background-repeat

Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#16

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 16:42
von marlenja • 303 Beiträge

Danke Bea für Deine Antwort und schön ist auch das Du hast schmunzeln können.
Ist es doch für das Gemüt das Bessere...

Es gibt nichts, das ich Mir nicht vergeben könnte,
und nichts, das ich nicht überwinden möchte...
Christian Morgenstern


Das ist bestimmt ein gutes Wort - in übereinstimmung mit meinem Meister.

Morgenstern!: Ja - davon gibt es viele. Erloschene und für ewig leuchtende.


nach oben springen

#17

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 18:19
von Bea • 680 Beiträge

Christian Morgenstern lese ich gerne! Danke! Sag mal marlenja, das Herz hat die Farbe gewechselt...?

Wer andere besiegen will, muß erst sich selbst besiegen.
Wer andere beurteilen will, muß erst sich selbst beurteilen.
Wer andere erkennen will, muß erst sich selbst erkennen.

(Lü-Bu Wei)- Na das habe ich auch von meinem Meister gelernt.




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

nach oben springen

#18

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 18:34
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Sich einen einzigen Meister zu suchen und an diesem für immer festzuhalten, halte ich für bedenklich. Das wirkt auf mich wie die Furcht vor dem eigenen Gedankengang, vor der Selbstanalyse und Geistesentwicklung, die man, seinen Meister gefunden, dann lieber bei diesem sucht, statt sie sich selbst zu "erbauen". Hier bleibt der Hintergrund, dass eine fremde Ansicht, nicht selbst erörtert und erfasst, sondern nur übernommen, nicht verinnerlicht wird, sondern die reine Wiedergabe des Anerkannten ist. Das Leben aber bietet genügend Selbst-Erkenntnisse.

Meister "erreichen" einen und wechseln so beliebig wie die Gegebenheiten im Leben und Wandlungen des "Ichs".
Meister sind nur Anregungen.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 31.01.2010 19:22 | nach oben springen

#19

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 19:54
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Bea
Sag mal marlenja, das Herz hat die Farbe gewechselt...?



Nicht das ich wüsste - ich habe nix verändert.

Der Meister ist für mich Gott Selbst.
Einen einzigen Menschen für sich als Meister zu haben - das
würde ich auch als sehr sehr bedenklich ansehen.


nach oben springen

#20

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 19:57
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Nun, aber das, was du von Gott „lernst“ oder durch ihn erkennst, ist von Menschen verfasst und niedergeschrieben.




Surreale Vorstellungen
nach oben springen

#21

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 20:17
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Taxine
Nun, aber das, was du von Gott „lernst“ oder durch ihn erkennst, ist von Menschen verfasst und niedergeschrieben.



Bist Du sicher - Taxine?


nach oben springen

#22

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 20:22
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Der Mensch ist keine leere Hülle, kein leeres Geistkonstrukt, in das etwas Höheres eben einmal eintauchen und sich den Willen aneignen kann, auf dass Gott durch ihn hindurch schreibt. Die Bibel wurde durch Menschen verfasst. In ihr ist dieses "Wunder" erst erschaffen worden. Sie handelten vielleicht im Sinne ihres Gottes, so wie sie es (als Menschen) für richtig erachteten, aber nicht als dieser Gott selbst.
Darum ja, ich bin mir sicher.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 31.01.2010 20:36 | nach oben springen

#23

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 20:42
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von Taxine
Der Mensch ist keine leere Hülle, kein leeres Geistkonstrukt, in das etwas Höheres eben einmal eintauchen und sich den Willen aneignen kann, auf dass Gott durch ihn hindurch schreibt. Die Bibel wurde durch Menschen verfasst. In ihr ist dieses "Wunder" erst erschaffen worden. Sie handelten vielleicht im Sinne ihres Gottes, so wie sie es (als Menschen) für richtig erachteten, aber nicht als dieser Gott selbst.
Darum ja, ich bin mir sicher.



Wenn es um den Gottesbegriff geht, Taxinchen, oder die Definition diesesjeneswelchen, dann denke ich immer an Bonhoeffers Worte:

"Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht!"

