Das Koordinatensystem der Lektüren: Buch und Mensch in Zeit und Raum

Gestern 09:38
#1
avatar

Sheldon Coopers idealer Platz 0000 in seinem Koordinatensystem ist der unantastbare auf dem Sofa in seiner und Leonards Wohnung, der durch seine perfekte Positionierung bezüglich Heizung, Luftzug und Fernseher definiert ist und den er nie verlässt. Genauso verhält es sich natürlich mit uns Leseratten, die wir auch alle den perfekten Platz zum Lesen brauchen. Ich komme darauf, weil Werner Herzog in seinen Erinnerungen erzählt, dass er eigentlich nur im Bett im Liegen richtig lesen könne, was daher rührte, dass er in seiner beengten Kindheit in Oberbayern nur auf dem Fußboden liegend Platz und Ruhe genug für seine Lektüre gefunden hätte.

Bei mir ist seit fünf Jahrzehnten unbestritten genau dieser Platz im Bett liegend und den Kopf in die rechte Hand gestützt mein liebster. Ich gehe sicher nicht fehl in der Annahme, dass ich 95 Prozent meiner schöngeistigen Lektüren in dieser Lage an diesem Ort absolviert habe. Natürlich lese ich auch im Sessel im Sitzen, auf dem Sofa oder der Arztpraxis, aber im Verhältnis geschieht das eher selten. Meine Frau liest sehr gerne sitzend am Küchentisch, das wäre mir nichts; auch in der Bahn oder überhaupt in der Öffentlichkeit lese ich sehr ungern, vielleicht, weil ich mich zu leicht ablenken lasse und die private Lektüre auch als einen privaten Akt betrachte, den man wie Stuhlgang oder Sex nicht coram publico vollziehen sollte. Auch in Bibliotheken und Büchereien kann ich mich nur schwer konzentrieren, weil es einfach keine richtige Ruhe und Stille gibt; die Leute kommen und gehen, Stühle und Tische werden gerückt, es wird geflüstert und gekichert; es riecht nach Essen und altem Schweiß. Völlig unmöglich ist es mir, am Strand zu lesen, auf dem Handtuch oder im Strandkorb; einmal ist es dann meistens viel zu warm und zum anderen bin ich noch nicht alt genug, um mich nicht durch das schöne Geschlecht immer wieder aus dem Gleichgewicht und der Konzentration bringen zu lassen. Werner Herzog dagegen kann in einem Bus voller Indios und gackernder Hühner im Urwald lesen, weil er dann alles um sich herum ausblendet und nur in seinem Universum lebt.

Ganz anders natürlich die „ernsthafte“ Arbeitslektüre von wissenschaftlichen Werken oder komplexen Sachbüchern, aber auch von schöngeistiger Literatur, über die man gerade arbeitet. Dann sitze ich wie es sich gehört brav am Schreibtisch und lese mit Stift und Lineal und kann das auch nach wie vor viele Stunden, wenn ich nicht gestört werde; was aber im Alltag leider so gut wie nie vorkommt. Inzwischen lese und schreibe ich auch wieder viel am Stehpult, weil das meinem lädierten Bewegungsapparat entgegenkommt.

