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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#1

Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 15:46
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Von der Regalfrage über die Lesesesselfrage zur Leserfrage... (sicherlich gesehen aus der Theorie - denn natürlich legt man seine Sympathien für Menschen nicht an nur einer Bedingung fest):

Ist man geneigt, den Charakter eines fremden Menschen über seinen Lesegeschmack zu beurteilen?

Und wenn man das tut, unterliegt man dann einer Täuschung oder gewinnt man durch das Benennen der Bücher einen Hinweis, wie dieser Mensch denkt oder ist?

Die Frage soll an einem Beispiel verdeutlicht werden:
Wenn man auf einer Feierlichkeit ist, dort auf einen fremden Menschen trifft, ist man dann beeinflusst, wenn er sagt, er würde Stephen King Romane verschlingen?

Diese Frage stellt sich mir aufgrund verschiedener Faktoren. Einmal durch den Einblick in unsere Regal-Landschaften, (ist der Mensch dadurch sichtbarer?), einmal aus der eigenen Hinterfragung und zum anderen durch einen Beitrag von larifant, der in etwa sagte: Manche Menschen hätten sich die Befürchtung angewöhnt, dass der Gesprächspartner nicht "auf Augenhöhe" sei.

Mal von der Befürchtung im Vorurteil abgesehen: Das Niveau eines Menschen, wie legt es sich in der fremden Begegnung fest?
Reicht es, wenn man nach den Büchern fragt? Und ist man dann dadurch beeinflusst?



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 04.11.2007 16:06 | nach oben springen

#2

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 16:39
von Martinus • 3.194 Beiträge

Wenn jemand nur bei Fantasy hängenbleibt, rümpfe ich die Nase. Das gebe ich gerne zu, obwohl das auch nur voreingenommen ist. Das Niveau eines Menschen ergibt sich nicht nur darin, was er liest (geistige Bildung). Mag jemand doch Horror lesen und bringt drei Kinder durchs Leben - dieser Mensch hat Niveau, mit Sicherheit auch Charakter. Wenn zu mir jemand sagt, Martinus, du schaust immer "Cobra 11" an, ich gebe dir mal ein paar Krimis zum Lesen, das interessiert dich bestimmt." Solch einer hat sich in mir sicher geirrt, weil er dann sicher nicht mit Friedrich Glauser - Büchern ankommt. Vielmehr ist es doch so, wenn ich mich mit jemanden gut unterhalten kann, dann gleicht sich zumindest in der Unterhaltung ein Niveau an, nämlich die Fähigkeit des Kommunizierens. Ich bringe es fertig, nach Dostojewskij-Lektüre etwas triviales im Fernsehen einzuschalten, um mich einfach mal abzuschweifen. Welches Niveau habe ich den jetzt. Übrigens, Stephen KIng werde ich wirklich mal lesen, um einfach mal zu schnuppern.




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#3

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 16:43
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Darum auch die Schwierigkeit, die Frage oben richtig formuliert zu haben...

Es ist eine Frage, die man eigentlich nicht im menschlichen Umgang stellen kann, weil niemand einen Menschen über seinen Buchgeschmack definiert. Mir ging vielmehr diese Frage durch den Kopf, ob - wenn jetzt das Gespräch auf das Bücherlesen kommt - hier dann anders "geguckt" wird.
Ich erlebe häufig Menschen, die sich mit der Literatur, die sie lesen, brüsten. Dieser Schlag Mensch war aber gar nicht der Ausgang meiner Frage.
Wenn ein Mensch auf mich zukommt, den ich nicht kenne, und sich zu mir setzt und fragt, was ich lese, und darauf dann aufzählt, was er so liest, so mein Gedanke, was denke ich dann...



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 04.11.2007 16:48 | nach oben springen

#4

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 16:54
von Martinus • 3.194 Beiträge

Zitat von Taxine
Darum auch die Schwierigkeit, die Frage oben richtig formuliert zu haben...

Wenn ein Mensch auf mich zukommt, den ich nicht kenne, und sich zu mir setzt und fragt, was ich lese, und darauf dann aufzählt, was er so liest, so mein Gedanke, was denke ich dann...


Es ist schwierig zu wissen, was du jetzt meinst. Wenn sich in der Lektüre Gemeinsamkeiten ergeben, hat man ein Gesprächsthema. Wenn nicht, dann schneidet man ein anderes Thema an. Es wäre falsch, wie schon gesagt, von der Lektüre her auf den Menschen zu schließen.




