Kleinigkeiten in Wörtern und Sätzen - mit beschränkter Haftung ...
"Über 500 Beiträge in sechs Wochen"
Vielleicht hatten sie dort schlicht Sorgen wegen des maximalen Speichervolumen ihres Hosting-Pakets, wenn da nicht gar eigene Servern verwendet wurden.
Tellkamps Turm las ich seinerzeit bei meinen Eltern, die das Buch von einer davon beeindruckten rheinländischen Ärztin erhielten. Für mich war er einer der Romane, bei denen es vor allem ums Erzählte geht, mit stark traditionell geprägter Form. Gut getroffen hat er jenes in den 80ern in der beschriebenen Art vom Aussterben bedrohte altbürgerliche Milieu. Das Ende des Romans war jedoch auf eine Weise übertrieben, dass es angesichts des sonstigen Erzählstils wenig souverän wirkte, und Satire sollte dies wohl nicht sein. Insgesamt lesenswert, obwohl (oder weil) etwas deprimierend und in dieser Beziehung ähnlich wie André Kubiczeks Junge Talente, der sich freilich kürzer fasste. Dagegen bei dem Dresdner frei nach dem Geheimrat: Warum komprimieren, wenn es auch langatmig geht. Wobei Tellkamp auch kurz und bündig formulieren kann, was mir persönlich eher zusagt, weshalb ich hier mal aus Der Turm Entsprechendes zitiere:
"Es ging um Anspruch und Wirklichkeit, wie so oft, und um den stacheldrahtbestückten Zaun dazwischen." (378)
"Herr Rohde ist verschwiegen wie die Prawda" (680)
oder, um auch die Klassik einzubinden:
"Die Schallplatte dreht sich wie eine Schiffsschraube, der Dampfer Tannhäuser legt ab, nimmt mich mit in die Zeiten ... "(361)
#17
Zitat von Taxine im Beitrag #15
Maron wiederum hat mich in ihren späteren Romanen immer mehr enttäuscht.
Spätestens seit "Munin oder Chaos im Kopf" schreibt sie eher Manifeste und Pamphlete denn Romane oder Erzählungen. Ich verstehe das insoweit, als ihre Ansichten oft die meinen sind, künstlerisch freilich ist das zu wenig. Und auch wenn ich als Hundeliebhaber "Bonnie Propeller" süß fand, wer über Haustiere schreibt, hat jeden Ehrgeiz verloren und biedert sich an.

#18
Zitat von Salin im Beitrag #16
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Zitat von Salin im Beitrag #16
Für mich war er einer der Romane, bei denen es vor allem ums Erzählte geht, mit stark traditionell geprägter Form. Gut getroffen hat er jenes in den 80ern in der beschriebenen Art vom Aussterben bedrohte altbürgerliche Milieu.
Ja, das würde ich so unterschreiben.
Meine Lieblingszitate:
Uwe Tellkamp: Der Turm, Frankfurt am Main 2008, S. 147f.:
"Niklas erzählte von vergangenen Inszenierungen. In das Klingen der „Abtsuhr“, Ezzos Übungen auf der Geige nebenan, Gudruns Deklamationen von „Hach, wer ist der Schurke, sprich“, in die Gongschläge der Standuhr mit dem Messingzifferblatt, die über dem Teppich, vor der Schrankwand mit „Dehio“-Bänden, alphabetisch geordneten Musiker-Biographien und alteuropäischen Briefwechseln verebbten, mischten sich die Namen aus der Glanzzeit der Oper und der Musik, die für Niklas eine deutsche Kunst war, bei allem Respekt vor den Beatles und ABBA, über die er in den Themenabenden im „Freundeskreis Musik“ (beim Musikkritiker Lothar Däne in der Schlehenleite) kenntnisreich zu referieren wußte. „Die Pentatonik … nun, wenn die Kapelle in Japan spielt, können sie von unserer Musik nicht genug bekommen. Mozart auf pentatonisch, nun ja. Amerika hat den Dschäß und Dschordsch Görschwin, es hat Börnschdeins West Seid Schdori und Ju Jork … Schön, schön. Es heißt immer, die Deutschen seien das Volk der Dichter und Denker; ich würde eher sagen, sie sind das Volk der Musiker. In keinem anderen Bereich ist der Beitrag der Deutschen so einmalig wie in der Musik. Wenn man von Verdi und Berlioz absieht, Puccini und Vivaldi … viel bleibt nicht übrig! Noch ä paar Russen, Tschaikowski, Mussorgski, Borodin, aber das ist schon speziell, schon Randerscheinung. Schostakowitsch noch und Prokofjew, Strawinski, der aber zu erklügelt ist, zu kopfig … Die Musik ist eine deutsche Kunst, es bleibt dabei.“
Uwe Tellkamp: Der Turm, Frankfurt am Main 2008, S. 365:
"Der gelbe Nebel zog durch ihre Zimmer, laugte an den Häusern, machte den Dresdner Sandstein porös, überkrustete die Dächer, fraß an den Schornsteinen, ließ die Kittfassungen der Fenster brüchig werden, aber die Türmer hörten Tannhäuser in sieben verschiedenen Aufnahmen und verglichen sie miteinander, um sich über die „beste, die höchste, die schönste, die Standard-Aufnahme“ zu streiten …"
#19
In der Dokumentation Höllenfahrt - Das Leben des Johannes R. Becher von Ulli Wendelmann aus der Reihe Lebensläufe des MDR sagt ganz zum Schluss der Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel; man müsse versuchen zu lernen, andere Biografien und andere Lebensläufe in ihrer Widersprüchlichkeit zu akzeptieren; das falle uns sehr schwer; aber wenn wir das nicht lernten, seien wir nicht in der Lage, die politische Welt, in der wir jetzt leben, weiterzuentwickeln.
