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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#1

Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 07.12.2009 15:21
von LX.C • 2.672 Beiträge

Shakespeares Stücke, so gefragt und bedeutend sie nach wie vor sind, kommen einem heute oftmals befremdlich, teilweise spleenig oder wenig nachvollziehbar vor. Sie sind mit der Zeit der sekundären Dunkelheit anheim gefallen.
Stephen Greenblatt legt in seiner wissenschaftlichen Schrift „Verhandlungen mit Shakespeare“ (1988/1990) mittels der kulturwissenschaftlichen Methode New Historicism, die literarische Texte in ihrer unmittelbaren Verwobenheit mit der Geschichte zu verstehen sucht, Text-Grenzen aufweicht und Wechselwirkungen abtastet, Hintergründe und Einflüsse dar, die direkt in Shakespeares Werke Eingang fanden. Shakespeare wird dadurch seinem „Mythos“ entbunden, zugunsten des einzigartigen Dramatikers, der in seiner Zeit lebte und wirkte. Wir erfahren über Umstände und Denkweisen während der englischen Renaissance, die Shakespeare wie ein Schwamm in seinen Werken aufgesogen und so gekonnt in „soziale Energie“ umgewandelt hatte, Energie, die sich in der „Fähigkeit gewisser sprachlicher, auditiver und visueller Spuren, kollektive physische und mentale Empfindungen hervorzurufen“ (1990, 12) manifestiert, dass sie den Fortbestand seiner Dramen bis heute gesichert hat.
Greenblatt begibt sich an die Peripherie von einigen wenigen Stücken, wie beispielsweise „Zwölfte Nacht“, „Heinrich IV“, „König Lear“, „Komödie der Irrungen“, „Maß für Maß“, und bringt sie mit Quellen zeithistorischer Ereignisse in Verbindung. Die Suche findet jedoch nicht auf der Ebene der verfochtenen Ereignisgeschichte statt, sondern auf lebensweltlicher Basis, was uns kulturanthropologisch bedingte, paradigmatische Denk- und Verhaltensweisen jener Zeit näher bringt. Im Fokus stehen Kolonial- und Glaubensfragen, Sexualität und Geschlechterrollen, Exorzismus, Theatralik und Theaterwelt, Gerichts- und Wissenschaftspraxis, Hinrichtungs- und Begnadigungsriten. Über exemplarische Einzelbeispiele, was diese Literatur so interessant und spannend macht, nähert sich Greenblatt auf unkonventionelle und erfrischende Weise diesen Themen und liefert „Innenansichten der englischen Renaissance“, wie auch der Untertitel lautet, die uns zu Shakespeares Werken führen.
Wert auf Vollständigkeit wird dabei nicht gelegt. Man muss Greenblatts Abhandlung vielmehr als ethnopoetologisches Paradigma betrachten, das eine Möglichkeit der Annäherung aufzeigt, bei der erstaunliches zu Tage treten kann.

(Greenblatt, Stephen 1990: Verhandlungen mit Shakespeare. Innenansichten der englischen Renaissance, Wagenbach, Berlin.)


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#2

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 09.12.2009 21:37
von LX.C • 2.672 Beiträge

*lol* Großartig, was für ein Vergnügen. Guckt euch das an:

Shakespeare: Wie es euch gefällt, Komödie am Kurfürstendamm, Berlin, Regie: Katharina Thalbach.

Besetzung


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#3

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 10.12.2009 17:23
von LX.C • 2.672 Beiträge

Shakespeare habe die "Macht des Eros" binnen sechs oder sieben Jahren Komödiendichtung, von "Der Widerspenstigen Zähmung" bis "Zwölfte Nacht", so gekonnt perfektioniert wie kein anderer zeitgenössischer Bühnendichter.

Zitat von Greenblatt
Wenn er die Reibung der Geschlechter nicht wörtlich auf der Bühne vorführen konnte, soviel erkannte Shakespeare, so ließ sie sich doch im übertragenen Sinn darstellen: Die Reibung der Geschlechter konnte fiktionalisiert, die sexuelle Erhitzung konnte gezähmt und bühnenfähig gemacht werden, indem sie in die witzigen und erotisch aufgeladenen Wortgeplänkel umgewandelt wurde, die den Kern des Erlebens der Liebenden ausmachen.
Durch diese Umwandlung hat Shakespeare seine Komödien zu einem kraftvollen, sexuellen Spektakel gemacht; er hat ihnen eine kollektive Erregung und imaginäre Hitze verliehen, die sich abseits der Bühne in dem Ehebett ausleben werden, auf das die Handlung der Stücke hinsteuert und auf das immer wieder angespielt wird.

(Greenblatt, Stephen: Verhandlungen mit Shakespeare. Innenansichten der englischen Renaissance, Wagenbach, Berlin 1990, S. 87.)