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#5

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:01
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Das Beispiel etwas verdeutlicht:
Ich unterhalte mich mit einem mir fremden Menschen im Smalltalk. Die Umgebung ist laut, so dass ein tiefes Gespräch nicht möglich ist. Dann kommen wir zu den Interessen, und der Mensch erzählt mir, dass er ausschließlich Stephen King-Romane im Regal stehen hat. Wie ändert sich meine Meinung über ihn oder ändert sie sich überhaupt nicht?
Darüber habe ich nachgedacht.
Dass so eine Situation höchst selten zustande kommt, dessen bin ich mir bewusst.
Ich kenne zum Beispiel einen Menschen, der Leute, die bestimmte Bücher in "bunten Einbänden" lesen, sofort überheblich abtut.
Ich selbst reagiere unbewusst auch so, wenn mir eine Dame erzählt, sie würde Konsalik als Literatur bezeichnen und unheimlich gerne lesen. Wenn ich an das Regal einer Buchhandlung trete und sogenannte "Frauenliteratur" in einem Extra-Regal vorfinde, dann ärgert mich das. Auch bin ich solchen Frauen gegenüber etwas skeptisch, die ausschließlich Bücher lesen, wie "Der Mann - die unbekannte Welt" oder "Beziehungsratgeber".
Das meinte ich...
Ich finde, durch solche Angewohnheiten schimmert schon der Mensch in seinem Denken durch. Und über was soll ich mich mit so einer Frau unterhalten, die sich nur mit solchen Themen auseinandersetzt?

Diese Hinterfragung zeigt mir aber auch, mit welchen Vorurteilen ich selbst zu kämpfen habe.



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:05 | nach oben springen

#6

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:14
von Martinus • 3.194 Beiträge
ich schlucke auch erstmal, wenn jemand nur so etwas liest (und dann denke ich noch etwas mitleidig "schade, warum nicht mal was Gescheiteres"). Trotzdem wäre es kein Grund ein small-talk abzubrechen, denn die Mehrzahl der Leut' liest keine Klassiker, wetten?. Wenn ich die Spiegelbestsellerliste anschaue oder die 100 Topverkaufshits einer größeren Onlinebuchhandlung, dann weiß ich doch, was in Deutschland gelesen wird: Entweder die Gewinnerin des "Deutschen Buchpreises" oder ich geh mal nach Compostela von dem Komiker. So ist das eben.

Trotzdem unterhalten wir uns oftgenug mit solchen Lesern (Arbeitskollegen oder Bekannte). Ist halt so.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:16 | nach oben springen

#7

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:15
von Moulin • 395 Beiträge
Zitat von Taxine
...weil niemand einen Menschen über seinen Buchgeschmack definiert....


Vielleicht über den Inhalt der Bücher? Ich würde das gar nicht ausschließen, dass so etwas passiert.

Im Grunde kennt man das ja, das Beurteilen eines Menschen nach Äußerlichkeiten wie Kleidung, z.B.
Ich merke das ja selbst fast täglich. Wegen meiner langen Haare bin ich manchen Menschen immer mal wieder suspekt. In Verbindung mit normalen Klamotten wie Jeans, Pulli sind die Leute distanzierter, mit schwarzem Rolli, Stoffhose, Sakko sind die Leute vorsichtiger, wissen nicht, mit wem sie es zu tun haben. Bin ich in Begleitung meiner sehr hübschen 16 jährigen Tochter, die wie ein Model gutgekleidet neben mir steht,und ihre Zugehörigkeit nach außen durch ein Lächeln verkündet, gehen die Leute sogar aktiv auf mich zu. (Jetzt versteh ich Dieter Bohlen, hoho. )
In einem Musik - Forum habe ich das dann getestet, um meine Gedanken auszuräumen oder zu bestätigen.
Zunächst ein Bild von hinten. Man sah nur lange Haare: Keine Resonanz auf meine Beiträge. Dann ein Bild von vorne mit etwas eleganterer Kleidung: Scheint Vertrauen erweckt zu haben. Dann ein Bild mit hübschem Mädel im Arm: Eine Flut von Beiträgen und privaten Nachrichten folgte.

Soviel zu Äußerlichkeiten. Ich bin dabei aber stets der gleiche Mensch.

Bei der Frage nach dem Lesestoff geht es dem Fragenden oder dem, der sich daraus eine Beurteilung ableiten möchte doch sicher um die inneren Qualitäten des Gegenübers. Könnte ich mir mal so vorstellen.
Dabei ist es aber sicher auch abhängig davon, was der Fragende erwartet. Ist er ein Steven King Fan, würde er sicher auf eine entsprechende Antwort hoffen.
Letztens sagte ein Kollege, dass er den neuen Harry Potter lesen wird und da fragte ich mich sofort, wie man ihn beurteilen würde, wenn er das hier so spontan zum Besten geben würde. Daher fand ich das Thema auch ganz interessant.

