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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:48
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Wohin führt er, dieser Drang, sich auszutauschen? Wer sich nur in sich selbst windet, wird irgendwann von seinem eigenen Echo erschlagen.
Miteinander kommunizieren, heute fast unmöglich geworden. Da fragen Menschen nach dem Sinn, und eine ernste Frage wird mit dem banalen "Gescherz" hinweggefegt, so tragisch, dass der Fragende selbst die Ironie nur bitter verarbeitet.
Geplätscher an Nichts, das gegenseitige "Aus-der-Reserve-Locken". Warum dann nicht mit Respekt voreinander? Wer ohne Urteil ist, werfe den ersten Stein. So kann man auch nicht verurteilen, dass andere Menschen keine Lust auf den "geistreichen" Austausch haben. Die Masse verdummt. Theorien im Hintergrund von langsamer Vergiftung. Fast möchte man es glauben.




Surreale Vorstellungen
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#2

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:48
von ascolto
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werthe tAxine,

aus diesem Giftbecher tröppelt uns permanent die Bitternis in den Gaumen wenn wir in Begierde saugen! Hinter all dem vermute ich eine zynische Haltung der Leytkultur unserer Medienwelt die uns zur Marke prägt?

Mehr Form und weniger Inhalt? Kantor!

Grüße,
ein A

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#3

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:48
von Taxine
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Wertester,

und nicht nur das. Die Masse wird absichtlich dumm gehalten, verdummt. Die Individualität erstickt. Freundlichkeit gilt als verpönt, schnelle Bewegungen sind angesagt, auch im Denken. Wer als Philanthrop läuft, wird verurteilt, dass er "Phrasen drischt...", auch wenn die innere Überzeugung noch so deutlich leuchtet. Denn wer in sich nicht die Ruhe findet, der kann sich auch nicht vorstellen, dass andere danach handeln. Die Meute will nicht akzeptieren, es entsteht sogar Neid um den glücklichen Ruhig-Schreiter. Und im Gespräche wird verurteilt, wer nach Tiefe sucht.

Grüße
Taxine

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#4

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:48
von ascolto
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Wertheste tAxine,

das Menschenwesen als Konsumenten in Zielgruppen zu kalibrieren, ihm dann die Marken als Selbswert zu manipulieren damit er sich selbst als Marke erhebt/stilisiert!

Warhols "factory": Jedem Menschen 15 min. uneingeschränkte Aufmerksamkeit-"headline"!

Da wird der Geyst/Logos zum "myspace" Syndrom, die Syntax endet im "thx" und die Symanthik erschöpft sich in Paris Hilton!

VerbraucherSchutz?

Kein Grusel, liebe Grüße,
ein A

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#5

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:49
von Taxine
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Ach werter Ascolto.

Darauf läuft es hinaus. Wie kann man den Konsum kontrollieren? Man fängt bei dem Abhängigen an, der seiner Sucht erlegen ist und somit anstandslos akzeptiert, was der Staat ihm aufzwängt. Zigarettenautomaten nur noch mit Karte. Bald kommt die Bezahlung im Fingerabdruck, und im Hintergrund geht ein Hologramm auf, mit allen Daten. Name. Wohnort. Kaufverhalten. Sexpraktiken. Angepasst oder nicht. Fünfzehn Minuten Ruhm werden dann auf Sekunden reduziert. Wie am Fließband.
Doch warum nur reagiert der Mensch nicht? Treibt wie totes Holz im Srom?

Nicht empört, jedoch erstaunt.
Verehrung
Taxine

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#6

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:49
von ascolto
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Werthe tAxine,

Kontrollieren- Nein- dann endet dieses Schaumspiel wieder verzögert durch Apparatschiks zwischen GiUlliOtin und Diktat im Robe-spier. Immer fein weiter den Mammonstrom fließen lassen, denn auch er erschöpft wie jede Begierde im Angesicht des Zerfalls? Doch wann und wie? Äonen?
Bis dahin den Geyst konservieren damit die folgenden Bewußtseinswesen auf ihn zurückgreifen können?
Und die Stimme im MeynerEyns immerzu erheben, wenn möglich midd Poesie.. die berührt auch den Steyf- und Giergeyst!

Freudiges POETISCHES pünscheln,
ein A

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#7

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:49
von Taxine
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Werter Ascolto.

Naja... so ist es ja auch viel einfacher. Das alte "Geschoß" ist nicht mehr zu rechtfertigen, die modernen Tricks werden herangezogen. Mammon, Brot und Spiele und ordentlich gestreut Ablenkung und Information. Strasse in nur eine Richtung. Kein Chaos mehr, und wenn, dann um zu täuschen. Für den Menschen mittendrin jedoch wirrt sich das Ganze um die Selbstfindung. Kein Drang mehr, wenn alles tobt und kreischt...

Poesie immer eine Muße für den Schreiberling. Doch, wer erhört das warme Herz im kalten Strom der Sinne?

Liebste Grüße dem Poeten
Taxine

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#8

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:50
von ascolto
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Werthe tAxine,

Zidahd: "Doch, wer erhört das warme Herz im kalten Strom der Sinne?"

Jedet Wesen das midd den Augäpfeln, Sinnen und einem Memorium ausgestattet, verknüpft, wenn auch durch Wirrnis häufig unbemerkt die Herzsprache in seinen Inneren Kern! Will sagen: Die Poesie ischt die Kosmossprach die auch ohne Wissen ihres Teilnehmer würket. Wenn dem nicht so, also die Antithese, na dann sind wir ohne Hoffnung?

Es tobet und kreyschet doch das "Geystige Kontinium" jedes Wesen sucht die allumfassende Liebe?

Verbeugung,
ein A

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#9

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:50
von Ferro
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Liebet Taxinchen, werther Italiener,

das Wort verschleiert aber auch, verhüllt den Sinn, lässt Unverständnis entstehen. Die Poesie weckt die Seele. Doch im Alltag?
Da wird nichts mehr so gesagt, wie es gemeint ist, der Gedanke wird von einer Attacke an Oberflächlichkeit erdrückt, verringert, ausgemerzt.
Mich wundert überhaupt, dass sich Literatur neben allen Medien noch behaupten kann. Aber mir graut davor, was noch werden könnte.

Gesrpächsfreudige Grüße
Ferro

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#10

RE: Das Gespräch

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:50
von ascolto
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Werthet Eisen,

oh? Doch im Alltag gübsch net nur das Wort! Überall hinter den Fassaden bröckelt und triumphiert die Patina, ergo; Poesie!

Grüße,
ein A

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