Hirn in Hand

15.01.2010 23:52 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2010 01:04)
avatar  Taxine
#1
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Admin

Und noch eins, wo ich grad' so in meinen alten Sachen krame.

Hirn in Hand

Gestern nahm ich mein Hirn aus dem Kopf,
hielt es erstaunt in der Hand.
Ist kleiner, als gedacht, sprach ich eitel,
als damit die Bildung verschwand.
Dann drehte ich es hin und her,
sah es an Stellen pulsieren.
„Das also soll es sein? Jetzt leer
das Schwere, Dumpfe, Verlieren?
Der stete Abgrund, das Selbst
in Findung, Windung, Knoten?“
Schon sehe ich mich selbst ganz klar
als brauchbaren Idioten.
Ein ganzes Sein so in der Hand
versetzt die Welt zurück,
denn mit der Masse klafft das Ich,
ich will nicht sagen, voller Glück,
jedoch so weit ins Echo,
von Spiegel zu Spiegel entbehrt,
wie auch die Welt, ohne Geräusch,
als ich sie fallen ließ.

Verzerrt.


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17.01.2010 00:57 (zuletzt bearbeitet: 17.01.2010 11:43)
avatar  LX.C
#2
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Ich finde gerade dieses Unkommentierte hier ganz unkommentiert am besten. So als brauchbarer Idiot.


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17.01.2010 15:45
avatar  Taxine
#3
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Admin

Na, da sach ich doch gleich mal ein unkommentiertes Danke!


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05.02.2010 16:32
avatar  Bea
#4
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Bea

Nur Narr, nur Dichter! Gern gelesen, Danke!



Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin


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