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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#1

Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 16.08.2007 14:52
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Ist Gesellschaft = Stumpfsinn?

Kann man das beurteilen?

Sicherlich gibt es Aufschluss über die Gesellschaft, wenn alle einem Muster folgen, das ihnen vorgegeben ist. Wenn jeder gerade einmal das tut, um zu „überleben“, nichts aber dafür, um gut zu leben, dann ist das eine Art Faulheit, die man mit Stumpfsinn gleichsetzen kann.
Aus der Entfernung mag alles gleich aussehen und so mancher ist verführt, hier alles mit einem Wisch in eine Schublade zu packen, unter eine riesige Schablone zu setzen, doch tritt man näher, steht jeder für sich selbst. Und nicht in einem Standbild, sondern in seiner Bewegung. Hier steht nicht die Momentaufnahme, über die man urteilt, weil man sie gerade in diesem Augenblick so erfasst. Man geht durchaus näher heran und betrachtet eine Weile. Und gerade hier zeigt sich der Stillstand, wo doch scheinbar Bewegung herrscht.

Und ja. Jeder Einzelne sieht einen Sinn in seinem Tun, und mag dieser Sinn auch noch so klein "erscheinen", so kann man darüber gar nicht erst urteilen. Hier stehen die Menschen für sich und gieren nach ihrem eigenen Wohl, und wo dazwischen der Sinn liegt, bleibt jedem selbst überlassen.
Trotzdem bewegen einige etwas und andere nichts. Trotzdem laufen einige entschlossener und andere nicht, wobei der Sinn dadurch für den Einzelnen nicht erhöht wird.

Man muss sich auch nicht in Selbstaufopferung verkrampfen, man geht aber an sich selbst zugrunde, wenn man nur für das eigene Wohl lebt und nur das Nötigste tut, um den nächsten Tag zu erleben.

Das Recht des Stärkeren ist der Ruf der Wildnis. Auch eine Art Stumpfsinn. Da pocht der "Überblickende" auf das Recht der Natur, klammert sich an den Darwinismus. Doch was sagt das aus über den Menschen? Was steht als Tatsache vor Augen? Hier folgt man doch auch nur einer These, die so für sich nicht bewiesen steht.
Ebenso ist der Ausspruch des „höheren Tieres“ nichts Fassbares. Denn, wer legt das fest? Der Mensch?
Der Mensch ist Mensch, ob höher gestellt oder nicht, bleibt dabei schwammig.

Die Gesellschaft aber legt sich nicht selbst fest, sondern sie wird festgelegt. Sie ordnet sich nicht einfach so, sondern sie wird geordnet, in Formen gepresst. Sie lässt sich manipulieren, weil sie sich in ihrem Schwachsein suhlt. Sie übergibt freiwillig die Zügel an Leittiere, die ebenso blind sind.
Und die Menschen sind nicht schuldig. Jeder für sich trägt seine Schuld wie auch seine Verantwortung. Wenn aber diese Verantwortung abgegeben wird, dann stärken diejenigen sich nur noch an ihrem Jammer, an ihren Schuldzuweisungen, anstatt einfach stark zu sein.
Ich habe nichts gegen Menschen, die gerne zuschauen. Nur wundern tue ich mich trotzdem darüber.

Und wer sagt, dass das Wort nur noch Verzierung ist und Kunst uns die Primitivität versüßen soll, dem sage ich:
Das Wort bleibt bei aller Verzierung und Verblendung immernoch das vordergründigste Kommunikationsmittel. Wo jeder für sich in seiner Welt lebt und die Welt eines anderen nur deuten kann, nie ganz verstehen, wird das Wort zur einzigen Brücke, zum Austausch, zum Vergleich.
Und Kunst versüßt nur für den Betrachter. Für den Künstler bleibt sie die Atmung. Sie ist keine Täuschung über irgendeine Grausamkeit, sie ist der Ruf danach, diese Grausamkeit auszulöschen oder wenigstens zu verringern.



