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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#31

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 10:30
von marlenja • 303 Beiträge

Guten Tag Bea

Ich hatte Dich so verstanden - das Du denkst, ich hätte die Farbe des Herzens
im Avatar gewechselt - also verändert seit ich hier im Forum bin. Und das habe
ich nicht getan. Aber es ist wahr - das Herz war einmal rot und ich habe es
gelb gemacht. Nicht ganz gelb - damit man das rote noch sieht. Dabei habe ich
mir etwas gedacht: Das Gott uns ein neues Herz schenkt. Eines das Ihn liebt und
das gerne im Licht lebt und nichts zu verbergen hat oder zu verheimlichen. Nur
ist es so - das wir obwohl wir von Herzen gerne ein heiliges und Gott wohlgefälliges
Leben leben möchten - doch noch in unserem alten Körper sind und mit unserer alten
Natur leben müssen. Durch die Beziehung mit Gott und durch Seinen Geist dürfen wir
lernen all das ungute zu überwinden. Aber es geht nur mit Gott. Sobald wir von dem
guten Weg nur etwas abweichen - kommt wieder das alte zum vorschein. Das liebende
Herz empfindet schmerz wenn es fällt und wieder in das alte zurück kehrt.

Es will nämlich von Herzen gerne Sein
dem Heiland in Seiner Hand ein Sternelein


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#32

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 10:33
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Bea

Freies Denken ohne Schranken und Komplexen/ Gewissensbisse..



Hast Du nie ein schlechtes Gewissen?


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#33

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 11:41
von Bea • 680 Beiträge

Zitat
Das Gott uns ein neues Herz schenkt



Also mir hat keiner ein neues Herz geschenkt.

Zitat
Hast Du nie ein schlechtes Gewissen?



Im tiefen Denken nicht! Führen wir jetzt mit Kant und Freud und Co unser kleines Gespräch fort?




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

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#34

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 11:58
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Bea

Also mir hat keiner ein neues Herz geschenkt.



Möchtest Du denn ein neues Herz haben oder bist Du mit dem
zufrieden das Du hast - so wie Du bist?

Kant und Freud und Co kenne ich nicht. Hab in den letzen Jahren
fast nur die Bibel gelesen und christliche Bücher und bin fast ohne Schulbildung.
Wenn Du gerne mit mir unbedeutenden Menschen sprechen möchtest?


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#35

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 12:25
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Zitat von marlenja

unbedeutenden Menschen




Da zeigt der Christ sein wahres Gesicht - danke dafür!




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#36

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 13:19
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Roquairol

Da zeigt der Christ sein wahres Gesicht - danke dafür!



Auch ein unbedeutender Mensch - ein Mensch ganz ohne Rang und Namen
kann einem andern Menschen viel bedeuten.


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#37

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 13:26
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Jetzt wird es langsam ganz absurd, denn man kann über Kant und Freud viel sagen, aber gewiss nicht, dass sie "Menschen ganz ohne Rang und Namen" waren.




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#38

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 14:21
von Bea • 680 Beiträge

Stimme dir zu Roquairol und gerade Kant hat ja da gerade tiefe Gedanken!

Zitat
Auch ein unbedeutender Mensch - ein Mensch ganz ohne Rang und Namen
kann einem andern Menschen viel bedeuten.



Also marlenja das ist mir auch klar. Nicht umsonst habe ich eine wahre Freundin, die ganz unten steht (Hartz IV) und ich schnatter mit ihr viel und gerne über einfache Dinge im Leben! Außerdem war ich lange in der Gastronomie tätig und konnte somit viele Denkweisen beobachten.
Deinen Satz verstehe ich deshalb überhaupt nicht!

Ein neues Herz brauche ich nur, wenn mein Herz nicht mehr schlagen will! Dann gehe ich zum Arzt und hoffe und vertraue auf sein Fachwissen! Ich habe einen lieben Ehemann, zwei ganz liebe Mädel,s und einen kleinen süßen Enkelsohn.
Also ich fühle mich mit meinem Herz ganz wohl!