Diesem Phänomen kann man in obig verlinkter Aufführung von Wie es euch gefällt wunderbar nachspüren. In Thalbachs Inszenierung finden sich hierfür geradezu plakative Beispiele.


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#4

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 10.12.2009 21:29
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge


Ja, was Shakespeare zwischen die Zeilen gepackt hat, hat Thalbach wieder ins Sichtbare gewandelt. Eine Umwandlung der Umwandlung.




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#5

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 10.12.2009 22:15
von LX.C • 2.672 Beiträge

Aber wenn der Koitus beispielsweise mittels des spielerischen Akts des Wippens dargestellt wird, dann empfinde ich das in der heutigen Theaterwelt, die das nackte Skandälchen hofiert, noch nicht als Umwandlung der Umwandlung. Thalbach bewegt sich im positiven Sinne immer an der Grenze Shakespeares Intention.


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#6

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 10.12.2009 23:13
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Nee, das stimmt schon. Das Stück ist jenseits vom Ordinären oder von der übertriebenen Darstellung.
Genau, die Wippe war echt gut. Thalbach hat nicht nur in Bildern (z. B. auch die dezent angedeutete, zur Wand gedrehte Onanie als Verlangen) dem Ganzen einen etwas deutlicheren Anstrich verliehen, sondern auch die Worte in neue, moderne Andeutungen gewandelt, die oft auch über die Andeutung hinausgehen, im Humor, versteht sich, ohne die shakespearische Wort-Anbetung von der Liebe unter den Geschlechtern völlig zu überschatten.
Ich finde, schon ein Stöhnen an richtiger Stelle, gespreizte Beine und ähnliches sind alles irgendwo Umwandlungen.
Thalbach hat das jedenfalls sehr gut gelöst, mit tollen Schauspielerinnen und köstlichen Szenen. Aber am genialsten war sie selbst.




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#7

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 10.12.2009 23:21
von LX.C • 2.672 Beiträge

Und die Rosalind, in die hab ich mich verliebt

Aber ich freue mich, dass du dir das Stück angeschaut hast.


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#8

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 11.12.2009 14:24
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Ich danke dir, dass du es eingestellt hast.




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#9

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 13.12.2009 17:32
von LX.C • 2.672 Beiträge

Hier noch ein schönes Beispiel für Reibung der Geschlechter, wenn auch, vorerst, gescheiterte, aus "Zwölfte Nacht oder Was ihr wollt", in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel.

Zitat
Maria. Ich empfehle mich, meine Herren.
Junker Tobias. Wo du sie davongehen lässt, Junker Christoph, so wollt ich, du dürftest nie wieder den Degen ziehen.
Junker Christoph. Wo Ihr so davongeht, so wollt ich, ich dürfte nie wieder den Degen ziehen. Schönes Frauenzimmer, denkt Ihr, Ihr hättet Narren am Seile?
Maria. Nein, ich habe Euch nicht am Seile.
Junker Christoph. Ihr sollt mich aber am Seile haben. Hier ist meine Hand.
Maria. Nun, Herr, Gedanken sind zollfrei, aber mich deucht, Ihr könntet sie immer ein bisschen in den Keller tragen.
Junker Christoph. Wozu mein Engelchen? Was soll die verblümte Redensart?
Maria. Sie ist warm, Herr.
Junker Christoph. Nun, ein Mädchen wie Ihr kann einem wohl warm machen.
Maria. Nein, Ihr habt ein kaltes Herz, das kann ich an den Fingern abzähle.
Junker Christoph. Das tut doch einmal!
Maria. Ich habe es schon an Euren Fingern abgezählt, dass Ihr keine drei zählen könnt. Nun lasse ich Euch gehen. (Ab)


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#10

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 18.02.2010 18:10
von LX.C • 2.672 Beiträge

Dem Einführungstext soll noch mal ein genauerer Blick auf Greenblatts Kulturpoetik folgen, da sie eine absolut spannende Alternative zur klassischen Textanalyse bietet, die der Renaissanceexperte als Sackgasse begreift.