Damit stellte er sich in die Reihe der Theologen, die den Verfügbarkeitsanspruch der Kirchen über Gott mutig ablehnten. Unter anderem. Damit nimmt er dann diesen ewigen Phrasenschlachten auch die Spitze, jedenfalls hat er es versucht...
Was hältst du davon, Taxinchen?

Grüße,
Peter

zuletzt bearbeitet 31.01.2010 20:44 | nach oben springen

#24

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 20:49
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Taxine
Nun, aber das, was du von Gott „lernst“ oder durch ihn erkennst,
ist von Menschen verfasst und niedergeschrieben.



Stell Dir vor jemand würde zu Dir nur in Nietzsche - Zitaten Antworten...Was
ganz anderes ist es doch wenn heute ein Mensch zu Dir spricht im gleichen
Sinn wie Nietzsche es tat.


nach oben springen

#25

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 31.01.2010 20:59
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Zitat von Patmöser
Wenn es um den Gottesbegriff geht, Taxinchen, oder die Definition diesesjeneswelchen, dann denke ich immer an Bonhoeffers Worte:
"Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht!"
Damit stellte er sich in die Reihe der Theologen, die den Verfügbarkeitsanspruch der Kirchen über Gott mutig ablehnten. Unter anderem. Damit nimmt er dann diesen ewigen Phrasenschlachten auch die Spitze, jedenfalls hat er es versucht...
Was hältst du davon, Taxinchen?
Grüße,
Peter



Damit, wertester Patmos, bin ich einverstanden. Man könnte auch sagen: Gott würde ohne den Menschen nicht existieren. Der Mensch ohne Gott oder ohne den Gottes-Begriff vielleicht auch nicht. Vielleicht hätte er sich ohne die von Menschen an Menschen im Sinne ihres Gottes oder der Vorstellung eines Höheren – Wie würde das Ideale handeln? – übermittelten Werte längst selbst vernichtet, vielleicht wäre er aber durch das Berufen auf sich selbst, auf die eigene Macht und Verantwortung auch schon eine „Stufe“ weiter, hätte mehr Zeit gehabt, durch sich selbst die Menschen miteinander zu verbinden, eine andere "Gesellschaft" geformt. Wer weiß.
Man blicke z. B. auf Naturvölker, die aufgrund ihrer Unwissenheit bestimmte Vorgänge in der Natur als göttlich ansahen und sich demjenigen dementsprechend unterwarfen, weil sie es sich nicht erklären konnten. Hier liegt eine angenehme Naivität vor, mit der sich gut leben lässt. Anders wurde Gott in der westlichen Welt mißbraucht.

Zitat von marlenja
Stell Dir vor jemand würde zu Dir nur in Nietzsche - Zitaten Antworten...Was
ganz anderes ist es doch wenn heute ein Mensch zu Dir spricht im gleichen
Sinn wie Nietzsche es tat.


Leider, liebe malenja, begreife ich im Moment nicht genau den Zusammenhang mit deinem Meister Gott. Vielleicht meinst du, dass sich die Werte Gottes immer wieder durch neue Menschen ausdrücken? Aber sie haben doch eine gleiche Quelle? Natürlich entstehen bestimmte Vorstellungen auch für sich selbst, doch der Glaube wird geprägt, durch Mensch, Erziehung, Lebensumstände, usw. Bibelzitate sind nichts, wenn sie nicht verinnerlicht und angewendet werden, da stimme ich dir zu.

Es gibt etliche Menschen, die bestimmte Vorbilder auch heute repräsentieren. Es gab sie sogar, um dein Beispiel zu nutzen, zu Nietzsches Zeiten. Als er seine Welt betrachtete und niederschrieb, hat vielleicht einige Orte weiter ein Bauer auf dem Feld genau das Gleiche für sich erkannt, nur nicht aufgeschrieben.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 31.01.2010 21:03 | nach oben springen

#26

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 00:50
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Zitat von marlenja


Mein Meister hat Sich Selbst zum Diener gemacht damit Er uns vorlebt
wie Er will das wir sein sollen.





Also dieser Satz könnte auch von stammen (wenn wir Jesus für den Meister setzen) ...




