Juli 2013

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03.07.2013 11:11
avatar  Krümel
#1
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Und weiter geht es mit: "Der weite Weg zu zweit" von John Updike - "Sturm" habe ich beiseite gelegt, das war nix!


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10.07.2013 13:47
avatar  LX.C
#2
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Rennefanz - Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration


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10.07.2013 14:24 (zuletzt bearbeitet: 10.07.2013 14:25)
avatar  Taxine
#3
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Admin

Ich lese Kurt Raabs "Die Sehnsucht des Rainer Werner Fassbinder". Eine sehr subjektive Biografie, dennoch interessant. Gegen die "Hassliebe" Raabs sind im Buch auch verschiedene Interviews und Dialoge gesetzt, die das Bild etwas zurechtrücken sollen. Natürlich war Fassbinder wirklich ein schwieriger Charakter.

Einen der Dialoge fand ich gut. Da geht es um ein Gespräch mit Peter Chatel, den Fassbinder anbrüllt:

"Wenn du jetzt gehst, bring ich mich um."


Chatel kontert:

„Da würde ich an deiner Stelle aus dem Fenster springen, denn dann fällst du an meinem Fenster vorbei, weil ich ja unter dir wohne, da können wir uns noch einmal zuwinken.“


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12.07.2013 13:39 (zuletzt bearbeitet: 12.07.2013 15:53)
avatar  Taxine
#4
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Admin

Vom Gewicht her bringt mir dieses Buch zwar nichts als Scherereien, aber mit dem Inhalt könnte man schon sehr angenehm seine Tage vergeuden. Ein Buch zumindest, dass ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Ich rede von Rainer Schmitz' "Was geschah mit Schillers Schädel?". Darin findet man dermaßen viele Anekdoten über literarische Ereignisse, Zwischensequenzen, Schriftsteller ... einfach nur herrlich, als eine Art mächtiges Lexikon von A bis Z.


Eine witzige Anekdote gab's z. B. unter "Alkohol" über Gottfried Keller.
Dieser neigte, wie bekannt, ein bisschen zum Trunk und entzündete sich nur allzu gerne an der Fackel des Weines. Eines Tages kamen ihm auf unerklärliche Weise seine Schuhe abhanden, so dass der Erboste Anzeige erstattete. Bald schon erhielt Keller einen Brief des Züricher Polizeibureaus, mit folgendem Wortlaut:

„Polizist H. sah gestern, nachts 1 Uhr, Herrn Alt-Staatsschreiber Keller in nicht ganz einwandfreier Haltung nach Hause zurückkehren, bemerkte, wie derselbige Herr Alt-Staatsschreiber Keller sich auf die Treppe hinsetzte oder von höherer Gewalt hinsetzen ließ, hierauf sich die Schuhe auszog und dieselben eigenhändig auf die Straße hinauswarf, offenbar in dem Glauben, der Herr Alt-Staatsschreiber befinde sich in seinem Schlafzimmer. Wir übermitteln Ihnen hiermit das zierliche Paar Schühlein, indem wir annehmen, es möchten die beredten zwei Paar bei ähnlichem Anlasse von dem Herrn Staatsschreiber verworfen und von weniger ehrsamen Händen aufgehoben worden sein.“


Oder:
„Einmal erschien Keller in seinem Stammlokal „Öpfelchammer“ mit einem großen Handkoffer. Erstaunt fragten ihn die Trinkfreunde, ob er noch verreisen wolle. „Nur eine List“, erklärte Keller. „Wisst, es ist mir immer so peinlich, wenn ich morgens heimkomme und die Leute sehen mich so sonderbar an. Wenn ich aber einen Koffer trage, werden sie glauben, ich komme von einer Reise. Und sollte ich einmal schief gehen, so werden sie denken: Ach Gott, was muss der arme Gottfried Keller eine schwere Last in seinem Koffer zu tragen haben.“



Auch toll war der Bericht über Sir Arthur Conan Doyle, den die Leute ständig für seine Figur hielten oder der Hinweis, dass die Bastille so manchen Poeten auch vor dem Hungertod rettete. Und dass z. B. nach Günter Grass eine Alge benannt wurde, wusste ich auch nicht. Polnische Meeresbiologen entdeckten eine unbekannte Algenart und gaben ihr den Namen "Fragilaria guenter-grassii".