Analog zu negativen Verfahren wie der Dekonstruktion (Derrida), der Intertextualität (Kristeva) oder der Diskursanalyse (Foucault) verwirft Greenblatt die traditionellen hermeneutischen Kategorien und Sinnzentren von Autor und autonomen Werk zugunsten einer Dynamik der Interpretation. "Einen Text als vollkommenes, unersetzliches, freistehendes Behältnis einer Gesamtheit von Bedeutungen zu verstehen, ist nicht länger möglich." (9)

Alles was sich verfolgen lässt sind ganz im Sinne des Poststrukturalismus Textspuren. Der kollektive Charakter von Texten wird betont. Grenzen zwischen Text und Kontext, Literatur und anderen kulturellen Praktiken verschwinden.
So entgeht Greenblatt Irrtümern der Quellenanalyse, die wie im paradigmatischen Beispiel "Shakespeare und die Exorzisten" angesprochen seit dem 18. Jahrhundert gepflegt wurden.
Beziehungen zwischen Sachtexten über die Exorzismusbekämpfung in Englang des ausgehenden 16. Jahrhunderts und Shakespeares Drama "König Lear" (1605/1606) sollen vorsätzlich zugunsten des Geniebegriffs in ein falsches Licht gerückt, bzw. nie richtig erhellt worden sein.
Das lässt für Greenblatt nur einen Schluss zu: Geschichte darf "nicht länger als feststehende Antithese oder als beständiger Hintergrund dem literarischen Text entgegengesetzt werden […] die ängstliche Isolierung dieser Texte muß einem Sinn für deren Interaktion mit anderen Texten und für die Durchlässigkeit ihrer Grenzen weichen." (93)

Damit wird deutlich, Ziel Greenblatts Kulturpoetik ist nicht das ganzheitliche Verstehen eines autonomen literarischen Werkes, sondern die Veranschaulichung kollektiver Austauschprozesse, die über die Erzeugung kultureller Praktiken und deren Beziehungen untereinander erzählen. Ein "schwer fassbares Ensemble von Tauschprozessen, ein Netzwerk von Wechselgeschäften, ein Gedränge konkurrierender Repräsentationen, eine Verhandlung zwischen Aktiengesellschaften" (12), die den Autor beeinflussen, in die er vielleicht sogar verwickelt ist, an denen er partizipiert, die in seine Literatur mit einfließen und die auf der anderen Seite durch soziale Energie ästhetischer Form, aber auch direkteren Formen wie beispielsweise der theatralen Praxis wieder rückwirken.
Es sind "diese halb verborgenen kulturellen Transaktionen, die den großen Werken der Kunst ihre Macht verleihen, sie gleichsam ermächtigen". (10)
Je nach Grad der codierten sozialen Energie ist es dem literarischen Werk auch möglich bis in unsere Gegenwart zu überdauern, während nichtliterarische Äußerungen mit Auflösung ihres direkten kulturellen/gesellschaftlichen Kontextes dem Vergessen anheim fallen.

Die Verortung des Autors als Produzent von Texten innerhalb kultureller Austauschprozesse, die Verlagerung der Untersuchung auf den sozialen Aspekt von Literatur und den Leih- und Verleihgeschäften, die zum Text führen, sind eine klare Absage an die Vorstellung des reinen, unbeschränkten Schöpfungsaktes eines "Genialen Autors".
Das metaphysische Konzept der Epiphanie, des erhöhten Augenblicks ästhetischer Schöpfung eines totalen, sich selbst genügenden Genies verwirft Greenblatt - und damit die Sonderstellung der Literatur.

(Quelle: Greenblatt, Stephen: Verhandlungen mit Shakespeare. Innenansichten der englischen Renaissance, Wagenbach, Berlin 1990.)


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zuletzt bearbeitet 16.03.2010 21:11 | nach oben springen

#11

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 18.02.2010 19:02
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von LX.C

Das metaphysische Konzept der Epiphanie, des erhöhten Augenblicks ästhetischer Schöpfung eines totalen, sich selbst genügenden Genies verwirft Greenblatt - und damit die Sonderstellung der Literatur.

(Quelle: Greenblatt, Stephen: Verhandlungen mit Shakespeare. Innenansichten der englischen Renaissance, Wagenbach, Berlin 1990.)



Kann er, darf er, denn Papier ist geduldig.

Es macht sich immer leicht, über Dichter, Autoren, meinetwegen auch Dramatiker zu schreiben, von denen wenig bis sehr wenig aus ihrem Leben bekannt ist. Spekulationen in intellektuelle Sentenzen gehüllt, dazu eine kräftige Prise leicht bunkermentalisierender Schlagwörter, das Ganze dann abgerundet mit dem üblich schwafelnden Rezensentensprech und schon ist man wer - wer?
Es muss ja nicht immer Peter Quennell sein, wenn es um den letzten Stand der Shakespeare Forschung geht, aber dieses schon monströs verinnerlichte Palaver seltsam Greenblatscher Platidtüden, das ist nichts weiter und kann niemals mehr sein, als eine ebenso fade wie leicht blasierte Nabelschau.
Eine schwülstige Grennblattsche - Freak Show dann, stümperhaft getanzt auf den heiligen Gebeinen Shakespeares, mehr sehe und lese ich hier nicht.

