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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#31

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 28.12.2007 22:40
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Das finde ich gut. Das ist auch noch kein Zynismus, sondern der sarkastische Blick auf das allgemeine Chaos.
Oder anders gesagt: Den Leuten einen eigenen Spiegel vorhalten, jedoch nicht im Wort, sondern in Bild und dazu gehörigen Text, ist eine durchaus kreativ gelungene Art der Begegnung. Nur, verstehen sie wirklich? Oder spüren sie nur den Angriff.
Als ich einige "Textchen" im Makufo gelesen hatte, die sich scheinbar mit Kunst auseinander setzten, war ich im ersten Moment schockiert. Ich ging davor immer davon aus, dass alle Künstler ihr Werk für sich deuten. Ich wurde eines Besseren belehrt, ich habe sogar für einen kurzen Augenblick geglaubt, dass Kunst für andere nur aus Technik und gut umgesetzter Technik besteht, was ich völlig ablehne.
Und, wenn ich dann auf die Motive treffe. Venedig ins Aquarell gefasst oder ein Stillleben, das nicht einmal durch niederländische Ausdruckskraft besticht, zerteilte Triptychen, nicht um den Wert der Kunst und der Aussage willen, sondern, weil sie sich so BILLIGER verschicken lassen...
Da schlackern einem schon die Ohren.



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 29.12.2007 20:53 | nach oben springen

#32

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 28.12.2007 22:54
von headprint • 135 Beiträge
Ja, das und gewiße Meinungen zum Miteinander.
Da sind einige am Treiben und Tuen und es passt
mir gar nicht mit welcher Selbstverständlich-
keit sie ihre An.Sichten als gemeinsame Basis
und unabdingbares Gesetz anpreisen.

Das Makufo ist in jedem Fall eine grobe Maschine,
(im Vergleich zu kleineren Foren sowieso), da hilft
es nicht mit dem Uhrmacherschrauber oder dem 15er
Schlüssel oder der Standard-Wasserpumpenzange zu
richten - 32er Doppelgabel, 5-Kilo-Hammer und
Flex sind die Werkzeuge.

Das KünstlerSELBSTbild dort umfaßt enorm viele
Facetten, die aber durch (oben schon erwähnte)
Meinungsführer leider zu sehr generalisiert,
eingeebnet werden. Ich meine halt jeder hat das
Recht und die Pflicht sich selbst zu definieren.
Würden mehr Mitglieder dort das wahrnehmen, säh es
es dort auch etwas besser aus. Ich will jetzt nicht
drauf rumreiten, aber meinen Aufenthalten in Makufo
verdanke ich das große zweiseitige Bild 'Künstler-Maler'
(Sprachbild).

*sssscrrreeeeaaaaach!!!*
zuletzt bearbeitet 28.12.2007 22:55 | nach oben springen

#33

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 28.12.2007 23:15
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Ja, man sieht auf einmal überhaupt den Unterschied zwischen den "Künstlern". Nie hätte ich darüber nachgedacht, wäre ich nicht auf so viel "Definition ohne Definition" getroffen.
Aber, das KünstlerSelbstBild ist dort gar nicht so ausgeprägt, wie ich finde. Es gilt irgendwie einfach eine Skizze oder ein "Immer-Wieder" in die Kritik zu stellen, das andere, die da Ähnliches schaffen, bewerten sollen. Und dann knallt man die Kunst-Hinterfragung dazwischen, und schon wird seltsam geguckt...
Wie jetzt, du willst über Kunst sprechen? Hm... ich wollte eher hören, ob die Skizze gelungen oder nicht gelungen ist.

Na, ein bisschen ist es so...




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 28.12.2007 23:21 | nach oben springen

#34

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 28.12.2007 23:27
von headprint • 135 Beiträge
Klar.. ein bißchen viel sogar:
'schön', 'gefällt mir gut', 'wunderschön','herzallerliebst',
'das gefällt mir wirklich gut', 'was für ein hübsches Bild'...
gegenseitiges Puschen und Hochclicken... Schwamm drüber, es
gibt dennoch welche, die es lohnenswert erscheinen lassen dort
mal rumzuhängen... aber meine Intentionen dort zu sein, haben
eher etwas mit Kunst zu tuen: also, das was ich dort mache ist
immer Aktion, hat immer ein Ziel und ist immer zeitlich begrenzt.
Um's mögliche (naja, haha) Verkaufen geht es dabei nicht, wichtig
ist immer der Versuch Kommunikation möglich zu machen und dabei
eine Auflockerung in die festgepappte Masse zu bringen. Selbst-
verständlich, um dort einen großen Spaß zu inszenieren - leider
bin ich Vielen nach kurzer Zeit 'verdächtig' und sie wollen lieber
Nichts mit mir zu tuen haben.

So, jetzt gehe ich noch ein paar Blätter zeichnen... Gute Nacht.

*sssscrrreeeeaaaaach!!!*
zuletzt bearbeitet 28.12.2007 23:29 | nach oben springen

#35

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 28.12.2007 23:37
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
Das ist das allgemeine Problem. Der Künstler, der herzlich über sich selbst lacht, ist ein Phänomen.

Gute Nacht.



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 29.12.2007 13:02 | nach oben springen

#36

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 29.12.2007 16:18
von Moulin • 395 Beiträge
Hey Leute, da ist man mal gerade 20 Stunden nicht online und Ihr schreibt gleich ein Buch?
Da kann ich gar nicht mithalten. Im Makufo Land hätten ein paar Textblöcke geholfen, hier nicht...