Die Zeit dagegen ist im Fluss. Als Kind las ich frühmorgens nach dem Aufwachen sofort in meinen Büchern noch vor der Schule, das wäre mir heute unvorstellbar, da ich erst einmal aufstehen muss, der Notdurft willfahren, rasieren, waschen, Zähneputzen, Kaffee etc. Als kleiner Junge konnte ich ohne Frühstück bis zum Mittag im Bett lesen und trotzdem war ich putzmunter. Später als Heranwachsender und junger Erwachsener waren die Nacht- und Morgenstunden meine liebsten zum Lesen: Sobald es mein Beruf zuließ, mutierte ich zum Nachtmenschen und las von 9 Uhr abends bis früh um fünf; meine Augen sahen da auch schärfer, wie ich mir einbildete. Heute bin ich zwar wie Arno Schmidt ein Morgenmensch: „Ich möchte wie der Himmel sein : early in the morning (aber wirklich early; also nicht erst um 5, wenn die Bauern aufstehen!)“ (Brand’s Haide), aber in den Stunden von 4 bis 7 schreibe ich meistens, die Lektüre erfolgt meist erst nach den Mittagsstunden bis in den frühen Abend hinein, natürlich immer wieder unterbrochen durch körperliche Betätigung, etwa mit dem Hund. Früher las ich auch im Winter mehr als im Sommer, aber da sich die Jahreszeiten kaum noch unterscheiden und es Klimaanlagen gibt, haben sich die Unterschiede nivelliert. Wobei ich bis heute lieber beim künstlichem Licht der Nachttischlampe als dem natürlichen des Tages und der Sonne lese. Wenn mich aber ein Buch packt, dann kann es geschehen, dass ich die Nacht zum Tag mache und zwischen „Uhlenflucht & Hahnenkrat“ (Arno Schmidt: Sind wir noch ein Volk der Dichter & Denker?) die Seiten wende.

Fünfzig Jahre Lektüre fordern natürlich bei ohnehin schon schlechten Agen ihren Tribut, weshalb ich noch viel häufiger als früher ohnehin schon auf Hörbücher zurückgreife und mir vorlesen lasse. Das geht aber nur abends und in der Nacht und niemals im Auto oder in der Öffentlichkeit. Auch hier also befinden sich Bett und Sofa im Mittelpunkt des Bücheruniversums.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 15:28
avatar  Taxine
#2
avatar
Admin

Ich kann eigentlich überall lesen, genieße die Lektüre aber auch lieber Zuhause, mit Zugriff auf das Regal und meinen Laptop zum Schreiben. In Büchern schöne Stellen anzustreichen, reicht mir oft nicht aus, sodass ich mir gerne Zitate notiere oder auch eigene Gedanken dazu festhalte. Das geschieht in der Regel gemütlich auf der Couch, mit Glastisch vor der Nase, auf dem der Laptop steht und bei Bedarf dann schnell zur Hand ist, im Sommer auf dem Balkon im Liegestuhl. Am Tisch zu lesen, wäre mein Ding nicht, trotzdem schreibe ich lieber am Tisch als mit dem Gerät auf dem Schoß. Ich bin in dieser Hinsicht relativ flexibel, beende den Tag aber auch gerne mit dem Buch im Bett, allerdings dann eher in sitzender Position. Am Strand kann ich sehr gut lesen, da wir gerne Buchten aufsuchen, in denen wir alleine oder mit nur wenigen Menschen sind. Es gibt einige geheime Stellen, die der Tourismus nicht so schnell erreicht, denn dieser ist, wie man sich für Griechenland vorstellen kann, gerade im Sommer eine echte Plage. Am Strand stören mich weder Sonne, Hitze noch Meeresrauschen, und gucken, wenn es denn einmal lohnt, kann ich auch über die Buchseiten hinaus.

Gleiches gilt für die Autofahrt und den Urlaub an sich. Allerdings habe ich mir schon seit längerem angewöhnt, das Leben bewusster wahrzunehmen und nicht immer nur die Nase ins Buch zu stecken. Entsprechend versuche ich, Reisen und Ausflüge ohne Literaturbegleitung zu erleben, die Landschaft auf mich wirken zu lassen und überhaupt eigene Eindrücke zu gewinnen, die von mir dann auch literarisch verarbeitet werden. Ich habe mir einmal vorgestellt, was wäre, wenn wir tatsächlich in einer Art Matrix sind, wenn das Leben als Reifeprozess dazu einlädt, sich weiterzuentwickeln, was sowohl durch Lektüre als auch Erlebnis gelingt. Aber in einem Spiel, wären wir Figuren, ist immer das Handeln notwendig. Die lesende Figur wäre sinnlos, sie muss agieren und eigene Erfahrungen sammeln. Zwar wissen wir nicht, wozu unser Dasein tatsächlich gedacht ist, ob nun mit oder ohne Schicksal und Karma, über ein oder viele Leben hinaus, aber ich denke, es ist wichtig, das Buch nicht nur als einzige Quelle der Erquickung zu sehen. Mir ist in diesem Sinne aufgefallen, dass meine Lesebegeisterung mir auch einiges wegnimmt, vor allem, wenn ich unterwegs bin. Zwar ist ein Buch immer dabei, trotzdem möchte ich nicht in eine andere Welt eintauchen, wenn ich selbst die Möglichkeit habe, neue Erkenntnisse zu sammeln. Das Buch ist unter solchen Umständen dann eher eine Blockade, verbaut mir den Blick in die Weite, der ja auch meditativ ist.

