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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#61

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 10:27
von ascolto • 1.289 Beiträge

Werter Möser.....

also, diese Schlegel-Tieksche Wandlung, also diese stehet mir immer erreichbar, somit zumindest am Nachtüsch griffbereit und ich beende haüfigst den Tagesübegang ins Nickerchen midd einer Sonette. Also bin ich somit tief interresieret was dieses, jetzt in deiner Hand so andersweitig. Kannst Du mal eine Übersetzung, also eine kleine Klangmelodey zum Abgleich einstellen? Eine von Stefan George.....


Biddschön, würd mein Herz sehr beglücken.



Grüße dem NordPeter


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#62

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 10:40
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Mach ich doch glatt, guter Ascolto!
Also hier dann Shakespeares Sonett nummero zwo, übersetzt von S.G:

Belagern vierzig Jahre Winter deine braun *,
Ziehn gräben tief in deiner schönheit flur:
Ist deine jugend putz * heut ein gestaun *
Dann eine wertlos rissig hülle nur.

Frag wer nach deiner schönheiten geschick
Und allen schätzen deiner rüstigen zeit:
Dann zeigen eignen eingesunknen blick
Wär scham die frisst und lob das missgedeiht.

...

Das reicht, das reicht nun wirklich, denn wer soll das auf die Dauer ertragen? Satzstellung ist übrigens Original, als George - "gemäß".
Wenn das Klangmelodeihj ist, dann kann ich auch gleich versuchen, meine Vornamen assoziativ zu Tanzen, oder so.
Scheusserlich, einfach scheusserlich, der Heini.

(Hörest du auch des guten Shakespeares verdrießliches Grummeln?)

zuletzt bearbeitet 20.04.2010 10:42 | nach oben springen

#63

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 11:38
von LX.C • 2.672 Beiträge

Zitat von Patmöser
(Ich schreibe meinen Beitrag dann im Shakespeare - Ordner, wäre sich auch in deinem Sinne, LX.C!)



Ganz wie du magst, Patmöser. Jedes hat aus meiner Sicht seinen eigenständigen Wert. Deine Betrachtungen zu Shakespeares Sonette linse ich hier oder dort gerne.


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 20.04.2010 11:39 | nach oben springen

#64

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 12:37
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Zitat von Patmöser

Das reicht, das reicht nun wirklich, denn wer soll das auf die Dauer ertragen? Satzstellung ist übrigens Original, als George - "gemäß".
Wenn das Klangmelodeihj ist, dann kann ich auch gleich versuchen, meine Vornamen assoziativ zu Tanzen, oder so.
Scheusserlich, einfach scheusserlich, der Heini.

(Hörest du auch des guten Shakespeares verdrießliches Grummeln?)



So schlecht find ichs nun nicht ...

Ich frag mich nur: Was sollen die * ... ?




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#65

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 15:30
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von Roquairol

Zitat von Patmöser

Das reicht, das reicht nun wirklich, denn wer soll das auf die Dauer ertragen? Satzstellung ist übrigens Original, als George - "gemäß".
Wenn das Klangmelodeihj ist, dann kann ich auch gleich versuchen, meine Vornamen assoziativ zu Tanzen, oder so.
Scheusserlich, einfach scheusserlich, der Heini.

(Hörest du auch des guten Shakespeares verdrießliches Grummeln?)



So schlecht find ichs nun nicht ...




Nicht schlecht? Das, also das, das ist das Stalingrad der Lyrik, ist das.
(Und warum George alles überpunktet und so seltsam vergeabsatzt hat, das weiß dieser Versescharlatan wohl selbst nicht, G'schamiger, der.)

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#66

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 18:57
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Zitat von Patmöser
Mach ich doch glatt, guter Ascolto!
Also hier dann Shakespeares Sonett nummero zwo, übersetzt von S.G:

Belagern vierzig Jahre Winter deine braun *,
Ziehn gräben tief in deiner schönheit flur:
Ist deine jugend putz * heut ein gestaun *
Dann eine wertlos rissig hülle nur.

Frag wer nach deiner schönheiten geschick
Und allen schätzen deiner rüstigen zeit:
Dann zeigen eignen eingesunknen blick
Wär scham die frisst und lob das missgedeiht.

...




Klingt und wirkt ein bisschen wie... Stolpern.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 20.04.2010 19:09 | nach oben springen

#67

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 20.04.2010 19:21
von Patmöser • 1.080 Beiträge

George hat von diesem "Stolpern" gelebt. Es gibt Dichter und Lyriker, deren Werk und Vita ist mir gleichermaßen..., George gehört dazu.

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