Was verstehst du unter tiefes Denken oder lehnst du das ab, weil du schon alles gefunden hast?




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

zuletzt bearbeitet 01.02.2010 14:23 | nach oben springen

#39

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 16:11
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von marlenja


Hast Du nie ein schlechtes Gewissen?



Das ist mir jetzt auch etwas rätselhaft, Marlenja.

Ein schlechtes Gewissen haben, das dürfte wohl nicht abhängig sein von Religion, Glaube, Konfession oder was weiß ich. Auch nicht als Maßstab für die Tiefe eventueller Gewissensbisse, sozusagen.
Und hier dann:

Zitat
Möchtest Du denn ein neues Herz haben oder bist Du mit dem zufrieden das Du hast - so wie Du bist?



Auch das ist niemals abhängig von Religion oder Glaube, das ist ein selbstverständlicher und ständig voranschreitende Lebensprozess, jedenfalls bei den meisten Menschen. Von vielen Menschen auch selbst gefördert, durch niemals nachlassende Sinnsuche, durch das Lernen aus dem Leben, mit dem Leben und niemals zu vergessen auch - durch das Leben selbst. Ethik, Moral, Nächstenliebe oder Weisheit, diese Dinge sind niemals alleiniges Geistesgut der Religionen, hier dann speziell des Christentums, denn diese Geisteswege, die wurden schon vor dem Christentum gegangen und werden von vielen Menschen auch ohne Christentum ständig weitergegangen und weitergedacht werden.

Das Christentum, so wie es sich jetzt darstellt, ist eine in der Agonie liegende Glaubensform, die dem Anspruch vieler großer Geister einfach nicht genügen kann, denn eine wirkliche Vorbildfunktion dieser Religion, die blieb dieses Christentum der Menschheit bis auf den heutigen Tag schuldig, es gab sie einfach nicht. Das Christentum mutierte zu einer rein machtpolitisch orientierten Glaubensform, die eigentlich ihre wirklichen Wurzeln schon frühzeitig verraten hat, in dem das Christentum im auseinander fallenden römischen Reich dann Staatsreligion wurde. Aus den ehemals Verfolgten wurde nun selbst gnadenlose Verfolger..., das war für diese Religion dann "zukunftsweisend", bis hin zum christlichen und somit auch klerikalen Faschimus, bis hin zur biblisch vorgegebenen Menschenverachtung und auch Menschenvernichtung (natürlich im Namen Gottes, wie konnte es je anders sein) und damit sich selbst verdammend als vorsätzliche, religiös fundierte Misantrophen.

Huch, ich habe jetzt wohl ein wenig weit ausgeholt, nun ja, man möge mir verzeihen, denn meine "geistigen" Schlachten mit den religiösen Faschisten aller "Erlösungssparten", diese sind mir da wohl noch in "allzu frischer" Erinnerung...

zuletzt bearbeitet 01.02.2010 16:12 | nach oben springen

#40

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 16:42
von marlenja • 303 Beiträge

Wollen wir zusammen nochmals lesen was wer geschrieben hat?

Bea: Führen wir jetzt mit Kant und Freud und Co unser kleines Gespräch fort?

marlenja: Kant und Freud und Co kenne ich nicht.
Wenn Du gerne mit mir unbedeutenden Menschen sprechen möchtest?

Roquairol: Da zeigt der Christ sein wahres Gesicht - danke dafür!

marlenja: Auch ein unbedeutender Mensch - ein Mensch ganz ohne Rang und Namen
kann einem andern Menschen viel bedeuten.

Roquairol: Jetzt wird es langsam ganz absurd, denn man kann über Kant und Freud
viel sagen, aber gewiss nicht, dass sie "Menschen ganz ohne Rang und Namen waren.