Ich glaube, das auch ich dazu neige, Menschen durch die Literatur, die sie verschlingen einzuschätzen. Es wird aber nur eine grobe Einschätzung, die ich immer im Gespräch überprüfen würde. Ein Urteil ist allein durch das Buch nicht möglich, denke ich.

Als ich den 'Wendekreis des Krebses' las, und ich das jemandem mitteilte, der auch viel liest trafen mich auch merkwürdige Blicke. Entweder war ich in den Augen des Betrachters plötzlich ein verklärtes Sexmonster oder ein Proletenliteraturleser. So machte es den Eindruck.
Ganz sicher gibt es Menschen, die andere nach den Büchern beurteilen.

.
zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:17 | nach oben springen

#8

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:15
von larifant • 270 Beiträge

Persönlich habe ich noch kein Buch von Stephen King gelesen, aber einige interessante Interviews mit ihm. Ein Denker. Außerdem geht der hervorragende Film "Shining" auf seine Romanvorlage zurück.

Zur Leserfrage:

Eine Menge über den Charakter eines Menschen erfährt man - sofern er sich überhaupt für Literatur interessiert - an der Art, wie er seine Vorlieben begründet. Auch Arno Schmidt war Karl-May-Fan.

Personen, die sich auf eine gigantische Auflistung berühmter Namen beschränken, bekommen von mir - solange keine weiteren Anhaltspunkte vorliegen - das Prädikat "hochmütig und dumm".

Gruß,
L.









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#9

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:22
von Moulin • 395 Beiträge

Ganz treffend, Larifant.

Auch ich habe Karl May gelesen und weiß, dass man schnell in eine Schublade geschoben wird, wenn man das erwähnt. Gut, da war ich auch noch jung.
Im Übrigen sind Autoren wie Steven King, dadurch dass sie als Modeerscheinungen in Bestsellerlisten kommen, danach verfilmt werden, schnell in aller Munde. In den 60ger Jahren war das zum Beispiel Johannes Mario Simmel. Habe ich auch gelesen und würde das niemals dementieren, nur damit andere Mensch dadurch einen besseren Eindruck von mir bekommen würde.
I am what I am...

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#10

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:24
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Stephen King befasst sich mit den Ängsten, was nicht verkehrt ist. Es war nur ein Beispiel, ein Name also, der durch jeden anderen Autor bestimmter Literatur ersetzt werden kann.

Zitat von Moulin
Bei der Frage nach dem Lesestoff geht es dem Fragenden oder dem, der sich daraus eine Beurteilung ableiten möchte doch sicher um die inneren Qualitäten des Gegenübers. Könnte ich mir mal so vorstellen.



Ja, denn den Menschen über die Äußerlichkeiten zu definieren, ist eine Sache, aber ein Buchgeschmack - so finde ich - verrät schon einiges über das Innen.
Hier sind mir aber die Menschen, die mit der Literatur, die sie lesen, auftrumpfen, ebenso unangenehm, wie Menschen, die das Lesen als Zeitverschwendung abtun.
Ein Mensch, der keine Bücher liest, ist darum kein schlechter Mensch, nur kann ich selbst mit ihm wenig anfangen. Ein Mensch, der bestimmte Bücher liest, in denen ich das Potential trivialer Medienwelt wiederfinde, wirkt auf mich oberflächlich. Ein Mensch, der sein Regal für andere Augen ordnet, ist mir unangenehm, weil er aus meiner Sicht nicht begreift, dass das Lesen eines Buches einen Denkprozess auslösen muss, die "innere Quelle zum sprudeln" bringen sollte. Dies aber ist eben auch die Voraussetzung, wenn es überhaupt um das Lesen geht. Zur Unterhaltung kann man vieles lesen, aber, was sucht man in den Büchern?
Diese Frage stelle ich mir in Anbetracht der Menschen ebenso.
Wenn ich zum Beispiel das Leben so in Zeit messe, dann entsteht eine weitere Frage: Wieviel Zeit sollte man mit der Literatur verbringen? Und, wenn man schon viel Zeit darauf verwendet, wieso dann in der Unterhaltung, die durch die Medien mindestens genauso effektvoll möglich ist?

Ja, ja... ein Meer an Plagen... eh... Fragen.



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:44 | nach oben springen

#11

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:29
von Martinus • 3.194 Beiträge
Ja, der Film "Shining" ist toll und auch " Der Friedhof der Kuscheltiere" als Film. Ich denke "Carrie" sollte man vielleicht besser lesen als den Film.

