Nabokov immer nur Nabokov

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07.10.2020 10:18
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#16
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Hahaha. Ich finde, das sagt doch alles. Welcher Film? Welcher Film? Namen. Daten. Datum. Spiellaufzeit. Mitwirkende. Story und Plot bitte.

Na gut. Titel reicht für's Erste auch.


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07.10.2020 13:34
avatar  Sokolow
#17
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08.10.2020 15:50
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#18
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Ah... danke. Und? War er gut, irgendwie gut?


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08.10.2020 18:54 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2020 18:59)
avatar  Sokolow
#19
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Zitat von Taxine im Beitrag #18
Ah... danke. Und? War er gut, irgendwie gut?

ziemlich ratlos oder? dieser Trailer?
Aber ich kann dir gar keine Auskunft geben,
ich hab drei minuten gesehen allerdings
haben mir die drei minuten sehr gefallen,
es ist der Anfang von
Erinnerung sprich und da
muss ich folgendes sagen, die erste Seite ist genau dass
was Literatur ist.....

Die Wiege schaukelt über einem Abgrund, und der platte Menschenverstand sagt uns, dass unser Leben nur ein
kurzer Lichtspalt zwischen zwei Ewigkeiten des Dunkels
ist. Obschon die beiden eineiige Zwillinge sind, betrachtet
man in der Regel den Abgrund vor der Geburt mit größerer
Gelassenheit als jenen anderen, dem man (mit etwa viereinhalbtausend Herzschlägen in der Stunde) entgegeneilt.
Ich weiß jedoch von einem Chronophobiker, den so etwas
wie Panik ergriff, als er zum ersten Mal einige Amateurfilme sah, die ein paar Wochen vor seiner Geburt aufgenommen worden waren. Er erblickte eine praktisch unveränderte Welt – dasselbe Haus, dieselben Leute –, und dann
wurde ihm klar, dass es ihn dort nicht gab und dass niemand sein Fehlen bedauerte. Er sah seine Mutter aus einem Fenster im ersten Stock winken, und diese unvertraute
Geste verstörte ihn, als wäre sie irgendein geheimnisvolles
Lebewohl. Aber was ihm besonderen Schrecken einjagte,
war der Anblick eines nagelneuen Kinderwagens, der dort
vor der Haustür selbstgefällig und anmaßend stand wie ein
Sarg; auch er war leer, als hätte sich im umgekehrten Lauf
der Dinge sogar sein Skelett aufgelöst.


Erinnerung sprich, Vladimir Nabokov, erschienen bei Rowohlt

https://www.rowohlt.de/download/file2/ro...499-22547-5.pdf


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09.10.2020 00:51
avatar  Taxine
#20
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Wenn du den Leser auf der ersten Seite zu fesseln weißt, kannst du dich ganz deinen Erinnerungen widmen. Das Buch steht vorne in meinem Regal, sogar griffbereit neben der Couch. Und es löst sich leicht aus der Reihe, ohne dass ein anderes Buch umkippt. Nabokovs Bücher stabilisieren sich gegenseitig. Von außen und von innen.


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09.10.2020 00:52
avatar  Sokolow
#21
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Zitat von Taxine im Beitrag #20
Wenn du den Leser auf der ersten Seite zu fesseln weißt, kannst du dich ganz deinen Erinnerungen widmen. Das Buch steht vorne in meinem Regal, sogar griffbereit neben der Couch. Und es löst sich leicht aus der Reihe, ohne dass ein anderes Buch umkippt. Nabokovs Bücher stabilisieren sich gegenseitig. Von außen und von innen.

schöner kann man es nicht sagen


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16.05.2021 11:20
avatar  Taxine
#22
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Sebastian Knight ließe sich großartig so zusammenfassen:

Die Eins ist die einzig wahre Zahl. Alle anderen sind nur Wiederholung.

Und die Null? Die drückt die Leere aus. Alles oder Nichts. Binär gibt es nicht mehr zu sagen als "an" und "aus". Gut, dass das Leben noch einige Zwischentöne hat.


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05.01.2022 20:38
avatar  Jatman1
#23
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Zitat von Taxine im Beitrag #14
Nabokov fing im Schmetterling
die Kindheit ein.
Die grenzenlos zerteilte Zeit
schimmert als Gefängnis.
Die Vibration des Flügelschlags
ist auf das Brett gebannt.
Und verstaubt, wie die Jahre.


Wunderbar, gefällt es mir. Wunderbar. Von Dir Taxine?


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05.01.2022 21:05
avatar  Taxine
#24
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Zitat von Jatman1 im Beitrag #23
Zitat von Taxine im Beitrag #14
Nabokov fing im Schmetterling
die Kindheit ein.
Die grenzenlos zerteilte Zeit
schimmert als Gefängnis.
Die Vibration des Flügelschlags
ist auf das Brett gebannt.
Und verstaubt, wie die Jahre.


Wunderbar, gefällt es mir. Wunderbar. Von Dir Taxine?


Jawoll. Im Zuge des Gesprächs mehr oder weniger aus der Hand geschüttelt. Freut mich, dass es dir gefällt.


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