Für die echte Konzentration benötige ich allerdings viel Ruhe und keine plappernden Menschen in der Nähe. Gespräche sind zwar schön, aber der Blick ins Buch erfordert durchaus eine Art Abschalten von der Außenwelt. Ich muss mich auch immer zwischen den Aktivitäten entscheiden, entweder Lesen oder Schreiben und Malen. Küsst mich die Muse, ist das Lesen durch den kreativen Prozess eine Zeitlang nicht möglich, da der Geist rattert und über die Zeilen hinaus eigene Welten baut. Ähnliches habe ich in Krisenzeiten festgestellt, die mich teilweise so aufgewühlt haben, dass die Konzentration für anspruchsvollere Werke verloren ging.

Mit Hörbüchern habe ich es noch nicht so häufig probiert. Mein Vater schwärmte damals davon und schenkte mir vor Jahren die Luxusausgabe von Proust, „In Swanns Welt“, die noch auf 18 CDs herausgegeben wurde, gelesen vom Schauspieler Peter Matic. Da konnte ich mir aber dann auch nicht verkneifen, nebenbei im Buch mitzulesen, wobei ich Proust sowohl in der dreibändigen Version von Suhrkamp habe, auf die sich der Vorleser bezieht, als auch in der kommentierten Gesamtausgabe von Luzius Keller, in der ich lieber lese. Heute ist das mit den Hörbüchern und Audible natürlich einfacher, bedenkt man, dass die Menge an CDs nur den ersten Teil umfassten. Die monotone KI muss natürlich nicht sein. Ist die Stimme des Vorlesers dagegen angenehm, ist sicherlich auch das Versinken in Literatur möglich. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die vor allem lesend aufnehmen, weniger hörend oder sehend, wenn es um das Erinnern und Merken geht. Entsprechend muss ich mir für jedes Medium, sei es Film, Musik oder Lesung einzeln Zeit nehmen und kann diese Dinge auch selten vermischen. Lesen und Musikhören ginge z. B. gar nicht. Fernsehen gibt es bei mir sowieso nicht, aber selbst mit abgeschaltetem Ton könnte ich nicht nebenbei lesen, weil mich die flackernden Bilder stören würden.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 17:28
avatar  Salin
#3
avatar

Für Bücher bevorzuge ich helles Sonnenlicht, aber UV-bedingt fast immer hinter Glas, also in einem Zimmer, die Haltungsform gehend (Tageslicht kommt hier reichlich von zwei Seiten) und im Wechsel sitzend, so gut wie nie liegend. Keine Hörbücher, solange die Augen gut genug sind, da akustisch auch bei mir viel weniger hängenbleibt. Ohne Musik oder sonstige Töne.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 17:33
#4
avatar

Zitat von Taxine im Beitrag #2
beende den Tag aber auch gerne mit dem Buch im Bett, allerdings dann eher in sitzender Position.

Das finde ich in Filmen immer spannend, wenn beide im Ehebett sitzend der Lektüre pflegen und man erkennen kann, was jeder liest. Noch niedlicher, wenn einer nicht liest und den anderen aus der Konzentration zu bringen sucht für andere Betätigungen. :)

Zitat von Taxine im Beitrag #2
Allerdings habe ich mir schon seit längerem angewöhnt, das Leben bewusster wahrzunehmen und nicht immer nur die Nase ins Buch zu stecken. Entsprechend versuche ich, Reisen und Ausflüge ohne Literaturbegleitung zu erleben, die Landschaft auf mich wirken zu lassen und überhaupt eigene Eindrücke zu gewinnen, die von mir dann auch literarisch verarbeitet werden.