Viel mehr Recht kann man gar nicht haben, denke ich! Und ich muss da gar nicht eigens auf Heidegger, Pfitzner, Strauss; Schostakowitsch, Sloterdijk, Osho und so viele andere hinweisen; mit denen man es sich so verdammt leicht macht; obwohl es eben meist die ganz großen Schwergewichte im Reiche des Geistes bleiben; die so verdammt schwer zu fassen sind, weil man sie eben nicht katalogisieren, schubladisieren und in kleine Häppchen portioniert schön handlich aufbewahren kann, um sie, wenn man sie braucht, hervorzuholen aus dem Schreibtisch, um sie zu benutzen, zu kommentieren und zu bewerten.
Dass der Mensch Schubladen benötigt, um sein Leben und Denken im Griff zu behalten, verstehe ich gut; das ist menschlich, allzumenschlich. Stereotype, Vorurteile und Klischees haben auch ihre kleinen Nutzen; aber sie versagen natürlich, wenn es um wesentlich Größeres geht. Wer die Vielgestaltigkeit der Existenz, die Mannigfaltigkeit der Natur und die Zerrissenheit eines jeden Menschen, die sich in bestimmten gesellschaftlich-historischen Epochen stärker gefährdet sieht als in anderen; ignoriert und leugnet; wird niemals zum Wesen der Welt und des Menschen vorstoßen.
#20
Karl Marx: Zur Judenfrage (184)
"Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers, also die Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht. Sein religiöses Bewußtsein wurde wie ein fader Dunst in der wirklichen Lebensluft der Gesellschaft sich auflösen. Andrerseits: wenn der Jude dies sein p r a k t i s c h e s Wesen als nichtig erkennt und an seiner Aufhebung arbeitet, arbeitet er aus seiner bisherigen Entwicklung heraus, an d e r m e n s c h l i c h e n E m a n z ip a t i o n schlechthin und kehrt sich gegen den h ö c hs t e n p r a k t i s c h e n Ausdruck der menschlichen Selbstentfremdung. Wir erkennen also im Judentun ein allgemeines g e g e nw ä r t i g e s a n t i s o z i a l e s Element, welches durch die geschichtliche Entwicklung, an welcher die Juden in dieser schlechten Beziehung eifrig mitgearbeitet, auf seine jetzige Höhe getrieben wurde, auf eine Höhe, auf welcher es sich notwendig auflösen muß. Die J u d e n e m a n z i p a t i o n in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit vom J u d e n t u m. Der Jude hat sich bereits auf jüdische Weise emanzipiert. [... ]Die g e s e l l s c h a f t l i c h e Emanzipation des Juden ist die E m a n z i p a t i o n d e r G e s e l l s c h a f t v o m J u d e n t u m."
Einer der zentralen Texte, der gerne unvollständig zitiert wird; je nach politischem Lager. Ich plädiere stets für eine genau Lektüre, die schnell klar macht; dass Marx hier von der Religion überhaupt spricht und vom Judentum als Symbol des Kapitalismus. Aber in Gänze ist das noch viel komplexer und schwieriger. Das wird man zugeben müssen, wenn man genau und gründlich liest. Freilich gölte das Gleiche für die Lektüre etwa der Schriften Richard Wagners.
