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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

William Styron

in Die schöne Welt der Bücher 06.05.2011 20:00
von Taxine • Admin | 5.962 Beiträge

William Styron
Sturz in die Nacht

Das Wetter der Depression bleibt beständig, sein Licht nur Verdunkelung.

In einer vor einiger Zeit in Arte ausgestrahlten, wunderbaren Dokumentation über Gallimard – „Im Reich der Bücher“, in der etliche frz. Schriftsteller zu Wort kamen, darunter Genet, Sartre, Gide, Simenon, Artaud, Aragon, Camus, Malraux, der schimpfende Céline, Romain Gary, der den Prix Goncourt als einziger Schriftsteller gleich zweimal erhielt, einmal für „Die Wurzeln des Himmels“ und zum anderen für sein Pseudonym Émile Ajar (wobei das nicht das einzige war), durch welches er die Literaturkritiker hereingelegt hatte und das ihm erst nach seinem Tod zugeordnet werden konnte, Autoren also, die alle über ihre Verbindung zum Verlag berichteten, wurde ich auch auf William Styron aufmerksam, da es der einzige Autor aus jener Gruppe war, den ich noch nicht kannte.
Als ich dann etwas recherchierte, traf ich auf einige seiner Bücher, darunter auch auf seinen Bericht über seine Depression, der mich vorab am meisten interessierte.

Wie Styron in diesem kleineren Werk erzählt, verehrte er Camus und wurde später ein guter Freund von Romain Gary, der ihm erzählte, dass Camus sein Werk „Geborgen im Schoße der Nacht“ gelesen und gelobt hatte. Hierbei handelt es sich übrigens um ein anderes Werk als das hier vorgestellte. Bevor Styron sich mit Camus treffen konnte, starb dieser bei seinem berüchtigten Autounfall, was Styron schrecklich mitnahm.

Wahrscheinlich ist mir der Verlust eines Menschen, den ich nicht persönlich kannte, nie wieder so schmerzlich nahegegangen. Endlos grübelte ich über den Tod nach.

Gerade Camus, der sich mit dem philosophischen Problem des Selbstmordes befasste, bevor er selbst einen absurden Tod starb, steht somit Styron alleine aufgrund des Themas nahe, auch wenn letzterer zu jener Zeit noch keinen Zugang dazu hatte.
Camus, selbst häufig von schweren Gedanken geplagt, kam in „Der Mythos des Sisyphos“ trotz allem zu dem Schluss: wenn es auch keine Hoffnung gibt, müssen wir dennoch ums Überleben kämpfen, und das tun wir auch – mit Hängen und Würgen. Styron sollte später selbst in jenem Abgrund festsitzen, wo die Botschaft, dass das Leben in unserer Hand liegt, ihn nicht mehr erreicht. Mit dem dritten im Bunde, dem Selbstmörder Romain Gary, dessen Frau ebenfalls Selbstmord beging, wobei ein erster misslang, der Zug, vor den sie sich warf, sie nicht richtig erfasste, war Styron nicht gerade in bester Gesellschaft. Zusammen mit Gary kam er zu dem Schluss, dass Camus unter Depressionen litt, wie sie auch Gary für sich einräumte.
Als Styron, damals noch gesund, Garys Frau bei ihm antraf, die einst so schöne Jean Seberg, die nun verquollen und leidend aussah und unter Drogen stand, erkannte er die Gefahren nicht, was ihn hinterher, Jahre später und in diesem Buch, feststellen lässt, dass kein Außenstehender fähig ist, das Wesen der Krankheit zu erfassen. Es handelt sich für diesen immer nur um abstrakte Beschwerden und Styron sagt von sich, er hätte nicht den Hauch einer Ahnung gehabt, was mit den beiden los war. Nachdem der erste Selbstmordversuch scheiterte, nahm Seberg eine Überdosis Schlaftabletten und man fand sie erst Tage später in ihrem parkenden Wagen in irgendeiner Sackgasse.

