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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#1

Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 16.08.2007 14:53
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Objektive Einflüsse auf die Seele?

Vielleicht existieren sie gar nicht, diese Einflüsse, vielleicht schöpft die Seele nur aus sich selbst.
Jeder sitzt für sich in seiner "Isolation" und betrachtet die Welt durch das "Verschwommene", durch diese Trennwand zur Welt und formt sie irgendwo mit seiner Vorstellung. Die Betrachtung des "Außen" kreiert sich nur aus der Auffassungsgabe des "Innen". Der Blick ist also nicht nur ein Schauen, sondern ein Fühlen und Denken und sich daraus Formen. Die subjektive Sicht aus der eigenen Bedingung (aus der "Isolation") ist dann nur der Blick durch die Trennung zur Welt, was die Seele in sich aufnimmt, nicht das, was aus ihr heraus als Ruf oder Suche oder Wille existiert. Auch gibt es sicherlich äußere Einflüsse, die auf die Seele wirken. Doch aus diesem inneren Willen heraus, versucht die Seele sich ihre Sichtweise, ihre Vorstellung zu erklären. Ebenso liegt hier der Drang danach, sich auszudrücken.

Der Künstler verleiht seiner subjektiven Vorstellung eine Form, ein Bild. Doch, warum verleiht er überhaupt seinem Denken eine Form? Viele laufen ja einfach weiter, hören keine Stimme in sich. Andere müssen schaffen, schöpfen.

Rein logisch durchdacht, müsste die Seele für sich noch eine eigene Welt tragen, aus der heraus sie sich ebenso bedingt. Vielleicht eine Anreicherung aus vielen vorherigen Daseinsformen? Ein Konglomerat aus Gewesenem und längst Durchdachtem?
Vielleicht werden die einen eher aus sich selbst gelockt (der Ruf) als andere, weil das Gemenge in ihnen schon gedehnter, erweitert ist?




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#2

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 01.12.2008 21:18
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Nächste Frage:

Warum schöpft der Künstler?

1) Ist es eine reine Sublimierung?

2) Greift er aus dem Unbewussten oder aus dem Vorbewussten?
Der Unterschied ist einfach. Aus dem Unbewussten zu schöpfen, bedeutet nichts anderes, als die inneren "Zustände" ohne Wissen ins Bild zu fassen.
Aus dem Vorbewussten gegriffen - bedeutet: bestimmte Eindrücke zu nutzen, sie aus vielen Eindrücken in einer "Kammer" zu bündeln und dann daraus das zu greifen, was dem Künstler "bewusst" sinnvoll erscheint.

Wie aber schöpft er?
Es ist annehmbar, dass Picasso ein "neurotischer Maler" war, dass er ein und dasselbe Muster (gegriffen aus seinem Unbewussten) immer wieder benutzte, lediglich Farbe oder Form wechselte. Ein pathologischer Zustand.
Wer fürchtet ihn nicht?
Gleicher Schrei in allen Bildern?
Hilfe...

Warum also schöpft der Künstler? Was zwingt ihn in diese Bedingung? Ist es das Wissen um ein gewisses Talent, das er spürt, das ihm zugesprochen wurde? Das er aus dem Zuspruch weiterverfolgt?
Oder fühlt er den Ruf?
Ist es die einfache Gabe, gesehene Dinge so zu ordnen, dass sie in ein Bild passen?

Kennt ihr andere Bedingungen, die euch in Kunst/Werk treiben?



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zuletzt bearbeitet 01.12.2008 21:36 | nach oben springen

#3

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 01.12.2008 23:08
von larifant • 270 Beiträge
Zitat von Taxine
Warum also schöpft der Künstler? Was zwingt ihn in diese Bedingung? Ist es das Wissen um ein gewisses Talent, das er spürt, das ihm zugesprochen wurde?

Wenn das so ist, ist meistens kein Talent vorhanden.
Kreativität (nicht die, die an der VHS gelehrt wird) erfordert Selbstlosigkeit.