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 16.08.2007 14:52 | nach oben springen

#2

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 03.01.2008 21:33
von headprint • 135 Beiträge

Es gibt auch die Sicht, daß es sinnvoll sein könnte
zu provozieren, daß die Grausamkeiten noch grausamer
werden, irgendwann ist nämlich für Jeden der Punkt
erreicht, wo er aus dem Eichmann'schen Schlaf erwacht
und anfängt sich gegen das, was er bisher gemacht hat
zu wehren. Gemacht und dadurch befördert, unterstützt
hat, Zustände, die er durch Nicht-Handlungen geschaffen
hat, eine brutal-informelle Ordnung im Häuserkampf des
alltäglichen Seins, seine dumme Gier nach unnützem Ding,
sein hohles Protzen und sein falsches Lächeln, im Mit-
einander, das ein Mitgegeneinander ist und zu Nichts
führt, das aber direkt. (E F F E C T - the smooth
operator operating correctly - but back to the problem)
Aufruhr!! - doch das löst nicht das Problem des Stumpf-
sinns, es kommt zu einer Ventilhandlung, einem kurzen
Ausbruch, etwas Aufruhr, am liebsten mit etwas mehr
Plündern dazu - und dann verfällt er in den alten Trott
und Nichts hat sich geändert, weil Nichts ist.
(N I C H T S erfülle deine Pflicht glatt, wie es
dir gesagt wird..)

Anders ausgedrückt:
Es gibt keine wirklich relevanten Inhalte, es wird auf
dem Kamm der, von einer unermüdlichen Industrie in das
Private gespülten, Moden gesurft und wer sich am längsten
auf dem dünnen Brett oben halten kann hat am meisten zu
sagen und ist der Tollste, die Tollste. Nur was kann man
eigentlich sagen, wenn man sich so ganz an der Oberfläche
verdichtet hat, daß man klingt wie eine bescheuerte Glocke??
as kann man sagen, wenn man sich dem rein materiellen Nihil-
ismus ergibt, oder auf ihm reitet, oder glaubt das zu tuen,
während man von materiellem Zuwachs ganz geil wird, Wollust
als das Hinzugekommene an Dingen definiert wird. Die Spirale
scheint endlos und oben angekommen fällt man tief, keine
Treppe, unser Wirtschaftssystem ist schließlich auf endlosen
Steigerungsraten aufgebaut und wer da nicht mittuen möchte
wird in wirtschaftliche Beugehaft genommen. Konsumier oder
wenn nicht, erklären wir dich für nicht existent. (They say:
jump, you say: how high?)

Anders ausgedrückt:
Die Weichen werden früh gestellt in diesem Jahrhundert. Früher
als im vergangenen. Es rollen mehr Züge auf's Abstellgleis und
diese Bahn streikt ebensowenig wie die Reichsbahn, diese Bahn
kommt pünktlich an der Rampe an.

Anders ausgedrückt:
Das krasse Keilen und die Freude an der Möglichkeit Leute gesell-
schaftlich unter sich zu sehen, wird einer Angst weichen. Die, die
noch haben, werden sich zwischen ihren Dingen anscheißen vor

Angst.

Anders ausgedrückt:
In Zeiten wo schon Projekte mit 1-€-Jobs umgewidmet werden, damit die
Leute ganz umsonst arbeiten müssen, ist die Schmerzgrenze schon längst
erreicht. Worte werden rar,dann.

Anders ausgedrückt:
Wer in der BILD liest, daß das Thema des Tages wieder die Manager-Ge-
hälter sind, soll sie anders benutzen.

Anders ausgedrückt:
Ventile spucken Überdruck, daß die Maschine weiter läuft.

Anders ausgedrückt:
Sackgasse mit Tempo 180.