Auch bei mir eine lebenslanges, oft gescheitertes Projekt. Mein Gedankenkarussel dreht sich immer, mal langsamer, mal schneller; aber es steht nie ganz still. Ich habe alles versucht, Meditation, Achtsamteit etc., es ist wahnsinnig schwer. Nur auf langen Wanderungen mit dem Hund alleine durch den Wald komme ich auch im Oberstübchen zur Ruhe. Und bei guter Osteopathie bzw. authentischer Thai-Massage, freilich schlafe ich dann auch schnell ein. :) Aber ich arbeite weiter dran: Lesen, Klassik hören; Dokus schauen oder Arthouse - aber immer wieder auch versuchen, den Input zu bremsen. Ich bin immer ein wenig in Sorge, dass einmal alles zuviel wird und die Sicherungen durchbrennen. Beim Hölder nannte man das "überstudiert", also zu viel gedacht, gelesen, gegrübelt. Aber wer von uns liefe nicht Gefahr, vor der Zeit im Irrenhaus zu landen. :)

Zitat von Taxine im Beitrag #2
Ich habe mir einmal vorgestellt, was wäre, wenn wir tatsächlich in einer Art Matrix sind, wenn das Leben als Reifeprozess dazu einlädt, sich weiterzuentwickeln, was sowohl durch Lektüre als auch Erlebnis gelingt. Aber in einem Spiel, wären wir Figuren, ist immer das Handeln notwendig. Die lesende Figur wäre sinnlos, sie muss agieren und eigene Erfahrungen sammeln. Zwar wissen wir nicht, wozu unser Dasein tatsächlich gedacht ist, ob nun mit oder ohne Schicksal und Karma, über ein oder viele Leben hinaus, aber ich denke, es ist wichtig, das Buch nicht nur als einzige Quelle der Erquickung zu sehen. Mir ist in diesem Sinne aufgefallen, dass meine Lesebegeisterung mir auch einiges wegnimmt, vor allem, wenn ich unterwegs bin. Zwar ist ein Buch immer dabei, trotzdem möchte ich nicht in eine andere Welt eintauchen, wenn ich selbst die Möglichkeit habe, neue Erkenntnisse zu sammeln. Das Buch ist unter solchen Umständen dann eher eine Blockade, verbaut mir den Blick in die Weite, der ja auch meditativ ist.

Es verschafft mir tiefe Zufriedenheit, wenn ich lese, dass dieses Problem auch anderen bewusst ist. Mit Hegel und Humboldt halte ich nach wie vor an einem klassischen Bildungsideal fest, nach dem der Mensch so viel Welt wie möglich in sich aufnehmen sollte, um sie zu verarbeiten und sich anzuverwandeln und dann nach außen gerichtet diese Welt auch aktiv mitgestalten zu können. Konrad Paul Liessmann kann das besser als ich beschreiben. Der literarischen Bildung kommt hierbei eine tragende Rolle zu, auch heute noch, wie ich finde, gerade heute, da alle anderen Medien jede Imagination durch fehlende Leerstellen torpedieren. Aber dazu vielleicht später mehr. Die Welt der sinnlichen Erfahrung, das Sammeln von empirischen Daten; Reisen, Sprachen und andere Kulturen kennenlernen - das alles muss natürlich mit der Lektüre im Gleichgewicht stehen; aber seien wir ehrlich, für einen aufmerksamen Beobachter sind Welt und Menschen mit Mitte Ende 20 hinreichend erklärt. Dann muss man eine Entscheidung treffen, gerne symbolisch im 33. Jahr - zu Kreuze kriechen oder in Freiheit leben. Bücher gehören zur Freiheit.

Zitat von Taxine im Beitrag #2
Mein Vater schwärmte damals davon und schenkte mir vor Jahren die Luxusausgabe von Proust, „In Swanns Welt“, die noch auf 18 CDs herausgegeben wurde, gelesen vom Schauspieler Peter Matic..