#21
Noch vor der Publikation des ersten Bandes der sogenannten Scharzen Hefte (1931-1941) Martin Heideggers im Rahmen der Gesamtausgabe bei Vittorio Klostermann tobte ab Ende 2013 ein erbitterter Vernichtungskrieg in den deutschen und europäischen Medien, aber auch innerhalb des "Wissenschaftsbetriebs". Peter Trawny, der Herausgeber der entsprechenden Bände 94, 95, 96 und 97, hatte durch gezielte und selektive Vorveröffentlichung bestimmter Zitate, die sich auf das Judentum beziehen, die ohnehin nie wirklich verglimmende Debatte um des Philosophen Verstrickung in das NS-System neu entfacht und so radikalisiert, dass sich aus dieser wissenschaftlichen und feuilletonistischen "Diskussion" ungeheure Folgen gewärtigen ließen. Philosophisch wollten interessierte Kreise plötzlich nicht nur den Antisemiten Heidegger bloßstellen, sondern sein ganzes seinsgeschichtliches Denken antisemitisch deuten. Das führte zu Begrifflichkeiten wie dem „seinsgeschichtlichen oder metaphysischen Antisemitismus“, dem eine Nähe zum „eliminatorischen Antisemitismus“, der die „Endlösung“ befürwortet habe, unterstellt wird. Zuletzt verstiegen sich Kritiker sogar zu der These, die gesamte Philosophie Heideggers sei eine genuin nationalsozialistische und vielleicht sogar die geistige Grundlage des deutschen Nationalsozialismus. Wissenschaftspolitisch gab der Freiburger Philosophieprofessor Günter Figal seinen Rücktritt vom Vorsitz der Martin-Heidegger-Gesellschaft bekannt, weil er wegen der antisemitischen Passagen den Philosophen und Menschen Heidegger offiziell nicht mehr vertreten könne. Politisch wurden nach Heidegger benannte Institutionen und Straßen umzubenannt. Ein Wunder eigentlich, dass man Heideggers Werke nicht aus den Seminaren der Philosophischen Fakultäten verbannte.
Es ist hier nicht der Platz, im Einzelnen zu untersuchen; welche biografischen, philosophischen, werkkontextlichen, religionskritischen etc. Aspekte eindeutig gegen diese unsinnigen Anklagen sprechen, ich verweise unter anderem auf Friedrich-Wilhelm von Herrmann/ Francesco Alfieri: Martin Heidegger. Die Wahrheit über die "Schwarzen Hefte". (Philosophische Schriften, Band 94), aber auch Peter Trawnys Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung. Hier nur der Hinweis auf eine seit dem Historiker-Streit immer wieder geübte Methode, einem großen Geist mittels Verkürzung und vorsätzlicher Fehlinterpretation die Zähne ziehen zu wollen, um ihn mundtot zu machen. In zwei von den insgesamt drei Bänden mit 1250 Seiten gibt es insgesamt 13 Textstellen mit Bezug zum Judentum, die keine zweieinhalb DIN A 4 Seiten füllen. Die absolute Fokussierung auf diese wenigen Äußerungen unter kompletter Ausblendung sowohl der gesamten weit über tausend Seiten dieser Denk-Tagebücher als auch des Kontextes eines Gesamtwerkes, das in dieser Ausgabe in über 100 (sic!) Bänden erscheint, dürfte selbst innerhalb der Geisteswissenschaften beispiellos sein. Hier ist ganz klar die Intention zu erkennen, die nur daran ausgerichtet ist, einen der größten Denker des 20. Jahrhunderts zu beschädigen und zu diskreditieren.
Schon eine flüchtige Lektüre belehrte jedermann, dass Heidegger in der Tradition von nicht nur anderen Konservativen, sondern auch von Karl Marx das internationales Judentum oder Weltjudentum als Metapher für den Geist der neuesten Zeit setzt und also nicht antisemitisch. sondern gegenwartskritisch argumentiert. Weder ist Heideggers Denken systematisch antisemitisch noch ist seine gesamte Philosophie vom Wesen her nationalsozialistisch oder gar der Grundstein für jene deutsche Spielart des Faschismus. Das zu behaupten, ist keine philosophische Interpretation, sondern eine rein ideologisch und politisch verkürzte. Ich will aber nicht einmal behaupten, dass die Person Martin Heidegger kein Antisemit war, obwohl viele Befunde dagegensprechen; ich will nicht behaupten, dass der Antisemitismus überhaupt keine Rolle für ihn spielte. Und erst recht will ich nicht behaupten, dass Heidegger den Nationalsozialismus nicht zunächst befürwortete und in ihm etwas sah, das politisch zu seinem Denken passen könnte. Das sollte jeder für sich nach Lektüre der Gesamtausgabe und der vielen Biografien selbst entscheiden. Was aber gar nicht geht, ist dieser wohl kalkulierte Hexenprozess der geistig Armen und politisch Motivierten wider einen wirklich Großen der Geistesgeschichte.
