November 2007

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01.11.2007 21:30 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2007 00:37)
avatar  Taxine
#1
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Admin
Liebe Leute, hier geht's weiter.
Buch für Buch, das macht uns heiter,
lassen führen uns in Welten,
schlechte Kost erleb'n wir selten.
Nur heran mit euren Zeilen
möcht' man ewig drin verweilen,
ist verführt von den Gestalten,
wenn sie ihren Reiz entfalten.
Ja, ich könnt' noch aus den Vollen,
bis die ersten Augen rollen
ewig schöpfen, doch solch Jaulen
wird noch jeden Mensch vergraulen.
Nur noch eins, nur auf ein Wort,
dann schon bin ich wieder fort:
Dieser Goethe brennt sich ein;
dies soll kleine Warnung sein.


Mit der schönen Faust-Einstimmung lese ich nun William Goldings "Herr der Fliegen". Ein Roman, der mich schon immer neugierig gemacht hat, den ich aber irgendwie immer wieder nach hinten geschoben habe.

Gespannt und in Vorfreude
mit lieben Grüßen
Taxine

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02.11.2007 23:36 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2007 23:37)
avatar  Ferro
#2
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Ja, ja, der Goethe. Für den "Faust" braucht man schon seine Zeit. Die ganzen "Zusammenschnitte" in der Deutung waren mir manchmal fast schon zu mühselig.

Ich lese nun Hans Fallada "Der Trinker".
Mich interessiert auch der Lebenslauf von Rudolf Ditzen. Es heißt, er habe den Roman in zwei Wochen in einer Nervenheilanstalt geschrieben.
Wäre sicherlich auch etwas für Dich, Taxinchen.

So, dann will ich mal wieder...
mit Grüßen
der Ferro

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03.11.2007 13:06 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2007 14:51)
#3
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Hallo,

"Herr der Fliegen" ist bei mir im nächsten Jahr an der Reihe. Zur Zeit lese ich Doris Lessing: "Ben in der Welt".
Im Anschluss daran widme ich mich Dostojewskijs "Dämonen".

Liebe Grüße
Martinus


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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03.11.2007 14:34 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2007 14:36)
avatar  Taxine
#4
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Admin
Danke Ferro, für den Tipp. Von Fallada habe ich noch nichts gelesen, aber der Hintergrund erscheint auf jeden Fall interessant.

Lieber Martinus, ich habe überlegt, ob ich einen Ordner für Golding aufmache, aber ich werde sicherlich nur dieses eine Buch von ihm lesen. (Ein Ordner lohnt vielleicht eher, wenn mehrere Bücher besprochen werden.) "Herr der Fliegen" ist ein schöner Roman, und Coetzees "Warten auf die Barbaren" (ein ganz wundervolles Buch, eines meiner Lieblingsbücher) behandelt in weitem Sinne schon ein ähnliches Thema, nur ausgefeilter und mit mehr Raum zum Denken. Golding verwendet das Kind, um das Tierwerden zu verdeutlichen, bei Coetzee bleibt die Frage, wer eigentlich das "Tier" ist und wie schnell hier die Rollen getauscht werden. Ich nehme an, Golding hat die Sicht des Kindes gewählt, weil hier das Unterscheiden von Gut und Böse ausschließlich durch frühere Erziehung vorhanden ist, also noch nicht in eigenständiger und moralischer Entwicklung. Darum ist das Grenzüberschreiten auch natürlicher, als wenn hier Erwachsene auf einer einsamen Insel landen. Das Buch ist aber schön spannend.

Liebe Grüße
Taxine

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03.11.2007 14:51
#5
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Hallo Taxine,

herzlichen Dank für diesen Einblick.

Liebe Grüße
Martinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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05.11.2007 23:48
avatar  Taxine
#6
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Admin

Ich erfreue mich jetzt erst einmal an dem biographischen Werk von Jodorowsky - "Wo ein Vogel am schönsten singt". Der Filmemacher hat mich von jeher interessiert, mal sehen, wie er schreibt und was er so zu berichten hat.


