Fragen zum modernen Leben
Zitat von Taxine
Ist denn die Masse der arbeitenden Menschen nicht Teil der Mittelschicht?
In den 60ern und 70ern hat (in Deutschland) tatsächlich ein Teil der Facharbeiter und einfachen bis mittleren Angestellten den Aufstieg in die untere Mittelschicht geschafft.
Traditionellerweise zählt man zur Mittelschicht kleine bis mittlere Unternehmer, mittlere bis höhere Beamte sowie die Intelligenzia.
Die Mittelschicht ist nicht besonders homogen, sondern auch schon ein großes Spektrum.
Gruß,
L.
Zitat von larifant
In den 60ern und 70ern hat (in Deutschland) tatsächlich ein Teil der Facharbeiter und einfachen bis mittleren Angestellten den Aufstieg in die untere Mittelschicht geschafft.
Traditionellerweise zählt man zur Mittelschicht kleine bis mittlere Unternehmer, mittlere bis höhere Beamte sowie die Intelligenzia.
Die Mittelschicht ist nicht besonders homogen, sondern auch schon ein großes Spektrum.
Ah, vielen Dank. Diese Dinge haben sich ja auch reichlich verändert.
Es gibt ja zum Beispiel (um noch einmal auf die Zwanziger und Dreißiger zurückzukommen) ein bekanntes Bild:
(Wikipedia)
Kennt jeder. Steht für die "große Depression" und Wirtschaftskrise in Amerika.
Interessant dabei ist, dass das Bild teilweise gefälscht ist, einiges wegretuschiert und als "Kommunikationsmittel" benutzt wurde. Schon 1936. Die Geschichte dazu lautet: Die Witwe und Mutter hätte "soeben die Reifen ihres Autos verkaufen müssen, um Lebensmittel kaufen zu können und könnte nur überleben, indem sie das gefrorene Gemüse von den Feldern und die Vögel isst, die die Kinder fangen." (So steht es im Buch "Die Fotos des Jahrhunderts". Auch die Aufklärung übrigens!)
Tatsächlich aber war der Mutter und ihren Kindern der Keilriemen des Autos gerissen und sie warteten dort, bis das Auto repariert wurde.
Das Tragische an der Geschichte ist, dass die Leute ja wirklich gehungert haben, dass sie mutlos auf der Suche nach Arbeit waren. Trotzdem wird das Bild, das sowieso schon alle Tragik in sich trägt, noch einmal verfälscht und zum "Zweck" benutzt. Die Fotografin selbst erklärte:
"Als ich das Foto zum ersten Mal sah, habe ich mich geschämt."
Und die Abgebildeten auf dem Foto haben natürlich nie einen Dollar dafür gesehen, dass sie zu Ikonen wurden.
Von solchen Dingen ist man aus heutiger Sicht dann bereits beeinflusst, wird im Sinne der Geschichte auch in solche "Tatsachen" gedrängt. Darum bin ich dankbar für jede Information und jeden Blick auf diese Zeit.
Der Verfasser der Pütt-Reportagen heißt
Graf Alexander von Stenbock-Fermor.
Gelesen habe ich einen Sammelband mit:
- Meine Erlebnisse als Bergarbeiter
- Deutschland von unten - Reisen durch die proletarische Provinz 1930
Beides bei abebooks erhältlich.
Gruß,
L.
Graf Alexander von Stenbock-Fermor.
Gelesen habe ich einen Sammelband mit:
- Meine Erlebnisse als Bergarbeiter
- Deutschland von unten - Reisen durch die proletarische Provinz 1930
Beides bei abebooks erhältlich.
Gruß,
L.
Habe es bei booklooker gefunden. "Meine Erlebnisse als Bergarbeiter". (Gucke gleich auch noch einmal bei Abebooks.) Danke für den Tipp.
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