#22
Wer einmal die Stationen des diskursiven Niedergangs vertonen will, den Untergang der politischen Kultur der Bundesrepublik; hat inzwischen ein Libretto mit vielen Seiten vor sich liegen. Alles beginnt natürlich mit den 68ern, der APO, der extremen Linken und der Gründung der Grünen, aber öffentlichkeitswirksam im Sinne ganz und gar nicht herrschaftsfreier Diskurse würde ich den Historikerstreit von 1986/87 als den großen Startschuss ansetzen, in welchem die Thesen des Historikers Ernst Nolte zum Holocaust und zu dessen Rolle für ein identitätsstiftendes Geschichtsbild Deutschlands durch die haltlosen Vorwürfe der von dem Philosophen Jürgen Habermas angeführten sehr lauten Fraktion in der breiten Öffentlichkeit ankamen und dort diskutiert wurden. Immerhin gab es damals noch genügend Akademiker, Journalisten und sonstige Intellektuelle, die sich den Ideologen entgegenstellten und Nolte den Rücken stärkten.
Weiter ging es mit der Rede des damaligen Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger zum 50. Jahresgedenken der Novemberpogrome 1938 am 10. November 1988 im Deutschen Bundestag, deren Bashing und Skandalisierung im Vorhinein bereits sorgfältig geplant war. Die Deutsche Einheit rückte zunächst derartige Kulturkämpfe in den Hintergrund, bis sie diese vergrößert in den Focus stellte. Der ungemein hellsichtige Botho Strauß traf mit seinem großartigen Essay „Anschwellender Bocksgesang" aus dem Jahr 1993 mitten ins Fleisch der sich längst siegreich wähnenden Meinungsmacher und entfesselte damit einen wahren Krieg an Denunziation, Verleumdung, Lüge und Vernichtung. Ihm folgte in ganz anderem Rahmen der Schriftsteller Martin Walser, der anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels am 11. Oktober 1998 in der Frankfurter Paulskirche eine Rede hielt, in der er eine „Instrumentalisierung des Holocaust“ ablehnte, woraufhin es eben nicht nur zu kontroversen Diskussionen und Protesten kam, sondern erstmals auch zu inquisitorischen Ritualen und zu Jagdszenen im öffentlichen Raum.
Den vom Bashing dieser irrationalen Art und gewaltigen Größenordnung überraschten Peter Sloterdijk traf es anlässlich seiner Rede „Regeln für den Menschenpark“ von 1999. Auch beim bedeutendsten und wirkungsmächtigsten Philosophen der Bundesrepublik scheute man sich nicht davor; mit Verdrehungen, kontextlosen Zitaten, Halbwahrheiten, Lügen, einseitigen Zuspitzungen etc. eine wahre Hexenjagd zu veranstalten. Eine neue Qualität konnte man beim Streit um Eva Herman und deren kontroversen Thesen zu Frauen, Emanzipation und Geschichte beobachten; hier ging es zum einen um eine neue Dimension der öffentlichen Berichterstattung am Pranger und zum anderen auch um eine soziale Vernichtung des Gegners.
Höhe- und Wendepunkt des diskursiven Niedergangs wurde dann Thilo Sarrazin mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ von 2010. Ab dieser Publikation wurden keine Gefangenen mehr gemacht und man versuchte überhaupt nicht mehr, sich mit den inhaltlichen Aspekten auseinanderzusetzen. Man zog einen strittigen Punkt heraus, erklärte dann den Autor zum Häretiker, Nazi und somit für vogelfrei und stigmatisierte antizipierend alles im Dunstkreis als nicht diskussionswürdig. Wenn man bedenkt, dass nichts von dem, was Thilo Sarrazin vor 13 Jahren schrieb, sich als falsch erwiesen hat; sondern seine Voraussagen noch übertroffen wurden, überholt von der Wirklichkeit; dann weiß man, was die Stunde geschlagen hatte. Es ging nicht mehr um Inhalte, sondern um Meinungen und Ideologie.
An politischen Ereignissen gemessen gibt es seit der Bankenrettung 2008 keinen gesellschaftspolitischen Diskurs mehr. Es folgten die Euro-Rettungsschirme vor allem für Griechenland ab 2010, die Flüchtlingskrise seit 2015; die Corona-Pandemie und schließlich der Ukraine-Krieg. Aber seit der verfassungswidrigen Grenzöffnung im Herbst 2015 kann man nicht einmal mehr von Versuchen einer demokratisch legitimierten öffentlich gleichwertigen Diskussion aller Aspekte der Problematik sprechen. Es geht nur noch um Diskursherrschaft, womit sich der Diskurs natürlich ad absurdum führt. Und ich sehe kaum eine Möglichkeit, wie man aus dieser demokratiefeindlichen Lage wieder herauskommt, ohne die falschen Propheten und Diktatoren zu entmachten.
