September 2010

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03.09.2010 15:53
avatar  LX.C
#1
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Tolstoi - Kindheit, Knabenjahre, Jugendzeit


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03.09.2010 23:23 (zuletzt bearbeitet: 03.09.2010 23:24)
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#2
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Ich nehme mir die gegenüberstehende Seite vor.

Das Schaffen Tolstois ist apollinische Kunst. Das Schaffen Dostojewskijs ist dionysische Kunst.

sagte:

Nikolai Berdjajew in "Die Weltanschauung Dostojewskijs"


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06.09.2010 20:08 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2010 22:01)
#3
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Heute habe ich mit Jonathan Littel: Die Wohlgesinnten begonnen. Ja, doch, das hat was. Ich bin weiterhin gespannt.

Dann schaue ich noch in einen Erzählband von Ernst Willkomm (1810-1886) hinein. "Der Todseher und andere geheimnisreiche Geschichten", posthum erschienen 1910. Geschichten mit Elementen aus der Phantastik. Neugierig macht mich auch die längere Geschichte "Bauernleben. Ein Sittenbild." Das Outfit des Buches ist allerdings hässlich. Der Text ist aus einem antiquarischen Buch einfach kopiert und in so einem modernen Glanzcover taschenbuchmäßig zusammengeleimt. Geschmacklos. Hätte lieber so eine alte Schwarte (aber die sind halt wesentlich teurer).



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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06.09.2010 21:57
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#4
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Littell. Oha.

Werde bald noch Noll und Gustafsson zusammenfassen. Im Moment lese ich, wenn die Zeit reicht, Fritz Zorn "Mars". Ist, wie sich herausgestellt hat, ein Pseudonym.


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08.09.2010 12:38
avatar  LX.C
#5
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Lese im Anschluss an Solschenizyns "Archipel Gulag" noch mal den dritten Teil Grigori Paskos Gefängnistagebuchs "Die rote Zone", darin beschreibt er seine Erfahrungen im russischen Gulag von heute. Ja. Es gibt sie noch immer.

Zitat von Pasko
Vielleicht sind die Leser des Themas überdrüssig, wollen nichts mehr davon hören. Aber erschöpft ist es wohl kaum. Jedenfalls so lange nicht, wie es Straflager und Gefängnisse gibt. Und ich habe das ungute Gefühl, in Russland wird ihre Existenz nie enden.
Als ich in einem "Stolypin", also einem speziell für den Gefangenentransport umgerüsteten Eisenbahnwaggon, in das Arbeitslager verfrachtet wurde, wusste ich noch nicht, dass es sich um das beste im gesamten Strafvollzugssystem der Region Fernost handeln sollte. Wobei "das beste" in diesem Fall bedeutet: die röteste aller roten Zonen. Und "rot" wiederum meint: Zahlreiche Häftlinge übernehmen die Funktion von Aufsehern, Denunziationen sind an der Tagesordnung, der alte Verhaltens- und Ehrenkodex der kriminellen Welt ist faktisch außer Kraft, die Wärter schüren Zwist und blutige Gruppenkriege unter den Insassen, die nicht nur diese gnadenlose Aufspaltung in Kasten, sondern die Repressivmaßnahmen selbst in die Tat umsetzen.



Quelle: Pasko, Grigori: Die rote Zone, Wallstein, Göttingen 2006, S. 323.


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09.09.2010 15:22 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2010 15:27)
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#6
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Zypresserich ( gelöscht )

Heute eingetroffen: Peter Handke - Ein Jahr aus der Nacht gesprochen. Mehr dazu später. So ein Betrug. Steht kaum was drin, mehr weiß auf den Seiten als Textabschnitte. Und dafür 20 Euro. Also ... den Text (einzelne Phrasen) krächte man mit good-will auf 30 Seiten (so sind's über 200, die man in 2 Stunden durch hat). Nepp.


