November 2007
Liebe Leute, hier geht's weiter.
Buch für Buch, das macht uns heiter,
lassen führen uns in Welten,
schlechte Kost erleb'n wir selten.
Nur heran mit euren Zeilen
möcht' man ewig drin verweilen,
ist verführt von den Gestalten,
wenn sie ihren Reiz entfalten.
Ja, ich könnt' noch aus den Vollen,
bis die ersten Augen rollen
ewig schöpfen, doch solch Jaulen
wird noch jeden Mensch vergraulen.
Nur noch eins, nur auf ein Wort,
dann schon bin ich wieder fort:
Dieser Goethe brennt sich ein;
dies soll kleine Warnung sein.
Mit der schönen Faust-Einstimmung lese ich nun William Goldings "Herr der Fliegen". Ein Roman, der mich schon immer neugierig gemacht hat, den ich aber irgendwie immer wieder nach hinten geschoben habe.
Gespannt und in Vorfreude
mit lieben Grüßen
Taxine
Buch für Buch, das macht uns heiter,
lassen führen uns in Welten,
schlechte Kost erleb'n wir selten.
Nur heran mit euren Zeilen
möcht' man ewig drin verweilen,
ist verführt von den Gestalten,
wenn sie ihren Reiz entfalten.
Ja, ich könnt' noch aus den Vollen,
bis die ersten Augen rollen
ewig schöpfen, doch solch Jaulen
wird noch jeden Mensch vergraulen.
Nur noch eins, nur auf ein Wort,
dann schon bin ich wieder fort:
Dieser Goethe brennt sich ein;
dies soll kleine Warnung sein.

Mit der schönen Faust-Einstimmung lese ich nun William Goldings "Herr der Fliegen". Ein Roman, der mich schon immer neugierig gemacht hat, den ich aber irgendwie immer wieder nach hinten geschoben habe.
Gespannt und in Vorfreude
mit lieben Grüßen
Taxine
Ja, ja, der Goethe. Für den "Faust" braucht man schon seine Zeit. Die ganzen "Zusammenschnitte" in der Deutung waren mir manchmal fast schon zu mühselig.
Ich lese nun Hans Fallada "Der Trinker".
Mich interessiert auch der Lebenslauf von Rudolf Ditzen. Es heißt, er habe den Roman in zwei Wochen in einer Nervenheilanstalt geschrieben.
Wäre sicherlich auch etwas für Dich, Taxinchen.
So, dann will ich mal wieder...
mit Grüßen
der Ferro
Ich lese nun Hans Fallada "Der Trinker".
Mich interessiert auch der Lebenslauf von Rudolf Ditzen. Es heißt, er habe den Roman in zwei Wochen in einer Nervenheilanstalt geschrieben.
Wäre sicherlich auch etwas für Dich, Taxinchen.