#23
Es ist nicht so, dass ich Jürgen Habermas verachte; weil seine Philosophie trotz großem aufklärerischem Gestus in ihrem Menschenbild, ihrem Blick auf die Geschichte und überhaupt die Lebenstatsachen anachronistischer ist, als sie selbst gerne sein möchte; sondern weil er auf dem Gebiet, in dem er wirklich Bahnbrechendes geleistet hat, in der Praxis seine eigene Theorie nicht nur nicht beachtet, sondern wissentlich und also vorsätzlich konterkariert und das seit wenigstens 35 Jahren.
In seinem Hauptwerk Die Theorie des kommunikativen Handelns thematisiert er die praktische und theoriekritische Bedeutung des kommunikativen Handelns für das soziale Leben der (post-)modernen Gesellschaft, in dem er Ansätze der modernen Sprachphilosophie, der Systemtheorie, der Rationalisierungstheorie Webers und der soziologischen Lebensweltanalyse zu verbinden versucht. Wikipedia fasst zusammen:
Zitat
Nach Habermas ist „kommunikatives Handeln“ eine Handlungsart, um Handlungen zwischen Gesprächspartnern koordinieren zu können. Seiner Auffassung nach liegen die normativen Grundlagen der Gesellschaft in der Sprache, die als zwischenmenschliches Verständigungsmittel soziale Interaktion erst ermöglicht. Durch Kommunikation versuchen Handelnde sich verständigungsorientiert aufeinander zu beziehen, indem sprach- und handlungsfähige Personen ihre Handlungen aufeinander abstimmen. Die in der Sprache angenommene kommunikative Rationalität bildet die Grundlage sozialen Handelns.
Verständigung sei nach Habermas aber erst dann erreicht, wenn jeder Hörer allen Geltungsansprüchen einer Aussage zustimmen könne. Widrigenfalls müssten die Geltungsansprüche anschließend im Diskurs geklärt werden. Nach Habermas gibt es vier zu erfüllende Geltungsansprüche, die je vier Handlungsarten betreffen. Beim Einwirken auf das Gegenüber ist die Ebene des zweckrationalen Handelns betroffen.
- Gefordert wird der Geltungsanspruch der objektiven Wahrheit, denn Bezugspunkt ist die „objektive Welt“ (Zeugwelt mit ihren Gesetzmäßigkeiten). Der behaupte Sachverhalt muss stimmen.
- Normenreguliertes Handeln wiederum bezieht sich auf die Welt der menschlichen Gemeinschaft, in der die kulturellen Werte überliefert werden, die soziale Welt (Solidarwelt). Für diesbezügliche Aussagen ist der - Geltungsanspruch normativer Richtigkeit zu erfüllen. Gesagtes muss sich mit anerkannten Werten und Normen im Einklang befinden.
- Der Geltungsanspruch der Wahrhaftigkeit ist subjektiver Natur, eingebettet in das dramaturgische Handeln der Selbstinszenierung. Verlangt wird, dass der jeweilige Sprecher ehrlich ist.
- Das kommunikative Handeln dient der Verständlichkeit. Die Bedeutung einer Aussage muss von allen Gesprächspartnern verstanden werden.
Habermas leitet die Geltungsansprüche aus seiner Universalpragmatik her. Ergebnisse herrschaftsfreier Kommunikation, die ausschließlich unter Berufung auf diese Geltungsansprüche zustande kommen, sind nach Habermas optimal rational. Für Habermas korrespondieren und überschneiden sich diese vier Geltungsansprüche mit dem Begriff der intersubjektiven Wahrheit. Intersubjektive Wahrheit bedeutet jedoch, dass jeder theoretisch mögliche Diskursteilnehmer der Aussage (Proposition) zustimmen könnte. Der optimale Diskurs spiegle sich in der idealen Sprechaktsituation wider. Ideal wäre die Sprechaktsituation dann, wenn es keine Verzerrung der Kommunikation gibt, das heißt:
1. gleiche Chancen auf Dialoginitiation und -beteiligung,
2. gleiche Chancen der Deutungs- und Argumentationsqualität,
3. Herrschaftsfreiheit, sowie
4. keine Täuschung der Sprechintentionen.
Vereinfacht lässt sich sagen: Eine Aussage korrespondiert mit kommunikativem Handeln, wenn sie verständlich, wahr, wahrhaftig und richtig ist. Verbleiben Zweifel, so ist die Aussage im Diskurs zu klären.
Diese transzendental pragmatischen Bedingungen ermöglichen Verständigung und einen vernünftigen Diskurs. Habermas weiß, dass es die ideale Sprechaktsituation in der Realität nicht gibt. Jedoch vertritt er, dass wir diese Idealisierung vor jedem Diskurs zumindest implizit vornehmen müssen. Nur so kann es zu dem „eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Argumentes“ kommen. Aus dieser kommunikativen Vernunft und Organisation von Handlungen heraus ergibt sich dann kommunikatives Handeln.
