Mai 2011
Und weiter geht's
Habe eine Luststrähne in deutschsprachiger Literathür
Christa Wolf: Leibhaftig
Zeitenumbruch. Das Ende der DDR und eine Krankheit bringt die Protagonistin an den Rand des Todes. Der "Körper als Seismograph des allgemeinen Zusammenbruchs...Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft"(steht hinten auf dem Luchterhand-Buchdeckel drauf).
Weiter geht es mit dem zweiten Teil: Ilja Ilf und Jewgeni Petrow "Das goldene Kalb oder Die Jagd nach der Million".
Die Einleitung ist schon herrlich, wie beide davon berichten, aufgrund ihres ersten Romans böse Kritik eingesteckt zu haben, weil ein wutschnaubender Bürger ihnen vorwarf, in einer solch ernsten Zeit zu wagen, Satire zu schreiben. "Das Lachen ist jetzt schädlich!" verkündet der russische gestrenge Bürger. "Lachen ist sündhaft." und "Die Satire darf nicht humoristisch sein!"
Ilf und Petrow beschließen daraufhin, den zweiten Roman trotzdem zu schreiben, ihn in jedem Fall heiter werden zu lassen und den Staatsanwalt der Republik zu bitten, gegen den erwähnten Bürger aufgrund des Paragraphen, der himmelschreinende Dummheit unter Strafe stellt, vorzugehen.
Zitat von LX.C
Rinser - Septembertag
aha, haste was gerochen...![]()
Du interessierst dich viel für deutschsprachige Literatur, nicht? Zur Zeit bin ich da im Nachholbedarf. Weitere Lesevorhaben sind: Luise Rinser, "Mitte des Lebens", "Ich bin Tobias", Christa Wolf: "Nachdenken über ChristaT.", "Der geteilte Himmel"; Max Frisch: "Der Mensch erscheint im Holozän", Heinrich Böll: "Haus ohne Hüter", Ralf Rothmann: "Milch und Kohle", "Feuer brennt nicht", Uwe Timm: "Rot", "Die Entdeckung der Currywurst" u.a.
Zu den Deutschen: Mich zieht's in dieser Hinsicht zu den aktuellen (modernen?) Schriftstellern. Von Uwe Tellkamp liegt bei mir "Der Turm" herum. Werde ich trotz der so auseinander gehenden Kritiken auf jeden Fall lesen. Auch werde ich Hanns-Josef Ortheils "Die Erfindung des Lebens" lesen. Beide Romane sind dicke Klopper und werden viel Zeit in Anspruch nehmen.
Noch ein deutschsprachiger und junger Autor ist Daniel Kehlmann. Von dem werde ich mir erst einmal das dünne Werk "Mahlers Zeit" zu Gemüte führen. 
Zitat von Martinus
Weil mein Max Frisch noch nicht da ist,
Wann kömmt der endlich, oh Go(tt)dot!
Vergnüge mich derweil mit der gnadenlos schönen Erzählmanier des Cees Nooteboom: "Die folgende Geschichte".
Toll, Nooteboom. ![]()
Ich lese mit wachsender Begeisterung einen der jungen Wilden, diesmal aus den russischen Gefilden: Viktor Pelewin "Generation P"!
Zitat von LX.CZitat von Taxine
Uwe Tellkamp liegt bei mir "Der Turm"
Liegt bei mir auch noch rum.
Leserunde? ![]()
Zitat von MartinusZitat von LX.C
Rinser - Septembertag
aha, haste was gerochen...
Ja, um ehrlich zu sein - verstehe das jetzt nicht als Angriff - Deine Buchvorstellung fand ich ziemlich über den Daumen gebrochen, daher wollte ich selbst mal schauen, was da los ist; und mein Eindruck bestätigt sich zunehmend. Ich werde danach auf jeden Fall auch noch "Jan Lobel aus Warschau" lesen.
Zitat von LX.CZitat von MartinusZitat von LX.C
Rinser - Septembertag
aha, haste was gerochen...
und mein Eindruck bestätigt sich zunehmend.
Vielleicht schreibst ja deinen Eindruck in dem Thread. Würde mich freuen.
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