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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#46

RE: Aufgeschlossen sein

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:24
von Taxine
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Zudem muss ein Kunstwerk immer offen bleiben, dem Betrachter die eigene Interpretation erlauben. Jeder Mensch legt seinen eigenen "Wert" in das Bildwerk (manchmal gar Blendwerk), zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Der Künstler darf immer nur Antrieb zum Denken geben, nicht festlegen, was zu Denken sei.
Der Künstler, der in sein Werk derart viel Tiefe legt, um den Betrachter dann bewusst zu lenken, hinterlässt einen unangenehmen Nachgeschmack. Der, der aber formt und stehen lässt, einfach aus dem Inneren erschafft und wirken lässt, weiß um das wahre Kunstwerk.
Dass dies viele "Spinner" ausnutzen, ist klar, doch wo bleibt sonst die Kreativität, als auf der Strecke?

Alleine, wer es schafft "Ruhe zu ordnen" oder danach verlangt ein bisschen "Chaos zu erschaffen", erfasst den Sinn der Kunst.
Der Betrachter als Schöpfer wäre auch mal interessant zu erörtern.

Ich grüße in Herzenswärme
Ascolto und Ferro.

Taxine

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#47

RE: Aufgeschlossen sein

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:24
von Ferro
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Naja, gegen euch kommt man dann wohl nicht an. Für mich (begriffen ins Individuum) muss ein Gedanke hinter dem Kunstwerk liegen, ohne, dass ich mit der Nase darauf gestoßen werde.
Ich kann mit diesen Werken nichts anfangen, die aus der völligen Unordnung einfach mal entworfen werden, die eben dann vom Betrachter selbst interpretiert werden müssen. Der vage Gedanke dahinter muss mir einleuchten.
So...

Außerdem habe ich keine Lust von den morbiden Wahnvorstellungen der Moderne mancher Chaoten erschlagen zu werden.

Der Betrachter als Schöpfer, der dann von anderen Betrachtern betrachtet wird.
Taxinchen, das kann man dann in die Unendlichkeit ausführen...

Der Künstler, der sich selbst ausstellt, den gab es ja schon.

Ich grüße zurück,
die Dame und den Italiener
Ferro

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#48

RE: Aufgeschlossen sein

in Gedanken vom Tag 16.08.2007 14:25
von ascolto
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Werthe tAxine, werthet Eisen.

Ist nicht, das WIE des Gedanken, die Motivation des Kreator entscheidend? Beuys benannte den Wärmeprozeß, also die Heilung an den Wunden und die Energie des Gedeihen (auch schöpfen).Diesen Prozeß weytete er bis in den Jesusleib!
Wer also mit kalter Kalkulation in der Finanz- und Anlagenwelt Kunst in den Kapitalmarkt erhebt, der kann nur Kälte- bzw. Kalkülprozeße ernten!

Ud wem dient der Mammon? Dem Sprekulanten, dem Galeristen und dem egozentrischen Kreator!

Euch einen wärmenden Gruß,
ein A

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