Gruß,
L.

zuletzt bearbeitet 01.12.2008 23:20 | nach oben springen

#4

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 02.12.2008 10:08
von Lennie • 829 Beiträge

Liebe Taxine,
Die Gründe, die einen zur Kunst treiben, sind möglicherweise so unterschiedlich wie die Künstler zahlreich. (Die vordergründig merkantil Tätigen möchte ich da mal ausschliessen, die Absicht merkt man ihren Arbeiten oft an.) Auch mögen sich diese Gründe im Laufe des Lebens verändern und weiterentwickeln.

Ich empfinde kreative Arbeit als ein zwingendes Bedürfnis, das aus dem Innern kommt und das ich schon immer gehabt habe. Was das ist, weiss ich nicht. Und warum es existiert, weiss ich auch nicht. Komme ich diesem Bedürfnis nicht nach, fühle ich mich schlecht. Irgend etwas gärt im Un- oder Vorbewussten (wo genau, auch keine Ahnung) und muss sich Ausdruck verschaffen. In der vorbereitenden Phase einer Arbeit ("Bündeln" ist nicht schlecht!) bin ich nervös, oft unleidlich, mitunter euphorisch, geistig abwesend vom täglichen Einerlei, brauche viel Einsamkeit und Bewegung. Gelingt es mir, eine Arbeit so auszuführen, wie ich sie « vorempfunden » habe, sodass ich über sie wieder Zugang zu ihrem Grundgedanken habe, halte ich sie für gelungen und fühle mich wie von einem Zwang befreit (...bis der nächste beginnt, in mir zu wachsen...). Es ist eine Art Befriedigung oder Erleichterung, wie man sie haben kann, wenn es einem gelingt, eine besonders schwierige Aufgabe zu lösen.
Über Talent denke ich dabei nicht nach. Mitunter tun das andere an meiner Stelle. Das ist manchmal zwar schmeichelhaft, aber mir nicht immer angenehm.

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#5

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 04.12.2008 21:05
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Zitat von larifant

Kreativität (nicht die, die an der VHS gelehrt wird) erfordert Selbstlosigkeit.


Meinst du Selbstlosigkeit sich selbst gegenüber (im Sinne eines Fallenlassens) oder der Welt gegenüber?

Liebe Lennie,

ich finde es zum Beispiel interessant, wenn Menschen "den Künstler" von außen angehen und zu ergründen suchen, was ihn ins Werk treibt. Theorien über Theorien. Betrachtet man es aber vom psychologischen Aspekt, dann sind darunter einige bedenkenswerte Faktoren...

Liebe Grüße an euch,
Taxine



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zuletzt bearbeitet 04.12.2008 21:07 | nach oben springen

#6

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 05.12.2008 09:05
von larifant • 270 Beiträge

Zitat von Taxine
Meinst du Selbstlosigkeit sich selbst gegenüber (im Sinne eines Fallenlassens) oder der Welt gegenüber?


Ersteres. Das Zweite kann für manche vielleicht eine Motivation sein, spielt aber im kreativen Prozess selbst keine Rolle.

Gruß,
L.


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#7

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 06.12.2008 20:21
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Das würde dann bedeuten, dass der Künstler ausschließlich aus dem Unbewussten schöpft.
Nur, wie kann man selbstlos sich selbst gegenüber sein. (Ist man es bewusst, ist die Selbstlosigkeit darin etwas Künstliches.)
Und, wäre das nicht auch der Verlust des eigentlichen Ich-Seins "Künstler"?

Ich denke, ich verstehe aber, was du meinst.
Selbstlos - ein Leben nur für die Kunst. Egal, ob es schmerzt oder nicht.
Keine Kompromisse.
Aber, auch das ist gleichzeitig ein "selbstlos" der Welt gegenüber, da sie keinerlei Anteil an der eigenen Arbeit hat.

Liebe Grüße
Taxine



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zuletzt bearbeitet 07.12.2008 03:10 | nach oben springen

#8

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 07.12.2008 17:58
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
„Selbstlos“ der Welt gegenüber – damit meine ich übrigens, dass man den Teil der Welt, den das Ich in sich trägt, versucht auszugrenzen. Damit ist nicht das selbstlose Verhalten einer Mutter Theresa gemeint. Ich sehe es aus der philosophischen Sichtweise. Wir spiegeln uns in der Welt. Durch Erziehung und Eindrücke wird ein Teil der Welt in uns Teil von uns selbst. Diesen gilt es zu verkleinern.