Habermas antwortet mit diesem Ansatz auf seine beiden Vorgänger Adorno und Max Horkheimer. Auch er bietet eine Theorie mit dem Anspruch der Kritischen Theorie zur Begründung von Normativität, aber sie soll deren pessimistischen Schluss widerlegen, nach dem der Mensch unter Nutzung seiner Vernunft es nicht geschafft habe, eine menschenwürdige Welt aufzubauen, weswegen die Vernunft ein stumpfes Schwert sei. Zwar ist nach Habermas der einzelne Mensch nicht von sich aus zur Vernunft begabt (vgl. Subjektivitätsphilosophie und Bewusstseinsphilosophie), aber als mögliche Quelle der Vernunft sieht er stattdessen die Kommunikation zwischen Menschen, insbesondere die in der Form der Sprache (vgl. Intersubjektivitätsphilosophie). Die Kommunikation funktioniere jedoch nur dann, wenn sie ihre Prozesse vernunftorientiert organisiert. Dies wiederum bedeute, dass die Teilnehmer des Sprechaktes darauf verzichten müssen, Wirkungen im Sinne perlokutiver Sprechakte erzielen zu wollen, solange das, was sie kommunizieren, auch begründbar und kritisierbar bleiben soll.
Wenn man sich das im Buch selbst noch genauer durchliest und sich dann die Rolle von Habermas vom Historikerstreit über den skandalisierten Essay „Anschwellender Bocksgesang“ von Botho Strauß, Martin Walsers Pailskirchenrede, Peter Sloterdijks Rede Regeln für den Menschenpark bis zum heutigen Tag vergegenwärtigt, dann will man das eigentlich nicht glauben, wie es möglich ist; dass ein Wissenschafter von Rang die eigenen Erkenntnisse in der Realität der tagespolitischen Alltags ignoriert und Kommunikation in totalitäre Bevormundung und in multimediales Geschnatter münden lässt. Da wird falsch zitiert, Zitate werden aus dem Kontext gerissen; da wird vorverurteilt; ein richtiger Dialog abgelehnt; hintenherum agiert; der "Diskurs" in das Feuilleton und noch ungeeignetere Bereiche getragen, beleidigt, unterstellt, gedroht, sozial und medial vernichtet; gelogen, betrogen, geheuchelt und gemeuchelt.
Dass die von Habermas entwickelte Theorie schon an sich nicht stimmt, haben klügere Köpfe als ich bereits Anfang der 80er erkannt und analysiert. Wo es Vorüberzeugungen gibt, wird man rein rational nie zu einem Kompromiss gelangen, der den Dialogpartner nicht benachteiligt; überdies helfen absolut gesetzte Begriffe von Wahrheit und Gerechtigkeit wenig, eine Freiheit des Diskurses zu gewährleisten, der niemals mit dem Unbedingten und dogmatischen Grundlagen zu vereinbaren ist. Zudem wird eine Anschauung von Sprache als rein rationalem Instrument dem Menschen und Disputanten als Träger und Ausdrücker von Gefühlen und unbewusst wirkenden Psychologica in ihrer Vielgestaltigkeit und Lebendigkeit nicht gerecht.
Habermas verlangt also den ehrlichen Sprecher, gleiche Chancen auf Dialogsituation und -beteiligung, der Deutungs- und Argumentationsqualität; eine herrschaftsfreie Kommunikation ohne Täuschung der Sprechintentionen. Nicht einer dieser Forderungen ist er selbst nachgekommen in den zahlreichen eskalierenden Konflikten, die er im Laufe von wenigstens drei Jahrzehnten angezettelt hat; nein, er hat alle sogar ausgehebelt und ins blanke Gegenteil verkehrt. Zum Wenigsten selbst am Beginn, da wurden Schüler, Freunde, Jünger, Proselyten vorgeschickt; bevor sich der große Meister aus dem Hintergrund aus der Deckung begab und so selbstgerecht wie selbstherrlich eine faschistoid-totalitäre Meinungstotschlagmaschinerie in Gang setzte und auf Laufen hielt, die in dieser Komplexität und Wirksamkeit ihresgleichen sucht in den westlichen Demokratien.