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
nach oben springen

#27

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 08:17
von Bea • 680 Beiträge

Der alte Schnauzbart ist halt ein Schlitzohr, Roquairol!

Zitat
Sich einen einzigen Meister zu suchen und an diesem für immer festzuhalten, halte ich für bedenklich



Nun ja Taxine, dass hat auch mein Lehrmeister nie verlangt! Deshalb das Zitat von Lü-Bu Wei! "Erkenne dich selbst!" - diesen Weg ging ja auch Hape Kerkeling - bis es zu dieser Erkenntnis wirklich kam, hat bei mir halt acht lange Jahre gedauert! Viele offene Fragen die ich mir alleine suchen musste und auch teilweise fand in Philosophie, Psychologie und Mythologie/Religion und ich fand ein X und ließ Gott - Gott sein! Ich fand tiefes Denken und eine innere Kraft um noch mehr Fragen zu stellen? Teile aus der Mathematik/ Physik/ Neurologie/ Hirnforschung und jetzt halt die Bibel!

Ich bin nun leidenschaftliche Nietzscheanerin, scheue mich nicht davor und was andere Menschen darüber denken, ist mir eigentlich schnuppe!

Ich habe kein Glöckchen zu bieten, sondern nur den Tipp: "Im Anfang war ein Punkt" Ich fand keine Gruppe zu der ich gehöre, sondern mein zu Hause! Lärm und Krach vermeide ich, dass ist nicht's für meine Ohren!




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

zuletzt bearbeitet 01.02.2010 11:31 | nach oben springen

#28

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 08:29
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Taxine

Bibelzitate sind nichts, wenn sie nicht verinnerlicht und angewendet werden..


Sie sagen immer noch viel aus über Gott und den Menschen - auch dann wenn der
Mensch nicht auf Gott hört. Nur verändern sie den Menschen nicht - solange der
Mensch nach dem hinhören nicht willig ist zur Veränderung.

Ich bin überzeugt das Gott gesprochen hat und heute spricht und immer sprechen
wird. Das bezeugt ja gerade das Buch: Die Bibel - das Gott zu Menschen gesprochen
hat auf mancherlei Art und Weise. Würde Gott nur durch das Buch: Die Bibel zu
den Menschen sprechen - dann hätte Er vor 2000 Jahren aufgehört zu reden und
wäre nicht der lebendige Gott.

Gott sprach durch Propheten und durch Seinen Sohn und heute durch Seine Jünger
die selbst Hirten geworden sind um andere zu ihrem Meister hinzuweiden.

Nietzsche ist Tot und er spricht heute durch Menschen seine Worte - durch Menschen
die leben. Aber eben - sie können nur die alten Worte wiederholen die Nietzsche
einst gesprochen hatte in der Vergangenheit.

Ich hab mich etwas komisch und verwirrend und unverständlich ausgedrückt. Danke
Taxine das Du nachfragst und ich die Möglichkeit bekomme es mit mehr Worten zu
sagen wie ich es meine.

Ist es jetzt etwas klarer?

Wir brauchen einen Meister der lebt - der Heute und grad jetzt lebt.


nach oben springen

#29

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 08:33
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Roquairol

Zitat von marlenja


Mein Meister hat Sich Selbst zum Diener gemacht damit Er uns vorlebt
wie Er will das wir sein sollen.





Also dieser Satz könnte auch von stammen (wenn wir Jesus für den Meister setzen) ...




Was hat Nietzsche Dir/Euch vorgelebt das ihr heute nachleben könnt?


nach oben springen

#30

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 09:17
von Bea • 680 Beiträge

Zitat
Was hat Nietzsche Dir/Euch vorgelebt das ihr heute nachleben könnt?



Freies Denken ohne Schranken und Komplexen/ Gewissensbisse - ich bin frei im Denken! Freies Denken in allen Fachbereichen, ohne Zwänge, ohne Zugehörigkeit ohne besondere Schulbildung!

(marlenja mir deucht, dass jenes Herz einmal rot war...)




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: pain
Forum Statistiken
Das Forum hat 982 Themen und 22989 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de