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10.11.2007 00:46 (zuletzt bearbeitet: 10.11.2007 00:57)
#7
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nachdem ich mit Ben durch die Welt gegangen bin (Doris Lessing), war ich doch enttäuscht. Aus dem Urgetüm von Kind wurde ein bemitleidenswerter armer Kerl, der nun von bösen anderen Menschen ausgenutzt wurde, nur von manchen Damen verstanden wurde. Na, trocken, ging mir nicht in die Seel'. 2003 las ich "Das fünfte Kind" und jetzt noch einmal. Mein Gedächtnis trügte mich nicht. Der erste Teil ist viel besser und spiegelt Mentalitäten aus den sechziger und siebziger Jahren wieder. Aus diesem Roman kann man interpretatorisch viel mehr herausholen. "Ben in der Welt" war einfach nur lasch.


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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11.11.2007 12:53 (zuletzt bearbeitet: 11.11.2007 13:59)
#8
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Gestern begonnen mit

Mercé Rodoreda: Auf der Plaça del Diamant. Schicksal einer Frau vor und während des spanischen Bürgerkrieges. Der Roman wurde im Original auf katalanisch verfasst.


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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13.11.2007 21:39 (zuletzt bearbeitet: 13.11.2007 21:47)
avatar  Taxine
#9
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Admin
Mich interessiert die Trägheit, darum kehre ich vorerst zu den Russen zurück (obwohl Jodorowsky auch russische Vorfahren hat ) und lese nun Gontscharows "Oblomow" .

Danach, fast mit Sicherheit, wende ich mich der literarischen Dekadenz zu und betrachte den Dandy eines Joris-Karl Huysmans in "Gegen den Strich" etwas genauer.

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16.11.2007 18:19 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2007 19:26)
#10
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Im Bildnis des Dorian Gray ließt Dorian "Gegen den Strich".

Ich lese zwischendurch und nebenher Mario Vargas Llosa: "Tod in den Anden".


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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16.11.2007 19:31
avatar  Hyperion ( gelöscht )
#11
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Hyperion ( gelöscht )

"Oblomow" hat mich zum Schluss des Buches nur noch ermüdet, er steht nunmal nie aus dem Bett auf ;-), und "Gegen den Strich" repräsentiert eine künstlerisch-kranke Schönheit der Zeit in Frankreich, in der wir auch einen Nietzsche hatten. Diese Ästhetik, von Huysmans her kommend, hat u.a. auch Georg Heym und Ernst Jünger in Deutschland später erheblich beeinflusst.

Ich lese Canettis "Gerettete Zunge".

Gruß
Hyperion


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16.11.2007 23:52 (zuletzt bearbeitet: 17.11.2007 00:02)
avatar  Taxine
#12
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Admin
Hallo Hyperion, schön dich zu lesen.
Mir geht es bei beiden Büchern um die Betrachtung der Figur.
Dass Oblomow sich nicht erhebt, war, glaube ich, vorhersehbar.

Danke für den Hinweis, Martinus.

Liebe Grüße
Taxine

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27.11.2007 21:34 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2007 21:34)
#13
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Hallo,

Da es schon einen Thread zu Marguerite Duras gibt, beginne ich morgen mit "Der Liebhaber". Heute lese ich noch die letzten 20 Seiten von Mario Vargas Llosa: "Tod in den Anden".

Liebe Grüße
Martinus


„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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27.11.2007 21:43 (zuletzt bearbeitet: 28.11.2007 01:34)
avatar  Taxine
#14
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Admin
Ja, da mache ich mit. Das Buch ist ziemlich dünn. Mal sehen, was wir darin finden. Den Film fand ich recht ansprechend.

Liebe Grüße
Taxine

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27.11.2007 23:07
avatar  Ferro
#15
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Ich lese im Moment Célines "Tod auf Kredit".

Mit Grüßen
der Ferro


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