Anders ausgedrückt:
E F F E C T - the smooth operator operating correctly
E F F E C T - the smooth operator operating correctly

E F F E C T - the smooth operator operating correctly



E F F E C T - the smooth operator operating correctly





E F F E C T - the smooth operator operating correctly



E F F E C T - the smooth operator operating correctly
E F F E C T - the smooth operator operating correctly
E F F E C T - the smooth operator operating correctly
E F F E C T - the smooth operator operating correctly
E F F E C T - the smooth operator operating correctly
E F F E C T - the smooth operator operating correctly


*sssscrrreeeeaaaaach!!!*
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#3

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 03.01.2008 22:14
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Dass der Mensch irgendwann aufwacht und sein eigenes Handeln hinterfragt, dass er sich, was noch besser wäre, gegen sich selbst und seine eigene Vorstellung wendet (was ja hieße, sie immer wieder neu in Frage zu stellen), wäre eine tiefe Beruhigung für mich.
Ich sehe hauptsächlich Nicht-Handlung und "Augen-Zu" (wo gemeint wird, sie seien weit aufgerissen), und dazwischen wird ganz ohne Zwang der Mensch durch den Menschen kontrolliert, überwacht, angezeigt, von Bürger zu Bürger, von Nachbar zu Nachbar, das Auge immer wachsam...
Was wäre auch eine bessere Kontrolle, als wenn sich hier darauf verlassen werden kann, dass einer den anderen anscheißt? Dass alle, falls erforderlich, mal für fünf Minuten den Strom abstellen, ohne zu hinterfragen, wie sinnlos solch ein Unterfangen ist?
Dass, wenn es nur viele tun oder, weil es geschichtlich so übertragen ist, darin schon Wahrheit liegen muss?
Das hält doch die Maschinerie wunderbar am Leben.
Immer schön glauben, was da vermittelt wird, und auch wenn alles Manipulation ist, wird mit dieser manipulierten Meinung ganz wunderbar argumentiert. Statt Aufruhe lieber die Wahl zwischen den Lügen, weil die eine gegen die andere freundlicher lächelt. Wer eine Meinung hat, die abweicht, wird unter den Füßen der rennenden Herde zertrampelt, solange er es nicht schafft, hier direkt eine ganz neue Welt auszubreiten, mit mindestens Voraussicht von ca. 100 Jahren. Ansonsten... Klappe halten!
Und dann bleibt eben nicht mehr, als sich über den Arbeitslosen zu mokieren, der auf Mallorca lebt, oder das Managergehalt in Frage zu stellen, während kurz zuvor ganz selbstverständlich die Diäten erhöht werden...
Dann noch ein paar Grausamkeiten und Unfälle und Bombenanschläge gezeigt, und schon ist die Empörung schön weit gefächert und lenkt vom Wesentlichen ab...



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 03.01.2008 22:50 | nach oben springen

#4

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 03.01.2008 22:55
von Martinus • 3.194 Beiträge

Seit dem die Grünen im Bundestag sitzen, spätestens seit dem, wissen wir doch, das wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern und erst jetzt, dank dem Gore, versuchen's noch den Hebel rückwärts zu drehen, ich gleichem Zug werden aber in Deutschland weiterhin neue Kohlekraftwerke gebaut, bzw. sind in Planung.

Ich denke es ist eine allgemeine Trägheit die uns nicht vorwärtsbringt. Obwohl es ökologisch gesehen sinnvoll ist, dass ich kein Auto habe, wird verwundert reagiert, weil ich keins habe. Ich bin mir nicht sicher, ob das alles Dummheit ist, es ist aber so, da tanz'ich aus der Reihe. Mir ist das wurscht.

Sehr schwierig, gesellschaftlich etwas zu verändern. Verantwortung fängt bei mir selbst an. Wie lebe ich denn?




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#5

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 03.01.2008 23:20
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Die Langeweile, der Stumpfsinn beginnt dort, wo die ganze Individualität zusammengeklaut/gekauft/gestellt wurde, wo die eigene Meinung nicht durchdacht und erprobt, sondern angelernt und übernommen ist; und die Industrie "Gesellschaft" bleibt hinter allem der größte Seelenfänger, weil sie den Schein "Sicherheit" kreiert und ihn als "Freibier" in die Welt träufelt.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 03.01.2008 23:25 | nach oben springen

#6

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 04.01.2008 18:50
von headprint • 135 Beiträge
Zitat von Martinus
Seit dem die Grünen im Bundestag sitzen, spätestens seit dem, wissen wir doch, das wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern und erst jetzt, dank dem Gore, versuchen\\\'s noch den Hebel rückwärts zu drehen, ich gleichem Zug werden aber in Deutschland weiterhin neue Kohlekraftwerke gebaut, bzw. sind in Planung.


