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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Abschied

in Lyrik 26.05.2012 21:07
von Taxine • Admin | 5.960 Beiträge

Abschied

Bevor ich gehe,
von Endgültigkeit singe,
im Gesicht noch der Abdruck
- ein Rinnsal aus Träumen.
Bevor ich gehe, nach vorn' triumphiere
(die Uhren um mich verzögert pulsieren)
kauf' ich noch einmal
festes Schuhwerk.
Nur so. Für alle Fälle.


Liebe Grüße
Taxine




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 26.05.2012 23:32 | nach oben springen

#2

RE: Abschied

in Lyrik 30.05.2012 00:05
von LX.C • 2.726 Beiträge

Einfach wunderbar! Entzückend, das Unverrückbare mit so viel Hoffnung und Zuversicht zu verknüpfen. Berührend und an so manch Stelle geschrieben denkbar, an die man lieber gar nicht denken möchte...


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 30.05.2012 00:07 | nach oben springen

#3

RE: Abschied

in Lyrik 30.05.2012 12:16
von Krümel • 499 Beiträge

Zitat von LX.C
Entzückend, das Unverrückbare mit so viel Hoffnung und Zuversicht zu verknüpfen.



Nicht jeder Abschied ist immer nur traurig. Und dieser hier erinnert mich an letztes Jahr als wir von NRW nähe Köln nach Ostfriesland zogen. Sicherlich war auch Wehleid dabei, aber Hoffnung und Zuversicht waren größer. Die Schuhe erwiesen sich als super nützlich! Klasse Taxine

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#4

RE: Abschied

in Lyrik 31.05.2012 22:39
von Taxine • Admin | 5.960 Beiträge

Ach... das freut mich, dass es euch gefällt und dass die Zuversicht sichtbar wird. Vielen Dank.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 01.06.2012 00:38 | nach oben springen

#5

RE: Abschied

in Lyrik 15.09.2012 21:43
von LX.C • 2.726 Beiträge

Blaue Schlaftabletten rieseln
Tag für Tag in des Lebensüberdruss Schlund
Und ein Mund haucht zart:
Leben, dieses Leben leben
Und schließt sich leis
Noch vor der roten Morgenstund


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 15.09.2012 21:44 | nach oben springen

#6

RE: Abschied

in Lyrik 16.09.2012 11:57
von Krümel • 499 Beiträge

Das ist sehr schön LX.C, weil es nicht eindeutig sondern vieldeutig ist, und dadurch so viele Gedanken offen lässt. Auch das Farbspiel ... einfach perfekt!

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#7

RE: Abschied

in Lyrik 01.01.2013 17:37
von Jatman1 • 1.157 Beiträge

"Blaue Schlaftabletten rieseln
Tag für Tag in des Lebensüberdruss Schlund"

Das Bild gefällt mir sehr gut!

Herr Prof. Dr. Krümel-Kack:
Trotz dichterischer Freiheit - gehört hinter Lebensüberdruss nicht ein Apostroph? In etwa so: Lebensüberdruss` ?


www.dostojewski.eu
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#8

RE: Abschied

in Lyrik 15.08.2013 05:08
von Sokolow • 39 Beiträge

Das Ende ist das Wichtigste,
das verleiht dem Gedicht Leichtigkeit.
Ich finde (und nicht nur ich, Andreji Bely auch)
Leichtigkeit ist das Wichtigste, das hat nichts
damit zu tun dass man den Ernst nicht begreift,
man begreift ihn ohnedies viel besser mit Leichtigkeit.

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