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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#16

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 18.09.2009 00:23
von ascolto • 1.289 Beiträge

Naha guhut...meenet Kleenet a.h.a.:


...


good night...


zuletzt bearbeitet 18.09.2009 00:36 | nach oben springen

#17

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 18.09.2009 00:28
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge



Schlafen's ebenfalls gut... na, sui wissen schon... im Sehen!




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 18.09.2009 12:07 | nach oben springen

#18

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 22.01.2010 07:14
von Bea • 680 Beiträge

Was Schiller einst entsprungen, wird nun in einem Orkan gesungen und die Spatzen rufen schon vom Dach: "Was soll dieser Krach?!"




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

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#19

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 11.05.2010 22:40
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Ist das hier der Ordner für revolutionäre Aufrufe? - Es ist eigentlich nicht mehr zu fassen, erst werden die Banken durch Milliardenhilfen der westlichen Staaten gerettet, und zum Dank ruinieren sie jetzt Griechenland.
Fängt mal irgendeiner an, nachzudenken? Die Blödzeitung hetzt gegen griechische Rentner und die Politiker faseln von "Gürtel enger schnallen". Auf diese Weise wird hier bald alles den Bach runter gehen.

Attac hat jetzt zwei konkrete Forderungen veröffentlicht, mit denen nicht nur Griechenland, sondern auch die restliche Euro-Zone gerettet werden kann:

1. Verbot von Credit Default Swaps (Wetten auf Staatspleiten)
2. Verstaatlichung der Rating-Agenturen

Aber das würde ja denen schaden, die hier wirklich das Sagen haben, nämlich die Banken. Vorher dürfte also leider die eine oder andere Revolution nötig sein ...




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#20

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 11.05.2010 22:46
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge
zuletzt bearbeitet 12.05.2010 14:07 | nach oben springen

#21

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 12.05.2010 16:59
von LX.C • 2.672 Beiträge

Wie aktuell angesichts der hausgemachten Krisen da wieder so Bilder wie "Die Stützen der Gesellschaft" (1926) von Georg Grosz werden.

Oder auch dieses hier passt doch irgendwie sehr gut.


Romano Giulio Gigantensturz (1535)

Angefügte Bilder:
Romano Gigantensturz.jpg

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zuletzt bearbeitet 12.05.2010 17:01 | nach oben springen

#22

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 14.05.2010 14:46
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Passt. Das Bild sieht in schwarzweiß besser aus als im Original!




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#23

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 16.05.2010 13:06
von Martinus • 3.194 Beiträge

Roquairol hat den ersten Grund für eine Revolution genannt.

Ich nenne den zweiten Grund:

In einer parlamentarischen Demokratie darf es nicht möglich sein, dass eine Partei Sondierungsgespräche verweigert. Schließlich geht es darum, erstens den Wahlauftrag zu erfüllen, zweitens darum, wie ein Bundesland am geeignesten regiert werden kann. Zurückstehen müssen in diesem Falle immer parteinterne Querelein. Eine Partei, die sich solchen Gesprächen verweigert, handelt meiner Meinung nach undemokratisch und hat im Parlament, sorry, nicht zu suchen. Die Zeiten mit Genscher waren eben andere Zeiten. Zur Zeit, ja wirklich, ein dekadenter Haufen, spätrömisch, ja.


Durch solch politisch unverantwortliches Verhalten müssen wir auch auf die Straße gehen. Außerdem wird auf diese Weise Wahlunlust der Mitbürger noch weiter provoziert, was der Demokratie nicht gut tut. Gleichzeitig werden Eurostaaten wie Griechenland (bald Portugal?) zu Grunde gerichtet. Der Staat zahlt viel und wird noch mehr zahlen für Griechenland, dann Portugal usw. Da brauchen wir gar nichts schön reden. Zahlen müssen Börsenspekulanten u.ä., die die Finanzkriseunds Griechenlandkrise verursacht haben. Der Kapitalismus, die Geldgier rächt sich. Für uns, wenn wir in Rente sind, bleibt nichts mehr. Wird Deutschland ein Armutsland?

REVOLUTION!

Liebe Grüße
mArtinus




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 16.05.2010 20:03 | nach oben springen

#24

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 24.05.2010 23:46
von LX.C • 2.672 Beiträge

Vielleicht sollte man wieder Rousseau lesen.


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#25

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 25.05.2010 16:58
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Ach... Rousseau war doch auch nur ein Träumer.




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#26

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 25.05.2010 19:00
von LX.C • 2.672 Beiträge

Findest du? Ich finde, dass seine Ansichten, beispielsweise im Gesellschaftsvertrag, bezüglich Verteilung des Reichtums oder Kritik an der repräsentativen Demokratieform unserer Zeit, sprich der postkommunistischen Ära, dem Neoliberalismus usw., doch wieder erstaunlich nahe sind.
Natürlich kann man das nicht mehr eins zu eins übertragen, aber Rousseaus "Träumereien" z.B. zur direkten Demokratie können durchaus Anregung bieten, festgefahrene Denkmuster zu verlassen.

Rousseau war kein Träumer. Rousseau war wenn schon ein Träumer mit Konsequenz. Dagegen muss man Denker, Veränderer, Aufklärer wie Voltaire beispielsweise fast schon wieder als überbewertet bezeichnen.


