Einsicht

10.05.2012 13:12 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2012 13:14)
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#1
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Einsicht

Es dringt hinein,
ohne dass ich es erkläre,
entweicht wieder,
ohne dass ich es zu greifen suche.
Leer bin ich, nur Raum, nur Weite,
wo Geister umeinander toben.
Und Wolken künden Horizonte.



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10.05.2012 14:41
#2
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Hallo Taxine,

Ich habe mich gefragt, ob eine Einsicht wieder entweichen kann, wenn sie vorher schon einmal da war. Ich bin mir da nicht sicher, aber, vielleicht meinst du dann den Zweifel, der ja auch kommen kann, der dann die Einsicht vertreibt. Auf jedenfall hält das lyrische Ich nichts fest, weil es leer ist, Raum und Weite ist. Das Toben der Geister sind dann die vielen diversen Eindrücke, Einsichten, Irrtümer usw, die vorrübergehend dem lyrischem Ich innewohnen. Auch hier gilt, nichts wird festgehalten, weil wir unsere Meinungen, Ansichten usw. jederzeit ändern können. In diesem Sinne ist alles ziemlich freigeistig und ungebunden, und das ist eine schöne Aussage dieses Gedichtes. Der letzte Vers ist einfach ein schöner Schluss.

Liebe Grüße
mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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11.05.2012 15:33
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#3
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Zitat von Martinus

Ich habe mich gefragt, ob eine Einsicht wieder entweichen kann, wenn sie vorher schon einmal da war. Ich bin mir da nicht sicher, aber, vielleicht meinst du dann den Zweifel, der ja auch kommen kann, der dann die Einsicht vertreibt.



Hallo Martinus, herzlichen Dank für deine Auseinandersetzung. Die Einsicht in "kursiv" ist eher auf den letzten Satz bezogen, auch als die Frage: Hat das lyrische Ich denn nun überhaupt eine Einsicht erlebt oder nicht... Darum auch kursiv und nicht einfach "Einkehr".

Liebe Grüße
tAxine


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11.05.2012 22:59 (zuletzt bearbeitet: 11.05.2012 23:00)
#4
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Huch, das ist jetzt verwirrend. Habe noch nie erlebt, das mit kursiv literarisch so gespielt wird. "Einkehr" ist doch etwas anderes als "Einsicht" Wahrscheinlich ist der letzte Vers eine Metapher. Das lyrische Ich ist eben Leer, darum ist also keine "Einsicht" drin. Die Geister, also das, was den Geist füllen könnte, ist woanders: Im Raum, in der Weiter. Dort braut sich was zusammen. Und jetzt kommt die Metapher: Die Wolken verkünden irgendeinen geistigen Horizont.

Nun, ich muss hier keineswegs richtig liegen. Sui schreiben schon schwer. Was ist denn mit "Leer" gemeint? Das müsste ja noch gedeutet werden. Ist das nur eine fehlende Einsicht oder ach, stöhn.....ich weiß es nicht.



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13.05.2012 11:33
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#5
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Zitat von Martinus
Was ist denn mit "Leer" gemeint? Das müsste ja noch gedeutet werden. Ist das nur eine fehlende Einsicht oder ach, stöhn.....ich weiß es nicht.


Hahaha... jetzt bist du auf dem richtigen Wege...


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13.05.2012 12:19
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#6
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Zitat von Taxine

Zitat von Martinus
Was ist denn mit "Leer" gemeint? Das müsste ja noch gedeutet werden. Ist das nur eine fehlende Einsicht oder ach, stöhn.....ich weiß es nicht.


Hahaha... jetzt bist du auf dem richtigen Wege...




Ich denke, dein lyrisches Ich ist kein körperlicher Mensch, vielleicht das Universum oder so in der Art, unser Geist im luftleeren Raum. Ferner könnte es die typische Buddha-Haltung sein, denn diese dürfen sich durch nichts bewegen lassen - frei wie der Wind. Die Leichtigkeit des leben Lassens ...


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13.05.2012 18:54 (zuletzt bearbeitet: 13.05.2012 19:04)
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#7
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Zitat von Krümel

Ich denke, dein lyrisches Ich ist kein körperlicher Mensch, vielleicht das Universum oder so in der Art, unser Geist im luftleeren Raum. Ferner könnte es die typische Buddha-Haltung sein, denn diese dürfen sich durch nichts bewegen lassen - frei wie der Wind. Die Leichtigkeit des leben Lassens ...





Und dann könnte man auch noch die Frage aufwerfen: Raum und Weite - Gleiches oder Widerspruch?


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13.05.2012 21:54 (zuletzt bearbeitet: 13.05.2012 21:55)
#8
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Raum und Weite sind EINS. Ein Raum geht in die Weite. Die Weite ein Raum. Wenn das kyrische Ich nicht körperlich ist, ist es ein lyrisches Nicht-Ich, die Leerheit, Nirwana. Die tobenden Geister = Samsara.



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14.05.2012 12:22
avatar  Krümel
#9
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