Die berühmte klerikale Wendung vom Wasser predigen und Wein trinken griffe hier viel zu kurz und täte so manchem Pfaffen Unrecht; da trifft es Heinrich von Kleist am Ende der Marquise von O... wohl besser; wenn die Frau ihrem Vergewaltiger und späteren Ehemann erklärt, "er würde ihr damals nicht wie ein Teufel erschienen sein, wenn er ihr nicht, bei seiner ersten Erscheinung, wie ein Engel vorgekommen wäre." Löbliche Regeln für eine gelungene Kommunikation aufstellen und sie dann selbst aufs Schlimmste vergewaltigen; das geht auch über meinen freien Geist und ich kann das nicht entschuldigen und verzeihen.
#24
In meiner Bibliothek ist mir aufgefallen, dass ich ein Rother bin. Da stehen mehr oder weniger einträchtig und natürlich vollständig Eugen Roth, Gerhard Roth, Joseph Roth, Patrick Roth nebenenander und jeder von diesen vier Schrifstellern bedeutet mir viel. Der unterschätzte und fast vergessene Lyriker und Humorist, Gleicher unter Gleichen zwischen Morgenstern, Ringelnatz, Ehrhardt, Tucholsky; der bedeutendste deutschsprachige Autor überhaupt der letzten Jahrzehnte; der große Absänger des Untergangs der alten Monarchie und der Wanderer zwischen deutschen und amerikanischen Wort-Welten. Ich glaube nicht, dass sich irgendwo zwischen den 12.000 Bänden noch einmal so eine Konstellation ergäbe; denn eine verwandtschaftliche wie Erika Mann, Golo Mann, Heinrich Mann, Klaus Mann, Monika Mann, Thomas Mann; so exorbitant und in anderen Nationalliteraturen dergestalt nicht existent, zählte ich nicht mit.
#25
Mit Büchern, Menschen und Tieren geht es oft genug seltsam zu: Im grandiosen Film The Wolf Of Snow Hollow (2020) sagt die frühreife Tochter zu ihrem Daddy, dem Schwerstalkoholiker und leicht durchgeknallten 2. Sheriff der Stadt, er sei nicht Rikki-Tikki-Tavi und könne nicht alle vor allem beschützen. Es macht bei mir Klick und ich erinnere mich daran, dass Rudyard Kiplings "Dschungelbuch" ja nicht nur von Mogli und seinen namentlich sehr bekannten tierischen Freunden handelt, sondern eben auch von Rikki-Tikki-Tavi, einem Mungo. Das hatte ich total vergessen, aber sofort fiel mir bei, dass eines meiner allerliebsten KInderbücher genau so hieß, "Mungo (und andere Tiergeschichten") nämlich. Das war aus dem Russischen übersetzt, erschien zuerst 1962, ich muss eine spätere Auflage aus den 70ern haben; aber da muss ich erst nachschauen, wenn ich die Tage wieder im Oberland bin. Ich kann mich jedenfalls noch ganz genau an das gebliche Buchcover mit dem Mungo und der Schlange erinnern, hoffentlich finde ich es wieder in den Regalen.
#26
Literarisch angefixt, einen Punsch mit Freunden zu genießen. Aber ich habe schon lange keine Freunde mehr und wie man Punsch macht, weiß ich auch nicht. Das muss schön sein, in trauter Runde im Prager Ghetto beim "Loisitschek" zu sitzen oder in Berlin mit Blick auf den Gendarmenmarkt, ja selbst mit den Honoratioren Babenbergs oder denen einer kleinen Stadt in der Prignitz. Danach durch die mittelalterlichen Gassen heimwanken und seelig im Daunenbett entschlummern zwischen Uhlenflucht und Hahnenkrat. Aber Punsch, im Netz stehen verschiedene Rezepte; und was mag wohl der genaue Unterschied zwischen Punsch, Glühwein, Grog, Jagertee, Feuerzangenbowle sein? Und was um Himmels Willen ist Arrak, der Name eines Raben, eines Zauberers oder einer alten Bergfestung?
#27
Wieder diesen Traum gehabt: Im Folterkeller der Geheimpolizei, die Schreibtischlampe ist auf mich gerichtet; zwei Schergen schreien mich wechselseitig an und halten mir die beiden Bücher vor die Nase, die sonst aufgeschlagen auf dem Tisch liegen - Hegels "Phänomenologie des Geistes" und Heideggers "Sein und Zeit"; ich solle endlich reden und sagen, was da drinnen stünde, wie das zu verstehen sei, welcher Plan da ausgeheckt werde, wie man den Code dechiffrieren könne. Aber ich kann nichts sagen, mein Mund ist trocken, ich weiß es doch nicht ...
#28
In einem der Kleines-Arschloch-Comics des großen Walter Moers wird die Jesusgeschichte persifliert und nach einem heftigen Streit verlässt Kleines-Arschloch-Jesus das Haus und meint zu seinem Joseph-Vater:
"Nun... ich könnte eine Religion stiften, deren durch eine verkorkste Vater-Sohn-Beziehung provozierte latent homoerotisch sadomasochistischen Motive eine ungeheure Gefolgschaft rekrutieren könnten, die in einer Art Kollektiven Wahn in Glaubenskriegen, Kreuzzügen, Inquisitionen, Hexenverfolgungen und Kirchentagen gipfeln würde...!"