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zuletzt bearbeitet 25.05.2010 19:19 | nach oben springen

#27

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 26.05.2010 15:05
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Wie kommst du darauf, dass "der Träumer" ein negatives Attribut ist? Nur Träumer versuchen noch, der sich rasend verändernden Welt entgegenzuwirken, sind überhaupt in der Lage, über das Jetzt hinauszuträumen. Ich selbst würde unbedingt von mir behaupten, ich sei ein Träumer, wenn ich auch zwischen Idealismus und Pessimismus hin und her schwanke.

Rousseau, Voltaire, Diderot - trotz ihrer Aufklärungsarbeit, die ich zu schätzen weiß, waren sie satte Menschen, in guten Verhältnissen aufgewachsen oder lebend, die es sich leisten konnten, philosophische Vorschläge zu erbringen, wie eine Gesellschaft zu sein hat, die aber gerade darum auch viel Unwirklichkeit bergen. Aus der Not heraus philosophiert es sich wohl doch anders und vielleicht gelangt man auch zu ganz anderen Bedingungen und Auffassungen. (Man blicke auch auf Platon und seinen "Staat" - eine nicht zu verwirklichende Illusion. Und was kann man mit Illusionen schon anfangen? Sind sie denn wirkliches Richtmaß? Für was für eine Welt? Eine, die so nicht existiert?)

Voltaire war dabei noch ein Stück weit mehr bereit, sich "zu verkaufen", war ein "Schleimer und Anbiederer bei Hof".

Rousseau versucht gleich am Anfang verschiedene Voraussetzungen als gegeben anzunehmen. Zum Beispiel in der Vorbereitung seines Gesellschaftsvertrages:

Zitat von Rousseau
Alle diese Klauseln lassen sich, wenn man sie richtig auffasst, auf eine einzige zurückführen, nämlich auf das gänzliche Aufgehen jedes Gesellschaftsgliedes mit allen seinen Rechten in der Gesamtheit, denn indem sich jeder ganz hingibt, so ist das Verhältnis zunächst für alle gleich, und weil das Verhältnis für alle gleich ist, so hat niemand ein Interesse daran, es den anderen drückend zu machen.


(Gesellschaftsvertrag - 1. Buch/6. Kapitel)

Er stellt sich vor, dass die Menschen mit dem Gesellschaftsvertrag zu einem geistigen Gesamtkörper werden. Das bedürfte aber gleicher Interessen und auch gleicher Grundcharaktere, soll es sich gesellschaftlich effektiv verwirklichen. Weil dadurch alle gleich wären, hätte dann keiner Interesse daran, dem anderen zu schaden. Doch das ist, wie wir nur zu gut wissen, eine Illusion.
Selbst wenn man das „Jeder Mensch ist gleich“ mal näher betrachtet, zeigt sich die Abweichung des so genannt jedem Menschen zugestandenen Rechtes. Ein Verbrecher z. B., der ja die gleichen Rechte genießt, wie ein rechtschaffener Mensch, wird dieses Recht mit Sicherheit anders (aus)nutzen.
Und da beginnt schon die erste Verschiebung...

Er stellt sich überhaupt vor, dass jeder Mensch, zusammengenommen als "ein Volk" Mitspracherecht an allem erhält, weil jeder alles, was er hat, in die Verwirklichung der Gesellschaft investiert. Demokratisch, was? Aber umsetzbar oder aktuell??? Der Trug von Stimmrecht dient z. B. in meinen Augen lediglich der Beruhigung, dass der Mensch glaubt, er hätte Mitspracherecht. (Wie weit durften wir denn in der jetzigen Lage mitreden? Und zu wessen Gunsten wurde hier gewirkt?)

Die ideale Demokratie scheitert wohl grundsätzlich an der Bedingung, dass es dem Staatsoberhaupt möglich ist, Gesetze sowohl zu verabschieden als auch selbst zu brechen oder umzuformulieren.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 26.05.2010 17:40 | nach oben springen

#28

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 26.05.2010 17:22
von LX.C • 2.672 Beiträge

Zitat von Taxine
Rousseau, Voltaire, Diderot - trotz ihrer Aufklärungsarbeit, die ich zu schätzen weiß, waren sie satte Menschen



Was Rousseau betrifft, so irrst du dich.


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#29

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 26.05.2010 18:18
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Stimmt. Hatte ich anders in Erinnerung. Wohl durch seine unterschiedlichen Begegnungen und ihn zeitweise unterstützenden Mäzene.




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zuletzt bearbeitet 26.05.2010 18:19 | nach oben springen

#30

RE: Das eigentlich Revolutionäre

in Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so 01.09.2010 11:07
von LX.C • 2.672 Beiträge

Revolutionen: "Sie vernichten nur die jeweiligen Träger des Bösen (und da sie in der Eile nicht unterscheiden, auch die Träger des Guten), während sie das Böse, noch dazu vermehrt, als Erbe übernehmen."

(Solschenizyn, Alexander: Der Archipel Gulag. Vierter Teil, Läuterung. Fischer 2008, S. 322.)


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Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 01.09.2010 11:09 | nach oben springen


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