Viele Entwicklungen sind wirkliche, die sich nicht einfach
rückgängig machen lassen, weil es den reichen, oft westlichen,
Zivilisationen plötzlich einkommt, daß es schlecht ist so zu
handeln. Licht aus! - Zack! .. lala lala .. Licht an! Party, weil
wir Alle so gut sind!
Wenn ich bisweilen die Ereignisse von Tschernobyl erwähne, will
das keiner hören, ich bekomme dann zu hören, daß das schon lange
her ist und ja wohl nicht so schlimm war, wie man heute ja weiß.
(Wegen solcher und ähnlicher Aussagen erwähne ich es dann auch gerne. )


Zitat von Martinus
... dass ich kein Auto habe, wird verwundert reagiert, weil ich keins habe. Ich bin mir nicht sicher, ob das alles Dummheit ist, es ist aber so, da tanz\\\\'ich aus der Reihe. Mir ist das wurscht.


Ich behaupte, ich würde heute noch den Tag feiern,
an dem ich mein Auto verkauft habe. Das stimmt so
nicht, ich feiere das viel öfter. Auch wenn ich im
wahrsten Sinne die Konsequenzen tragen muß, was man
an den abgeschabten Schultern meiner Jacken sieht -
ich brauche kein Auto. Deswegen habe ich keins.
Ich kriege aber die tollsten Gründe geliefert, warum
die Person, der ich mitteile, daß ich keins habe, weil
ich keins will, keins brauche, auf ihres nicht verzich-
ten kann. Das interessiert mich aber so gar nicht, denn
es geht mir gar nicht drum, daß keiner ein Auto haben
soll, es geht mir darum, daß ich keins habe und damit
soweit zurecht komme, mich in meinen verkehrs`sozialis-
tischen` Überlegungen auch in der Langzeitanwendung be-
stätigt sehe.
Natürlich bin ich es auch satt, mir die unverlangten Ent-
schuldigungen für die private Existenz eines Kraftverkehr-
gutes anzuhören.. ich sehe, daß auch Leute, die genug Grün-
de haben, ein Auto zu halten, damit viel Unsinn machen und -
entgegen des Wortes - es nicht einfach ein Ding zum Nutzen
aller rechtlich dazu befähiten Familienmitglieder ist, son-
dern wie ein seltener Fetisch gehütet wird. Damit verliert
es stark an realem Nutzwert und gehörte eigentlich ver-
schrottet.

Zitat von Martinus
Verantwortung fängt bei mir selbst an. Wie lebe ich denn?


Und Verantwortung hört auch bei dir (im etwas weiteren Sinne) auf - damit du
auch noch ein Leben leben kannst..

*sssscrrreeeeaaaaach!!!*
zuletzt bearbeitet 04.01.2008 18:55 | nach oben springen

#7

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 04.01.2008 19:36
von larifant • 270 Beiträge

Entratet ihr dem Automobil hauptsächlich aus Idealismus oder hauptsächlich aufgrund einer persönlichen Kosten/Nutzen-Analyse?

Gruß,
L.


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#8

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 04.01.2008 19:49
von headprint • 135 Beiträge

Es war ohne Sinn geworden, demnach
gab es auch keinen Nutzen mehr, den
ich dem Aufwand an Kosten und Schaden
entgegenrechnen konnte. Ich zog eine
Konsequenz, ohne Idealismus, aber aus
der Überzeugung, daß ein System von
Wegen wichtiger ist, als die stark be-
worbene Illusion persönlicher Mobili-
tät und ... Freiheit (*grööhl*)

Autofahren ist mir ein Ärgernis,
egal in welchem Verkehrsaggregat
ich mich gerade bewege.


*sssscrrreeeeaaaaach!!!*
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#9

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 04.01.2008 19:57
von Martinus • 3.194 Beiträge

Hallo,

Die Sache mit dem Auto, da habe ich nur von mir persönlich sprechen wollen. Bei mir handelte es sich tatsächlich um eine Kosten-Nutzen-Rechnung.
Fahrt ihr ruhig weiter mit dem Auto.

