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16.08.2007 17:04
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#16
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Moulin ( Gast )

Zitat von Taxine
...so kaufen Menschen eben auch für das Auge...



Vielleicht hatte er auch Angst vor der fehlenden Jungfräulichkeit des Buches.


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16.08.2007 17:05
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#17
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Taxine ( Gast )



Dafür hat der Herr aber vorher ganz schön gefeilscht.
Vielleicht dachte er: Oh..., das war zu einfach!

Ich meine, ein angestoßenes Buch enthält immerhin denselben Inhalt, wie ein neues. Es ist schließlich keine abgelaufene Milch oder ähnliches.


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16.08.2007 17:05
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#18
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Moulin ( Gast )

Ich kann nur aus eigener Sicht dazu sagen: Ich mag Bücher 'mit Erfahrung'!


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16.08.2007 17:06
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#19
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Taxine ( Gast )

Auch das unagetastete Buch hat seine Vorzüge. Das Aufschlagen, das Neue, der Geruch, die Vorfreude. Nichts ist "zerblättert", man knickt sozusagen noch selbst.
Aber, stände ich vor der Wahl:
Entweder ein antiquares, vergriffenes Buch oder gar keines zu nehmen, dann würde ich nicht einmal überlegen.

Tolstoi und seine Tagebücher, seine Gedanken stehen bei mir halb zerfallen (wortwörtlich) im Regal, ebenso Baudelaire in seinem entblößten Herz und Briefen. Und geschadet hat es auch nicht.


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16.08.2007 17:06
avatar  Moulin ( Gast )
#20
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Moulin ( Gast )

Wenn Du Dich mit so alten Herren einlässt, darfst Du Dich nicht wundern, wenn sie während der Benutzung zu staub verfallen.
Die Tagebücher von Tsai-Lun haben es sicher schon hinter sich, während Nofretete und Echnaton etwas härtere Materialien bevorzugten.


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16.08.2007 17:06
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#21
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Taxine ( Gast )

Ja, da wird wohl Wahres dran sein. Diese alten Herren voller Wissen und Sinn für die Poesie, die Kunst, das Leben.

Oder erst die Schriften der alten Inder, oder noch drastischer, der Chinesen. Gerollt! Wer rollt den Kram denn wieder zusammen, wenn man den Ratschlägen Buddhas und Laotse längst folgt?

Na, wenigstens müssen wir nicht mehr in Höhlen gehen, um die Wandmalereien zu entziffern.
Man sitzt ja so ungern mit dem Rücken gegen die Welt.


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16.08.2007 17:07
avatar  Moulin ( Gast )
#22
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Moulin ( Gast )

...Mit dem Rücken gegen die Wand?
Da wurde sicher so mancher frühe Kunstliebhaber zu Bärenfutter.

Die letzte Schriftrolle, die ich las, brauchte wegen einseitiger Verwendung nicht wieder gerollt zu werden.
Auch der Text wiederholte sich unendlich in seiner ohnehin schon, auf die wesentliche Aussage reduzierte Form: ZEWA.


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16.08.2007 17:07
avatar  Taxine ( Gast )
#23
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Taxine ( Gast )

Gegen die Welt, werter Moulin. Gegen die Welt. Um nicht zu sagen, im Gleichnis.

Bei einem so saugfähigen Papierus muss man davon ausgehen, dass gut möglich mit unsichtbarer Tinte so manche geheime Formel festgehalten worden ist, die nicht im normalen Umgang des "Verschütteten-Aufwischens ... mit extra Saugkraft" sofort zu entschlüsseln ist.
Kann sich natürlich auch um weitere Schleichwerbung handeln.

Aber mal so gesehen: Darum wurde schließlich die Mathematik erfunden. Um nicht immer mit krampfender Hand an ewigen Sätzen und Wortschöpfungen sitzen zu müssen, erfanden unsere Vorfahren einfach die Sprache der Abkürzungen.
Manch Gerücht munkelt von einer ganz fürchterlichen Faulheit.
Die Schreiber der Herrscher wollten lieber neben ihnen liegen und sich mit Weintrauben füttern lassen. Da verkürzt man schnell mal...


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