Grüße,
Peter

zuletzt bearbeitet 18.02.2010 19:20 | nach oben springen

#12

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 18.02.2010 19:26
von Taxine • Admin | 5.881 Beiträge

Oha... Herr Patmos, da verfällste ja direkt in das, was Grennblatt ankreidet. Shakespeare als das Absolute, als "heiligen Knochen" (Späßle), der, weil zum heiligen Gebein ernannt (nicht umsonst, durchaus nicht) jedoch... nicht hinterfragt gehört. Nur soll es wohl nicht um das Stürzen vom Thron gehen, sondern lediglich aus den Meinungen hinaus auf das Wahre im Shakespear'schen hinführen, aus dem Festgefahrenen in den immer darüber und darunter liegenden Kontext. Und das, nun, das sei doch erlaubt?!




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zuletzt bearbeitet 18.02.2010 19:27 | nach oben springen

#13

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 18.02.2010 19:34
von LX.C • 2.672 Beiträge

Zitat von Patmöser
Es macht sich immer leicht, über Dichter, Autoren, meinetwegen auch Dramatiker zu schreiben, von denen wenig bis sehr wenig aus ihrem Leben bekannt ist. Spekulationen in intellektuelle Sentenzen gehüllt, dazu eine kräftige Prise leicht bunkermentalisierender Schlagwörter, das Ganze dann abgerundet mit dem üblich schwafelnden Rezensentensprech und schon ist man wer - wer?
Es muss ja nicht immer Peter Quennell sein, wenn es um den letzten Stand der Shakespeare Forschung geht, aber dieses schon monströs verinnerlichte Palaver seltsam Greenblatscher Platidtüden, das ist nichts weiter und kann niemals mehr sein, als eine ebenso fade wie leicht blasierte Nabelschau.
Eine schwülstige Grennblattsche - Freak Show dann, stümperhaft getanzt auf den heiligen Gebeinen Shakespeares, mehr sehe und lese ich hier nicht.




Na nun übertreib mal nicht. Erstens sind das keine Spekulationen, sondern nachweisliche Verbindungen, auf die Greenblatt, der Renaissanceexperte ist, sich bezieht. Beispielsweise die oben schon angedeutete und seit dem 18. Jahrhundert bekannte zwischen Harsnett "A Declaration of Egregious Popish Impostures" und Shakespeares "König Lear".

Zweitens erheben Negative Verfahren überhaupt keinen Anspruch auf ein abschließbares Verstehensmodell. Wie oben beschrieben geht es immer um Textspuren und von vornherein nie um ein interpretatives Endziel. Das betont Greenblatt auch. Insofern ist deine Kritik schon gegenstandslos.


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#14

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 18.02.2010 19:51
von LX.C • 2.672 Beiträge

Zitat von Taxine
Oha... Herr Patmos, da verfällste ja direkt in das, was Grennblatt ankreidet. Shakespeare als das Absolute, als "heiligen Knochen" (Späßle), der, weil zum heiligen Gebein ernannt (nicht umsonst, durchaus nicht) jedoch... nicht hinterfragt gehört. Nur soll es wohl nicht um das Stürzen vom Thron gehen, sondern lediglich aus den Meinungen hinaus auf das Wahre im Shakespear'schen hinführen, aus dem Festgefahrenen in den immer darüber und darunter liegenden Kontext. Und das, nun, das sei doch erlaubt?!




So ist es.

Und als schöner Nebeneffekt erweckt wieder das Interesse an der Lektüre Shakespeares Stücke, wenn man Greenblatts Schrift liest, die in literatur- und kulturwissenschaftlichen Kreisen als paradigmatisch gilt.
Greenblatt mal einfach so als Stümper runterzurechnen, finde ich anmaßend. Du solltest mal überdenken, Patmöser, ob du den Ansprüchen, die du an andere Forenmitglieder stellst, selbst genügst.


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zuletzt bearbeitet 18.02.2010 19:52 | nach oben springen

#15

RE: Verhandlungen mit Shakespeare

in An der Literatur orientierte Gedanken 18.02.2010 19:51
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von Taxine
Oha... Herr Patmos, da verfällste ja direkt in das, was Grennblatt ankreidet. Shakespeare als das Absolute, als "heiligen Knochen" (Späßle)




Ja. Eben. Ein Späßle. Jeder der mich einigermaßen kennet, der weiß doch nun - das es für den Möser eigentlich keine heiligen Knochen nicht gebet (außer meine, natürlich).
Was mich eigentlich nur störte, ist dieses nörgelnd muffige Rezensentensprech. Das ist mir immer verdächtig, denn bei der dünnen Faktenlage, die Shakespeares Leben umwittert, da muss man dann wohl...
Na gut, in künftigen Zeitläuften muss ich dann meine Beiträge wohl immer Verharlekinisieren, so mit bunten Clowns und Grinsekatzen und sowas alles.

Vorhang, Verbeugung und - ab

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