Ich kenne Freud und Kant nicht und kann mein Gespräch mit Bea nicht mit diesen
beiden herren führen. Wenn Bea bereit ist mit mir: unbedeutenden Menschen zu
reden ist es gut. Wenn nun gemeint ist das sei das wahre Gesicht eines Christen
zu sagen man sei unbedeutend und das negativ ist dann möchte ich sagen das auch
unbedeutende Menschen für andere von Bedeutung sein können. Etwas absurdes finde
ich darin - in meinen Worten nicht. Ausser man sagt das nicht richtig lesen oder
Worte des andern überlesen etwas absurdes sei.


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#41

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 17:03
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Patmöser

Huch, ich habe jetzt wohl ein wenig weit ausgeholt...


Dabei hat es mich interessiert was ihr von eurem Meister: Nietzsche gelernt habt.


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#42

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 17:34
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Okay, wenn du das so verstanden haben willst, nehme ich das zurück. Allerdings hat das auch nichts mit "nicht richtig lesen" zu tun. Ich hatte das "mit mir unbedeutenden Menschen" verstanden als "mit für mich unbedeutende Menschen" - und dies ist wohl zweifellos eine mögliche Lesart.

Um nun auf die Frage zu kommen:
"Dabei hat es mich interessiert was ihr von eurem Meister: Nietzsche gelernt habt."

Da möchte ich erstmal den von Bea hier eingeführten Begriff "Meister" zurückweisen. Nietzsche wollte nie ein "Meister" sein. Von ihm stammt der schöne Satz:
"Niemand kann dir die Brücke bauen, auf der gerade du über den Fluß des Lebens schreiten mußt, niemand außer dir allein."

Ni dieu, ni maitre! Gerade das habe ich von ihm gelernt.




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#43

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 18:01
von marlenja • 303 Beiträge

Zitat von Roquairol
Gerade das habe ich von ihm gelernt.



Wie würdest Du Nietzsche für Dich bezeichnen?
Ich meine einen Menschen - von dem Du etwas angenommmen - gelernt hast?

Meister ist wohl nicht der rechte Ausdruck für Nietzsche.
Ein Meister steht über dem Lehrling und erteilt Befehle von denen er erwartet das
sie ausgeführt werden.


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#44

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 18:07
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Zitat von marlenja

Wie würdest Du Nietzsche für Dich bezeichnen?
Ich meine einen Menschen - von dem Du etwas angenommmen - gelernt hast?




Als einen Philosophen, der mich zum eigenständigen Denken angeregt hat.




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#45

RE: Ein Meister genügt

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 01.02.2010 18:20
von Bea • 680 Beiträge

Zitat
Nun ja Taxine, dass hat auch mein Lehrmeister nie verlangt! Deshalb das Zitat von Lü-Bu Wei! "Erkenne dich selbst!" - diesen Weg ging ja auch Hape Kerkeling - bis es zu dieser Erkenntnis wirklich kam, hat bei mir halt acht lange Jahre gedauert! Viele offene Fragen die ich mir alleine suchen musste und auch teilweise fand in Philosophie, Psychologie und Mythologie/Religion und ich fand ein X und ließ Gott - Gott sein! Ich fand tiefes Denken und eine innere Kraft um noch mehr Fragen zu stellen? Teile aus der Mathematik/ Physik/ Neurologie/ Hirnforschung und jetzt halt die Bibel!



Das ist ja zum Mäuse melken mit eurer Denkerrei! Das Gleiche was jetzt Roquairol sagte, habe ich doch schon hier klar und verständlich ausgedrückt! Ob nun Lehrmeister/ Lehrer oder Philosophen, sagt doch alles das Gleiche aus!?

Wenn nicht lassen wir das stehen, wie Roquairol es geschrieben hat. Ich habe durch Nietzsches Bilder-ketten eine Art Denken gefunden, die ich noch nie vorher erlebt habe! Deshalb Lehrmeister!




Der Bezug des Menschen zu Orten und durch Orte zu Räumen beruht im Wohnen. Bauen/ Wohnen/ Denken - Heidegger Martin

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