Mein seliger Vater schenkte mir die Gesamtausgabe, 160 Stunden reines Hörvergnügen. Dreimal habe ich die Edition schon durchgehört. So viel Zeit müsste man haben, höre ich viele sagen. Ja, ich kann eben dafür viele andere Sachen nicht machen, die für normale Leute Alltag sind. Aber ich trauere dem nicht nach.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 18:18
#5
avatar

Zitat von Salin im Beitrag #3
Für Bücher bevorzuge ich helles Sonnenlicht, aber UV-bedingt fast immer hinter Glas, also in einem Zimmer, die Haltungsform gehend (Tageslicht kommt hier reichlich von zwei Seiten) und im Wechsel sitzend, so gut wie nie liegend. Keine Hörbücher, solange die Augen gut genug sind, da akustisch auch bei mir viel weniger hängenbleibt. Ohne Musik oder sonstige Töne.

Gehend lesen? Wie ein Geistlicher mit seinem Brevier? Dann aber sicher nicht mit "Zettel’s Traum" oder gilt das dann als Gymnastik?


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 19:13
avatar  Salin
#6
avatar

Was voranbringen soll, will bewegt werden.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 19:37
avatar  Taxine
#7
avatar
Admin

Ich habe mir in dieser Hinsicht, was das Gewicht und die Bewegung betrifft, schon häufiger einen Buchhalter gewünscht. Und damit meine ich nicht den für Finanzsachen und Steuer.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 19:45
avatar  Taxine
#8
avatar
Admin

Zitat von Yorick Ruthenus im Beitrag #1
Wenn mich aber ein Buch packt, dann kann es geschehen, dass ich die Nacht zum Tag mache und zwischen „Uhlenflucht & Hahnenkrat“ (Arno Schmidt: Sind wir noch ein Volk der Dichter & Denker?) die Seiten wende.


Das ist mir übrigens schon lange nicht mehr passiert. Ich weiß nicht, ob es an mir und oder an den Büchern liegt. Gibt es da empfehlenswerte Lektüre, die das immer noch bei dir schafft, dass du mit dem Lesen nicht aufhören kannst?


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 19:48
avatar  Salin
#9
avatar

Ich hatte dreißig Jahre einen Notenständer, worauf sogar Zettels Traum gepasst hätte, bis ich merkte, dass zu viel Stehen weniger gut für bestimmte Gelenke ist.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 20:12
#10
avatar

Zitat von Taxine im Beitrag #8
Zitat von Yorick Ruthenus im Beitrag #1
Wenn mich aber ein Buch packt, dann kann es geschehen, dass ich die Nacht zum Tag mache und zwischen „Uhlenflucht & Hahnenkrat“ (Arno Schmidt: Sind wir noch ein Volk der Dichter & Denker?) die Seiten wende.


Das ist mir übrigens schon lange nicht mehr passiert. Ich weiß nicht, ob es an mir und oder an den Büchern liegt. Gibt es da empfehlenswerte Lektüre, die das immer noch bei dir schafft, dass du mit dem Lesen nicht aufhören kannst?

Das hängt wirklich von so vielen außerliterarischen Faktoren ab, dass man das nicht genau sagen kann: Einmal hatte ich das hier beschrieben, aber ob das heute noch so wäre. Erst vor kurzem las ich auf Empfehlung von Somerset Hanno Sauers "Moral. Die Erfindung von Gut und Böse" in einer Nacht, weil das ein Lieblingsthema von mir ist. Bei Belletristik muss viel zusammenkommen.


 Antworten

 Beitrag melden
Gestern 20:14
#11
avatar

Zitat von Salin im Beitrag #9
Ich hatte dreißig Jahre einen Notenständer, worauf sogar Zettels Traum gepasst hätte, bis ich merkte, dass zu viel Stehen weniger gut für bestimmte Gelenke ist.

Ich habe ja ein Stehpult, aber ich rochiere ständig zwischen Stehen, Sitzen und Liegen; weil das leider gesundheitlich nicht anders möglich ist. Aber im Gehen könnte ich niemals lesen, ich schlüge alle paar Minuten lang hin und käme nicht mehr hoch.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!