November 2009

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15.11.2009 13:39
avatar  Taxine
#31
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Admin

Zitat von Maron
Eine Bockwurstbude war dicht umlagert von Hungrigen. Die armen Menschen. Was musste ihnen Schreckliches widerfahren sein, dass sie bereit waren, am frühen Morgen schon Bockwurst zu essen, in dieser Kälte.


aus "Flugasche" (Monika Maron)


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15.11.2009 18:29
avatar  Hyperion ( gelöscht )
#32
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Hyperion ( gelöscht )

der gedichte: the next level.

hyperion,
rockt


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15.11.2009 18:36
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#33
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Taxine

Zitat von Maron
Eine Bockwurstbude war dicht umlagert von Hungrigen. Die armen Menschen. Was musste ihnen Schreckliches widerfahren sein, dass sie bereit waren, am frühen Morgen schon Bockwurst zu essen, in dieser Kälte.


aus "Flugasche" (Monika Maron)



Och, das kann ich auch, morgens fettig mich vollstopfen. Ich war schon immer erziehungsresistent, sozusagen ein Renitenter.


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15.11.2009 18:41
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#34
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Hyperion
der gedichte: the next level.

Das klingt spannend. Gibt's schon was mit Meerschweinchen? Die fiepen grad aus dem Nachbarzimmer meines Schreibzimmers, da, wo mein Sprössling haust und nicht mehr weg kommt vor dem PC. Ich sach's Euch, ich sach's Euch ...


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15.11.2009 23:37 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2009 23:38)
avatar  LX.C
#35
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Also, Bockwurst hin oder her. Worum geht’s denn

Zitat von Maron
Bitte gehen Sie geradeaus bis zum Ammoniak, dann links bis zur Salpetersäure. Wenn Sie einen stechenden Schmerz im Hals und Bronchien verspüren, kehren Sie um und rufen den Arzt, das war dann Schwefeldioxyd.
[…]
Der kleine Mann hinter dem Schreibtisch mustert mich mit traurigen Eulenaugen hinter dicken Brillengläsern, als ich ihm sagte, ich wolle über den Dreck in B. schreiben.

(Maron: Flugasche, Springer, Berlin 2009, S. 18, 19)


Starke Motive, beladen mit Sentenzen, Schmunzeln inklusive; siehe Bockwurst. Das ist so ein Buch, bei dem man sofort auf den ersten Seiten merkt, da steckt was dahinter.


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16.11.2009 20:53
avatar  LX.C
#36
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Momentan ist von Maron wieder alles erhältlich. Vielleicht Aufwind im Windschatten der Preisträgerinnen.


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16.11.2009 21:22
avatar  Taxine
#37
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Admin

Maron wurde damals von Ranicki wegen einem Satz so derb zerrissen... Ich habe sie zwar vorher gelesen, aber gerade darum hätte ich ihr insbesondere eine Chance gegeben...


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20.11.2009 18:19 (zuletzt bearbeitet: 20.11.2009 18:23)
avatar  LX.C
#38
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Zitat von LX.C
Ich denke, ich werde heute endlich mit

Flugasche, von Monika Maron beginnen. (Kritischer) Sozialistischer Realismus.




Habe mich bisher während des Lesens immer wieder bei der Frage ertappt, wie es für Maron möglich war, diesen Roman in der DDR zu veröffentlichen. Nun weiß ich die Antwort, er wurde (zunächst) gar nicht.

"Die Chronik dieser rücksichtslosen psychischen Zerstörung durch die offiziellen Ordnungsorgane ist das zentrale Thema des Romans, das seinen Anlaß rasch in den Hintergrund drängt. […]
Der stellvertretende Kulturminister der DDR, Klaus Höpcke, sagte auf der Buchmesse 1981 in Leipzig, der Roman 'Flugasche' hätte auch in seinem Entstehungsland erscheinen können, wenn Monika Maron bereit gewesen wäre, nicht nur die zerstörerischen, sondern auch die positiven Folgen der Arbeit für den Menschen zu schildern. […]
Jedes Zugeständnis an ideologische Kunstdogmen in diesem Punkt wäre eine Verfälschung gewesen und hätte dem Roman das Rückrad gebrochen."


Schreibt Uwe Wittstock in der F.A.Z. vom 14. April 1981. (Ein Büchertagebuch, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt/M. 1981, S. 83-84)

Flugasche erschien erstmals 1981 im Fischer Verlag Frankfurt am Main. Irgendwie erinnert das alles auch an Herta Müller.


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20.11.2009 19:53 (zuletzt bearbeitet: 20.11.2009 19:56)
#39
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Ich bin schon mittendrin:

Per Olov Enquist: Ein anderes Leben (Autobiografie)

und als reread

Leo Perutz: Wohin rollst du Äpfelchen?


mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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26.11.2009 22:07
#40
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Morgen beginne ich mit einem tiefgründigen Abenteuerroman:

Jean-Marie Gustave Le Clézio: Der Goldsucher

mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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29.11.2009 23:03 (zuletzt bearbeitet: 29.11.2009 23:05)
avatar  LX.C
#41
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Ach so, ja Dickens - Die Weihnachtserzählung

Liegt schon seit letztem Jahr hier rum.


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29.11.2009 23:12
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#42
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von LX.C
Ach so, ja Dickens - Die Weihnachtserzählung

Könnt ich mir jetzt grad mal vorlesen lassen. Warum muss man eigentlich immer selber lesen? Ja, jetzt könnt ich mir vorlesen lassen. Hab da noch ne CD mit Bachmann-Gedichten, tu ich mir mal rein.


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29.11.2009 23:14
avatar  LX.C
#43
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Ne fremde Prosodie vertrag ich nicht. Darum muss (zumindest) ich selber lesen ;)


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29.11.2009 23:19 (zuletzt bearbeitet: 29.11.2009 23:21)
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#44
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Zypresserich ( gelöscht )

Auch wieder wahr. Bei anderen Vorlesestimmen werde ich immer so schläfrig. Andererseits: jetzt so in den Schlaf lesen lassen, das hätt was. Früher habe ich meinen Kindern, als sie noch ganz klein waren, vor dem Schlafengehen immer Märchen vorgelesen. Ergebnis: ich wurde immer müder, und die immer munterer, weil sie wissen wollten, wie's weitergeht. Ja, man hat schon so seine Last mit dem Lesen.


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29.11.2009 23:26
avatar  LX.C
#45
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So ging mir das gestern mit Dickens. Aber ich fürchte, heute reichen zwei Seiten. Das war ein ausgefüllter Tag :)


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