November 2008
Bin noch mit den Lektüre-Altlasten aus dem Vormonat beschäftigt; konnte ein bisschen was an Handke-Lektüre abwickeln, lese gerade sein Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms und frage mich stellenweise, warum ich es eigentlich lese (manches kommt mir wie aufgeblähtes Gedankengut vor, nur um zu schreiben, dass man was zu schreiben hat, oder so). Damit will ich seine Schriften nicht aburteilen. Oftmals liest man ja was, wo man erst irgendwann später mal weiß, was es für einen selbst doch für eine Bedeutung hatte, oder es zu wissen meint.
Hätte mal wieder Lust auf n Comic, Tim und Struppi, Asterix, oder so. Immer diese Literatur. 
Eine der Phasen, wo man vor lauter Arbeiten, Putzen, Verpflichtungen eigentlich gar keine Muße für die Muse hat. Aber naja.
Hat hier jemand schon die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt von Handke gelesen? Wollte ich mir als nächstes bestellen.
Obwohl ich drei Handke-Bücher habe ("Falsche Bewegung", "Chronik der laufenden Ereignisse" "Das Gewicht der Welt") ist Handke für mich noch Neuland. In diversen Literatursendung (mit Peter Hamm) haben sich drei Bücher von Peter Handke herauskristallisiert, die wirklich sehr gut sein sollen: "Wunschloses Unglück","Langsame Heimkehr", "Eine morawische Nacht". Ich hoffe, dass ich diese Leselücke bald schließen kann.
Liebe Grüße
mArtinus
Hallo Martinus,
ja, Wunschloses Unglück kann man relativ beschwerdefrei lesen, hat man auch flott durch, das dünne Bändchen; es ist ein erstes literarisches Schreiben nach und über den Selbstmord und die Geschichte der Mutter des Autors, wenn ich das so halbwegs korrekt formuliert habe. Man kann in diesem Buch, finde ich, einigermaßen gut erkennen, ob einem Handkes erzählerisches Schreiben liegt oder nicht.
Die morawische Nacht ist mir noch zu teuer, da noch relativ jung; da warte ich erst mal noch, bis die auf dem Gebrauchtbuchmarkt so um den 2 - 3 Eurobereich liegt. (und dann: über 500 Seiten - uff)
Gut les.
(Kaffeetassenemoticon)
und solcherlei schwachliteraturiger Texte, die aber ziemlich packend
sein können und immer anstrengend sind.
Dazwischen passt(e) aber:
Steinfest, Heinrich ::: 'Cheng'
Krimihandlung?? Wen interessiert denn das, so wie der Mann schreibt??

Krajewski, Marek ::: 'Gespenster in Breslau'
Offenbar das erste Buch in dieser Reihe - ziemlich konstant (siehe was ich
im October dazu schrieb...).
Boris Vian konnte ich nicht lesen, ich habe aber 'ne CD von ihm, mit Jazz,
und ab und an, an Haltestellen, lese ich etwas in Tobias Smollett's 'Humphry
Clinker's Reise', hier blättere ich bisweilen in einem kuriosen Buch von Geoff
Ryman mit dem Titel: '253' und dem Untertitel: 'Der U-Bahn-Roman'...
Handlung ist ziemlich mau

Die CD ist ein Sampler für einen Euro,
im Vorbeigehen, in einem französischen
Supermarkt gekauft. ( Vian als Musiker,
das ist doch etwas rar... deswegen wun-
dere ich mich immer noch ab und an...)
Les Joyeux Bouchers, Cinematographe,
La Java Des Bombes Atomique, Je Bois,
Le Peti Commerce, J'suis Snob, La Com-
plainte Du Progres, On N'est Pas La
Pour Se Faire Engeuler, Bourree De Complexes,
Le Deserteur.
Er ist für jeden song als einer der Urheber
aufgeführt, aber singt er auch? Spielt er
Trompete? Mit wem noch? Wann?? Keine Info.
Die Musik schwankt... schwangt zwischen swing,
rag, chanson, Ballade, Tanzmusike.
- - - - - - - - - - -
Ich habe es versucht, konnte Vian aber nicht
(wieder) lesen, ging nicht, Kopf hat sich ge-
weigert. Ich habe sämtliche erreichbaren
Bücher - war wohl die ganze 2001.Edition -
im letzten Jahrhundert sehr intensiv gelesen.
Das wird der Grund sein: es ist nicht nötig,
zu präsent.
Liebe Grüße
mArtinus

Dazu "Der grausame Gott" von Alfred Alvarez, eine Studie über den Selbstmord.
Dann, natürlich ihre Gedichte "Ariel". Werde bald daraus zitieren.
Danach die Nächste: Virginia Woolf.
Ah, was willst du denn von Virginia Woolf lesen? "Mrs. Dalloway" habe ich vor vielen Jahren gelesen, sonst habe ich noch "Der Leuchtturm", soll auch eines ihrer sehr guten Romane sein.
Ich habe mich gerne in einem kleinen Miniforum breitschlagen lassen
"Korrekturen" von Thomas Bernhard zu lesen. Damit beginne ich nächste Woche.
Z.Zt. lese ich noch von Doris Lessing: "Mara und Dann". Naja, um es kurz zu sagen, von Doris Lessing gibt es weitaus besseres.

Ich habe eine Biographie von ihr hier und ein kleines Buch mit Auszügen aus ihren Tagebüchern. Mal sehen. Bin voll im "Frauen-Power"-Stream. Zuerst Beauvoir, dann Bachmann, dann Plath, Woolf, wer hätte das gedacht.
"Das andere Geschlecht" liegt als Nebenlektüre neben dem Bett.
Ja, solche Phasen gibt es. Mich hat jetzt der Bernardo wieder erwischt. Eine große Frau deutscher Literatur ist MarieLuise Kaschnitz. Aus Österreich Elfriede Jelinek, die seit einiger Zeit ihre Werke nur auf ihrer Homepage veröffentlicht. Als Einstieg ist "Die Klavierspielerin" geeignet.

Ich habe noch "Auslöschung" vor mir.
Jelinek fand ich nicht so doll. Vielleicht irgendwann mal wieder.
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