Aus Styrons „Sturz in die Nacht“ könnte man über den Zustand der Depression folgendes herausfiltern:

Zitat von Styron
Von den vielen schlimmen Symptomen der Krankheit, körperlichen wie psychologischen, ist da Gefühl des Selbsthasses – oder um es weniger kategorisch auszudrücken, der Mangel an Selbstachtung – eines der am häufigsten erfahrenen Symptome, und je weiter die Krankheit fortschritt, desto mehr hatte ich unter dem Gefühl der eigenen Wertlosigkeit gelitten.



Er beschreibt in seinem Buch eine Reise nach Frankreich, um einen Preis entgegen zu nehmen, die anders verlief, als er auch nur erahnen konnte. Hätte er seinen Geisteszustand voraussehen können, wäre er nicht gefahren und hätte auf den Preis verzichtet.
Styron wurde 1925 in Newport, Virginia geboren und starb 2006 auf Martha`s Vineyard. Bekannt wurde er durch seine Essays und gesellschaftskritischen Romane, z. B. über die Sklaverei wie „Die Bekenntnisse des Nat Turner“, für den er den Pulitzer-Preis erhielt.

In Paris angekommen, bemerkt er später, befand er sich bereits in einem kritischen Stadium der Krankheit. Das Aufflackern der Depression endet in einem nahezu gewalttätigen Ausbruch, der ihn ins Krankenhaus bringt.

Zitat von Styron
Depression ist eine Störung des Gefühlslebens, die so geheimnisvoll schmerzhaft ist und durch die Art und Weise, wie sie das Selbst – der vermittelnde Intellekt – erfährt, so schwer fassbar, dass sie sich beinah jeder Beschreibung entzieht. Deshalb bleibt sie denen, die sie in ihrer extrem Form nicht erlebt haben, nahezu unverständlich, obwohl die Schwermut, „der Blues“, als den manche sie gelegentlich erleben und mit der normalen Mühsal im Alltagsleben verbinden, verbreitet genug ist, um vielen eine Ahnung davon zu geben, wie die Krankheit in ihrer katastrophalen Form aussieht.



Styron berichtet, wie er, obwohl er sich häufig und gerne mit der Medizin und Psychologie autodidaktisch befasste, die Krankheit nicht wahrhaben wollte, in ihrem Ausbruch dann auf alle Rauschmittel verzichtete, wie z. B. Whiskey trinken, ohne etwas tun zu können. (Hier öffnet sich mir häufiger die Frage, ob jemand, der unterschiedliche Rauschmittel einnimmt oder eingenommen hat, eher zur Depression neigt.)
Inmitten der Depression gibt es nur eine tote Anreihung von Zeit. Nur in den kurzen, etwas klareren Momenten schafft es Styron, mal wieder ein Buch zur Hand zu nehmen.

Gegen die Depression gibt es keine schnelle Heilung, keine ausreichende Medizin, wie z. B. bei Diabetes.

Zitat von Styron
Dass die Linderung ausbleibt, ist einer der schlimmsten Faktoren dieser Störung, weil sie auch dem Opfer bewusst wird und deutlich macht, dass die Depression tatsächlich unter die ernsten Krankheiten einzuordnen ist.



Der Kranke erwartet sich von einer Behandlung immer Besserung, muss aber bei der Depression erkennen, wie wenige Möglichkeiten zur sofortigen Heilung tatsächlich vorhanden sind. Styron verweist auch auf die Vielfalt der Theorien, die sich zwar mit der Symptomatologie befassen, jedoch schnelle Rettung ausschließen.

Zitat von Styron
Ein großer Teil der zugänglichen Literatur über Depression verbreitet, wie gesagt, einen forschen Optimismus und versichert einem, dass sich fast jeder depressive Zustand stabilisieren oder auch umkehren lässt, wenn sich nur das passende Antidepressivum findet; der Leser lässt sich von Versprechen auf rasche Heilung natürlich gerne überzeugen.