Weiterhin möchte darauf hinweisen, Houellebecq hat ein Buch über den Horrorschriftsteller Lovecraft geschrieben. H.P Lovecraft hat einige ganz wunderbare Erzählungen geschrieben. Ambrose Bierce habe ich sehr gerne gelesen. Nun gut, dass sind Koryphäen in diesem Genre. Von Wolfgang Holbein habe ich einen Roman gelesen,war nicht besonders.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:36 | nach oben springen

#12

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:35
von Moulin • 395 Beiträge

In Antwort auf:
Zitat Taxine
Menschen, die mit der Literatur, die sie lesen, auftrumpfen


Auftrumpfen können sie dadurch, dass sie durch den gelesenen Stoff in ihrer Entwicklung gefördert wurden. Das ergibt sich dann sogar ganz von allein. Eine Auflistung gelesener Bücher klingt gut, sagt aber deshalb nichts aus.


In Antwort auf:
Zitat Taxine
was sucht man in den Büchern?


Eben bei King würde ich auch auf Unterhaltung tippen.
Sicher könnte man sich das Ganze später als Film ansehen, doch regt auch der schlechteste Groschenroman immer noch die Fantasie an.

In Antwort auf:
Zitat Taxine
Ein Mensch, der keine Bücher liest, ist darum kein schlechter Mensch, nur kann ich selbst mit ihm wenig anfangen


Ich bin mir da nicht sicher ob ich das für mich auch sagen könnte. Es gibt ja Menschen, die lesen mehrere Bücher in einer Woche, andere ein Buch pro Jahr. Sollte eine Entwicklung auf gleichem Niveau nur durch das Lesen von Büchern möglich sein?


In Antwort auf:
Zitat Taxine
Ein Mensch, der sein Regal für andere Augen ordnet...


Das wäre schon verlogen. Nicht dass dieser mensch andere belügt, er belügt sich damit selbst.

In Antwort auf:
Zitat Taxine
Und, wenn man schon viel Zeit darauf verwendet, wieso dann in der Unterhaltung...


Das würde ich auch als Zeitverschwendung werten. Im besten Fall dann doch unterhaltsame Sachbücher lesen.











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#13

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:42
von Martinus • 3.194 Beiträge
Zitat von Taxine
Wieviel Zeit sollte man mit der Literatur verbringen? Und, wenn man schon viel Zeit darauf verwendet, wieso dann in der Unterhaltung,


Anspruchsvolle Lektüre unterhält mich aber auch, sonst würde ich mich doch langweilen. Auf Unterhaltung á lá trivial, ist mir die Zeit aber zu schade. Wenn mir ein Roman überhaupt nicht gefällt, breche ich ab, weil es sonst Zeitverschwendung ist.

Das schöne an anspruchsvoller Lektüre ist, diese Bücher kann man mehrmals lesen. Von einem Trivialschinken würde ich das nicht sagen. Für mich ist das nur Fast-food-Lit. und interessiert mich nicht.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:43 | nach oben springen

#14

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:47
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Kurze Zwischen-Empörung:
Zitat von Moulin
Als ich den 'Wendekreis des Krebses' las, und ich das jemandem mitteilte, der auch viel liest trafen mich auch merkwürdige Blicke. Entweder war ich in den Augen des Betrachters plötzlich ein verklärtes Sexmonster oder ein Proletenliteraturleser. So machte es den Eindruck.



Ein Mensch, der Miller als Proletenliterat abtut, hat ihn nicht gelesen, nicht verstanden, höchstens mal von ihm gehört oder eine schlechte Verfilmung gesehen. Tse...



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 04.11.2007 17:49 | nach oben springen

#15

RE: Die Leserfrage

in Gespräche über Kunst und die Welt 04.11.2007 17:51
von Moulin • 395 Beiträge

In Antwort auf:
Zitat Taxine
Ein Mensch, der Miller als Proletenliterat abtut, hat ihn nicht gelesen, nicht verstanden, höchstens mal von ihm gehört oder eine schlechte Verfilmung gesehen. Tse...


Damit haben wir nun aber noch eine weitere Komponente die in die Beurteilung einfließt, nämlich die, dass Literatur unterschiedlich bewertet wird.
Im Idealfall triffst Du auf der oben beispielhaft erwähnten Party nun diesen für Dich interessanten Mann und Du bekommst dadurch ein gutes Bild von ihm, in dem er sagt: "Ein Mensch, der Miller als Proletenliterat abtut, hat ihn nicht gelesen."

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