Mal ganz abgesehen von der köstlichen psychoanalytischen Analyse des Christentums in nuce, haut es mich jedesmal aufs Neue weg; wenn Stiefvatern daraufhin gelassen meint: "Das ist es mir wert"
#29
Es gibt Schriftsteller, die ich Sujet-Genies nenne; also Autoren, die unglaublich gute Einfälle haben und diese auch adäquat umsetzen können. Ich rede jetzt nicht von Joycens "Ulysses", wiewohl ich das könnte, aber ich meine schon "schlichtere" Sachen. Dazu gehört zum Beispiel Umberto Eco mit "Der Name der Rose", denn auf die Idee, einen Klosterkrimi zu schreiben, der gleichzeitig höchsten historischen und theologischen Ansprüchen genügt, muss man erst einmal kommen, denn in die Kriminalhandlung verwoben ist hier ein ganzes Universum an Gelehrsamkeit, die weit mehr die Gegenwart als das 14. Jahrhundert spiegelt, ganz große Kunst ohne Zweifel. Aber auch Daniel Kehlmann ist hier zu nennen mit seiner "Vermessung der Welt", wie hier in zwei umgekehrt gespiegelten Biografien nicht nur ein Zeitpanorama ensteht, sondern mit narrativen Mitteln vor allem eine quasi philosophische Spekulation über die Beschränkung und die Weite des Raumes ausgebreitet wird, über den Mehrwert von Stabilitas Loci und Ewiger Wanderschaft. Und nicht zuletzt, für mich als Ossi unglaublich intensiv, der Roman "Kruso" von Lutz Seiler; diese Parabel über das Ende der DDR, über alle Enden und Anfänge; diese Idee, ausgerechnet auf Hiddensee im Grenzgebiet einen jungen Russen und einen tief verzweifelten Hallenser Studenten, der eine die Schwester, der andere die Freundin verloren, "Schiffbrüchige", also Gestrandete, also flüchten Wollende aufzufangen und eine Zeitlang zu versorgen und wenn möglich sicher zu lotsen; und wie dann mit dem Fall der Mauer und dem Verschwinden der Grenze auch das Hilfswerk verschwindet und damit der Sinn und wie durch das alles Trakls Gedichte tönen; das ist so groß, man möchte weinen vor Trauer und Glück.
#30
Was glaubt man eigentlich, was geschehen wird; wenn die demographische Entwicklung so weitergeht wie bisher? Wenn aus der bekannten Alterspyramide des Generationenvertrages eine andere geometrische Form geworden ist bzw. sie sich einfach auf den Kopf stellt? Es geht ja nicht um die Bevölkerungsgröße als statistischen Wert an sich; es ist egal – lässt man weltpolitische Konstellationen mal außer Acht - ob 80 Millionen oder 50 oder nur 20 in Deutschland leben, viele europäische Nationen sind kleiner als die unsere. Nein, es geht um das Verhältnis der verschiedenen Generationen zueinander; das für den Sozialstaat von allerhöchster Bedeutung ist: Wenn zum Beispiel 80 Prozent der deutschen Bevölkerung über 60 oder 70 Jahre alt sind und die verbleibenden 20 Prozent für deren Lebensabend sorgen sollen. Ist man wirklich so naiv, nicht erkennen zu wollen, was dann geschehen wird?!
In Monika Marons Roman Munin oder Chaos im Kopf heißt es: „Glaubst du, dass eure wenigen Nachkommen ihr Leben dem Windeln, Waschen und Füttern einer Jahr für Jahr anschwellenden Masse hilfloser Greise opfern wollen? Dass sie sich nicht fragen, warum sie kein Recht auf ein Leben außerhalb dieser Sterbegruften haben? Eines Tages werden sie pfeifen auf die Heiligkeit des Menschenlebens, weil sie ihr eigenes Leben haben wollen. In ihrer Wut und Verzweiflung werden sie sich der Alten entledigen, sie werden sie umbringen oder einfach sterben lassen.“ Später, selbst alt geworden, werden sie versuchen, dem gleichen Schicksal zu entkommen, Gesetze erlassen und Verbote installieren; sich über die Verbrechen entsetzen und empören; Eide schwören und Schuld- wie Erinnerungsrituale inszenieren. Und das Leben geht weiter: Denn wer glaubt, dass es nicht genau so kommen wird, hat offensichtlich die Geschichte der Menschheit nicht offenen Auges studiert.
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