Styron spricht von der eigenen, gegen Nachmittag auftreten Schwermut, einem Gefühl von Furcht und Entfremdung und vor allem die erstickende Angst. Zustände also der Beinah-Lähmung, wie er sie nennt. Ansonsten aber, berichtet er, lässt sich der Schmerz einfach nicht in Worte fassen, sonst hätte man ihn längst den Ärzten und Mitbetroffenen beschreiben können.

Zitat von Styron
Schuld an diesem Unverständnis hat weniger fehlendes Mitgefühl, sondern dass Gesunde grundsätzlich unfähig sind, sich eine Form von Qualen vorzustellen, die völlig jenseits ihrer Alltagserfahrung liegt.



Für ihn ist es mit dem Ertrinken oder Ersticken zu vergleichen.

In Paris, bei der Preisverleihung, wird Styron sich deutlich seiner Schwankungen bewusst, und als ihn die Gastgeberin der Académie française danach zu einem extra für ihn arrangierten Essen bittet, von dem er genau weiß, dass es stattfindet, sagt er zunächst unter scheinheiligen Gründen ab.
Dann aber bekommt er einen Schreck und ändert seinen Entschluss wieder, nicht ohne in den Augen all derer, die zu seinen Ehren am Essen teilnehmen, seltsam zu erscheinen. Danach muss er noch in die Neueröffnung einer Picasso-Ausstellung, mit der Kamera vor der Nase, und verfällt immer mehr in seinen Zustand der Trance höchster Pein. Und zu allem Elend verliert er dann auch noch den Scheck über eine Summe von 25.000 Dollar, das Preisgeld, von dem er vieles spenden wollte. Hier flammt die Depression in ihre Grundmuster, indem er sich sagt, er hätte die Anerkennung, den Preis, den Erfolg sowieso nicht verdient, ein sicheres Merkmal für diesen krankhaften Zustand.
In diesem Stadium sorgte die grimmige Innerlichkeit des Schmerzes für eine ungeheure Verstörung…

Dass die Depression häufig im Selbstmord endet, ist eine erschreckende Wirklichkeit, die etliche Menschen bewiesen. Neben Gary und seiner Frau, zählt Styron auch Levi Primo, der sich, obwohl Auschwitz überlebt, später die Treppe hinunterstürzte, Abbie Hoffman oder den Lyriker Randall Jarrell auf, während bei letzterem, der von einem Auto angefahren wurde, die Gerichtsmediziner von einem Unfall redeten. Das Gespenst des Selbstmordes wird wegdiskutiert, häufig auch von den Angehörigen selbst, da diese sich unbewusst mitschuldig fühlen.
Auch bleibt das Unverständnis weiter bestehen, obwohl fast jeder Mensch gefährdet ist, gerade in einer solchen Gesellschaftsform, wie wir sie heute vorfinden. Majakowski, der sich später selbst umbrachte, kritisierte Jahre zuvor noch auf das Schärfste den Selbstmord von Jessenin, wobei sichtbar wird, wie vorsichtig man mit einem Urteil sein sollte und wie schnell ein solcher Abgrund einen selbst erfassen kann.

Styron war bereits sechzig Jahre alt, als ihn die Depression überkam. Was sie verursacht hat, kann er bis heute nicht sagen.

Zitat von Styron

Der größten Täuschung über den Selbstmord gibt man sich deshalb hin, wenn man bei der Suche nach den Ursachen an eine einzige direkte Antwort glaubt – oder womöglich miteinander verbundene Antworten.



Und:

Zitat von Styron
…Um herauszufinden, warum manche in die abwärtsdrehende Spirale der Depression geraten, muss man jenseits der eigentlichen Krisis suchen…und kann dann doch nur kluge Vermutungen anstellen.



Styron redet über seine Alkoholsucht, das Benutzen des Rauschzustandes, um auf „den magischen Weg der Phantasie und Euphorie“ zu gelangen, damit seine Einbildungskraft zu steigern. Auch wenn er seine Bücher nicht unter dem Einfluss des Alkohols schrieb, so benutzte er ihn doch, um die Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Auch diente ihm der Rausch dazu, das beginnende Grauen in „den Verliesen seines Geistes“ verstecken zu können.
Eines Tages konnte er einfach nicht mehr trinken, der Körper weigerte sich, die ihn so tröstende Flüssigkeit aufzunehmen. Daher datiert Styron den Beginn einer eigentlichen und gefährlichen Depression auf die Zeit seines Alkoholentzugs.

