss, bevor nicht die Gesellschaft ihre Vorteile aus ihm gezogen hat. Ablenkungen werden gestreut. Brot und Spiele.

Wenn sich der Geist aber nun nicht über das eigene Erlebte, Bekannte, Erlernte, die eigene Vorstellung (man soll ja die Phantasie nicht unterschätzen) erheben kann, woher entstehen dann die Ideen? Immer wieder neu zusammengesetzt aus altbekannten Umständen? Eine Idee ist doch immer eine Ahnung, die sich erst dadurch entwickelt, indem man versucht, sich diese Ahnung zu verdeutlichen, ihr ein Bild, eine Form zu geben. Indem man sie sich erklärt, gewinnt sie an Ausdruck.
Und trotzdem erschließt man sich aus bestimmten Situationen und Denkmustern eine ganz eigene Vorstellung (nur ist die oft auch schon vorhanden, von einem Anderen ähnlich gedacht...)
Doch, woher kommt das Neue? Oder gibt es überhaupt das "Neue"?
Oder ist es tatsächlich möglich, etwas völlig "Radikales" zu erschaffen? Nichts, was verletzt oder schockiert, sondern was völlig gegen den Strom tanzt?
Wahrscheinlich würde es der Mensch in der Gegenwart gar nicht begreifen können, denn da er es nicht erfassen kann, wird er es erst einmal verwerfen. Doch, wie müsste wohl so eine "Idee" aussehen?




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 26.01.2010 16:51 | nach oben springen

#2

RE: Die Idee

in An der Philosophie orientierte Gedanken 16.08.2007 14:46
von Jo
avatar

Hallo Taxine,

das ist eine gute Frage. Fast nicht zu beantworten.
Aber allgemein, manchmal kommt es mir sowieso so vor, als ob die Menschen absichtlich auf dumm getrimmt werden. Du schreibst:

Zitat von Taxine
Zudem wird er gehetzt und gescheucht, es wird ihm vermittelt, dass das "Auf sich selbst besinnen" warten muss, bevor nicht die Gesellschaft ihre Vorteile aus ihm gezogen hat. Ablenkungen werden gestreut. Brot und Spiele.



Vielleicht wäre es möglich Ideen zu schaffen, wenn mehr Zeit zur Verfügung stände. Wer weiß.
Darum wohl auch dein neustes Bild? Brot und Spiele vom Fernseher erschlagen?
Gefällt mir gut.

Es grüßt
Jo

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#3

RE: Die Idee

in An der Philosophie orientierte Gedanken 26.01.2010 16:38
von Bea • 680 Beiträge

Zitat
Doch, wie müsste wohl so eine "Idee" aussehen?



Im Anfang war der Punkt...

Ein Punkt, was ist das überhaupt? Jeder Mensch, wenn er das Wort Punkt hört denkt sofort an eine kleine kreisrunde
Figur. Diese Vorstellung geht einher mit der Natur des Menschen. Wir müssen den Dingen immer eine Form, einen
Namen, eine physische Gestalt geben. Letztendlich ist ein Punkt jedoch nichts. Ein Punkt ist ein Konstrukt des
menschlichen Geistes. Er besitzt keine Fläche, hat kein Gewicht, er ist physisch nicht fassbar,ist praktisch nicht
vorhanden.
Jedoch können unendlich viele Punkte zu verschiedenen neuen Konstrukten des menschlichen Geistes zusammengefasst werden.
Unendlich viele Punkte aneinandergereiht ergeben beispielsweise eine Gerade bzw. eine Linie.
Eine Linie ist wieder ein nicht fassbares Konstrukt ohne physische Größen, welches aber quantitativ gesehen unendlich-mal größer ist als ein Punkt. Diese Linien können wir nun als Grundlage nehmen um physisch fassbare Objekte zu erzeugen.
Linien können Grenzen einer Fläche sein, dabei ist eine Fläche eine Menge von unendlich vielen Punkten, die durch eben diese Linien begrenzt werden. Flächen sind messbar, wir können ihnen bestimmte physische Eigenschaften zuschreiben,
obwohl sie ebenfalls nur aus unendlich vielen Punkten bestehen.
Fasst man alles zusammen: Ohne Punkte keine Linie, ohne Linie keine Fläche und ohne Flächen keinen Raum.




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

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#4

RE: Die Idee

in An der Philosophie orientierte Gedanken 26.01.2010 17:49
von ascolto • 1.289 Beiträge

Eyn Punkt üscht egal wü mann dadd wendet oder drehet: Eyn Häufchen! Von wadd? Egal, esch ist immer eyne Zweysamkeit, also chemüsch, sonst sieht mann dadd midd den Glubschern net, auch midd den Verstärkungsglasel.
Gerade-so wadd- dasch üsch empörüsch, Linie, also uim Sünne von Wellen oder Kurven, dü gübsch vielleycht, aber Gerade, dü gübsch beym Augenblau: Yap-yap zum Schwünger?
Flächen ja dü gübsch, an Hauf, also sozusagen uin der Schmalspurrünne: dem Denkfehler!

Philosophüsch gübs den Betrachter und dü Leere, gefüllt midd Projektion?

Allet klar, neh, dann noch mal von vorn, oder am Ende, na wo manns fündet wenn man projeziert:

Am Fuße der Leyter-wünke-wünke vom und uim A ugust solls besser werden...


zuletzt bearbeitet 26.01.2010 17:50 | nach oben springen

#5

RE: Die Idee

in An der Philosophie orientierte Gedanken 26.01.2010 18:45
von Bea • 680 Beiträge

Du kannst was auf deine freche Gusche kriegen und nuschel net so komische Dinge, Sie Depp! Dies schrieb ich Anno 2008 als ich noch mit meinem Meister verwoben war und der hat auch solche komischen Zeichen genuschelt. Den Kerl habe ich aber verstanden!

Ich gedenke von Zeit zu Zeit meine Idee zu erweitern und dann wird,s rund mit Geist und Co! Ick hoffe doch da kannste mir dann noch folgen!?




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

zuletzt bearbeitet 26.01.2010 18:45 | nach oben springen


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