Verschlossen
Verschlossen
Gedanken
kochen
pochen
wollen durchlochen
den Glasknoten.
Wollen Worte werden
Worte wollen
sprießen
fließen
aus dem Mund
schießen
doch stahlhart das Glas
harren Worte
verscharrt im Angstglasknoten.
mArtinus
Ein schönes Thema, auch gut umgesetzt, nur eins leuchtet mir nicht ein:
Glas ist zerbrechlich, bei dir ist es stahlhart. Wieso?
Liebe Grüße
tAxine
Hallo Taxine,
freut mich sehr, dass es bei dir ankommt.
An sich ist es ja die Angst, die stahlhart ist. Vielleicht hätte ich aber "Panzerglas" schreiben sollen, was mir aber nicht so behagt. Ich sehe das so: Die Angst ist so groß, dass das lyrische Ich meint, die Gedanken können unmöglich die Barriere durchbrechen, darum das Angstglas dem lyrischen Ich so vor kommt, als wäre das Glas stahlhart, was aber realistisch gesehen nicht stimmt.
Liebe Grüße
mArtin
Nein, Panzerglas ist nicht lyrisch. Aber wieso wählst du bei der Angst überhaupt Glas als unüberwindbare Barriere? Andererseits ist die zarte Zerbrechlichkeit darin enthalten, die jederzeit möglich wäre, wenn das lyrische Ich seine Angst überwinden würde... Doch, das hat was.
Zitat von Taxine
Aber wieso wählst du bei der Angst überhaupt Glas als unüberwindbare Barriere?
Liebe Taxine,
auf diese Frage hast du selber eine wunderbare Antwort gegeben:
Zitat von Taxine
Andererseits ist die zarte Zerbrechlichkeit darin enthalten, die jederzeit möglich wäre, wenn das lyrische Ich seine Angst überwinden würde... Doch, das hat was.
Jeder, der diese Angst hat, kennt die Möglichkeit "zarter Zebrechlichkeit".....
Aus der Sicht des lyrischen Ichs ist das Glas stahlhart. Angst ist oft irreal. Darum muss das Glas bleiben.
Liebe Grüße
Martinus
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