Januar 2010

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02.01.2010 13:09
#1
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Ich stolziere weiter auf dem ollen Klepper Rosinante

"Don Quixote"
ab Buch I, Kapitel 7

als Nebenlektüre

Assia Djebar: Nächte in Straßburg



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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02.01.2010 13:23
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#2
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Zypresserich ( gelöscht )

Zusätzlich angefangen, neben bereits Erwähntem: Paulo Coelho - Der Zahir.


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02.01.2010 13:31
#3
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Zitat von Zypresserich
Paulo Coelho - Der Zahir.


Ich warte ja immer noch darauf, dass der mal ein gutes Buch schreibt Vielleicht gibst du nach der Lektüre eine kleine Rückmeldung.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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02.01.2010 13:33
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#4
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Martinus
Ich warte ja immer noch darauf, dass der mal ein gutes Buch schreibt

Das braucht der nicht mehr. Der ist inzwischen so reich und bekannt, dass er schreiben kann, was und wie er will: es verkauft sich millionenfach. Hat der's gut.


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02.01.2010 21:01 (zuletzt bearbeitet: 02.01.2010 21:01)
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#5
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Admin

Wow 2010. Schöne Zahl. Lese jetzt also Cervantes und nur Cervantes. Danach weiter Kraussers Tagebücher.
Hatte davor übrigens noch eine interessante Begegnung mit Marina Vlady und Wyssozki, aus den Regalen meiner Mutter.
"Eine Liebe zwischen zwei Welten".

Wyssozki in einem seiner Lieder:

Unsere Erde sei tot und verbrannt,
In ihr könnt sich kein Same entfalten?
Wer hat sie eine Leiche genannt?
Nein. Den Atem hat sie angehalten.

Sie bleibt ewig gesegnetes Land,
Wie das Wasser im Meer ewig funkelt.
Wer da glaubte, sie sei schon verbrannt:
Nein. Nur Gram hat ihr Antlitz verdunkelt.

In ihr Fleisch wurden Gräben gehackt,
Und Granaten versetzten ihr Wunden,
Ihre Nerven, sie liegen jetzt nackt,
Hat unsäglichen Schmerz schon empfunden.

Sie erträgt alles, was man ihr bringt,
Ist kein Krüppel, will sich nicht vermummen.
Wer sagt uns, dass die Erde nicht singt,
Sie müsst immer und ewig verstummen?

Unterdrückt hat sie Jammern und Schrein,
Hör sie klingen aus Löchern und Wunden,
Ihre Seele, lebendig und rein,
Ist zertrampelt, doch nicht überwunden.

Unsre Erde sei tot und verbrannt?
Nein. Den Atem hat sie angehalten.


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02.01.2010 22:05
#6
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Zitat von Zypresserich
Zusätzlich angefangen, neben bereits Erwähntem: Paulo Coelho - Der Zahir.


Basiert das auf der gleichnamigen Borges-Erzählung?

Gruß,
L.


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03.01.2010 11:02 (zuletzt bearbeitet: 03.01.2010 12:38)
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#7
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Zypresserich ( gelöscht )

Hallo Larifant.

Zitat von larifant
Basiert das auf der gleichnamigen Borges-Erzählung?



Möglicherweise (auch) durch dessen Geschichte inspiriert. Auf S. 57 des Coelho-Buches heißt es:

Zitat
In Buenos Aires ist der Zahir eine gewöhnliche Münze im Wert von zwanzig Centavos; die Buchstaben NT und die Ziffer 2 sind hineingekerbt wie von einer Rasierklinge oder einem Taschenmesser; auf der Rückseite findet sich die Jahreszahl 1929. In Gujarat, gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts, war der Zahir ein Tiger; in Java ein Blinder aus der Moschee von Surakarta, den die Gläubigen steinigten; in Persien ein Astrolabium, das Naidr Shah auf den Meeresgrund versenken ließ; in den Verliesen des Mahdi, um 1892, war er ein kleiner Kompass, der in einer Turbanfalte steckte und den Rudolf Carl von Slatin angefasst hatte ...

Ein Jahr später fällt mir beim Aufwachen die Geschichte von Jorge Luís Borges ein: Der Zahir – etwas, was man, hat man es einmal berührt oder gesehen, nie wieder vergisst und was unser ganzes Denken bis zum Wahnsinn besetzt. Mein Zahir sind keine romantischen Metaphern mit Blinden, Kompassen, Tigern oder mit jener Münze.
Mein Zahir hat einen Namen, und sein Name ist Esther.



Interessant dazu auch: http://209.85.135.132/search?q=cache:Ppi...e&ct=clnk&gl=de

Gruß
Z.


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05.01.2010 10:13
#8
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Amélie Nothomb: Kosmetik des Bösen

ein Hundertseitenroman, oder sollte man lieber sagen Erzählung, Novelle? Alles kreist sich um diesen Psychofiesling, der einen Wartenden auf einem Flughafen mit Verbalitäten nervt. Morbid uns quälerisch, mal sehen, wohin die Stoty hinausläuft.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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05.01.2010 11:03
avatar  LX.C
#9
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Ja, immer nur Quijote ist auf die Dauer doch etwas ermüdent.


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06.01.2010 11:40 (zuletzt bearbeitet: 06.01.2010 11:41)
avatar  LX.C
#10
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Lese ein bisschen in Tschechows späten Erzählungen. Aber ich glaube, ich verfranse mich schon wieder. Dabei habe ich Sehnsucht nach ihnen. Sie bieten bei allen spannenden Widrigkeiten so viel Ruhe in der Erzählung. Balsam für die Seele, in getriebenen Zeiten, denn mir scheint, das Jahr nimmt volle Fahrt auf, ich aber komme noch nicht ganz hinterher.


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09.01.2010 13:33
#11
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Imre Kertész: Kaddisch für ein nicht geborenes Kind

Ein Monolog. Es geht um Fragen der Existenz. Kann man nach Auschwitz noch leben? Allein schon deswegen empfehlenswert, weil dieser Monolog eine sprachkompositorische Meisterleistung ist.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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15.01.2010 13:21
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#12
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Zypresserich ( gelöscht )

Volker Braun - Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer


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15.01.2010 14:46
#13
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Ich lese:
Jewgeni Popow, Die Wunderschönheit des Lebens

15.01.2010 14:52
avatar  LX.C
#14
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Die Wunderschönheit des Lebens, das hört sich auch lustig an


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15.01.2010 15:10
#15
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Das ist sowjetische Underground-Literatur, skurrile Geschichten kombiniert mit sowjetischen Zeitungsausschnitten aus den 60er bis 80er-Jahren, ziemlich schräg ...

Das Buch erschien 1990 auf Deutsch und wurde sehr positiv rezensiert, inzwischen ist Popow aber anscheinend schon wieder in Vergessenheit geraten ...

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