Viele Künstler betonen übrigens, dass ein "Leben in Schmerz und Leid" anzustreben sei, dass das Einzigartige ihres Schöpfungsprozesses das Neurotische oder Verrückte sei.
Das Selbstzerwürfnis als einzige Bestrebung sollte allerdings abgelehnt werden.
Man schöpft nicht effektiv aus krankhaften Trieben. Und erreichen tut diese Kunst nur den "übersatten Betrachter".

Und die, die sich hinter der Maske ihrer Eigenwilligkeiten verbergen, bewirken bei mir immer die Ahnung, dass sie damit über die Trägheit ihrer Kunst hinwegtäuschen wollen.
Andere benutzen vielleicht gerade dieses "Muster" zur Selbstdarstellung.

Desto mehr der Künstler sich weiterentwickelt, desto mehr befürchtet er den Verlust seines "funkelnden Genies". Darüber nachzugrübeln ist sinnlos und bewirkt genau das, was befürchtet wird.

Theorien!



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zuletzt bearbeitet 07.12.2008 17:59 | nach oben springen

#9

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 07.12.2008 21:55
von larifant • 270 Beiträge
Künstlerisches Schaffen kenne ich nur aus den Berichten Anderer, aber bei meinen eigenen kreativen Bestrebungen habe ich erfahren, dass das Originelle und Neuartige (im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten) erst dann eine Chance hat, wenn ich alles Bemühen um Originalität und Novität vergesse und mich vollständig auf die Sache selbst konzentriere.

"Selbstlosigkeit" also in dem Sinne: ich vergesse mich selbst in meinem Tun.
Inwieweit das Unbewusste dabei eine Rolle spielt, weiß ich nicht.
Dass Vorbewusstes greifbar wird, kenne ich typischerweise aus Entspannungsphasen nach intensiver scheinbar erfolgloser Arbeit.

Eine grundsätzliche Frage:
Was gibt dir Anlass zu denken, dass in uns noch etwas anderes sei als Erziehung und Eindrücke?

Gruß,
L.

zuletzt bearbeitet 07.12.2008 21:56 | nach oben springen

#10

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 07.12.2008 22:57
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Zitat von larifant
Künstlerisches Schaffen kenne ich nur aus den Berichten Anderer, aber bei meinen eigenen kreativen Bestrebungen habe ich erfahren, dass das Originelle und Neuartige (im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten) erst dann eine Chance hat, wenn ich alles Bemühen um Originalität und Novität vergesse und mich vollständig auf die Sache selbst konzentriere.

"Selbstlosigkeit" also in dem Sinne: ich vergesse mich selbst in meinem Tun.


Trotzdem ist diese Selbstlosigkeit, also das Konzentrieren auf das reine Tun nicht ganz ohne Selbst möglich.
Das, was du als Selbst bezeichnest (das Bemühen um Originalität und Novität), ist eher die Eitelkeit, die eigene Gefälligkeit. Aber das Handeln für das Werk, das reine Schaffen, ist ohne Selbst schwierig.

Zitat von larifant
Eine grundsätzliche Frage:
Was gibt dir Anlass zu denken, dass in uns noch etwas anderes sei als Erziehung und Eindrücke?


Nicht nur eine grundsätzliche, sondern auch eine gute Frage. Aus den zwei Bedingungen heraus betrachtet:
1) Wir sind, was andere in uns sehen, weil man erst durch ihre Blicke, ihre Wahrnehmung eine „öffentliche Existenz“ erhält.
2) Alles, was uns ausmacht, ist erst einmal Bedingung der Welt, weil wir ja Mensch in der Welt sind, einschließlich der „inneren Existenz“.