---
(Zitate aus „Was geschah mit Schillers Schädel?“ von Rainer Schmitz, Eichborn Verlag)


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12.07.2013 14:17
avatar  LX.C
#5
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Herrlich Und ich dachte, es ginge nur um Schillers Schädel. Da hätte ich Abhilfe gewusst, Peter Braun Schiller, Tod und Teufel. Allerdings kein Buch, das man auf eine einsame Insel mitnehmen würde.


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12.07.2013 15:51 (zuletzt bearbeitet: 12.07.2013 15:52)
avatar  Taxine
#6
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Admin

Ich hatte schon häufiger über dieses Buch gelesen, was ich aber darin finde, ist wesentlich mehr. Wirklich zu empfehlen. Man muss es ja auch nicht, so wie ich, am Stück lesen, kann immer wieder blättern und schmunzeln.

Ich komme voran, bin schon beim Buchstaben B.


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12.07.2013 16:09
avatar  LX.C
#7
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Aber wahrlich ein fetter Schinken


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12.07.2013 16:33 (zuletzt bearbeitet: 12.07.2013 16:35)
avatar  Taxine
#8
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Admin

Allerdings, und ich habe auch den Verdacht, dass das Cover aus schwerem Holz gefertigt wurde.


Ein Brüller unter B wie Bescheidenheit:

"Umfragen nach den "wichtigsten" Autoren und Büchern sind immer schon beliebt gewesen. So wandte sich eine amerikanische Zeitschrift an George Bernhard Shaw mit der Bitte, er möge ihr zwölf lebende Schriftsteller nennen, die nach seiner Meinung die Bedeutendsten seien.
(...) Shaw antwortete:





1. George Bernhard Shaw
2. George Bernhard Shaw
3. George Bernhard Shaw
4. George Bernhard Shaw
5. George Bernhard Shaw
6. George Bernhard Shaw
7. George Bernhard Shaw
8. George Bernhard Shaw
9. George Bernhard Shaw
10.George Bernhard Shaw
11.George Bernhard Shaw
12.George Bernhard Shaw

Shaw fügte hinzu: "Über die Reihenfolge dieser zwölf möchte ich mir aus begreiflichen Gründen kein Urteil erlauben."





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12.07.2013 16:47
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#9
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14.07.2013 11:19
avatar  Krümel
#10
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"Der Hochwald" von Adalbert Stifter


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19.07.2013 09:43 (zuletzt bearbeitet: 19.07.2013 09:44)
#11
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Endlich mal wieder ein besonders schöner Roman. David Herbert Lawrence: Lady Chatterley



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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20.07.2013 10:41
avatar  Krümel
#12
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Hi, und ich hab´ mir gestern von Lawrence "Liebende Frauen" geschnappt


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20.07.2013 15:33 (zuletzt bearbeitet: 20.07.2013 16:06)
avatar  LX.C
#13
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Nun aber Alexijewitsch - Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft

"Schicksal ist das Leben des einzelnen, Geschichte - das Leben von uns allen. Ich möchte Geschichte so erzählen, daß dabei das Schicksal nicht aus dem Blickfeld gerät ... Der einzelne ...
Was sich in Tschernobyl am meisten einprägt, ist das Leben 'danach': Dinge ohne Menschen, Landschaften ohne Menschen. Wege ins Nichts, Telegrafendrähte ins Nichts. Hin und wieder fragt man sich: Was ist das - Vergangenheit oder Zukunft?
Manchmal fühle ich mich wie eine Chronistin der Zukunft ..." (Alexijewitsch, Berlin Verlag, 4. Ausg. 2013, S. 50).


Ein Buch das schockiert und berührt und viel in einem bewegen kann.


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22.07.2013 18:10 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2013 10:48)
avatar  LX.C
#14
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Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen radikal, aber Atomkraftbefürworter müsste man je mit diesem Buch in einen leeren Raum sperren. Es würde wie kognitive Psychologie auf sie wirken. Das Problem an einem solchen Buch ist leider, dass es diejenigen, die es lesen müssten, nie erreichen wird.


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29.07.2013 11:13
avatar  LX.C
#15
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Jagenholz - Wie Rauch


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