Dezember 2013

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01.12.2013 09:34
#1
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Zweiter Versuch mit: 1Q84, Haruki Murakami.
(Es plätschert, aber es fließt immer noch nicht. Vielleicht bin ich auch durch Yasunari Kawabatas Werke "korumpiert", irgendwie, sozusagen.)


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01.12.2013 11:16
avatar  Krümel
#2
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Zitat von Patmöser im Beitrag #1
Zweiter Versuch mit: 1Q84, Haruki Murakami.
(Es plätschert, aber es fließt immer noch nicht. Vielleicht bin ich auch durch Yasunari Kawabatas Werke "korumpiert", irgendwie, sozusagen.)


Ich weiß auch nicht, ob das was für dich ist, dafür lesen wir in der Regel viel zu unterschiedlich ...


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02.12.2013 10:35
#3
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Viel zu unterschiedlich vielleicht weniger, Krümelchen, nur bin ich vielleicht launischer als du...



Zum Beispiel find ich die Dostojewski-Biographie von Geir Kjetsaa interessanter und lesbarer, als viele Werke dieses immer etwas fiebrigen, oft zu fanatischen und neurotischen Bleichgesichts selbst.
(Und jetzt schreite ich lieber schnell von hinnen...)


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02.12.2013 10:44
#4
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Mich schon darauf freuend: Shakespeare. Die Biographie, Peter Ackroyd, btb.


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05.12.2013 23:12
#5
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Jörg Fauser, Der Schneemann

06.12.2013 08:21
#6
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Krimiversuch: Nele Neuhaus, Böser Wolf. Ullstein Verlag, und dann auch noch über 400 Seiten...


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06.12.2013 16:48
avatar  Sokolow
#7
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Yasmina Khadra

Wovon die Wölfe träumen


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08.12.2013 18:17 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2013 18:18)
avatar  Taxine
#8
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Admin

Gelesen: Hans-Jürgen Hilbig "Elke, die Unsichtbare". Beeindruckende Lektüre.
Und nun, nun bin ich wieder bei Nabokov gelandet. Nach "Der Späher", genial genial, lese ich jetzt "Verzweiflung". Dann hab' ich den ganzen Nabokov auch durch.


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08.12.2013 18:18
avatar  Taxine
#9
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Admin

Zitat von Roquairol im Beitrag #5
Jörg Fauser, Der Schneemann


Fauser. Toll. Sag mal, wie es dir gefallen hat. Ich fand "Rohstoff" schon gut.


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09.12.2013 18:14 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 18:27)
avatar  LX.C
#10
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Lang ist es her, dass ich Greenblatts "Verhandlungen mit Shakespeare" las. Nun kreuzt er wieder meinen Weg:

Greenblatt - Die Wende. Wie die Renaissance begann


anhand des Lebens des "Bücherjägers" Poggio im 15. Jh.
Die Technik erinnert mich nach den ersten Seiten stark an Golo Manns epischer Biographie "Wallenstein", einem Verschmelzen von Geschichte und Literatur. - Das Literarische dabei als Komplementärfunktion zur Historie verstanden.


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09.12.2013 18:28 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 18:29)
avatar  Jatman1
#11
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Zitat von Taxine im Beitrag #8
Gelesen: Hans-Jürgen Hilbig "Elke, die Unsichtbare". Beeindruckende Lektüre.
Und nun, nun bin ich wieder bei Nabokov gelandet. Nach "Der Späher", genial genial, lese ich jetzt "Verzweiflung". Dann hab' ich den ganzen Nabokov auch durch.


Dass Du von Nabokovs ewig dahin fließenden Beoabchtungs- und Beschreibungsdelirium begeistert bist, kann ich mir gut vorstellen ;-) Mir scheint bei ihm Form vor Inhalt zu gehen. Das hat ihn mir unsymphatisch gemacht. Inhalt ist ihm wichtig und besitzt sicherlich auch einen hohen Anspruch - leider verkleistert er es. Und so bleiben seine Bücher nur etwas für geduldige und hochsensible Leser wie Dich.


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09.12.2013 23:01 (zuletzt bearbeitet: 10.12.2013 13:29)
avatar  Taxine
#12
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Admin

Zitat von Jatman1 im Beitrag #11
Zitat von Taxine im Beitrag #8
Gelesen: Hans-Jürgen Hilbig "Elke, die Unsichtbare". Beeindruckende Lektüre.
Und nun, nun bin ich wieder bei Nabokov gelandet. Nach "Der Späher", genial genial, lese ich jetzt "Verzweiflung". Dann hab' ich den ganzen Nabokov auch durch.