Und trotzdem:
Irgendwann erreicht man einen Punkt, wo man sich den Zwängen der Welt bewusst wird. Ich meine wirklich radikal. Man blickt hinter die Dinge oder … sagen wir es besser so … man entwickelt seine eigenen Theorien von Welt und Sein. Dadurch stößt man natürlich auf Widersprüche und zum Beispiel auf Ansichten, die einem selbst bewusst werden, die aber seltsamerweise keinem anderen auffallen. Damit steht man vor zwei Möglichkeiten: Entweder, man liegt völlig verkehrt und erschafft sich eine ganz eigene Welt in der Welt, und jede Begegnung ist nur noch Trotz zur Welt (was dann zumeist in einem Scheitern endet, weil das Zusammengebastelte irgendwann zusammenfällt) oder der Blick in die Welt birgt seine subjektiven Wahrheiten, die vor einem selbst völlige Berechtigung haben und sich durch die eigene Überzeugung dann auch in der Welt bestätigen (Wille und Vorstellung im groben Ansatz, und damit lässt sich dann durchaus existieren). In beiden Varianten wird das Welt-Ich erschüttert, weil es etwas abstreift, was ihm über Jahre hinweg eingetrichtert wurde. Die einen rebellieren, die anderen hinterfragen, die nächsten fallen in eine Art Gleichgültigkeit usw. Wenn aber das Begreifen der Welt in einer anderen Form stattfindet (in einer subjektiven), dann hat sich das Welt-Ich gespalten, in ein Ich, das die Welt nicht mehr in ihren Bedingungen annimmt, wie es sie gelernt und übernommen hat. Das Sein wird erschüttert.
Das bewusste Betrachten eigener Reaktionen (diese sind Welt gesteuert), das Erkennen des Selbst (auch noch gesteuert) und dann schließlich das Ablegen bestimmter Erwartungen (eigene und fremde) eröffnet ein neues Ich-Sein. Das ist der Zeitpunkt, wo es gleichgültig wird, ob wir nun im Sinne des esse est percipi existieren oder nur aus uns selbst heraus. Verlangt man nichts mehr von der Welt, dann betritt man einen neuen Raum. Ein eigen entwickeltes Bewusstsein. Die meisten wollen schließlich Teil der Welt sein. Ich denke, dass wir bis zu einem gewissen Zeitpunkt ausschließlich Welt gesteuert sind, nach den weltlichen Bedingungen handeln, mit ihnen aufwachsen, zu einem ersten Ich werden, dass wir aber irgendwann durch eine Form der Erkenntnis zu neuen Ansichten gelangen, und zwar eigenen, aus dem Inneren geformten, und aus dem Erkennen dieses Selbst und dem bewussten Sehen der Welt und der Ablehnung bestimmter „anerzogener Reflexe“ zu einem neuen Selbst geraten. Die Welteinflüsse lassen sich nicht völlig ablegen, denn man lebt und handelt ja immernoch in ihr, darum sind sie Teil der Persönlichkeit, die sich mit dem Anteil Ich-Sein vermengen. Darum entsteht in uns auch diese Dualität, die sich in allen nur denkbaren Situationen sofort ins Für und Wider teilt, ohne, dass wir es lenken können. Das ist dann unter anderem auch das Ich-Ich, das gegen das Welt-Ich rebelliert. (So lässt es sich vielleicht erklären.) Ich glaube also durchaus, dass sich das neu geformte Selbst, also das, welches sich aus den eigenen Sichtweisen erhebt (Denkprozesse, Träume, Ängste, die nicht mit der Welt selbst zu tun haben – eine Form an Spiegelreflexionen) vom Welt-Ich abgrenzen kann oder zumindest aus dem Welt-Ich zu einem neuen Ich-Ich wird, das nur noch Reste des Welt-Ichs in sich trägt.
Dazu wäre dann noch das Metaphysische der Seele zu berücksichtigen, denn ich glaube an einen inneren Raum der Unendlichkeiten, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Gerade im schöpferischen Prozess wird das oft deutlich.
Manchmal erscheint es mir, als ob die Eindrücke nicht nur von außen nach innen wirken, sondern ein inneres Sein nach außen drängt. (Klar kann dieses sich zuerst aus dem Außen gebildet haben, aber dann lagert eben das Gesehene sehr lange unbewusst in uns und bricht irgendwann heraus. Aber alleine die Lagerung macht daraus schon wieder einen neuen Prozess.) In etwa zu vergleichen mit einem Moment, der alles um einen herum verschlingt, dass der Ausbruch aus dem Innen dann in etwas fließt, sei es ein Werk, ein Gedanke, eine Träumerei. Ein Prozess, der von innen nach außen wieder ins Innere zurückkehrt.

Darum glaube ich auch, dass in uns die äußere Welt auf eine innere prallt, die beide umeinander kreisen.

Das mal als ersten Gedankengang...



