Lektüren in spe zwischen Kanapee und WC ...

25.01.2026 20:03 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2026 20:04)
#1
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Lektürepläne werden selten verwirklicht, während hunderte andere Bücher dazwischenkommen. Wer nicht wissenschaftlich oder journalistisch oder warum und wie auch immer an oder zu einem Thema arbeitet und dafür Bücher lesen und studieren muss samt Sekundär- und Tertiärliteratur, der wird oft genug seine Lesepläne durchkreuzt und konterkariert, ja boy­kot­tie­rt und liquidiert finden. Wie die Sprache sich organisch, aber zuweilen wild wuchernd und unlogisch entwickelt über die Jahrhunderte, so spiegeln sich auch unsere Lesevorhaben oft genug in einer gänzlich verwandelten Realität.

Fest vorgesetzt für das Jahr 2026 habe ich mir von:

Claude Lévi-Strauss die Mythologica I-IV in fünf Bänden:
I. Das Rohe und das Gekochte
II. Vom Honig zur Asche
III: Vom Ursprung der Tischsitten
IV. Der nackte Mensch. 2 Bände

Lew Tolstois "Krieg und Frieden" will ich zum neuen ungekürzten Hörbuch mit Ulrich Noethen (66 Std. und 21 Min.) mitlesen.

Schon viele Jahre geplant sind die beiden Bände von:

Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Der letzte Band der Beckschen Literaurgeschichte reizt mich enorm:

Helmuth Kiesel: Schreiben in finsteren Zeiten. Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933 - 1945.

Aber ich habe ein wenig Respekt vor den 1300 Seiten und den vielen zu erwartenden Anregungen.

Überfällig die monumentale Autobiographie in Briefen von Rahel Varnhagen "Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde", die ich endlich einmal lesen müsste, sechs Bände, ein Weihnachtsgeschenk meiner Frau von vor Jahren.

Noch nicht gelesen sind zwei Biografien:

Alexander Honold und Elsbeth Dangel-Pelloquin: Grenzenlose Verwandlung: Hugo von Hofmannsthal : Biographie

Wolfgang Matz: Rudolf Borchardt. Der verlorene Posten


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Gestern 11:07
avatar  Taxine
#2
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Admin

Zitat von Yorick Ruthenus im Beitrag #1
Lektürepläne werden selten verwirklicht, während hunderte andere Bücher dazwischenkommen.


Ja, ja. Das sind die Situationen, in denen auch das Fluchen keine Gerechtigkeit herbeiführt. Man nimmt sich's vor und am Ende liegen sie in bedrohlichen Bergen auf dem Tisch und Sofa, werden schließlich wieder ins Regal zurückgestellt, weil erst dieses Buch noch gelesen werden muss und dann das andere. Aber trotzdem, mit gutem Vorsatz, möchte ich dieses Jahr unbedingt lesen:

- Wolf von Niebelschütz "Die Kinder der Finsternis"/"Der blaue Kammerherr"
- Gabrielle Witkop "Der Witwer von Venedig"
- Nona Fernández "Die Straße zum 10. Juli"
- Shimazaki Toson "Ausgestoßen"
- Jean-Michel Guenassia: "Der Club der unverbesserlichen Optimisten"
- Donna Tartt "Distelfink"
- Elio Vittorini "Die rote Nelke"
- Steffen Mensching "Schermanns Augen"
- Mathias Enard "Das Jahresbankett der Totengräber"
- Marica Bodrožić "Die Arbeit der Vögel"
- Orhan Pamuk "Die Nächte der Pest"

- Francois Cheng "Fünf Meditationen über den Tod"
- Anna Reid "Die Belagerung von Leningrad"
- Stefan Zweig "Reise nach Russland"
- Thomas Medicus "Klaus Mann"
- Klaus Mann "Tagebücher"
- Thea Sternheim "Die Pariser Jahre"
- Ludwig Hohl "Bericht über Artemis"
- Julien Green "Tagebücher 1996-1998" (danach die unzensierten in der französischen Ausgabe, Journal Intégral, Bd. 1)
- Carl Seelig "Briefwechsel"


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