Dass Du von Nabokovs ewig dahin fließenden Beoabchtungs- und Beschreibungsdelirium begeistert bist, kann ich mir gut vorstellen ;-) Mir scheint bei ihm Form vor Inhalt zu gehen. Das hat ihn mir unsymphatisch gemacht. Inhalt ist ihm wichtig und besitzt sicherlich auch einen hohen Anspruch - leider verkleistert er es. Und so bleiben seine Bücher nur etwas für geduldige und hochsensible Leser wie Dich.


Was soll ich sagen. Es ist wirklich schlimm bei mir. Bücher, die eine einfache Geschichte erzählen, gut erzählen, gut geschrieben erzählen, hinterlassen bei mir dennoch den Eindruck der Zeitverschwendung. Ich brauche diese stilistische Herausforderung oder das Verkleisterte. Nabokov ist ja nun nicht gerade tiefsinnig, aber stilistisch und in seinen Experimenten doch genial. "Der Späher" (Englisch: "The Eye" mit bezug auf I - also Auge/Ich) profitiert z. B. durch die Herausforderung der Perspektive.
"Verzweiflung" wiederum ist weniger gut geschrieben, zu ausführlich. Aber dennoch: hier findet sich eine ausgeklügelte Story a la Nabokov. Das lockt mich dann immer wieder in seinen Bann. Aber hochsensibel muss man dafür, glaube ich, nicht sein. Bei Dostojewski verstehe ich das schon eher.


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09.12.2013 23:57
#13
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Zitat von Taxine im Beitrag #9
Zitat von Roquairol im Beitrag #5
Jörg Fauser, Der Schneemann


Fauser. Toll. Sag mal, wie es dir gefallen hat. Ich fand "Rohstoff" schon gut.


Klasse. Die Krimihandlung an sich ist eher banal, aber das alles in einer genialen Sprache. Ungefähr wie wenn die Royal Shakespeare Company einen Schimanski spielt, der von Hemingway geschrieben wurde. Geil.

10.12.2013 15:51 (zuletzt bearbeitet: 10.12.2013 15:54)
avatar  LX.C
#14
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Zitat von LX.C im Beitrag #10
Lang ist es her, dass ich Greenblatts "Verhandlungen mit Shakespeare" las. Nun kreuzt er wieder meinen Weg:

Greenblatt - Die Wende. Wie die Renaissance begann


anhand des Lebens des "Bücherjägers" Poggio im 15. Jh.
Die Technik erinnert mich nach den ersten Seiten stark an Golo Manns epischer Biographie "Wallenstein", einem Verschmelzen von Geschichte und Literatur. - Das Literarische dabei als Komplementärfunktion zur Historie verstanden.


Ein Muss für Bücherliebhaber würde ich sagen Man kann sich der Renaissance ja auf verschiedene Weise nähern. Greenblatt tut dies unmittelbar über das Thema Buch, was bei der "Hauptperson", dem Bücherjäger Poggio ja nahe liegt, und entwickelt so auf lebendige Weise auch eine Geschichte des Buches vor der Erfindung des Buchdrucks, von der Antike bis in die Renaissance. Natürlich geht es dabei auch um Inhalte, sodass Traditionszusmenhänge und eben die Wende zur Renaissance sich vor einem auftun. Absolut faszinierend


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10.12.2013 18:53
avatar  Jatman1
#15
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„Bücher, die eine einfache Geschichte erzählen, gut erzählen, gut geschrieben erzählen, hinterlassen bei mir dennoch den Eindruck der Zeitverschwendung.“

Das sind deutliche Worte. Passt auch zu Deinen Bildern. Da ist, wenn es nur einen Hauptgedanken gäbe, dieser von vielen weiteren durchsetzt und modifiziert. Man darf sich etwas aussuchen. Nein, man m u s s geradezu auf die Suche gehen. So liest Du vermutlich auch. Es geht Dir erst in zweiter Hinsicht um das Erleben der Geschichte, sondern um das Suchen dürfen / müssen / können in einem Text.
Dann sagt Dir einer meiner großen, Kurt Vonnegut, bestimmt nicht allzu sehr zu?


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