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zuletzt bearbeitet 07.12.2008 23:35 | nach oben springen

#11

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 10.12.2008 13:04
von Moulin • 395 Beiträge

Das ist nicht nur ein schönes Thema sondern auch ein sehr komplexes.

Ich glaube da? Kunst, also das Freiwerden und Ausüben der einem Individuum eigenen Kreativität bei konsequenter Ausübung schon zur Selbstlosigkeit führt.

Aber was treibt uns? Ist nicht doch eine Triebfeder das Publikum, dass uns mit dem entgegen tritt, was wir unbewusst oder bewusst erwarten? Denn eigendlich schließt sich der Kreis erst dann, wenn eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger geschlossen ist.

Ich hatte letztens einen Eintrag in meinem Gästebuch, der sich deutlich von den anderen unterschied.
Das war so ein Moment in dem ich dachte, alles was ich bis jetzt gemacht habe hat sich gelohnt. Für diesen einen Eintrag in dem ich gesehen habe, dass sich da wirklich jemand mit der Sache beschäftigt hat. Das hat mich richtig tief bewegt.
Ich will den Beitrag hier mal veröffentlichen um zu verdeutlichen um was es mir geht.

Zitat

oh moulin, gegen deren flügel schon don quijote tapfer kämpfte: nicht den sinn im blick, sondern das ziel, ohne sich anzumaßen, es zu kennen. zu sein, wie man ist, mit allen konsequenzen. zum glück oder unglück anderer. ob darin der sinn liegt, der wert des seins? in diesem ewigen ausloten zwischen eigener existenz und dem wohl des nächsten? der künstler schafft sein werk und inspiriert dadurch andere, schafft freude, schafft liebe zur kunst und zum nächsten.
mögen dir weiterhin deine inspiration, deine muse, und dein talent gewogen sein, und mögest du deine ausgeglichenheit und muße finden, im menschen, im tier, im stein, in ton, musik oder wort, um weiterhin deinen gedanken, gefühlen und werken den ausdruck zu verleihen, wie bisher.
deine texte sind wunderbar nahbar und geben einen sehr persönlichen eindruck deiner philosphischen denke wieder. schreib weiter, bitte! ich hab mir deine web unter favoriten gespeichert und warte auf futter...
alles liebe dir (weiter so!!!) und deiner familie...hasta siempre...patricia



Le Moulin



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#12

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 11.12.2008 17:42
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Hallo Moulin, ich freue mich, dich zu sehen.

Ich frage mich oft, ob nun die Kunst über dem Leben stehen sollte oder das Leben über der Kunst...

Kann man vom Künstler-Egoismus reden, wenn für die Kunst über den Menschen gegangen wird?

Wie oft verriegel ich die Tür und schalte den Laut in die Welt und umgekehrt ab, um mich der Kunst zu ergeben, ohne Rücksicht auf irgendeinen Menschen. Es ist der Rausch der Kreativität, der mich mit sich reißt und dem ich mich bedingungslos ergebe.
Wer weiß aber schon, wohin dieses Selbstlose führt...

Liebe Grüße
Taxine (nachdenklich)




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#13

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 11.12.2008 20:22
von Moulin • 395 Beiträge

Zitat von Taxine


Wie oft verriegel ich die Tür und schalte den Laut in die Welt und umgekehrt ab, um mich der Kunst zu ergeben, ohne Rücksicht auf irgendeinen Menschen. Es ist der Rausch der Kreativität, der mich mit sich reißt und dem ich mich bedingungslos ergebe.
Wer weiß aber schon, wohin dieses Selbstlose führt...

Liebe Grüße
Taxine (nachdenklich)



Das, meine liebe Taxine führt in die Einsamkeit.
Ein dem wahren Künstler vorgegebenes Schicksal.

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#14

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 11.12.2008 20:26
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Na, wenn's weiter nichts ist.
Vor der Einsamkeit fürchte ich mich nicht.
Wir, die wir in unseren gläsernen Welten leben.




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#15

RE: Was ist die Seele des Künstlers?

in An der Kunst orientierte Gedanken 11.12.2008 20:34
von Moulin • 395 Beiträge

Wenn sich zwei 'Einsame' treffen schließt sich der Kreis aber wieder!

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