Kurz, bevor er nach Paris fährt, erkennt Styron, dass ihn der Zustand das Leben kosten würde. Diese Offenbarung hatte er in einen jener Trancezustände, die er durch seine Schlaflosigkeit und gleichzeitigen Erschöpfung erreichte.
Die Depression war bereits zu weit fortgeschritten, als dass Styron noch Hilfe durch psychologische Beratung fand. Trotzdem räumt er ein, dass die Behandlung nicht falsch ist, nur bei ihm zu spät kam. Ihm wurden einige Antidepressiva verabreicht, die ihm aber auch körperliche Beschwerden einbrachten.

Zitat von Styron
Über eine absehbare Zeitspanne hinaus ist die Psyche wahrscheinlich nicht in der Lage, Schmerzen zu verarbeiten. In der Schmerzerfahrung gibt es einen Bereich, in dem die Aussicht auf Linderung oft ein übermenschliches Durchhaltevermögen erlaubt.



So zumindest verhält es sich in einem normalen gesundheitlichen Zustand. Man erträgt den Schmerz tapfer oder jammernd, je nach Menschentyp, und wartet geduldig auf die Belohnung der Heilung. Ein Depressiver aber kennt diese Hoffnung nicht. Stattdessen lebt er weiter und schlurft durch eine Welt, die ihn bedrängt und die er fürchtet, während ein anderer unter gleichen Schmerzen bettlägerig wäre, die müden Knochen schonen würde. Tagtäglich erhebt man sich und ist dem Alltag, dem Umfeld und vor allen Dingen sich selbst ausgeliefert.

Als Styron sich eines Abends umbringen will, schießen ihm Melodien und die schönen Momente durch den Kopf und er beschließt stattdessen, seine Frau zu wecken und sich in eine Klinik einweisen zu lassen, die, gegen die allgemeine Erwartung, seine Rettung ist. Sein Psychiater hatte ihm zwar davon abgeraten, aber auch nur, weil er selbst keinerlei Einfühlungsvermögen besaß und nach dem üblichen Schema vorging, dass er gelernt hatte. Auch warnt Styron vor bestimmten Schlaftabletten, die von Ärzten bedenkenlos verschrieben werden, die aber die üble Nebenwirkung von Selbstmord-Obsessionen hervorrufen. Styron sagt zwar, dass er sowieso auf den Abgrund zustrebte, aber ohne diese Mittel sicherlich nicht so tief gestürzt wäre. (Mittlerweile werden derlei Medikamente hoffentlich auf dem Index stehen.)

Zum Abschluss sagt Styron, dass man allen, die zum ersten Mal von einer Depression überrascht werden, trotz allem vermitteln muss, dass die Krankheit ihren Lauf nehmen und am Ende überstanden sein wird.

Zitat von Styron
Natürlich ist das eine schwere Aufgabe, vom sicheren Ufer aus einem Ertrinkenden „Kopf hoch!“ zuzurufen, grenzt an Beleidigung, aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass der Gefährdete, wenn man nur beharrlich ermuntert und auch entschlossen und verständnisvoll unterstützt wird, in beinah allen Fällen gerettet werden kann.



Er selbst suchte nach seiner Genesung nach den Ursachen und musste sogar erstaunt feststellen, dass er in mehreren seiner Romane den Zustand der Depression exakt beschrieben hatte, somit die tatsächliche Depression dann nicht einmal neu war. Er glaubt, dass der Tod seiner Mutter ein Mitgrund dafür war, dass er den damaligen Schmerz, da noch zu klein, nicht richtig verarbeiten konnte.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Davon abgesehen, dass Styron das Handwerk des Schreibens wunderbar beherrscht, war auch der Inhalt bewegend und lehrreich für mich. Der Schriftsteller bleibt daher im Hinterkopf.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 06.05.2011 22:32 | nach oben springen

#2

RE: William Styron

in Die schöne Welt der Bücher 07.05.2011 17:57
von Martinus • 3.195 Beiträge

Hallo Taxine,

weil mich die Thematik sehr interessiert, habe ich deine Buchvorstellung mit großer Spannung gelesen. Styron war mir überhaupt nicht bekannt.

