Hallo,
meine beiden letzten Lektüren des Jahres:
1)
Imre Kertész, Péter Esterházy, Ingo Schulze: Eine, zwei, noch eine Geschichte/nDieser Band ist nur zu empfehlen, wenn man die Autoren vergleichen will. Die Geschichten beziehen sich inhaltlich aufeinander. Völlig klar und ohne Kompromisse, Imre Kertész ragt über die anderen hoch hinaus. Ein wunderbarer Stilist usw. Erzählt wird eine Zugfahrt von Wien nach Budapest und die Schikaniererei durch den Zoll an der Grenze. Wenn man den Band wegen Imre Kertész kaufen will, empfehle ich aber einen anderen Kertész-Band, in dem diese Erzählung,
"Das Protokoll", enthalten ist, nämlich "Die englische Flagge". Denn ich will ja ehrlich sein: auf Esterházy's Erzählung kann ich verzichten, habe ich sie doch nicht so recht verstanden, und Ingo Schulze, so hochgejubelt wie er auch wird, ist gegenüber Kertész, jedenfalls in dieser speziellen Erzählung aus dem Band, nur ein kleiner Floh. Imre Kertész gehört für mich zu den Unverzichtbaren.
2)
Ricarda Huch: Der Fall Deruga. Hier habe ich doch gesehen, dass mir das Sujet des Justizkrimis nicht liegt. Oder ist der Roman einfach nicht gut genug?
Meine Bücher für Januar verrate ich erst im Januar

Liebe Grüße
und ein schönes Lesejahr 2009
wünscht
mArtinus
PS.
Nachtrag am 30.12.08: Den
Fall Deruga habe ich abgebrochen, weil er bei mir nicht gezündet hat. So kehre ich jetzt wirklich zum Ausklang des Jahres zum Schriftsteller meiner und vieler Jugenden zurück, damit ich meine Leselust wieder ankurbele:
Hermann Hesse: Roßhalde.