Bohatec, Josef; Der Imperialismusgedanke und die Lebensphilosophie Dostojewskijs
Bohatec, Josef; Der Imperialismusgedanke und die Lebensphilosophie Dostojewskijs, Böhlaus Graz 1951 (1934 geschrieben)
Gelesen mit offenem Mund. Quergelesen mit schüttelndem Kopf. Auch wenn ich mich nun oute: Ich habe n i c h t s verstanden. Dachte, es wäre so eine Art mystischer Sektierer. Nachgeschaut: Nein
ein gebildeter tschechischer Philosoph und Theologe. Ein Mensch, der 359 Seiten beschreibt und mich völlig im Regen stehen lässt. Unfassbar.
Ich habe bereits durch Dostojewski und seine Sekundärliteratur vieles ertragen müssen, durch einiges durchgekämpft. Theologie und Philosphie sind für mich ja schwierige Dinge, aber irgendtwas konnte ich immer mitnehmen. Aber hier
Hängen geblieben ist die Phrase des "Imperialismus der Liebe".
Ein Zerriss ist es eigentlich nicht. Ich verstehe ja nur Bahnhof. JA. Dann ist das posting obsolet.
Aber man ist zumindest gewarnt, das es nichts für esoterische Weicheier ist. Sowas habe ich noch nie gelesen.
Es kommt noch schlimmer: Bereits das Vorwort war die Kiste mit den sieben Siegeln. Grenzen, in dem Fall meine, zu erreichen kann so außergewöhnlich ausfallen. Und überraschend. Und enttäuschend. Der Titel las sich recht ansprechend.
Du hast nicht zufällig Lust, einige Sätze aus dem bereits unverständlichen Vorwort zu zitieren? ![]()
Wenn man sich die Sätze explizit vornimmt, um sie zu entschlüsseln, wird mit Sicherheit ein Sinn enthalten sein. Ich begreife jedoch in der Regel bereits gern beim Lesen.
Das Resultat meiner Forschungen ist die These, daß der Imperialismus Dsotojewskis ein mit dem Sozialismus verknüpfter Volksimperialismus war.
Wird auf diese Weise die Liebe als das treibende und erhaltene Prinzip dieses „christlichen“ Soazialismus, als eine „G e w a lt, die stärkste von allen, der an Macht nichts gleichkommt“, betrachtet, so kann diese Ideologie füglich als der I m p e r i a l i s m u s d e r L i e b e bezeichnet werden.
Die Ideologie im Imperialismus Dostojewskijs und ihr Verhältnis zu seiner realpolitischen Einstellung muß daher letztlich die Vorbedingung des wirtschaftlichen Aufschwungs, des wichtigsten Faktors bei der Schaffung von Großrussland, in der Bejahung der idealen Wertgröße der Orthodoxie ligen, drängt sich ferner bei den realpolitischen, auf das slawische und das Orientproblem sich beziehenden Erwartungen Dostojewskijs immer wieder das Primat der Orthodoxie in den Vordergrund, so kann die bis jetzt zurückgestellte Frage ihre Beantwortung finden, ob die Hervorhebung der Orthodoxie und der damit verbundene Sendungsgedanke, der „Panslawismus“ usw., nur als Ideologie eines maskierten politischen Ausbreitungswillens, den man sich nicht in s e i n e r n a c k t e n Amoralität eingestehen wollte, angesehen werden soll.
Einfach schlechter Stil, zu lange Hypotaxen ...
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