So, dann will ich mal wieder...
mit Grüßen
der Ferro
Hallo,
"Herr der Fliegen" ist bei mir im nächsten Jahr an der Reihe. Zur Zeit lese ich Doris Lessing: "Ben in der Welt".
Im Anschluss daran widme ich mich Dostojewskijs "Dämonen".
Liebe Grüße
Martinus
"Herr der Fliegen" ist bei mir im nächsten Jahr an der Reihe. Zur Zeit lese ich Doris Lessing: "Ben in der Welt".
Im Anschluss daran widme ich mich Dostojewskijs "Dämonen".
Liebe Grüße
Martinus
Danke Ferro, für den Tipp. Von Fallada habe ich noch nichts gelesen, aber der Hintergrund erscheint auf jeden Fall interessant.
Lieber Martinus, ich habe überlegt, ob ich einen Ordner für Golding aufmache, aber ich werde sicherlich nur dieses eine Buch von ihm lesen. (Ein Ordner lohnt vielleicht eher, wenn mehrere Bücher besprochen werden.) "Herr der Fliegen" ist ein schöner Roman, und Coetzees "Warten auf die Barbaren" (ein ganz wundervolles Buch, eines meiner Lieblingsbücher) behandelt in weitem Sinne schon ein ähnliches Thema, nur ausgefeilter und mit mehr Raum zum Denken. Golding verwendet das Kind, um das Tierwerden zu verdeutlichen, bei Coetzee bleibt die Frage, wer eigentlich das "Tier" ist und wie schnell hier die Rollen getauscht werden. Ich nehme an, Golding hat die Sicht des Kindes gewählt, weil hier das Unterscheiden von Gut und Böse ausschließlich durch frühere Erziehung vorhanden ist, also noch nicht in eigenständiger und moralischer Entwicklung. Darum ist das Grenzüberschreiten auch natürlicher, als wenn hier Erwachsene auf einer einsamen Insel landen. Das Buch ist aber schön spannend.
Liebe Grüße
Taxine
Lieber Martinus, ich habe überlegt, ob ich einen Ordner für Golding aufmache, aber ich werde sicherlich nur dieses eine Buch von ihm lesen. (Ein Ordner lohnt vielleicht eher, wenn mehrere Bücher besprochen werden.) "Herr der Fliegen" ist ein schöner Roman, und Coetzees "Warten auf die Barbaren" (ein ganz wundervolles Buch, eines meiner Lieblingsbücher) behandelt in weitem Sinne schon ein ähnliches Thema, nur ausgefeilter und mit mehr Raum zum Denken. Golding verwendet das Kind, um das Tierwerden zu verdeutlichen, bei Coetzee bleibt die Frage, wer eigentlich das "Tier" ist und wie schnell hier die Rollen getauscht werden. Ich nehme an, Golding hat die Sicht des Kindes gewählt, weil hier das Unterscheiden von Gut und Böse ausschließlich durch frühere Erziehung vorhanden ist, also noch nicht in eigenständiger und moralischer Entwicklung. Darum ist das Grenzüberschreiten auch natürlicher, als wenn hier Erwachsene auf einer einsamen Insel landen. Das Buch ist aber schön spannend.
Liebe Grüße
Taxine
Ich erfreue mich jetzt erst einmal an dem biographischen Werk von Jodorowsky - "Wo ein Vogel am schönsten singt". Der Filmemacher hat mich von jeher interessiert, mal sehen, wie er schreibt und was er so zu berichten hat. 
nachdem ich mit Ben durch die Welt gegangen bin (Doris Lessing), war ich doch enttäuscht. Aus dem Urgetüm von Kind wurde ein bemitleidenswerter armer Kerl, der nun von bösen anderen Menschen ausgenutzt wurde, nur von manchen Damen verstanden wurde. Na, trocken, ging mir nicht in die Seel'. 2003 las ich "Das fünfte Kind" und jetzt noch einmal. Mein Gedächtnis trügte mich nicht. Der erste Teil ist viel besser und spiegelt Mentalitäten aus den sechziger und siebziger Jahren wieder. Aus diesem Roman kann man interpretatorisch viel mehr herausholen. "Ben in der Welt" war einfach nur lasch.
Mich interessiert die Trägheit, darum kehre ich vorerst zu den Russen zurück (obwohl Jodorowsky auch russische Vorfahren hat
) und lese nun Gontscharows "Oblomow" .
Danach, fast mit Sicherheit, wende ich mich der literarischen Dekadenz zu und betrachte den Dandy eines Joris-Karl Huysmans in "Gegen den Strich" etwas genauer.
Danach, fast mit Sicherheit, wende ich mich der literarischen Dekadenz zu und betrachte den Dandy eines Joris-Karl Huysmans in "Gegen den Strich" etwas genauer.
Hyperion
(
gelöscht
)
Details
"Oblomow" hat mich zum Schluss des Buches nur noch ermüdet, er steht nunmal nie aus dem Bett auf ;-), und "Gegen den Strich" repräsentiert eine künstlerisch-kranke Schönheit der Zeit in Frankreich, in der wir auch einen Nietzsche hatten. Diese Ästhetik, von Huysmans her kommend, hat u.a. auch Georg Heym und Ernst Jünger in Deutschland später erheblich beeinflusst.
Ich lese Canettis "Gerettete Zunge".
Gruß
Hyperion
Hallo Hyperion, schön dich zu lesen.
Mir geht es bei beiden Büchern um die Betrachtung der Figur.
Dass Oblomow sich nicht erhebt, war, glaube ich, vorhersehbar.
Danke für den Hinweis, Martinus.
Liebe Grüße
Taxine
Mir geht es bei beiden Büchern um die Betrachtung der Figur.
Dass Oblomow sich nicht erhebt, war, glaube ich, vorhersehbar.

Danke für den Hinweis, Martinus.
Liebe Grüße
Taxine
Hallo,
Da es schon einen Thread zu Marguerite Duras gibt, beginne ich morgen mit "Der Liebhaber". Heute lese ich noch die letzten 20 Seiten von Mario Vargas Llosa: "Tod in den Anden".
Liebe Grüße
Martinus
Da es schon einen Thread zu Marguerite Duras gibt, beginne ich morgen mit "Der Liebhaber". Heute lese ich noch die letzten 20 Seiten von Mario Vargas Llosa: "Tod in den Anden".
Liebe Grüße
Martinus
Ja, da mache ich mit. Das Buch ist ziemlich dünn. Mal sehen, was wir darin finden. Den Film fand ich recht ansprechend.
Liebe Grüße
Taxine
Liebe Grüße
Taxine
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