In Antwort auf:
Zitat Taxine
Ein Bild ist ohne den fremden Blick unvollkommen.


Nee, nee, so geht datt aber nich! Ein Bild ist nur dann in dieser Beziehung unvollkommen, wenn es als Dialog mit dem Betrachter in Szene gesetzt wird. Ich denke natürlich, dass Du es auch so gemeint hast, wollte es nur noch mal erwähnen.


In Antwort auf:
Nächstes Zitat:
"Wenn ein Zeichnung reicht, mach kein Gemälde. Wenn eine Skizze reicht, mach keine Zeichnung..."



Auch für mich eine klare Aussage die sich selbst erklärt.

In Antwort auf:
Zitat Headprint
Aber ich habe mir die liebreizende Angewohnheit
zugelegt, daß ich in Makufo-Land diese 'allgemeinen'
Bilder mit solchen mische, die direkte Bezüge auf
Ereignisse dort haben...


Und funktioniert der Dialog zwischen den Einwohnern von MaKuFo und den Bildern?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das, was in seiner Aussage den Kern trifft, in jenen Foren, sofern es dann erkannt wird, nach der Vogel Strauss Methode auf die Ignorierliste gesetzt wird. So nach dem Motto: Huch, schnell weg, die Wahrheit verfolgt mich!

Erst letztens wagte ich mal wieder einen Schritt in die große Welt eines Massenkunstforums um mich an einem Beitrag über das Rauchen zu beteiligen, fügte auch ein kleines Kunstwerkchen hinzu, welches in satirischer Weise einen Raucher zeigt (dazu sogar mich selbst als ich noch zu dieser Gruppe gehörte) und wurde von Menschen mit fehlender Selbsterkenntnis gleich als verklärt bezeichnet.

... Von Künstlern!
zuletzt bearbeitet 29.12.2007 16:20 | nach oben springen

#37

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 29.12.2007 16:54
von Moulin • 395 Beiträge

Zitat von Taxine
Wie jetzt, du willst über Kunst sprechen? Hm... ich wollte eher hören, ob die Skizze gelungen oder nicht gelungen ist.

Na, ein bisschen ist es so...


Es ist ganz viel so.

Um noch hinzuzufügen.
Auf Grund dieser Zeilen habe ich mich gleich mal eingeloggt und bin sofort ion den ersten Zeilen neuer Beiträge fündig geworden:

Thema: Was haltet ihr von E.... Malerei ?
Ich liebe F...... Art, was haltet ihr von meinem
E.. ?


Dann gleich die Frage:

Fehlt etwas auf diesem Bild?

Diese Frage ist für mich gleich zu setzen mit der Frage:

Habe ich hunger? oder Wer bin ich?

Wer kann darauf schon antworten, wenn nicht der Fragende selbst?

Es kann bei einer solchen Frage doch nur darum gehen, herauszubekommen ob das entsprechende Bild Anklang/Absatz findet, und wie man es, um diesen zu fördern 'verbessern' (eigendlich verändern) könnte.
Damit ist die Schwelle von Kunst zur Unkunst aber schon gleich mal überschritten worden. Hier geht es ja nicht mehr um Kritik an der eigenen Kunstumsetzung sondern darum herauszufinden, was man malen soll.

Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich.
Die alte Menschheitsfrage, hier mal an andere gerichtet.






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#38

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 29.12.2007 18:03
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Ja, Moulin, du sprichst mir hier aus der Seele.
Eine Frage, ob etwas im eigenen Bild fehlt, überhaupt erst an andere Menschen zu richten und aus diesem Grund auch sein Bild zu zeigen (wie kann ich es denn noch besser malen???) zeigt deutlich, dass der künstlerische, kreative Akt davor gar nicht stattgefunden hat. Es ist einfach nur der Versuch, seine Technik zu zeigen, was aber aus meiner Sicht jedem Künstler, der sich selbst Künstler nennt, gegeben sein sollte.
Wenn ich aber das Bild zeige, dann steht es doch dann fertig da, wenn ich es für richtig halte, nicht erst dadurch, dass mir jemand rät, dickere Pinsel zu benutzen oder vielleicht den Hintergrund dunkler zu malen.
Hier liegt eben auch der Unterschied.
Ein Werk, das eine Oberfläche darstellt, kann auch nur so beurteilt werden, an einem Werk aber, dass sich mit etwas auseinandersetzt, lässt sich keine Kritik als Verbesserungsvorschlag üben. Es gilt höchstens herauszufinden, ob das Werk gefällt oder nicht, was aber dem Künstler selbst relativ egal sein sollte.




Surreale Vorstellungen
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#39

RE: Der Begriff Künstler

in An der Kunst orientierte Gedanken 30.12.2007 15:25
von Moulin • 395 Beiträge

Der durchschnittliche Mensch setzt seine Maßstäbe am Geld. Das ist schade, liegt siche daran, dass die Leute nicht wissen was sie tun sollen, wenn gerade Langeweile aufkommt, und so wird das auch auf die Kunst übertragen.
Das ist ja sehr schade, denn wenn ich mich an ein Kunstwerk setze, die Durchführung beendet habe und dann einer sagt: Mach noch hier ein bischen... usw., dann bringt es das Doppelte, dann hat man sich praktisch in Bezug auf die eigene Kunst prostituiert. Macht man das schon im Vorfeld, in dem man fragt: Wie kann ich das Bild verändern, damit es mehr einbringt verkauft sich sogar freiweillig.
Das gilt natürlich nur dann, wenn der Künstler sein ausgeführtes Werk als Kunst bezeichnet.

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