Franz Kafka
Jammern trifft es genau. Faktisch. In der Konotation jedoch trägt der Gebrauch dieses Wortes den latenten Vorwurf mit sich, einen eigenen Missstand über die Gebühr zu beklagen. Also der Vorwurf sich in Bezug auf einen misslichen Zustand gänzlich aus der Verantwortung zu ziehen. Der Gebrauch des Wortes Jammern ist immer in gewissem Grade ein Vorwurf. Schaut man sich einige Synonyme für das Jammern an, wird dies auch deutlich: beklagen, betrauern, beweinen, klagen, knatschen, lamentieren, quäken, schluchzen, stöhnen, wehklagen, weinen, wimmern, winseln, greinen, heulen, klagen, weinen, zetern . . .
Wenn man jemand das Jammern vorwirft ist immer in der Nähe der Verständnis für den Jammernden und sein Jammern aufbringen kann; und just jener fühlt sich dann fast reflexartig auf den Schlips getreten. Plong - steht man in der Kritik. Das Wort Jammern ist nur gefahrlos zu gebrauchen, wenn man es in einem Rahmen benutzt, in dem alle der Meinung sind, das XY j a m m e r t. ;-)
Vielleicht hat sich Kafka auch mit seiner Ich-Findung etwas zu dusselig angestellt ;-) Wenn nicht, war er krank. Kein Neurologe traute sich vermutlich Gegenteiliges zu sagen.
Es ist doch einfach ein Jammer mit dem Selbstbild von Kafka . . .
Manchmal möcht ich so richtig verruchte Dinge aus dem Leben Kafkas erfahren.
Zum Beispiel: was hat er wohl für eine grell geschminkte Dame, bei seinen Puffbesuchen, so hingeblättert...?
Oder hat er, vielleicht, umsonst diesen stark eingefahrenen Damen geschlechtlich beigelegen, in dem er, vor oder nach dem jugendlich verlotterten Notstandsorganismus, aus seinen Werken vorlas?
Dann dürfte seine Stammnutte aber lauthals Gefahrenzuschlag gefordert haben..., bei den Texten wäre das allerdings auch wieder verständlich...
Aus dem Buch Mann ohne Land von Kurt Vonnegut.
Ein grafisches Original-Zitat, das es schön auf den Punkt bringt, wie es nur der von mir geliebte Vonnegut kann:
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