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09.09.2010 23:24 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2010 23:34)
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#7
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Zypresserich ( gelöscht )

Also: natürlich wird bleiben Handke einer meiner Top 10 Schriftsteller @ Sprache (ich als Leser). Aber das ... man kann's auch übertreiben. Drei Passagen auf einer Seite, etwa so im oberen Drittel, der Rest der Seite blank (vermutlich für Notizen des Lesenden). Da ist die Power in (fällt mir grad so ein) jedem Cioran-Buch besser, da geht's am Stück. Ich begreif's einfach nicht. Ich will auch nicht urteilen über den Inhalt des Geschriebenen, lese es gerne, sind wunderbare Essenzen drin (sofern man sie sehen will), aber: in jedem Disneys Lustigem Taschenbuch steckt mehr drin als in dem aus der Nacht Gesprochenen. Ich will jetzt auch nicht sagen, dass man, wenn man erstmal über Jahrzehnte sich einen Namen "geschaffen" hat, grad so machen kann, wie man will, nein, sage ich jetzt nicht. Ich hatte bis heute kein Buch in meinem Besitz, in dem so viel Platz unter dem Text ist, um selbst Notizen zu machen oder Bilder reinzumalen. Und komm mir keiner mit, ich hätte es nicht verstanden. Zitat Seite 41 (es ist die komplette Seite):

Zitat
"Ich werde es euch sagen, aber nicht heute"

"Und um ihn zu trösten, hast du ihm den Schwanz geleckt"

"Soll ich dir alle deine Verrisse nach Breslau schicken?"



Darunter 2/3 weiß, blank, nichts, null. Und das auf jeder Seite.


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10.09.2010 10:00
avatar  Krümel
#8
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Zitat von Zypresserich

Darunter 2/3 weiß, blank, nichts, null. Und das auf jeder Seite.



Vielleicht weil es heute HIP ist?! "Das Haus/House of Leaves" von Danielewski da gibt es auch zahlreiche Seiten mit nur einem Wort. Ich denke, das Layout spielt heutzutage eine große Rolle

Ich werde später mit Kappachers "Selina" beginnen


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11.09.2010 11:07
avatar  LX.C
#9
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Setze endlich nach Monaten die "Ilias" fort. Ein mühsames Geschäft.


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11.09.2010 11:08
avatar  LX.C
#10
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Zitat von Krümel

Ich werde später mit Kappachers "Selina" beginnen



Den Fliegenpalast schon gelesen?


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11.09.2010 13:55
avatar  Krümel
#11
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Zitat von LX.C

Den Fliegenpalast schon gelesen?



Nein, kommt aber bestimmt noch. "Selina" ist mein erster Kappacher, aber ich bin jetzt schon begeistert


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11.09.2010 15:40 (zuletzt bearbeitet: 11.09.2010 15:41)
avatar  Taxine
#12
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Admin

Zitat von Krümel

Zitat von Zypresserich

Darunter 2/3 weiß, blank, nichts, null. Und das auf jeder Seite.



Vielleicht weil es heute HIP ist?! "Das Haus/House of Leaves" von Danielewski da gibt es auch zahlreiche Seiten mit nur einem Wort. Ich denke, das Layout spielt heutzutage eine große Rolle





Hm... der Vergleich hinkt aber etwas. Bei Danielewski spielen ja Form und Layout eine sehr wichtige Rolle für den Inhalt, ist Sinn und Spiel und führt den Leser zu etwas anderem hin... Handkes Version (wobei 200 Seiten auch keine großformatigen 800 sind ) scheint mir aber eher nach dem Motto: Alles ist Literatur, wenn der Autor nur einen Namen hat! zu sein.

Ich lese Nikolai Berdjajew "Existentielle Dialektik des Göttlichen und Menschlichen".


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11.09.2010 16:51
#13
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Eine wunderbare Einführung in den Buddhismus ist

Thich Nhat Hanh: Das Herz von Buddhas Lehre



Lebenspraktisch und unakademisch



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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12.09.2010 19:34
#14
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Über den Buddhismus habe ich neulich auch gelesen, und zwar
hier.
Eins der wenigen Blogs, die ich verfolge.

Gruß,
L.


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12.09.2010 19:41 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2010 20:05)
#15
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Danke larifant. Ich schaue mir den Blog mal an.

Edit: Oh, Buddhismuskritik. Ich lese trotzdem weiter.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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