Liebe Grüße
Martinus




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#10

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 04.01.2008 23:43
von larifant • 270 Beiträge

Zitat von Martinus

Fahrt ihr ruhig weiter mit dem Auto.


Ich betreibe keinen Fernsehempfänger, aber euch sei das gewährt.

Gruß,
L.



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#11

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 05.01.2008 16:48
von Moulin • 395 Beiträge

Ich glaube der erste und auch beste Schritt zur Veränderung in einer Gesellschaft ist, sich selbst zu verändern, ohne darauf zu sehen, was die Anderen tun oder sich danach zu richten, ob die Anderen mitziehen.
Veränderungen gibt es nur für mich selbst, sei es ob ich weitgehend auf das Auto verzichte, ob ich ein eigenständiges Konsumverhalten bevorzuge usw. Was ich mache geschieht aus meiner Überzeugung heraus und ich benötige dazu nicht den Zuspruch anderer Menschen um mich gesellschaftlich abzusichern.
Verbesserung kann nur aus einem selbst heraus geschehen, die Anderen lasse ich insofern so wie sie sind. Ich versuche niemanden zu überreden. In der Regel reicht es oft, den eigenen Anspruch an sich selbst nach Außen hin offen zu vertreten um Menschen andere Möglichkeiten aufzuzeigen.


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#12

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 05.01.2008 20:02
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Mir käme ja nie in den Sinn, das Automobil mit der allgemeinen geistigen Träääägheit in Verbindung zu bringen, aber... na gut.

Moulin, du bist dem Idealismus ja noch mächtiger verfallen, als ich... Na, dass ich das noch erlebe.



Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 05.01.2008 20:25 | nach oben springen

#13

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 06.01.2008 17:06
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Das Automobil ist hier sicher nur eines vieler repräsentativer Beispiele. Je mehr Fortschritt, desto mehr tritt der Geist zurück. Der richtige Weg ist wahrscheinlich, beides in Einklang zu bringen.
Ich möchte nicht 200 Km zu Fuß gehen müssen, deshalb ist das Auto noch nicht weg.

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#14

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 06.01.2008 18:16
von larifant • 270 Beiträge

Zitat von
Je mehr Fortschritt, desto mehr tritt der Geist zurück.

Aber der Zahnarzt soll dann doch lieber aus dem XXI. Jhdt. sein.
Bitte besser über die Lebensumstände in vergangenen Zeiten informieren, bevor anonym so ein Unsinn verkündet wird.

Gruß,
L.


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#15

RE: Gesellschaft und Stumpfsinn

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 06.01.2008 20:16
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge
Man sehe hierbei auch den einfachen Bauern, der im 19. Jahrhundert keine Zeit zur Geistestätigkeit hatte. Das Befassen mit Geist und Welt war in der Vergangenheit ein Luxus und das Buch und die Philosophie nur ausgewählten Kreisen zugänglich. Der Fortschritt vereinfacht die Dinge, schafft aber gleichzeitig auch mehr Freiraum zum "Wachwerden"...

Beispiel: Internet. Dieses ist noch nicht zu kontrollieren, auch wenn die Vielfalt der Gedanken und Meinungen zu filtern ist. In den Medien dagegen erfährt man eben nur das, was man erfahren soll.
Natürlich wird nun schon auf "Kindersicherung" spekuliert, die Verschlüsselung von Daten und Informationen, aber noch ist das Internet unkontrolliert, was heißt, mindestens einen Tag lassen sich Berichte und Informationen lesen, die danach womöglich gesperrt werden.
Die geistige Trägheit der Masse - um es noch einmal so zu nennen - wächst auch aus diesen Vorurteilen. Alles, was neu ist, ist trügerisch.
Ich hörte schon Leute sagen, im Internet gibt es nur Lug und Trug.
Aber, meiner Meinung nach, lassen sich hier wesentlich mehr Einblicke in die "Welt" gewinnen. Auch so etwas regt den Geist an...

Dagegenzusetzen wäre die permanente Kontrolle... Kauft man ein Buch im Internet sind die Daten gespeichert.



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zuletzt bearbeitet 06.01.2008 20:26 | nach oben springen


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