Zitat von Taxine
(Hier öffnet sich mir häufiger die Frage, ob jemand, der unterschiedliche Rauschmittel einnimmt oder eingenommen hat, eher zur Depression neigt.)



Neigung zu Alkoholismus liegt in den Genen. Das gemeinsame zwischen Drogenkonsum und Depression ist die Selbstzerstörung. Auslöser für depressive Syndrome können u.a. Einnahme oder Absetzen von Medikamenten sein, auch d psychotroper Substanzen können depressive ZUstände verursachen. Es gibt aber z.B. auch einen gegenteiligen Effekt wie bei Kokain, was S. Freud ja zeitweise als Antidepressivum eingesetzt hat. Drogen und Alkohol haben eine negative Wirkung auf das Gehirn, somit man mit Stimmungsschwankungen natürlich rechnen muss. Wenn Alkoholiker Pech haben, bekommen sie auch noch ein Korsakow-Syndrom (Alkoholdemenz), Drogen können auch epileptische Anfälle verursachen.

Zitat von Taxine

Das Gespenst des Selbstmordes wird wegdiskutiert



was natürlich fatal und bescheuert ist. Depression ist alles andere als eine Bagatelle.

Herzlichen Dank
mArtinus




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)
zuletzt bearbeitet 07.05.2011 17:59 | nach oben springen

#3

RE: William Styron

in Die schöne Welt der Bücher 08.05.2011 16:03
von Taxine • Admin | 5.962 Beiträge

Ja, dachte ich mir, dass dich dieses Buch interessiert, lieber Martinus, denn wir teilen das Interesse an solchen Themen und darum habe ich es auch vorgestellt.
Und schon hast du mir auch die Antwort auf meine Hinterfragung gegeben.

Zitat von Martinus
Das gemeinsame zwischen Drogenkonsum und Depression ist die Selbstzerstörung.


Das scheint mir der Grundpfeiler zu sein, ein Einhergehen des einen mit dem anderen. Natürlich kann man auch hier nicht allzu sehr pauschalisieren, sicherlich gibt es auch Menschen, die von Natur aus depressiv sind oder in der Gesellschaft dazu werden, mit Umständen, die sie umgeben oder Unglücken, die sie treffen.
Jedoch ist ein Mensch, der mehr zur Selbstverachtung, Selbstzerstörung, damit auch Weltenflucht neigt, eher vorbelastet und wird darum wohl tiefer in depressive Zustände verfallen, davon abgesehen, dass der Rückfall aus einer aus dem Rausch kreierten Welt in das ernüchternde Jetzt wahrscheinlich grundsätzlich die Lust am Leben nimmt oder diesen alltäglichen Zustand zum trägen und tristen Sein kreiert. Die chemische Veränderung, die Drogen oder andere Rauschmittel im Kopf auslösen, trägt ihrerseits dazu bei.

Ich denke, auch weil Styron aus der Depression finden konnte, dass zu einer Heilung viel Kraft und Eigeninitiative notwendig ist. Wenn ich mir die ganzen Antidepressiva und Beta-Blocker in ihren Nebenwirkungen ansehe, dann sitzt der Schreck schon tief, zumal der Körper und auch der Geist trotzdem stark angegriffen werden. Gerade bei älteren Menschen, die durch Depression nicht mehr schaffen, das Leben zu schätzen, sondern dieses nur noch mit viel Tränen und Traurigkeit absolvieren, ja... lediglich nur noch ableben..., bringt es nicht viel, wenn dann auch noch zu Medikamenten gegriffen wird, die das Herz schwächen und zu Herzrhythmusstörungen führen.

Liebe Grüße
tAxine




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 08.05.2011 16:05 | nach oben springen


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